Samstagsfragmente #99 - just vor dem jüdischen Jahreswechsel


Heute 


hatten der Gatte und ich vormittags sturmfrei und ich habe die freie Zeit genutzt, um ein paar unliebsame Dinge im Haushalt zu erledigen: Einige Fenster geputzt, im Mädchenzimmer Staub gewischt, um die Unordnung herum geputzt und ein paar Löcher im Betthimmel gestopft, die Isomatte bis zum nächsten Camp eingemottet, meinen Nachttisch entstaubt und entrümpelt und zwei Ladungen Wäsche gewaschen. Ich habe festgestellt, dass ich derartige Zeit- und Energiefenster nutzen muss, denn Motivation für Haushaltsdinge packt mich eher selten.

Die Jahreszeit passt auch ganz gut dafür, denn das jüdische Jahr geht gerade zu Ende, am Mittwochabend werden wir mit einem leckeren Abendessen und lieben Gästen in das Jahr 5778 hinein feiern. Darauf freuen wir uns alle sehr und hoffen, dass es nicht zu heiß sein wird, um auf dem Balkon zu sitzen. Wir sind aber optimistisch, denn die Hitzewelle scheint gebrochen und gestern Früh hat es sogar kurz ein klitzekleines bisschen geregnet.


Die Woche


Erfreulichkeiten 


  • Theaterkarten für mich und den Gatten im israelischen Nationaltheater klargemacht - da war ich noch nie! 
  • mit dem großen Neffen schon den 20. Geburtstag gefeiert 
  • BBC - Strike und Robin wiedergesehen 
  • den Elternabend überstanden und einen guten ersten Eindruck von der neuen Lehrerin gewonnen
  • mit dem Mädchen die Nachmittags-AGs für dieses Schuljahr ausgesucht  


Erlesenes 


Everything is Illuminated von Jonathan Safran Foer fängt sehr krude an, konnte dann aber mein Interesse wecken und liest sich jetzt ordentlich.

The Secret History von Donna Tartt wird mich noch eine Weile beschäftigen, wirklich am Stück lesen schaffe ich bei diesem Wälzer zur Zeit nicht. Aber muss ja auch nicht, da steckt so viel drin, was man ruhig sacken lassen und dann wieder aufnehmen kann.

Ein bis zwei amerikanische Romanzen als Kontrastprogramm zur Entspannung habe ich diese Woche auch weggelesen. Details erspare ich euch 😁


Foto der Woche 


Ich bin diese Woche nicht wirklich zum Fotografieren gekommen, aber "Egon", der Bürokaktus mit seiner ersten Blüte hat einen kleinen Fanclub generiert:


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Webfragmente 


Eine Schule in Tel Aviv schafft mit großem Engagement die Integration von Flüchtlingskindern - "Aspekte"-Sendung vom 8. September: Video (ab Minute 17)

Die deutsche Künstlerin "Raubdruckerin" nutzt urbane Strukturen wie Gullideckel um tolle Textilprints zu erzielen: Video

Eine allerliebste Cartoonserie über das Leben mit anhänglichen Hunden: Sammlung

Ein weiterer Beweis dafür, dass man nie, nie, nie das Internet bitten sollte, einen eigenen Schnappschuss per Photoshop zu "verbessern": Fotosammlung



Euch allen einen schönen Sonntag !


Kommentare

  1. Oh herrlich, die letzten beiden Links "made my day".... Das Hausarbeitsproblem kommt mir sehr bekannt vor!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Diese Anfälle von Haushaltsaktivitätslust muss man wirklich nutzen - dummerweise überfallen sie mich immer mitten in der Nacht und ich bin mir sicher, dass die Nachbarin unter uns nicht erfreut wäre, wenn ich dann über ihrem Kopf energisch rumlaufe. Schön, dass dein Timing besser war und du so viele lästige Dinge erledigt bekommen hast. :)

    Die Shirts der Raubdruckerin sind ja großartig! Die Idee ist toll und das Endprodukt noch viel besser. Die Fotosammlung fand ich auch wunderbar amüsant. :D

    Ich wünsche euch für Mittwoch einen wunderschönen Übergang ins neue Jahr!

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  3. Yum tuv, Hadassa.
    Nicht nur ein Jahreswechsel, der da ansteht - auch Deine "Fragmente zum Samstag" wechseln & werden mit der 100 dreistellig. Madame war arbeitssam, auch hierbezüglich. Gratulation!

    "Um die Unordnung herum geputzt" ist weise formuliert, weil Kinder insgeheim ihre eigene Ordnung (im Chaos!) kultivieren. Genau so lange bis das Lieblings-Shirt doch nicht auf die Schnelle zu finden ist (kreisch) & der Alarm für die elterliche Feuerwehr gedrückt wird (weil es auch sofort gefunden sein muß).

    Dann also, ein gutes Jahr!

    Mit "1984" gehst Du im Theater gleich richtig in die Vollen; harter Stoff. Orwells Wink, daß die geistige Unfreiheit direkt in jede Variation körperlicher Knechtschaft führt. Deine Eindrücke zur Inszenierung würden mich interessieren.

    Yep, 20 waren wir alle einmal... :-)

    In literarischen Romanzen zu schwelgen ist wie in Gang in den Garten der eigenen Gefühle, denke ich.

    Egon, der Kaktus... :-D

    bonté

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