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Es werden Posts vom September, 2017 angezeigt.

Samstagsfragmente #100 - Fasten oder Fahrrad fahren ?

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Heute
war Yom Kippur und wir hatten es richtig schön. Es war ausnahmsweise mal überhaupt nicht sehr heiß, das Mädchen hat praktisch die halbe Nacht und den ganzen Tag mit ihrem Fahrrad und ihren Klassenkameraden "on the road" verbracht und der Gatte und ich genossen die Stille und ja, sogar die Tatsache, dass man an diesem Tag rein gar nichts machen kann. Jedenfalls nichts, was nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar wäre und es würde auch nicht wirklich viel nützen, weil Läden, Restaurants, Kinos und Fitnessclubs ebenfalls geschlossen sind. Ich persönlich habe den Tag zum Lesen genutzt, ein bisschen über alten Fotoalben und in Erinnerungen geschwelgt, eine Gesichtsmaske aufgetragen, meine Fingernägel frisch lackiert, den Gatten Gedichte aus dem Kulturteil der Zeitung vorlesen lassen, und viel schneller als gedacht waren draußen schon wieder die ersten Autos zu hören.


Die letzten beiden Wochen
Erfreulichkeiten 
entspannt das jüdische neue Jahr begrüßt - einmal mit Freun…

12tel-Blick - Kaktus und Mandelbäumchen (September)

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Gerade noch rechtzeitig vor Yom Kippur, dem Tag, an dem man hier nicht mit dem Auto fährt, ist mir eingefallen, dass ich den Hügel noch schnell fotografieren sollte. Viel hat sich in den letzten vier Wochen nicht verändert, aber der blaue Himmel und die weißen Wolken sind doch deutliche Anzeichen dafür, dass der Sommer zu Ende geht.

Das Mandelbäumchen ist so dürre und brüchig geworden, dass ich mich ein wenig sorge, ob es sich wohl wieder berappeln wird, wenn der Regen dann endlich kommt.


Der große Baum trägt inzwischen kleine grüne Früchte (ich weiß immer noch nicht, wie er heißt...) und die Schafe habe ich diesmal mit eigenen Augen gesehen und sie dafür bewundert, dass sie so dankbar dieses trockene, stachelige Zeug fressen, das sie hier noch finden. Sehr witzig auch die blinden Passagiere auf dem Rücken einiger Schafe - da musste ich zweimal ungläubig hinsehen, denn diesen Vögeln begegne ich sonst auf diesem Hügel gar nicht.






Eure Blicke sind sicher schön spätsommerlich-frühherbstli…

Samstagsfragmente #99 - just vor dem jüdischen Jahreswechsel

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Heute 
hatten der Gatte und ich vormittags sturmfrei und ich habe die freie Zeit genutzt, um ein paar unliebsame Dinge im Haushalt zu erledigen: Einige Fenster geputzt, im Mädchenzimmer Staub gewischt, um die Unordnung herum geputzt und ein paar Löcher im Betthimmel gestopft, die Isomatte bis zum nächsten Camp eingemottet, meinen Nachttisch entstaubt und entrümpelt und zwei Ladungen Wäsche gewaschen. Ich habe festgestellt, dass ich derartige Zeit- und Energiefenster nutzen muss, denn Motivation für Haushaltsdinge packt mich eher selten.

Die Jahreszeit passt auch ganz gut dafür, denn das jüdische Jahr geht gerade zu Ende, am Mittwochabend werden wir mit einem leckeren Abendessen und lieben Gästen in das Jahr 5778 hinein feiern. Darauf freuen wir uns alle sehr und hoffen, dass es nicht zu heiß sein wird, um auf dem Balkon zu sitzen. Wir sind aber optimistisch, denn die Hitzewelle scheint gebrochen und gestern Früh hat es sogar kurz ein klitzekleines bisschen geregnet.


Die Woche
Erfreu…

Einmal auf den Eiffelturm #Paris

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Paris, Tag 1.2 
Am Anfang meiner Parisplanungen dachte ich tatsächlich kurzfristig, der Eiffelturm sei überwertet und man könne den Touristenmagneten womöglich mit nur einem Foto von weitem abhaken. Sehr witzig. Wie soll man bitte einem zehnjährigen Kind und seinem Papa, die beide zum ersten Mal im Leben in der Stadt sind, klarmachen, dass wir leider nicht wie all die anderen Touristen hoch können, sondern lieber unten bleiben, weil das viel cooler und individueller ist? Geht gar nicht, Eiffelturm muss sein, nur wie? Von beeindruckenden Warteschlangen war überall die Rede und ich hatte ein bisschen Sorge, dass man ähnlich horrende Eintrittspreise einplanen muss, wie für die Londoner Sights. Umso erfreuter war ich, dass man auf der offiziellen Internetseite des Turms bequem Karten mit Zeitfenster bestellen kann und die Preise sich in sehr fairen Grenzen halten.

Unseren Termin hatte ich auf den späten Nachmittag als krönenden Abschuss unseres ersten Tages (Tag 1.1 hier) gelegt und so z…

#12von12 im September - wieder voll im Alltag

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Wer meine Monatszwölf regelmäßig verfolgt wird kaum überrascht sein, dass ich - mal wieder - den ganzen Vormittag verpennt und mich erst um die Mittagszeit erinnert habe, dass ich vielleicht ein paar Fotos machen sollte. Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass ich bis zum Anschlag mit Arbeit ausgelastet war und überhaupt kommt nicht viel interessantes rum an so einem Bürotag voller Zahlenkolonnen und Papier.



1. wenn man um 12:00 immer noch nicht gefrühstückt hat, 
wird es höchste Zeit
2. dienstliches Kaffeetreffen 




3. Buchhalterdroge: die besten Pfefferminzbonbons die ich kenne
4. manche nehmen den Zug in ihren Feierabend...




5. ... andere fahren zum Flughafen mit knalligem Gepäck
6. Erste!





7. vom Bus aus beobachte ich die untergehende Sonne ...
8. ... und auf dem Weg von der Haltestelle 
nach Hause gehen die Straßenlaternen an




9. zuhause wartet ein Hundeblick 
10. die Betten wollen bezogen werden 
(danach will ich am liebsten direkt 
in die Kissen sinken, aber ich muss leider noch mal los…

à grande vitesse nach Paris

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Paris, Tag 1.1
Heute ist unsere Parisreise bereits genau drei Wochen her und ich habe immer noch nichts darüber geschrieben, wahrscheinlich weil dieses Erlebnis so groß war und die Eindrücke so viele, dass ich gar nicht so richtig weiß, wo ich eigentlich anfangen soll.

Vielleicht auf einem Bahnsteig am guten alten Stuttgarter Bahnhof, gleich neben der Großbaustelle, wo wir an jenem Augustmittwoch im Morgengrauen in den TGV klettern und unsere Plätze einnehmen. Abfahrtszeit 6:38, ich bin nicht die einzige, die noch etwas verstrahlt aus der Wäsche schaut, aber im Zug ist es gemütlich, wir sitzen am Tisch und ansonsten ist das Abteil kaum besetzt, sogar WiFi gibt es kostenlos. Der TGV rast Richtung Paris und die rund vier Stunden Fahrt gehen mit Spielen, Lesen, ein bisschen Schlafen und einem ersten Café au Lait mit Croissant aus dem Bordcafé viel entspannter vorbei, als unsere Flugreisen es je könnten. Zugfahren ist einfach schön :)

Gegen halb 11 erreichen wir den Gare de L'Est - w…

Samstagsfragmente - Schule, soff soff!

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*soff soff! = endlich!  

Heute 
ist schon Sonntag. Ich wollte diese Fragmente wirklich gestern noch schreiben, bin dann aber mit dem Gatten vor der neuen Cormoran Strike-Serie versackt (BBC One) und konnte mich danach nicht mehr aufraffen.

Es war ein ereignisreiches Wochenende: Am Freitag ging nach exakt zwei Monaten Ferien die Schule wieder los und es war höchste Zeit. Nicht so sehr für mich, ich fand die Ferien dieses Jahr gar nicht so stressig, aber das Mädchen wollte dringend wieder zurück ins Klassenzimmer zu ihren Freundinnen. Während sie dort war, habe ich die Zeit genutzt, mal wieder bei IKEA vorbei zu sehen, was eine sehr gute Entscheidung war. Normalerweise ist das freitags eine ätzende Quälerei, weil gefühlt alle zu IKEA rennen, aber am 1. September sind scheinbar alle Eltern mit Schule beschäftigt, denn es war fast gespenstisch leer. Nicht mal an den Kassen musste man anstehen, das heißt ich konnte mir gar nicht in Ruhe überlegen, welche Artikel ich möglicherweise doch nic…