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Es werden Posts vom Juni, 2016 angezeigt.

Unser Garten... (oder: Frauen und Fußball ?!!?!!)

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... ist derzeit unser Stadtpark. Dort wird auf großer Leinwand die Europameisterschaft übertragen und das macht richtig viel Spaß, denn man trifft dort immer ein paar Freunde und Bekannte.

Jeder bringt eine Decke mit und dann lümmelt man sich auf dem Rasen und schaut nach Frankreich, während im Hintergrund langsam die Sonne untergeht und - vielleicht sogar - ein kühles Abendlüftchen über den Hang weht. Jeder hat was dabei - einer eine aufgeschnittene Wassermelone oder gemischte Obstschnitze, ein anderer Nüsse oder Popcorn, eine unterwegs abgeholte Pizza aus dem Karton - jeder darf von allen was haben, alle lästern gemeinsam über das Gequatsche der Kommentatoren und alle haben Spaß. Ein paar Bierchen kommen aus den Kühltaschen und werden gerecht in Plastikbecher aufgeteilt, dass alle was davon haben.

Die Kinder bringen natürlich auch einen Fußball mit, und wenn das Spiel zur Halbzeitpause etwas langweilig wird, verziehen sie sich und kicken lieber selbst. Nach dem 19:00-Spiel (hier is…

Samstagsfragmente #48 - Kurz vor knapp um 23:59

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Heute
werde ich es mal wieder schaffen, die Wochenfragmente tatsächlich noch am Samstag abzuschicken. Aber nur weil ich noch ein bisschen runter kommen muss nach einem Frauen-Date ("Ein ganzes halbes Jahr", hach) und einem Abstecher zu IKEA direkt danach. (Lag auf dem Weg). Man sollte es ja nicht glauben, aber IKEA ist auch abends um 22:15 an einem ordinären Samstagabend brechend voll. Aber ich brauchte dringend Muffinförmchen und Holundersirup. Ganz dringend.


Die Woche
war geprägt von dem wohl bisher wichtigsten Ereignis in des Mädchens Leben. Ein eigenes Smartphone! Ihr werdet das wahrscheinlich für ziemlich verrückt halten, aber ihr kennt die israelische Handymentalität nicht. Bereits in der ersten Klasse haben viele der Kinder ein eigenes (und sei es nur zur Beruhigung der Eltern, die so immer nachfragen können, ob das Kind noch lebt, beziehungsweise wo es sich aufhält..). Drei Jahre später sieht es so aus, dass die große Mehrheit der Klasse tatsächlich Smartphones hat…

Samstagsfragmente #47 - Hundshitze

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Gestern
abend waren wir auf einen kleinen Samstagskaffee bei lieben Freunden. Solchen, bei denen es immer nett ist, vor allem weil es viel zu selten klappt, dass wir uns treffen, weil wir alle so eingespannt sind, dass langfristige Planungen eh schwierig sind. Ein gemütlicher Ausklang zu einem guten, aber intensiven Wochenende, das ich mit einer meiner Frauengruppen unweit von Bethlehem verbracht habe.

Leider reichte es am Ende des Tages nicht mehr für die Samstagsfragmente, daher liefere ich sie jetzt nach. Das Hundefoto entstand heute Nachmittag auf dem Reitplatz, dort habe ich heute nämlich den Großteil dieses Beitrags zusammengeschrieben, während das Hundeding etwas unentspannt neben mir ausharrte. Irgendwas ist ihr an diesem Hof nicht geheuer - die Gerüche, die Geräusche, die Tatsache, dass das Mädchen auf einem so großen, unheimlichen Wesen hockt - ich weiß es nicht so genau.. Aber das Unbehagen ist so eindeutig, dass ich das Hundeding meistens lieber zu Hause lasse :) 

Die Wo…

#12von12 im Juni - an dem wir, außer für Fußball, kaum aus dem Haus sind

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Gestern war der 12. - Wahnsinn, dass seit den letzten 12 von 12 schon wieder ein ganzer Monat vergangen ist!

Auf den 12. Juni fiel dieses Jahr auch das Erntefest Shawuot und so hatten wir alle frei und konnten uns weitgehend dem faulen Nichtstun hingeben :)

Ein bisschen leckeres Essen machen, ein bisschen (ok, richtig viel!, lesen), gemütlich ausruhen und spielen. 


Das Haus habe ich nur für eine kleine Hunderunde in der goldenen Nachmittagssonne verlassen, ansonsten die laue Brise und den Balkonblick von innen genossen...



... und abends haben wir dann in unserem Stadtpark Public Viewing ausprobiert. DAS werden wir in den nächsten Wochen sicher noch öfter machen, denn da hat sich unsere Stadtverwaltung mal richtig sinnvolle Gedanken gemacht. 




Wie waren eure 12? Ich muss gleich mal nachschauen gehen. 

// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz…

Samstagsfragmente #46 - Wissenschaft und Wochenfest

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Heute
ist Shabbat, der heute Abend aber nicht "richtig" zu Ende geht (normalerweise beginnt er freitags bei Sonnenuntergang und endet am Samstagabend), sondern direkt in den Vorabend des Shawuot-Festes übergeht. Am Vormittag besuchten wir das Science Museum in Jerusalem, das erfreulich schwach besucht war, und so hatten wir alle Zeit der Welt, durch die faszinierenden Ausstellungen zu streifen und bei einigen interessanten Einführungen zuzuhören. Zur Zeit läuft im Museum der BBC Earth Film "Tiny Giants" - die Doku-Abenteuer einer Wüstenmaus und eines Streifenhörnchens in 3D. Toll gemacht und sehr spannend.

Jetzt kommen wir gerade vom Festessen bei Freunden zurück. Die Gastgeberin hat sich selbst übertroffen und so ziemlich alles gekocht, was man aus Milchprodukten machen kann - Verschiedene Quiches, Auflauf, Pasta, Käseplatten, Lachs, zig verschiedene Aufstriche, Tiramisu, Mousse und Torte. Wie gut, dass wir zu Fuß unterwegs waren und anschließend einen Verdauungs…

Manchmal habe ich es echt satt...

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Erst vor ein paar Tagen habe ich mich hier lang und breit darüber ausgelassen, warum ich hier lebe und warum ich hier gerne lebe. Dass man unheimlich schnell lernt, um den Konflikt und seine Risiken herum zu leben und sich nicht davon beeindrucken zu lassen. Aber manchmal da habe ich es wirklich satt. Heute habe ich es satt. Ich habe es satt, dass ich den furchtbaren Terroranschlag mitten in Tel Aviv, in der derzeit wohl angesagtesten Meile Israels - dem hippen Sarona Markt - zwar betroffen zur Kenntnis genommen, aber bis zum Morgen schon wieder in einer hinteren Ecke meines Bewusstseins verstaut hatte. 
Vier Menschen sind bei dem kaltblütigen Anschlag ums Leben gekommen, 16 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Ein Professor der Ben Gurion Universität, ein Familienvater, der mit Frau und Kindern zum Abendessen in Sarona war, eine 32-jährige, die auf ihren Verlobten wartete, und eine Mutter von vier Kindern, die mit Freunden ihren Geburtstag feierte. Es ist schrecklich, wenn man s…

Samstagsfragmente #45 - Spargel und Schauspiel

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Gestern
Wenn ihr meinen Beitrag vom Freitag gelesen habt, wisst ihr, wie es um mich und meine (Blogger-)Energie bestellt ist, weswegen ich mit den "Samstags"fragmenten schon wieder zu spät dran bin. Sie ausfallen zu lassen, geht aber auch gar nicht, daher jetzt spät, aber von Herzen :)

Gestern war es so heiß, dass wir uns tagsüber verschanzt haben - gut, dass wir keine Verpflichtungen hatten. Erst am späten Nachmittag machten wir uns auf Richtung Jerusalem zu einem Grillfest, das sich in gemütlicher Runde bis in den Abend hinein zog.


Die Woche
5 Erfreulichkeiten
Echten deutschen Spargel bekommen und mit der Familie zelebriert (Dabei hatte ich insgeheim darauf spekuliert, dass die ihn gar nicht mögen). Weißer Spargel ist auch eines der Dinge, die ich hier vermisse, weil es den in Israel überhaupt nicht gibt.Ein außergewöhnliches Gastspiel des Theater Thikwa aus Berlin gesehen. Das Theater, das seit über 25 Jahren behinderte und nichtbehinderte Schauspieler gemeinsam auf die B…

This time of year... (Jammerbeitrag)

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Die Jahreszeit zwischen Pessach und unseren Sommerferien, ist für mich die ätzendste im israelischen Jahr.

Es fängt schon damit an, dass ab März/April die Regentage immer weniger werden, während man zeitgleich fast zusehen kann, wie das Thermometer klettert. Heute Nachmittag zeigte es im Auto 40° an - verlässt man den klimatisierten Raum schlägt einem der Wind wie aus einem Ganzkörperfön entgegen. Nimmt die Luft, legt den Kreißlauf lahm (meinen jedenfalls) und macht jeden Schritt zur Anstrengung.

Es ist die Zeit der trockenen Wüstenstürme, die Staub, Sand und Smog mit sich bringen, und die Zeit der gleißenden Sonne, gegen die selbst meine sehr dunkle Sonnenbrille nur wenig ausrichten kann. Die Landschaft stirbt, die Natur wird braun, Disteln und trockenes Gestrüpp bleiben übrig. Im Gegensatz zum Spätsommer und Herbst kann man sich nicht mal auf den ersten Regen freuen, sondern weiß ganz genau, dass noch rund ein halbes Jahr der Dürre und Gluthitze vor einem liegt. Wenn es nicht trocke…