Dienstag, 28. Februar 2017

#12telBlick 2017 - Kaktus und Mandelbäumchen (Februar)

Viel hat sich nicht getan seit ich den ersten 12tel-Blick 2017 hier fotografiert habe. Es ist immer noch üppig grün, das Mandelbäumchen ist leider schon verwelkt, die Hauptblüte muss ich verpasst haben, denn im Januar blühte es auch nicht so richtig. Vielleicht wird es was Ende Dezember, es ist ja auch eher klein und vielleicht noch nicht so geübt im Blühen. :)



Eine einzelne Anemone ist im Bild zu sehen und es war ein Glück, dass ich ein bisschen Zeit zum Verweilen mitgebracht hatte, denn wenige Schritte weiter haben das Hundeding und ich dann diese Blütenpracht entdeckt - Wahnsinn, oder?



Alle Blicke des Jahres sammle ich hier.


// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //

Samstag, 25. Februar 2017

Samstagsfragmente #78 - Leben und Lesen

Fensterladen in Jerusalem 

Heute


war ein guter Shabbat. Kein Ärger, kein Unmut, schönes Wetter, Familienfrieden. Alles rund.


die Woche


war farbtechnisch herausfordernd - Pastell ist nicht meins und die genauen Schattierungen für die Farbspirale zu finden, fiel mir ganz schön schwer.

Ansonsten habe ich mich gegen Mitte der Woche trotz schönstem Frühlingswetter mal wieder in allerlei Grübeleien über den Sinn des Lebens ergangen und darüber gebrütet, was man in meinem Alter realistischerweise noch vom Leben erwarten kann. (Das kommt davon, wenn man zu viele Geschichten von scheinbar ganz normalen Überfliegerleuten im Internet liest.) Blöde Selbstmitleidsfalle. Passiert mir manchmal, dass ich mich in solchen Gedankenspielen verliere, vielleicht sollte ich mir tatsächlich mal eine Liste erstellen, was ich alles konkret reißen möchte in den nächsten Jahren und wenn ich gerade dabei bin auch gleich eine Liste der Dinge, die ich irgendwann mal erreichen wollte und tatsächlich schon erreicht habe. Da kommt sicher bisschen was zusammen, das ich später nach Bedarf in solchen Phasen als Erinnerungskrücke aus der Schublade ziehen kann, damit mich die graue Stimmung nicht runter zieht.

Habt ihr das auch manchmal? Oder ist das ein Defekt von mir?


Apropos positive Dinge auflisten, hier sind die Erfreulichkeiten der Woche:

Erfreulichkeiten


  1. im Zoo gewesen und endlich mal wieder Erdmännchen gesehen (Erdmännchen machen immer gute Laune!)
  2. einige größere Entscheidungen im Hinblick auf den Mädchengeburtstag getroffen
  3. Flüge für die Sommerferien klar gemacht
  4. Spaß bei der Arbeit gehabt 
  5. viel Qualitätszeit mit der Familie verbracht  

Erlesenes


Meine geniale Freundin von Elena Ferrante hat mir gut gefallen, aber ich habe nicht den Drang, jetzt unbedingt sofort die Fortsetzung lesen zu müssen. Schöner Gesellschaftsroman im Neapel der 1950er Jahre.

Elanus von Ursula Poznanski habe ich die Woche innerhalb von zwei Tagen inhaliert - die Frau schreibt einfach wahnsinnig gute Jugendbücher, die man kaum weglegen kann.

Über die Hälfte bin ich mit Das Geräusch des Lichts von Katharina Hagena, die ich liebe, seit ich damals Der Geschmack von Apfelkernen gelesen habe. Diesmal ist es ein Roman aus einer Reihe von Einzelgeschichten, wieder sehr atmosphärisch und tiefgründig geschrieben - ich mag in Hagenas Bücher immer am liebsten selbst vor Ort sein.

Im Jugendroman Dazwischen: Ich von Julya Rabinowitch geht es um eine Flüchtlingsfamilie und deren Schwierigkeiten in ihrem neuen Alltag im fremden Land zurecht zu kommen. Im Mittelpunkt steht die 15-jährige Ich-Erzählerin Madina.

Zero von Marc Elsberg ist mir überraschend zugelaufen und will auch demnächst gelesen werden, allerdings war ich unmittelbar nach Elanus nicht bereit, mich gleich wieder in so was spannendes reinsaugen zu lassen und habe es daher noch mal kurz zur Seite gelegt.


Foto der Woche


es ist amtlich: Instagram liebt Türen. Nachdem ich letzte Woche noch beglückt über die vielen Likes für die lila Turnmatten war, hat die gelbe Londontür gleich noch mal einen drauf gesetzt. Ein bisschen kekst es mich an, dass ich erst hinterher gemerkt habe, dass das in Wirklichkeit ein vom Gatten fotografiertes Motiv ist, aber es bleibt ja immerhin in der Familie. :)


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Webfragmente


Richtiggehend festgelesen habe ich mich diese Woche an dem Reisebericht eines jungen Dresdners, der vor Monaten in Berlin aufbrach, auf dem Landweg nach Indien zu reisen: Der lange Weg nach Indien

Sehr schön fand ich ein Tanzvideo, bei dem mir erst mittendrin klar wurde, wohin das führen wird: 1+1=3 💕

Und weil uns beim Thema Trump zur Zeit offenbar nur die Wahl zwischen "in Weltuntergangsstimmung verfallen" und "das Übel weglachen" bleibt, habe ich hier eine witzige Sammlung für euch: Nobody does things better than Trump



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Samstag, 18. Februar 2017

Samstagsfragmente #77 - Frühlingsfreude


Heute


haben wir gemütlich ausgeschlafen, Pancakes mit Ahornsirup gegessen (und dank meines cleveren Teigshakers nicht mal Sauerei in der Küche gemacht, das freut den Gatten!), ein bisschen Balkonblumen fotografiert, Wäsche sortiert und uns schließlich auf an die frische Luft gemacht. Es war ein herrlicher Tag, frühlingshaft warm, aber nicht heiß, mit einer angenehmen Brise und überall wunderbaren Wildblumen. Das Mädchen hatte das Fahrrad mit, der Hund war so ausgeglichen und zufrieden wie schon lange nicht mehr und auf den letzten Metern des Spaziergangs trafen wir auch noch nette Bekannte auf einen Schwatz. Sehr entspannt alles.  

die Woche


war verregnet und für israelische Verhältnisse sehr kalt - sogar Schneeregen soll es in den Hügeln vor Jerusalem gegeben haben! Es kommt bei uns äußerst selten vor, dass es mehrere Tage am Stück derart unwirtlich ist und so blieben bei mir Wäscheberge liegen und unser Heißwasserboiler, der normalerweise über ein Solarpanel auf dem Dach gespeist wird (hier steht mehr), hat sicher für empfindlich teures Geld Strom gefressen, denn ohne elektrische Hilfe kam das Wasser diese Woche eiskalt aus dem Wasserhahn.

Erfreulichkeiten


  1. wieder viele schöne Farbfotos für Fee gemacht 
  2. die Schwiema ist nach einer OP auf dem Weg der Besserung
  3. das Mädchen einer kompetent wirkenden Nachhilfelehrerin vorgestellt 
  4. Falafel gegessen 
  5. das Mädchen und ich waren auf Outdoor-Geburtstagsparties, die just nach den fiesen Regentagen stattfanden - perfekt geplant :) 


Erlesenes


Mit Shades of Grey von Jasper Fforde bin ich mittlerweile durch. Es hat länger gedauert, weil ich mich über weite Strecken eher gelangweilt habe und über mindestens zwei Drittel Schwierigkeiten hatte, in die von ihm beschriebene Welt rein zu kommen. Dafür, dass Visualität in dieser Dystopie eine so zentrale Rolle spielt, lief mein "innerer Film" nur sehr schwerfällig an, wie das dort wohl alles aussehen mag. Außerdem fand ich die Hauptperson anstrengend und die Heldin auch nicht wirklich überzeugend. Vermutlich liegt es an mir, denn die Bewertungen sind sonst sehr begeistert.

Meine geniale Freundin von Elena Ferrante ist sehr gut zu lesen. Ein Ausflug ins Italien der 50er Jahre, authentisch mit einer schnörkellosen Eleganz geschrieben.

Foto der Woche


ausgerechnet die muffigen Turnmatten haben es diese Woche in Fees Auswahl der neun besten Lila-Fotos für die Farbspirale geschafft und dadurch viel Aufmerksamkeit bekommen - über 100 Likes, das hat vorher überhaupt noch kein Foto von mir geschafft.


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Webfragmente


nichts zu vermelden außer Weltpolitikfrust, den spar ich euch....




// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Sonntag, 12. Februar 2017

#12von12 im Februar - Wetter

Sonntags ist ja mein freier Tag und so fand ich es überhaupt nicht schlimm, heute im Morgengrauen davon aufzuwachen, dass es draußen blitzt, donnert und aus Kübeln schüttet. Einschlafen konnte ich allerdings auch nicht mehr wirklich und so dämmerte ich noch eine Zeitlang vor mich hin. Hund und Mädchen kamen wenig später zum ausgiebigen Kuscheln dazu.


(Mir fällt auf: Die Bettwäsche habe ich bei den letzten 12 von 12 auch schon fotografiert, was aber nicht heißt, dass wir einen Monat in der gleichen Wäsche schlafen. Nein, nein.)


Den restlichen Tag über wechselten sich Regen und Sonne ab, die frisch gewaschene Luft entschädigt für das bisschen Regen aber mehr als reichlich, und bei der Hunderunde in der letzten Nachmittagssonne tat das tiefe Durchatmen richtig gut.



Sehr energiegeladen war ich heute nicht. Gibt so Tage. Am liebsten hätte ich mich verkrochen, stattdessen verbrachte ich den größten Teil des Vormittags mit Kostümfrickeleien, ihr kennt das ja, wenn sich einmal eine Idee fest gesetzt hat, muss ich sie sofort umsetzen. Immerhin habe ich es geschafft die Wäsche aufzuhängen, allerdings nur indoor, draußen war das Wetter doch zu wechselhaft, Fotos für das jährliche Geburtstagsfotobuch zu sichten, ein bisschen Gerümpel an die Straße zu stellen, den Roboter saugen zu lassen und abends mal wieder selbstgemachte Pizza in den Ofen zu schieben. Englischhausaufgaben mussten auch ein bisschen begleitet werden, danach eine Folge Löwenzahn mit Fritz Fuchs zur Belohnung und Mittagessen für morgen ist auch vorbereitet. Drei türkise Bilder gingen zu Fees Farbspirale... hm, sooooo wenig war es dann also doch nicht, was ich heute auf die Reihe gekriegt habe.



Was war bei euch heute los?


// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Samstag, 11. Februar 2017

Samstagsfragmente #76 - waldgrünes Wochenende

Chillis für "Olivgrün" in Szene gesetzt und am Ende doch nicht genutzt ... 

Heute


war ein guter Tag :)

Außerdem "Tu BiSchwat", das jüdische Fest der Bäume, das den neuen Zyklus der Pflanzenwelt einläutet und an dem im ganzen Land Bäume und andere Pflanzen gesetzt werden. Das Mädchen hat im Schulgarten einen Olivenbaum und einen Weinstock mit ihrer Klasse gepflanzt und wir haben auf dem Balkon Mini-Paprika gesät, man darf gespannt sein was daraus wird.


die Woche


war voller Farben, das hat mich jeden Tag aufs Neue erfreut, hier steht mehr...


Erfreulichkeiten


  1.  Inspiriert von den letzten Grün-Tagen eine DIY-Idee für das diesjährige Purimkostüm gehabt (nur schade, dass der Stoffladen Shabbatruhe hält, aber ich habe immerhin Schnittmuster gezeichnet...) Ich glaube, dazu mache ich mal wieder eine Anleitung, denn das Feenkostüm von vor drei Jahren bekommt in letzter Zeit wieder einige Aufmerksamkeit 
  2. viele Gäste zum Shabbatessen gehabt - danach war die ganze Spülmaschine mit Geschirr voll (aber insgesamt ist alles gut gegangen) 
  3. eine Blog- und Instanachbarin ganz in meiner Nähe entdeckt - Wuestenkinder
  4. nach meiner leichten Leseflaute wieder viele tolle Bücher in der Warteschleife 
  5. Geburtstagsgeschenke für das Mädchen besprochen, wir sind auf einem guten Weg ...

Erlesenes


Mittendrin bin ich jetzt in Shades of Grey von Jasper Fforde. Verfolgt viele interessante Gedanken, ist aber vom Setting und Plot her schon ziemlich speziell und nicht ganz mein Ding.

Angefangen habe ich Meine geniale Freundin von Elena Ferrante , das wurde mir schon öfter empfohlen, weil es auf Hebräisch schon länger raus ist, und jetzt hat es mir eine liebe Kollegin auf Deutsch geliehen :)

Auf den Ohren auch immer noch: The Fellowship: The Literary Lives of the Inklings


Foto der Woche


meine Fotos für die Farbspirale laufen alle recht gut, aber das Hundeding hat mal wieder gewonnen. Ob ich damit sogar zum ersten Mal die 100 knacke?


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Webfragmente


mir fällt auf, dass ich diese Woche jenseits beim Farbensuchen und -kucken gar nicht im Internet unterwegs war. Tut auch mal gut, denn die Nachrichten machen ja weiterhin eher miese Laune...


Was war bei euch los? Ist von euch jemand bei der Farbenchallenge dabei? 



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Donnerstag, 9. Februar 2017

#FeesFarbspirale: Ich sammle Farben -

- denn der Winter ist grau. 
- Leo Lionni, Frederick


Wer mich dieser Tage im echten Leben beobachtet, denkt sich vermutlich manches Mal, dass ich vollkommen bekloppt geworden bin. Gestern nach Feierabend konnte man mich mit dem Handy auf unserem Küchenboden robben sehen, wo ich versuchte, die Farbe einer Senfflasche richtig einzufangen ("die Welt geht unter, aber wir haben Senf fotografiert" .. oder so), heute Morgen hätte ich auf der Bank beinahe einer anderen Kundin auf den Hintern fotografiert, weil ihre Hose einen perfekten Farbton hatte und auf dem Weg zur Arbeit gerate ich häufig aus der Richtung, weil ich auf der anderen Straßenseite ein pinkfarbenes Fahrrad gesichtet habe oder an einem Baumstumpf stehen bleiben muss, um mir zu überlegen, ob die Farbe des frischen Holzes wohl als hellgelb durchgehen könnte oder eher doch nicht. Ich ärgere mich, dass manche außergewöhnliche Farbe von hohen Gebäuden erstrahlt oder hinter einem Zaun - unerreichbar für meine Linse - und auch darüber, dass ich mich manchmal erst zu spät erinnere, dass ich diese eine Farbe, an der ich gestern vorbei gekommen bin, heute unbedingt gebrauchen könnte.

Ich sehe Rot (!)

und Tannengrün, Senfgelb, Ocker, Apricot, Violett, Smaragd - denn ich bin vollkommen der wunderbaren Farbspirale von Fee verfallen. Für jeden Tag im Februar gilt es auf Instagram Fotos in einem bestimmten Farbton zu teilen, so entsteht ein Farbenmeer, das mir jeden Tag aufs Neue die Sinne flutet und den schnöden Alltag gleich viel bunter und fröhlicher macht.

Fees Farbspirale (Quelle)

Die Regeln sind ebenso einfach wie strikt: Die Fotos mit Hashtag #FeesFarbspirale sollen nur innerhalb des jeweiligen Kalendertages gepostet werden, um das Gesamtbild nicht zu verfälschen, und der Farbton sollte das Bild dominieren und so genau wie möglich getroffen werden. Das funktioniert erstaunlich gut, ich bin immer wieder ganz begeistert, wie toll die Übersichtsseiten aussehen und renne morgens als allererstes zu Instagram, um zu schauen, ob der neue Farbton das Feed schon übernommen hat:


Grau / Silber

Violett

Jeden Tag zeigt Fee ihre neun Lieblingsfotos des Tages als #bestoffeesfarbspirale-Collage, die ich mir allesamt unbesehen als Druck ins Wohnzimmer hängen würde.

Ich poste derzeit jeweils drei Farbfotos pro Tag und werde mal sehen, ob ich das durchhalten kann. Es würde sich in der Profilübersicht sehr schick machen, wenn ich diesen Monat keine anderen Bilder mehr dazwischen poste, aber mal sehen. Im Augenblick will ich vor allem eins: Den Farbenrausch weiter ausleben. Das Wochenende steht vor der Tür, genug Zeit also, sich in Olivgrün, Waldgrün und Türkis zu verlieren.


Dunkelrot - Ocker/Kupfer



Ach eins noch.. sogar meine aktuelle Lektüre bleibt im Thema.....


Samstag, 4. Februar 2017

Samstagsfragmente #75 - Kino und Kekse


Heute


war ich mit dem Mädchen spontan im Kino. Moana von Disney hatte ich mir schon länger vorgenommen, heute ergab sich endlich die Gelegenheit (ich bin, obwohl ich die gezielte Prinzessinenvermarktung Mädels gegenüber hasse, großer Disneyfilmfan). Der Film ist aufwändig und gut gemacht, Disney halt, und hat mich sehr gerührt (die Disneymusik ist immer so ergreifend) und es ist sehr erfrischend, dass mal kein Prinz im Spiel ist. Einige Stereotypen sind mir ein bisschen aufgestoßen, das müsste Disney eigentlich in der heutigen Zeit besser können, aber die vielen positiven Botschaften haben mich versöhnlich gestimmt. Perfekt ist halt nichts.

Einige Zeit habe ich an dem neuen Header für mein Blog gebastelt (gefällt er euch?), Schokoladenkekse mit Erdnussbutterchips gebacken auch, Fotos gemacht und gesichtet für die Farbenchallenge von Fee, die ich gestern schwer begeistert angenommen habe, und einem älteren Ehepaar einen kleinen Besuch abgestattet. Ach, wenn die Samstage nur nicht immer so schnell vorbei wären.... *seufz*


die Woche


Erfreulichkeiten


  1. es war die Woche der Elterngespräche: Zuerst hatte ich eines mit dem Reitlehrer und dem Reitschulendirektor 
  2. und zwei Tage später eines in der Schule, beide sind sehr positiv verlaufen 
  3. einen freien Tag mitten in der Woche genommen, um zum Schulgespräch gehen zu können
  4. ein langes Telefonat mit einer lieben Freundin geführt 
  5. im blühenden Grünen gewesen

Erlesenes


The Wild girl von Kate Forsyth hat mich, wie schon erwähnt, nicht wirklich überzeugt. Ich hatte mir wirklich viel davon versprochen als großer Grimm-Fan, aber es hat mich einfach nicht vom Hocker gerissen. Es war insgesamt zu langatmig und die Liebesgeschichte fand ich über weite Strecken auch eher "naja". Das Nachwort, in dem die Autorin von ihren Recherchen zum Roman erzählt, ist eigentlich das interessanteste Kapitel :)

Anonym von Poznanski/Strobel habe ich hingegen verschlungen, wie alle Bücher an denen Ursula Poznanski beteiligt ist. Ich kann mir da irgendwie nicht helfen, obwohl das sicher nichts wirklich bahnbrechend neues ist im Thrillersegment. Sollte daraus eine Serie werden bin ich jedenfalls dabei, die Chemie zwischen den beiden Partnern Buchholz und Salomon hat Potenzial.

Auf den Ohren habe ich zur Zeit eine breit ausgerollte Sammelbiographie über die Inklings, den Oxforder Intellektuellenclub, der bedeutende Vertreter der englischen Literaturszene wie J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis versammelte. Als großer Fan von Lewis und Tolkien spricht mich das sehr an: The Fellowship: The Literary Lives of the Inklings


Foto der Woche


eine Zyperntür aus dem Archiv kam erstaunlich gut an diese Woche. Manchmal wundert mich das ja immer noch, was auf Instagram "funktioniert" und was nicht.


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Webfragmente


Eine ganze Reihe witziger Webfragmente werden auf der Seite Every second counts gesammelt. :)

Ein Lehrer in den USA hat für jeden Schüler ein eigenes Begrüßungsritual - so klasse! (Video)

Kira Minttu verlost gerade auf Facebook drei Exemplare ihres Erstlings "Keep on dreaming" mit Extras. Schnell zugreifen, die erste Auflage des Buches ist wohl schon vergriffen.



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Freitag, 3. Februar 2017

#12telBlick 2017 - Kaktus und Mandelbäumchen (Januar)

Etwas verspätetet möchte ich hiermit noch schnell auf den 12tel-Blick-Blogzug aufspringen, der auch 2017 wieder von Tabea gehostet wird. Das Fotoprojekt zieht sich über das ganze Jahr: Jeden Monat wird ein Landschaftsfoto aus der gleichen Perspektive gemacht, sodass man am Ende das Jahres sehen kann, wie sich der Ort mit den Jahreszeiten verändert. (Du bist, wie der Gatte, überzeugt, dass es in Israel außer Sommer keine Jahreszeiten gibt? Dann schau dir sofort die Fotos von 2015 an).

Letztes Jahr habe ich ausgesetzt, weil ich nicht schon wieder einen ganz ähnlichen Naturausblick nehmen wollte und es in meinem Alltag wenige richtig spannende Ecken gibt, die sich saisonal nennenswert verändern - wir leben einfach sehr städtisch (das Motiv 2014 in Tel Aviv zeigt das sehr schön).

Er hat mir aber sehr gefehlt der 12tel-Blick, und als ich heute auf dem Naturhügel war, wo alles wie wild grünt und blüht, habe ich spontan ein neues Motiv auskundschaftet. Nicht weit von der Palme von 2015 aber doch ganz anders. Und allein die Tatsache, dass mich das Fotoprojekt dazu anhalten wird, wenigstens einmal im Monat dort eine Runde zu drehen, ist Grund genug, wieder mitzumachen, findet ihr nicht?



12tel Blick 2017 - Januar

Alle Januarfotos könnt ihr bei Tabea sehen - 12tel Blick Januar 2017  Das Februarbild kommt dann regelgerecht Ende des Monats. Meine Fotos sammle ich hier

Ach ja... Wo ich nun schon mal da war, habe ich natürlich noch ein paar andere Blümchen fotografiert, wollt ihr sie sehen? Ein Klick aufs Bild öffnet die Fotos als Diaschau ☺




// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //

Mittwoch, 1. Februar 2017

Die Sache mit den Vorurteilen - Fremde kennenlernen hilft...



Vorurteile sind doof.


Das wissen wir spätestens seit der Mittelstufe, wahrscheinlich sogar schon länger, jedenfalls wenn wir in Deutschland aufgewachsen sind. Vorurteile führen dazu, dass wir unser Gegenüber nicht wertfrei und unbelastet wahrnehmen können, weil wir uns bereits eine Meinung gebildet haben, bevor wir den Menschen richtig kennenlernen konnten. Vorurteile führen dazu, dass Menschen, die von der Norm abweichen, ausgegrenzt werden und Vorurteile führen auch zu Rassismus und Xenophobie. Dabei nutze ich den Begriff Xenophobie nicht, weil er als Fremdwort so en-vogue ist, sondern weil ich die wörtliche Übersetzung "Fremdenangst" treffender finde als Fremdenfeindlichkeit oder Fremdenhass. Viele Menschen, die sich durch Migranten und Flüchtlinge oder einfach Menschen, die anders sind als sie, bedroht fühlen, würden weit von sich weisen, dass sie diese hassen und ich behaupte mal, dass die allermeisten das negative Gefühl, das sie gegenüber Fremden verspüren nicht mal richtig benennen können. Es ist einfach da. Die Theorie ist also klar und mir ist es sehr wichtig, dass das Mädchen schon frühzeitig lernt, wie Vorurteile sich auf Beziehungen und Gesellschaften auswirken können, denn das fängt ja schon im Klassenzimmer an.

Die Praxis ist mitunter nicht ganz so einfach


Ich kann ein Lied singen von Ereignissen in meinem Leben, wo mir Vorurteile im Weg standen, hinter die äußere Verpackung von wundervollen Menschen zu sehen, die später zu meinen besten Freunden wurden - die "fremde" Pfadfindergruppe aus einer anderen Stadt, die braven "Musterschüler" in der Oberstufe meiner neuen Schule, Friedensdienstkollegen, die auf den ersten Blick nichts mit mir gemeinsam hatten und im Studium eine über-motivierte Kommilitonin, die mir auf die Nerven ging. Das Schlimme ist: Diese menschliche Blödheit ist so stark in mir, dass ich immer wieder in die Vorurteilsfalle tappe, obwohl ich aus Erfahrung weiß, wie kontraproduktiv das ist. Glücklicherweise geht es manchmal trotzdem gut aus, zum Beispiel neulich:

***

Ich bin auf ein Frauenwochenende eingeladen und habe im Vorfeld nur wenige der Teilnehmerinnen näher kennengelernt. Eine, die ich bei einem früheren flüchtigen Treffen als "typische" Amerikanerin in Israel abgetan hatte, versuche ich ein wenig besser kennen zu lernen, weil ihre Aussagen und Ansichten sich nicht so recht mit meiner bunten Sammlung von Vorurteilen in Einklang bringen lassen. Mich verwirrt nur, dass jene Frau, nennen wir sie Rosa, mir von Anfang an eher kühl begegnet. (Und das obwohl Amerikaner doch dafür bekannt sind, schnell oberflächliche Freundschaften zu schließen, oder?)

Das Wochenende geht so seinen Gang und am letzten Tag, beim Mittagessen, finde ich mich am gleichen Tisch wie Rosa. Wir plaudern ein bisschen über Gott und die Welt - wir haben eine sehr ähnliche Sicht auf viele Themen - und schließlich sagt sie zu mir:

"Du, ich muss dir jetzt mal was sagen: Ich wollte mit Deutschen eigentlich nie was zu tun haben, du weißt schon, der Holocaust, und halte daher meistens Abstand, wenn ich welche treffe. Aber du, du bist ganz anders, dich würde ich gerne viel besser kennenlernen." 

Ich natürlich vollkommen sprachlos und mit so viel Offenheit erstmal komplett überfordert. (Außerdem geschockt, denn dass jemand mir gegenüber Vorurteile haben könnte, geht ja überhaupt gar nicht!!), antworte nach einer Schrecksekunde:

"Rosa, ich bin so erleichtert, dass du das ansprichst - mir geht es genauso. Ich hatte so eine lange Liste von Vorurteilen über Amerikaner als ich hier ankam, und du erfüllst kein einziges davon." 

Wir schauen uns an, dann bricht Rosa in Gelächter aus, ich lache mit. Über unser Brett vor dem Kopf. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

***

Und weil es hier so schön passt, dieses kleine soziale Experiment aus Dänemark sprengt gerade das Internet:




Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit Vorurteilen und Fremdenangst?