Sonntag, 3. September 2017

Samstagsfragmente - Schule, soff soff!


*soff soff! = endlich!  

Heute 


ist schon Sonntag. Ich wollte diese Fragmente wirklich gestern noch schreiben, bin dann aber mit dem Gatten vor der neuen Cormoran Strike-Serie versackt (BBC One) und konnte mich danach nicht mehr aufraffen.

Es war ein ereignisreiches Wochenende: Am Freitag ging nach exakt zwei Monaten Ferien die Schule wieder los und es war höchste Zeit. Nicht so sehr für mich, ich fand die Ferien dieses Jahr gar nicht so stressig, aber das Mädchen wollte dringend wieder zurück ins Klassenzimmer zu ihren Freundinnen. Während sie dort war, habe ich die Zeit genutzt, mal wieder bei IKEA vorbei zu sehen, was eine sehr gute Entscheidung war. Normalerweise ist das freitags eine ätzende Quälerei, weil gefühlt alle zu IKEA rennen, aber am 1. September sind scheinbar alle Eltern mit Schule beschäftigt, denn es war fast gespenstisch leer. Nicht mal an den Kassen musste man anstehen, das heißt ich konnte mir gar nicht in Ruhe überlegen, welche Artikel ich möglicherweise doch nicht brauche, fatal, denn normalerweise werfe ich kurz vor knapp ein ganzes Sortiment nice-to-haves in den Korb direkt vor der Kasse. Aber gut..

Eigentlich brauchte ich bei IKEA nämlich nur Kleiderbügel für Mädchens Schrank, denn ihre niedlichen bunten BAGIS halten ihre Beinahe-Teenie-Kleidung schon lange nicht mehr ordentlich fest. Und einen Mülleimer. Unser alter war komplett durchgerostet und ja, ich fahre auch für Mülleimer zu IKEA, weil ich da weiß, was ich für mein Geld kriege, was bei den überteuerten israelischen Baumarktartikeln häufig nicht der Fall ist.

Nachmittags fuhren wir zu einem Picknick in den Yarkon-Park nach Tel Aviv. Grillen im Palmenhain hat schon was und die Gesellschaft war ebenfalls nett, ab und an konnte man sich einen angenehmen Lufthauch vom Meer her einbilden und das Mädchen tobte mit Freunden. Sogar der Hund durfte mit.

Am Shabbat führten wir meine Schwiegermutter zu einem ausschweifenden Geburtstagsbrunch aus. Die Gute ist vor ein paar Tagen 80 geworden und genoss es sehr, die ganze Familie um sich versammelt zu haben. Natürlich wurden auch Reiseerlebnisse ausgetauscht und alle hatten ihren Spaß. Das sollten wir öfter so machen.


Die Woche

Erfreulichkeiten 

  • ich hatte trotz Endsommerhitze richtig viel Energie
  • das Mädchen ist freudig wieder in der Schule 
  • ein Versand aus dem Ausland hat reibungslos geklappt und war rechtzeitig als Einschulungsüberraschung hier 
  • Schwiegermamas Geburtstag war ein Erfolg 
  • eine Nacht Wüste für Anfang Oktober klar gemacht. Das letzte Mal liegt schon wieder viel zu lange zurück  

Erlesenes 


The Chemist von Stephenie Meyer war ok. Nicht bahnbrechend und nicht wahnsinnig spannend, aber schon gut zu hören, vor allem weil die Erzählerin das richtig gut gemacht hat.


Foto der Woche 


Sonnenuntergänge, ich sagte es bereits, sind immer gut. Diesmal mit Scherenschnittpflanzen im Vordergrund:


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Webfragmente 


Eine ultra-orthodoxe Traumaspezialistin aus Israel über ihren bevorstehenden Einsatz in Houston. (Englisch)

Ein neugeborenes Zebra macht in unserem Zoo erste Schritte (Video)

Gelacht habe ich über diesen Reisebericht - Die deutschen sind manchmal schon noch sehr deutsch

und interessiert gelesen dieses Interview mit der Politikwissenschaftlerin Mariam Tazi-Preve über die idyllische europäische Kleinfamilie.


Und ihr so?  Ich danke euch sehr für eure netten Kommentare und werde sie heute noch alle beantworten, hatte nur extrem viel los letzte Woche... 💜



1 Kommentar:

  1. Bonsoir, Madame Hadassa.
    Der süddeutsche September hat mit Herbstwetter begonnen...

    Guter Unterhaltung sollte die notwendige Zeit gegeben sein; dies zumal "Strike" auf der qualitativen Klaviatur eines frühen "Sherlock" zu spielen versteht. Nicht in der Kopie, sondern in moderner Neu-Struktur.

    Schule mag für Kinder wohl auch Bühne & Biotop für die Eigentändigkeit sein; der tägliche Gang ins Leben. Die kleinen Schritte, die irgendwann zu den großen werden. Der eigene Weg eben.

    Der globale Regal-Händler ist mir bis dato jetzt ausschließlich als gesellschaftliches Phänomen begegnet; quasi als der "Apfel" in Einrichtungsbelangen.

    Zu den Beobachtungen von Sarah Stricker kommt mir in den Sinn, daß Berlin eben doch - trotz Neuzeitgehabe - recht provinziell geblieben ist (Grundstückspreise jetzt ausgenommen!).
    Wenn ich nun den Gang besagter Hochzeitseinladung nachvollziehe, offenbart sich zwangsläufig wie überschaubar kurz die sozialen Wege in Israel sein können. :-)
    Die Analyse über Panzeraufweichung via Alkohol zeigt mir, daß ich ein atypischer Deutscher sein muss, pflege ich doch weder Panzerung noch Alk.
    Die wohlsituierte Krise im stehenden Zug erstaunt nun wiederum mich, weil die Sesseletage der Bahn doch seit Jahrzehnten von den Fährnissen einer personell, organisatorisch & technisch ausgedünnten Unternehmensstruktur "überrascht" wird. Sommers wie winters.
    Stimmig beobachtet: "Fremd" löst in manchen Zeitgenossen lenkbare Irationalitäten aus.

    Um Dich an 'Amelie' zu erinnern...hier ein feiner, musikalischer Clip zum Film:

    https://www.youtube.com/watch?v=aip3836VtZ0

    For your consideration.

    boné

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