Samstag, 7. Januar 2017

Samstagsfragmente #72 - neues Jahr, alter Alltag :)



Heute 


waren wir bei herrlichem Wetter für ein gutes Stündchen im Zoo, danach zum Mittagessen bei den Schwiegereltern, wo wir das Mädchen und den Hund parkten um ins Kino zu gehen. Der neue Star Wars-Film Rogue One hat uns sehr gut gefallen, obwohl wir ihn nicht ganz einfach zu verkraften fanden. Ich will nicht spoilern, aber er ist tatsächlich wesentlich düsterer als die früheren Filme und ich würde auf keinen Fall mit jüngeren Kindern rein gehen. Für das Mädchen wäre es jedenfalls nichts. Toll finde ich, dass die neuen Star Wars-Filme über die Schauspieler der humanoiden Charaktere so eine große Vielfalt verschiedener Ethnien (Diego LunaRiz Ahmed, Donnie Yen u.a.) abbildet und - natürlich - dass wieder eine coole, starke Frau die Hauptrolle spielen darf. Das ist so wichtig für Mädchen in unserer Gesellschaft, dass sie sehen, dass auch in Filmen, die traditionell eher männlich dominiert sind und sich nicht explizit an Mädchen richten, Frauen wichtige Rolle spielen können.


Die Woche


Erfreulichkeiten


  • Ein tolles entspanntes Silvester verlebt
  • Gut in Israel gelandet und viele liebe Kollegen wieder getroffen
  • Mich jeden Morgen von meinem neuen R2-D2 wachpiepsen lassen, mehrmals meinen neuen wolkenleichten Cashmere-Pulli getragen und mich auch an meinen übrigen Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken sehr erfreut
  • Mit dem Gatten ein Freitagsfrühstücksdate gehabt
  • Sherlock ist wieder da! 💙

Erlesenes


Ken Folletts Edge of Eternity hat mich die letzten zwei Wochen beschäftigt. Die ersten zwei Drittel fand ich richtig klasse, zum Ende hin wirkte es dann etwas zeitraffermäßig auf mich und obwohl ich Follett sehr dafür liebe, dass bei ihm "die Guten" meistens ein Happy End bekommen, gingen mir die Beziehungsgeschichten am Ende fast ein bisschen zu rund und rosa auf. Unheimlich berührt (und auf den letzten Seiten auch ein bisschen gerissen) hat mich die schlichte Tatsache, dass viele der im Roman aufgegriffenen historischen Ereignisse beweisen, wie auch vollkommen verfahrene und aussichtslose politische Situationen mitunter ganz plötzlich lösbar sind, wenn die richtigen Menschen und Führungspersönlichkeiten zum richtigen Zeitpunkt mutige Entscheidungen treffen. Das hat mir wirklich Mut gemacht. 

Fotofragment der Woche 


der Hund hat mal wieder am meisten Herzchen gekriegt diese Woche... Aber sie kann ja nichts dafür, dass sie so niedlich ist.


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Webfragmente


Die Süddeutsche hat einen interessanten Artikel über den Kinderreichtum in Israel nicht nur in religiösen Familien.



wie habt ihr die erste Woche 2017 verbracht? In Deutschland soll es ja klirrend kalt sein... 


// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //

Kommentare:

  1. Liebe Hafassa, hier ist es tatsächlich klirrend kalt und Glatteis gibt es bis ins Flachland.
    Aber wir (mein Mann und ich) leben hier immer noch in einem Bazillenlager, will sagen die Infekte haben uns immer noch im Griff. Und das schon seit mehr als zwei Wochen. Der einzige Vorteil ist, dass wir nicht groß raus mussten bei dem Wetter, denn er ist krankgeschrieben und ich habe noch Ferien ( und wie sich das für einen ordentlichen Arbeitnehmer ;-)gehört, werde ich im Urlaub krank)

    Einen schönen Überblick deiner ersten Januarwoche hast du uns da gegeben.
    Erst mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag (nachträglich)

    Zum Film: Ich war ja immer mehr die Star Trek- Fraktion, und deshalb werde ich wohl eher nicht in den Ableger des Star Wars- Imperiums gehen.

    Und zu Ken Follets Buch muss ich dir recht geben: Ein wenig viel Beziehungskiste (Sex sells ;-), oder warum wohl)
    Aber nichtsdestotrotz hat Follet es einfach drauf Geschichte nahe zu bringen. Ich habe beim Lesen des Buches so oft gedacht: Haben die Menschen eigentlich nichts aus der Geschichte gelernt??

    Nun sende ich ganz liebe Grüße und habe mir fest vorgenommen, dies Jahr wieder öfter bei dir zu kommentieren.

    Liebe Grüße,
    Monika

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    1. Liebe Monika, danke für die Geburtstagswünsche :)

      Habe ich dir erzählt, dass wir zu Weihnachten die Apfelrosen nachgebacken haben, die du neulich vorgestellt hattest? Sie waren wirklich lecker!

      Jetzt haben mich die Bazillen auch noch erwischt, einmal im Winter passiert es mir fast jedes Jahr, obwohl ich mir immer fest vornehme, dass ich diesmal frühzeitig mit Vitamin C anfange, nur um es dann doch wieder zu vergessen...

      Ich liebte schon immer Star Wars und Star Trek und freue mich sehr, dass die neuen Filme vom look&feel her so sehr an die alten erinnern, das ist Nostalgie pur.

      Ganz liebe Grüße und auf ein tolles Bloggerjahr!
      Hadassa

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  2. Beim Thema Follett und Star Wars kann ich leider gar nicht mitreden - nie gesehen, bislang noch nicht gelesen. Beim Kinderreichtum fielen mir die Amish ein, über die ich in den letzten Wochen viel gelesen und bei Y*utube angeschaut habe.
    Die erste Januarwoche hat uns hier zwar mit Schnee und Eis überrascht, aber leider auch mit dem plötzlichen, unerwarteten und viel zu frühen Tod eines guten Freundes. Eigentlich wollte ich in diesen Tagen meinen Blog komplett neu gestalten, aber dazu bin ich nun so gar nicht in Stimmung...
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Liebe Andrea, ich bin mir ziemlich sicher, dass du Follett mögen würdest, würde dir allerdings den Einstieg mit "Die Säulen der Erde" empfehlen. Das ist aus meiner Sicht sein Meisterwerk :)

      Mein Beileid zum Verlust eures Freundes, es ist immer hart, wenn jemand gehen muss, aber wenn es so plötzlich passiert noch viel mehr. Ich wünsche euch und der Familie viel Kraft.

      Ganz liebe Grüße,
      Hadassa

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  3. Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag. Mit dem neuen Starwars gebe ich Dir Recht. Auch bei uns ist ein Bazillenlager. Mein Mann und ich liegen flach.
    Ich wünsche Dir einen schönen Start in die neue Woche. Herzlichen Gruß Sylvia

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    1. Mich haben die Bazillen auch noch erwischt, sind aber schon wieder am abziehen. Ich finde es immer sehr lästig, wenn ich flach liege.

      Ganz liebe Grüße und ein gutes Jahr,
      Hadassa

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  4. Salut, Hadassa.
    Ich denke ein Film wie 'Rogue One' macht auf vielen Ebenen eine Aussage über unser hier & jetzt; vielleicht, weil sie jeweils allgemein gültig ist, oder weil den Machern jeweils daran gelegen ist. Tatsache: Der Film macht sie!

    Herzig wieder der ruppige Umgang des hiesigen Feuilletons mit 'Rogue One', dem wahlweise "Terrorverharmlosung", "Kriegsverherrlichung" respektive "Mannbarkeits-Kult" unterstellt wurde. Je nach dem, wie die persönlichen Scheuklappen jeweils ausgerichtet waren. Herrliches Trauerspiel. ;-)

    Verlust, Trauer & Hoffnung(!) sind zentrale Punkte der Handlung, die in dem nahezu ruhigen "Intermezzo", vor dem absoluten Finale, eine vollendete Bühne erhält. Musikalisch herausgearbeitet durch Michael Giacchinos einzigem(!)wesentlichen Beitrag zum Score ("Your father would be proud").

    Eine fein gestrichelte Charakterisierung der einzelnen Figuren nicht zu vergessen. Und eine Rolle wie Jyn Erso ist natürlich eine wesentliche Aussage; allein bereits gegenüber Frauen fürchtenden Filmfans.

    Freut mich auf jeden Fall, dass Euch 'Rogue One' auf vielen Ebenen ansprechen konnte.

    Ein Filmtip noch...'The Girl With All The Gifts'.

    bonte

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    1. Hm, dazu kann ich wirklich nur sagen: Einer meckert immer ! Obwohl es ja schon so eine Sache ist mit den Filmen, die heroische Rebellen zeigen - wo zieht man wirklich die Grenze zwischen Rebellion und Terrorismus? Ich habe mir da auch schon manchmal so meine Gedanken gemacht, nicht nur bei Star Wars.

      Fast noch interessanter finde ich aber den Diskurs, ob CGIs verstorbener Charaktere ethisch vertretbar sind oder nicht, beziehungsweise ob CGIs für reale Personen (verstorbene oder lebende) überhaupt vertretbar sind... Die Technologie hat mich in Rogue One schon sehr vom Hocker gehauen, muss ich sagen.

      Ganz viele Grüße,
      Hadassa

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    2. ...das Problem der Feuilleton-Kritik scheint mir, daß sich nicht sonderlich die Mühe erst gemacht wird, hinter ein vermeintliches Label zu blicken.
      Die Truppe um Saw hat sich radikalisiert & betreibt in dem Sinne Terror, daß sie bei ihren Überfällen keine Rücksicht auf Zivilisten nimmt. Und auch "unsere" Rebellen verhalten sich teils hinterfragenswert - wenn Andor seinen Informanten erschießt, oder der Geheimdienstchef (hinter Mon Mothmas Rücken) den Befehl zur Liquidierung Galens gibt.
      Das Drehbuch zieht allerdings die definierende Grenze zwischen Terrorismus & Rebellion, als Andor auf sein Gewissen hört. In der weiteren Folge kommt es auch zur vorläufigen Auflösung der Rebellen-Allianz, weil der Geheimdienst seine eigene Agenda durchgesetzt hat (der Angriff auf E-adu, in dessen Verlauf Galen doch noch sterben muß).
      Die Landung auf Scarif iniziiert infolge wiederum die Formierung der Allianz, so wie wir sie dann später kennen.
      Das Kind im Kreuzfeuer auf Jedha definiert für mich die Trennlinie zwischen Rebellion & Terror grundlegend. Jyn rettet das Mädchen. Cassian rettet Jyn. Chirrut befreit beide. Baize schützt seinen Freund. Two Tubes erklärt alle zusammen zu Feinden!

      Die Verantwortlichen haben sich sowohl für Peter Cushing wie von Carrie Fisher selbst entsprechende OKs geben lassen. Rechtlich ist also niemand übergangen worden. Ist es ehtisch für Vertorbene vertretbar?! Wenn es im künstlerischen Sinne der jeweiligen Schauspieler geschieht - durchweg.
      Ich denke ein signifikantes in memoriam für Peter Cushing, wie nachträglich auf gewisse Weise auch für Carrie Fisher.

      Noch ein vollständiges Genesen, Hadassa!

      bonte

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