Mittwoch, 14. Juni 2017

#12von12 (diesmal erst am 14. und nur mit 11 Fotos im Juni 2017)


1 - Kaffee und Kindle im Bus
2 - im Büro habe ich noch ein paar Luxusteebeutel, courtesy eines lieben Kollegen


3 - später am Nachmittag brauche ich noch mal einen Kaffee, damit ich den Arabischunterricht durchstehe. Der ist zur Zeit eher zäh, weil ich kaum Zeit zum Üben habe.
4 - da kommt mir die letzte Mini-Baklava zum Kaffee gerade recht. Diese kleinen Schweinereien hat uns der Chef von einer Reise nach Kairo mitgebracht, lecker :)



5 - zu dieser Jahreszeit ist es um 19:00 auch in Israel noch hell, auf dem Weg zum Bahnhof komme ich an diversen Neubauprojekten vorbei - Wahnsinn, wie schnell die hier entstehen
6 - eine Optikerkette wirbt derzeit großflächig mit Einhörnern, der Zusammenhang erschließt sich mir nicht wirklich, aber hübsch ist es


7 - am Bahnhof habe ich noch ein bisschen Zeit...
8 - ... mich ein wenig umzuschauen


9 - ... und mein derzeitiges Hörbuch (The Dry, höre ich sehr gerne!) wieder in die Ohren zu stöpseln 10 - letzte Haltestelle: Stadtbus. Welche Linie hier fährt und vor allem wohin kann man hier aber schon lange nicht mehr erkennen ;)


11 - Zuhause blättere ich noch ein bisschen in der neuen Zeitschrift des Mädchens und bin entzückt über das schnuffige Faultier auf dem Cover. Zu einem 12. Foto reicht es leider nicht mehr, hmpf.



// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Sonntag, 11. Juni 2017

Samstagsfragmente #91 - Gazellen in Jerusalem




Gestern



Abend habe ich Tickets für den Eiffelturm bestellt (und dann prompt einen Albtraum gehabt, dass ich dort war und vergessen habe, Fotos zu machen ... )

Abgesehen davon, waren wir gestern seit langem mal wieder auf einem Ausflug mit unserer Wandergruppe, diesmal in Jerusalem und das war - obwohl wir uns immer einbilden, die Hauptstadt ganz ordentlich zu kennen - sehr informativ.

Falls ihr Lust habt, unsere Route virtuell nachzuspazieren, klickt einfach hier.

Begonnen haben wir unsere Wanderung im Rosengarten, der gegenüber des israelischen Parlaments, der Knesset, angelegt ist und über 15.000 Rosenbüsche verschiedenster Züchtungen pflegt. Der junge Wanderführer hatte eine kleine Schnitzeljagd vorbereitet, die uns in Gruppen kreuz und quer durch den ganzen Park schickte und einigen interessanten Fragen nachging. Anschließend führte er uns an der Knesset und der großen Menorah des britischen Künstlers Benno Elkan vorbei in Richtung des weitläufigen Sacher Parks.


Menorah, Benno Elkan
Blick auf die Knesset durch Sicherheitsglas

Bei einer kleinen Vogelbeobachtungsstation machten wir halt, an einer antiken Olivenpresse (kennt man eine, kennt man alle...) auch und durchquerten das Tal des Kreuzes, wo der griechisch-orthodoxen Legende nach das Holz für Jesus' Kreuz herstammt und im 11. Jahrhundert ein mächtiger Steinquader errichtet wurde, in dem bis heute von einigen Mönchen der Klosterbetrieb aufrecht erhalten wird. Das Gebäude ist das größte überhaupt, das aus dieser Zeit in Gänze erhalten ist.

Weiter ging es durch das Rehavia-Tal bis zu einer bekannten Jerusalemer Skulptur, die vielen als "Jakobsleiter" bekannt ist. Geschaffen wurde sie von dem israelischen Bildhauer Ezra Orion und symbolisiert das Streben der Menschen zum Himmel.



Unsere letzte Station war das erst kürzlich für Besucher erschlossene "Gazellental". Das rund 100-Hektar große Brachland hätte eigentlich einer neuen Wohnsiedlung weichen sollen, doch der Widerstand einer Bürgerbewegung war so groß, dass schließlich entschieden wurde, das Land als Naturschutzgebiet zu bewahren und der Bevölkerung zugänglich zu machen. Heute leben dort über 20 Gazellen, die von verschiedenen Aussichtspunkten beobachtet werden können. Gegen Pfand können Besucher Ferngläser leihen und in schattigen Sitzecken Ausschau nach den Tieren halten. Eine wunderschöne Oase mitten in der Stadt.

Da werden wir nicht das letzte Mal gewesen sein - man stelle sich nur vor, wie schön es da im Frühjahr oder Spätherbst sein muss, wenn alles grünt und blüht!




Die Woche


Erfreulichkeiten


  • Paris weiter geplant - Hotel, TGV und Eiffelturmtickets sind schon mal klar gemacht
  • vom Gatten den Lonely Planet Paris für Kindle geschenkt bekommen 
  • nur noch knapp drei Wochen und drei Prüfungen bis zu den Sommerferien, uff. 
  • Pfadfinderlager und Sommerlageranmeldung erledigt
  • schon zwei Dates mit lieben Freundinnnen für den Sommerurlaub ausgemacht

Erlesenes


Lonely Planet Paris 😊

Angefangen habe ich außerdem Sand von Wolfgang Herrndorf und The Ides of April von Lindsey Davis , kann aber noch nicht wirklich viel dazu sagen. Letzteres spielt im alten Rom, ich habe "ein Buch, das in der Antike spielt" auf meiner Leseliste für dieses Jahr... 


Foto der Woche 



Für Fees Challenge habe ich auch letzte Woche in der Kiste gekramt und ein Foto mit einem Schachbrettmuster aus Lemesos gefunden, das unglaublich oft geherzt wurde.


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Webfragmente


Eine Freundin von mir vermietet ein Zimmer in Tel Aviv auf Airbnb, also falls ihr oder jemand, den ihr kennt, eine gut gepflegte Unterkunft mit lokalem Charme und Kontakt zu echten Locals sucht, bei Debbie seid ihr an der richtigen Adresse (Link)

Ein Artikel über Einzelkinder hat mir gut getan (Englisch)

Ferdinands Coldplay-Erlebnis in München fand ich klasse - (Artikel mit Video)



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //


Sonntag, 4. Juni 2017

Samstagsfragmente #90 - Strand und Schnapsideen



Gestern


waren wir – womöglich zum ersten Mal in diesem Jahr überhaupt (?) – für ein paar Stündchen am Strand. Wenn wir das machen gehen wir bewusst immer erst am späten Nachmittag los, dann lösen sich die Menschenmassen langsam auf, die Sonne steht schon recht tief und sticht nicht mehr so und wenn man einen guten Tag erwischt, gibt es sogar eine frische Brise vom Meer. Während der Gatte und das Mädchen sich im und am Wasser vergnügten, las ich in meinem Kindle und hütete das Hundeding, das in Habachtstellung neben mir auf der Decke ausharrte. Wenn das Rudel an einem fremden Ort nicht beisammen ist, ist sie nämlich immer tendenziell unentspannt. Am allerliebsten wäre es ihr, wenn wir alle immer gemeinsam zuhause auf dem Sofa sitzen könnten, Hunde!

Außerdem haben wir eine verrückte Schnapsidee für unseren Sommerurlaub weiter verfolgt und festgestellt, dass sie so verrückt gar nicht ist. Heute habe ich spontan Nägel mit Köpfen gemacht – Disneyland Paris wir kommen!


Die Woche


Erfreulichkeiten


  • Urlaubspläne gemacht (s.o.) 
  • An einer weiteren Friedensaktion teilgenommen (macht mich das jetzt schon zur Aktivistin?) 
  • Fee hat eine neue Instagram-Challenge, diesmal nicht mit Farben, sondern mit Formen
  • apropos Instagram: ich habe die 600er Marke geknackt und halte sie schon beinahe zwei Wochen 
  • Das Mädchen hatte nach einigen frustigen Reitstunden endlich mal wieder ein gutes Erlebnis und vielleicht ein neues Lieblingspferd <3

Erlesenes



Das Schneemädchen von Eowyn Ivey hat mich, obwohl ich den Frost des Winters in Alaska beim Lesen förmlich spüren konnte, nicht kalt gelassen. Es ist ein wunderbar erzähltes, dabei sehr realistisches Märchen über Sehnsucht, Freundschaft, Liebe und die Härte einer wunderschönen Wildnis. Kann ich empfehlen.


Jetzt lese ich gerade Legion, den vierten Band der Drachensaga Talon von Julie Kagawa. Die Geschichte wird langsam ein bisschen repetitiv, wie eine gute Actionserie, aber ich lese sie trotzdem sehr gerne, weil ich die Charaktere und das Setting sehr mag.


Foto der Woche 



Ein Kunstwerk des Künstlers Nahum Tevet hat bei der Formenchallenge mitgespielt und wurde gemocht.


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Webfragmente



Die EU hat Klassentreffen und verabredet sich per Chat, so witzig (Filmchen)

Ein freundlicher Netzbürger hat mit Photoshop eine Fotosammlung repariert, die für Menschen mit einem (zwanghaften) Hang zu symmetrischer Harmonie sehr unangenehm anzusehen war. (Diaschau)

Agatha Christie’s Mord im Orient Express kommt demnächst neu verfilmt in die Kinos. Mit Starbesetzung, für mich ein Must-See in diesem Herbst (deutscher Trailer)

Und einen lustigen Witz habe ich auch noch: 
Wie heißt noch mal der kleine Gallier, der alle vom Arbeiten abhält?  - Netflix  😆


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Dienstag, 30. Mai 2017

#12telBlick 2017 - Kaktus und Mandelbäumchen (Mai)

Frohes Wochenfest ! חג שבועות שמח


Zwei Monate ist es schon her, dass ich hier den letzten 12tel-Blick eingestellt habe. Zwar habe ich im April auch ein Foto gemacht, aber es fehlte die Zeit, es Ende des Monats in einen Blogeintrag zu verpacken und irgendwann war es dann schon Mitte Mai und die Gelegenheit irgendwie vertan. In der Übersichtsseite ist es aber zu sehen.

Hier aber jetzt der Mai-Blick:



Mein Blickwinkel hat sich seit März ein bisschen verschoben, weil das hohe trockene Gras so sehr wuchert, dass es schwierig ist, zu meiner ursprünglichen Ausblicksstelle zu kommen. Jedenfalls ohne das Risiko, dabei eine Schlange aufzuscheuchen, und das will ich ja nicht. Der grüne Hügel ist innerhalb kürzester Zeit braun-gelb geworden, Gräser und zarte Wildblumen sind verschiedensten Distelsorten gewichen. Ganz neu dabei dieses wunderhübsche Exemplar, die ich spontan als eine Art Silberdistel verortet hätte:




Die archäologischen Ausgrabungen auf dem Hügel dauern ebenfalls noch an. Einer Infotafel habe ich jetzt entnommen, dass die Ruine eines Turms aus Kreuzfahrerzeiten näher untersucht werden soll, sowie die Reste eines römischen Gebäudes, das unter dem Turm gefunden wurde. Ich muss mal eruieren, wann wieder Ausgrabungstage für die Öffentlichkeit stattfinden, das wäre sicher interessant.



Alle Blicke des Jahres sammle ich hier.


// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //

Sonntag, 28. Mai 2017

Samstagsfragmente #89 - Sommer


Gestern


war Sommer. Heute auch, aber nicht mehr ganz so brennend heiß. Morgen wahrscheinlich auch. Der Juni steht vor der Tür und damit müssen wir uns so langsam damit anfreunden, dass es mit den frischen Frühlingstemperaturen wohl bald vorbei ist.

Am Abend bin ich mit einigen Freundinnen nach Tel Aviv auf eine Kundgebung für die Zwei-Staatenlösung gepilgert. Mit uns waren über 15.000 Friedensoptimisten dort, die Hoffnung stirbt zuletzt.


Die Woche


begann bei uns mit der Bat Mitzwa von Chutzpis Tochter, die gerade 12 geworden ist. Ein rauschendes Fest mit mehreren hundert Gästen, das wunderbar organisiert und durchgeführt war. In jedem Detail konnte man erkennen wie viel Herzblut im Vorfeld in diese Feier geflossen ist, und so wurde es ein wirklich unvergesslicher Abend für alle Anwesenden. Natürlich war das Mädchen schwer beeindruckt und konnte sich gar nicht losreißen. 



Erfreulichkeiten


  • Trump war da und dann auch schnell wieder weg ;-) 
  • meine Eltern hatten im fernen Norwegen einen schönen Urlaub zum 40. Hochzeitstag 
  • der örtliche Schuster hat für kleines Geld meine Sandalen repariert - neue wollte ich jetzt nicht unbedingt kaufen müssen 
  • ein kleines Carepaket mit Tee aus Deutschland bekommen 
  • auf dem nicht mehr so grünen Hügel wieder neue Entdeckungen gemacht


Erlesenes 


Margaret Atwoods dystopischer Roman Oryx and Crake hat mich dann doch, so genial er auch aufgezogen und atmosphärisch durchdacht ist, nachhaltig verstört. Schreckliche Zukunftsvorstellung.

Dead Simple wird nicht mein letzter Krimi von Peter James gewesen sein, obwohl ich ihn zum Ende hin dann doch ein wenig arg verwickelt und abstrus fand. Aber spannend bis zur letzten Minute!

Jetzt versuche ich gerade, in Das Schneemädchen von Eowyn Ivey hinein zu finden. Das ist wieder ein ganz anderes Erzähltempo..


Foto der Woche


Mein Foto von der Demo gestern wurde von TimeOut Tel Aviv weitergeteilt und hat dort fast 1000 Herzchen gesammelt. (Und leider auch eine Reihe rechtsradikaler gewaltverherrlichender Kommentare. Seufz.)



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Webfragmente



diese Woche waren wieder einige interessante Dinge im Netz, hier eine Auswahl:

Artikel auf Tagesschau.de zur Kundgebung in Tel Aviv gestern Abend.

Die ze.tt hat eine Übersicht auf über verschiedene berühmte Gästebucheinträge in Yad VaShem - ja, auch Donald Trump.

Eine Stadtführung in Echtzeit durch mein altes Viertel mit dem Graffiti-Kenner und Hebräisch-Erklärbär Guy Sharett gibt es hier (Lang!)

Entenküken sind scheinbar gerade besonders viral - hier in einer dramatischen Rettungsaktion in Slowenien (Küken im Gulli)



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Samstag, 20. Mai 2017

Samstagsfragmente #88 - trocken aber nicht ganz trist


Heute


haben wir mal wieder eine kleine Runde auf dem Hügel gedreht. Dort ist inzwischen das schöne Grün einer trockenen Steppe gewichen, Disteln und Dornen locken aber immer noch Bienen und Schmetterlinge an. Das Exemplar oben klammerte sich an der Distel fest, um nicht vom Wind davon geblasen zu werden (noch mehr Distelfotos habe ich vorhin auf Instagram eingestellt).

Außerdem ist Schlangen-Saison! Der Gatte hat heute ein großes Exemplar fliehen sehen, ich konnte nur nur noch ein Geraschel im Gesträuch hören. Obwohl nicht alle Schlangen in Israel giftig sind, sollte man in dieser Zeit unbedingt auf den Wegen bleiben und lange Hosen sowie festes Schuhwerk tragen. Mein 12tel Blick ist zur Zeit gar nicht zugänglich, wenn ich diese Regel befolgen will (und das will ich, vor allem, wenn ich alleine unterwegs bin, denn der Hund würde im Ernstfall nicht den Notarzt rufen.. 😉), deshalb habe ich Ende April das Foto aus einem etwas anderen Winkel geschossen. Mal sehen, wie es in 10 Tagen aussieht, wenn der Maiblick ansteht.




Die Woche


Erfreulichkeiten


  • ein bisschen Regen! Sehr, sehr unverhofft, nachdem wir schon wieder knapp 40° hatten 
  • in der Schule soll ein kleiner Chor zustande kommen, das Mädchen übt eifrig für's Vorsingen
  • ein Kompliment für einen Artikel bekommen, den ich auf Englisch geschrieben habe 
  • ganz friedlich mit dem Mädchen auf eine Englischarbeit gelernt 
  • mich erfolgreich vor einem Schulausflug gedrückt und stattdessen den Gatten geschickt 

Erlesenes 


The Circle von Dave Eggers hat mich emotional so gestresst, dass ich es am Ende weglegen und das letzte Kapitel mit einem Tag Abstand lesen musste. Dabei fand ich die Idee und Handlung nicht mal so bahnbrechend, aber die ständige Netzaktivität der Charaktere war so nervenaufreibend geschildert, dass ich beinahe alle meine Accounts stillgelegt hätte. Spannendes Buch, das ein paar Jahre nach seiner Veröffentlichung noch ein bisschen mehr Realität geworden ist.

Aktuell lese ich von Margaret Atwood den Auftakt einer dystopischen Trilogie - Oryx and Crake. Wirft viele herausfordernde Fragen auf und ist ungemütlich zu lesen, so wie es sich für das Genre gehört.

Parallel dazu habe ich meinen ersten Krimi von Peter James angefangen. Der Gatte hat von ihm schon einige mit Begeisterung gelesen und ich muss sagen, dass mich Dead simple (Deutsch:"Stirb ewig") gleich auf den ersten Seiten ziemlich eingesaugt hat.

Foto der Woche


Strandbilder sind immer gut:

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Sonntag, 14. Mai 2017

Samstagsfragmente #87 - Essen und entspannen

Tel Aviv, vom Uni-Campus aus


Gestern


haben der Gatte und ich richtig ausspannen können. Beziehungsweise, wie man bei uns in der Familie sagt - "abschlaffen". Das Mädchen war fast den ganzen Tag mit den Pfadfindern unterwegs, es war phasenweise drückend heiß, da hatten wir keine großen Ambitionen für Unternehmungen. Den Abend verbrachte ich bei einem meiner Frauenabende und bekam dort das beste Lammfleisch aufgetischt, das ich je gegessen habe (ich bin nämlich eigentlich kein Lammfan): Es war so zart, dass es beinahe auf der Zunge zerging, wirklich lecker. Dazu gefüllte Zucchini und Auberginen, Salate, Hummus und zum Nachtisch Baklava und Kanafeh, wenn ich das so rekapituliere wundert mich fast, dass keine von uns anschließend die Treppe runtergerollt ist :)

Die Woche

Erfreulichkeiten


  • mit der Arabischlehrerin spontan eine Modeveranstaltung (u.a. mit den wunderschönen israelisch-palästinensischen Designerkleidern von Two Neighbors) besucht und dort - unverhofft - eine frühere Bekanntschaft erneuert
  • einen wichtigen ehrenamtlichen Termin gut hinter mich gebracht 
  • verschiedene Lösungen in Sachen Sommercamps für das Mädchen beginnen sich abzuzeichnen (und ich habe jetzt schon wieder ein paar graue Haare mehr, wie jedes Jahr) 
  • Lag baOmer an uns vorbei ziehen lassen, ohne selbst involviert zu sein - yeah! 
  • das zweite Eltern-Lehrer-Kind-Gespräch des Jahres ist gut verlaufen, unglaublich, dass die vierte Klasse jetzt fast schon rum ist

Erlesenes 


Eine Kindle-Leiche habe ich diese Woche gelesen - Death in the Tunnel von Miles Burton ist ein klassischer englischer Krimi in der Machart von Agatha Christie und co. Am Ende werden die Bösen gehängt (wie es sich gehört, O-Ton).

Aktuell lese ich The Circle von Dave Eggers. Das hatte ich schon länger auf meiner Wunschliste und habe es neulich im 2nd-Hand Buchladen entdeckt. Sehr, sehr ungemütlich zu lesen, aber es packt mich nicht ganz so, wie ich es erwartet hätte.

Foto der Woche


Ein Nicht-Selfie von mir wurde diese Woche gemocht:

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Webfragmente


Die israelische Autorin Mirna Funk lebt abwechselnd in Berlin und Israel. In einem Artikel beschreibt sie die Unterschiede in der Gesellschaft in Bezug auf Kinder. Liest sich ein bisschen traurig insgesamt. Zeit-Artikel

Das niedlichste Video auf Facebook diese Woche war eine Schar Entenküken, die eins nach dem anderen mutig der Mama hinterher in einen See hopsen (Video)

Und das witzigste der freundliche Tigermann, der den großen Fehler macht, seine Gefährtin aufwecken zu wollen (Video)


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Freitag, 12. Mai 2017

#12von12 - alles neu macht der Mai :)

Nein, damit ist nicht gemeint, dass ich jetzt wieder wie wild anfangen werde zu bloggen oder gar den Blog komplett neu aufziehe. Nein, ich habe lediglich für die heutigen 12 von 12 (die kann ich einfach nicht auslassen, dazu hänge ich zu sehr an dieser monatlichen "Tagesschau"), nun endlich einmal die Story-Funktion auf Instagram ausprobiert habe. Eigentlich bin ich mit meinem Instagram als digitale schicke Fotosammlung sehr zufrieden und habe meist nicht das Bedürfnis, ganz schnöde Schnappschüsse aus meinem Alltag zu zeigen, aber für die 12 von 12 könnte sie sich ganz gut eignen, dachte ich...

1 - Kaffee zum Aufwachen. Da der Gatte über Nacht außer Haus war und für eine Person die große Kaffeekanne nicht wirklich lohnt, heute nur Instantplörre
2 - das Hundeding kuschelt noch ein bisschen....



3 - ... dann geht es auf die Gassirunde an diesen spannenden Sträuchern vorbei. Blüten in zwei Farben, die sind mir bisher noch nie aufgefallen
4 - die Wochenendausgabe der "Haaretz". Der Gatte hat sie abonniert, mir sind die Artikel auf Hebräisch meist zu anstrengend, ich lese die Online-Ausgabe auf Englisch  (Aber die Karikaturen schaue ich mir immer mit Vergnügen an, hehe)




5 - beim Wochenendeinkauf mit einem über 90-jährigen heute, hatte ich richtig Spaß. Noch zur britischen Mandatszeit geboren und in Jerusalem aufgewachsen, hat der Mann einen reichen Geschichte(n)schatz
6 - anschließend habe ich das Mädchen ins Auto gesetzt und bin mit ihr in den Zoo gefahren. Da ich aus kurzfristiger Verpeiltheit die richtige Ausfahrt verpasst hatte, mussten wir lange an einer Ampel anstehen



7 - umso schöner, dass man im Zoo ganz ohne Scherereien einfach die Jahreskarte zücken und auch mal kurz vor Torschluss gehen kann, wenn kaum noch jemand dort unterwegs ist
8 - Junggiraffe! (Sekunden vorher hat sie sich versucht, mit dem schwarzen Stab zu massieren)



9 - die Wüstenfüchse bekommen bald ein neues Gehege, darauf freuen wir uns auch schon, nicht nur die Füchse
10 - Zuhause wartet mein eigener Wocheneinkauf schon vor der Tür, wegräumen werde ich ihn später



11 - inzwischen ist nämlich der Gatte zurück und es gibt ordentlichen Kaffee, zum Lesen habe ich aber nicht wirklich Zeit, denn unser Abendessen kocht sich ja leider nicht alleine
12 - gegen halb Sieben steht die Sonne schon tief, sogar das Hundeding wirft einen langen Schatten




Das war ein guter Tag - und bei euch?



// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Samstag, 6. Mai 2017

Samstagsfragmente #86 - Blau-weiße Woche



Heute


war ein schöner Shabbat. Vormittags haben wir uns nach Jerusalem aufgemacht, wo die blau-weißen Fähnchen vom Yom HaAtzamut noch die Straßen schmücken. Später waren wir bei lieben Freunden eingeladen, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt mexikanische "Mole-Soße" serviert bekam. Mei, ist das lecker, extra scharfe Gewürzsoße auf Schokoladenbasis - dass das wunderbar mit einem herzhaften Gericht zusammen geht, hätte ich vorher auch nicht geglaubt.


Die Woche


war wieder schön kurz, denn der Unabhängigkeitstag fiel auf Dienstag, blöd nur, dass man sich an diese Routine gewöhnt und dann später nur schwer wieder in den normalen Rhythmus findet.

Erfreulichkeiten


  • das Mädchen war pünktlich zum Feiertag wieder fit
  • entspannt mit der Familie gegrillt - das Mädchen und ich patriotisch in blau-weißem Partneroutfit inklusive Nagellack
  • jemanden eine Freude machen können 
  • Falafel gegessen
  • ehrenamtlich als Schülerlotsin fungiert und alle sicher über die Straße gebracht

Erlesenes 


Das achte Leben (für Brilka) von Nina Haratischwili habe ich Anfang der Woche satt und zufrieden zuklappen können. Eines der emotional schwierigeren Bücher der letzten Jahre für mich, aber toll geschrieben und ein gigantischer Erzählbogen, den die Autorin meisterhaft gesponnen und trotzdem zu jeder Zeit alle Fäden fest zusammengehalten hat.

Am 2. Mai ist A Court of Wings and Ruin von Sarah Maas auf meinen Kindle geflattert und hat mir viele spannende Stunden und ein bisschen Lesekater beschert, obwohl er mich letztlich nicht so sehr überzeugen konnte, wie der Vorgänger in der Trilogie.

Foto der Woche


Eine echte Biene lässt sich von Dornen nicht abschrecken...

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Webfragmente


viel auf Englisch diesmal, aber damit kommt ihr klar, oder?

Tivola bringt eine kostenlose Deutschlern-App für arabische Kinder auf den Markt (Artikel)

Eine ultra-orthodoxe Frau hätte ihr erstes Kind am liebsten erst nach dem Justin Bieber-Konzert auf die Welt gebracht, aber daraus wurde nichts... (Englisch)

Heineken-Werbung ermutigt zur Überbrückung von Vorurteilen (mit Video im Artikel)

Ein Papa twittert Auszüge aus alltäglichen Gesprächen mit seinen Töchtern - sehr komisch :) (Englisch)


Hattet ihr auch eine schöne Woche? 


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Montag, 1. Mai 2017

 [Buch] Kira Minttu: Me, without words

Der Nachfolger von Keep on Dreaming ist da!

Wie alle Kira Minttu Fans, habe ich mich sehr gefreut zu hören, dass ihr Erstling kein Einzelband bleiben wird. Heute kommt Teil 2 der Stay Tuned-Reihe auf eure Lesegeräte, geplant sind derzeit sechs Bände, denn Kira hat noch jede Menge Ideen für Geschichten im Umfeld ihrer Helden, die erzählt werden wollen. Me, without words spielt zeitlich kurz nach den Ereignissen in Keep on Dreaming und stellt Katinkas beste Freundin Juli in den Mittelpunkt.

(Sehen die beiden Cover nicht wahnsinnig schick zusammen aus?)



Julis Zuhause ist nicht mehr der warme, geborgene Ort, den sie von früher kennt. Die Stille zwischen ihren Eltern und die gezwungen aufrecht erhaltene Fassade normaler Zwischenmenschlichkeit setzt ihr immer mehr zu und sie fürchtet, dass die heile Familienwelt ihrer Kindheit unwiderruflich verloren ist. Ihre Freunde bemerken Julis Zerrissenheit nicht und wenn sie doch nachfragen, wie es ihr geht, fehlen Juli oft die Worte auszudrücken, wie es wirklich in ihr aussieht. Sogar ihre Beziehung zu Levin ist kompliziert geworden, denn die einstige Unbeschwertheit wird von ihrer ernsten Stimmung gedämpft und Juli fühlt, dass Levin einen Schritt weiter gehen möchte, zu dem sie sich nicht bereit fühlt. Als ein undurchsichtiger Junge in ihr Gefühlschaos tritt, dessen Absichten sie nicht einschätzen kann, lässt sich Juli auf etwas ein, das sie schon bald nicht mehr kontrollieren kann..

***

Für mich zeichnet sich Kira Minttu vor allem durch ihr schriftstellerisches Talent aus, die Gefühlswelt ihrer Charaktere so auf Papier zu bringen, dass man sich als Leser mit ihnen identifizieren kann. Julis Schmerz und ihr Unvermögen, ihn in Worte zu fassen, wirkte auf mich so authentisch, weil ich ihm nachspüren konnte, obwohl ich längst keine 16 mehr bin. Wie schon in ihrem ersten Roman baut sie von Anfang an eine Grundspannung auf, der ich mich nicht entziehen konnte. Dabei kommt Me, without words ohne den Glitzereffekt der Rockmusikbranche aus und setzt anfangs komplett auf emotionalen und psychologischen Suspense. Über weite Strecken konnte ich, wie Juli, Situationen nicht richtig einschätzen und wartete angespannt darauf, was wohl als nächstes passieren würde. 

Nur wer eine klassische Fortsetzung zu Keep on Dreaming erwartet hat, könnte möglicherweise zunächst ein wenig enttäuscht sein, denn Me, without words ist anders aufgebaut und dreht sich explizit um Juli, während die Hauptpersonen und Ereignisse aus Keep on eher in den Hintergrund rücken. Wer sich darauf einlässt, wird mit einem nervenzerreißenden realistischen Beziehungsdrama belohnt, das man kaum aus der Hand legen kann. 


"Me, without words" ist ab sofort als Kindle eBook für 3,99 Euro erhältlich. Als Klappbroschur wird es, wie alle anderen Ink Rebels in Kürze im Amrun-Verlag erscheinen, kann aber auch bereits im Buchhandel vorbestellt werden. Eine ausführliche PDF-Leseprobe gibt es hier

Vielen Dank Kira, dass ich deine Geschichten immer wieder vor allen anderen lesen darf 💙

Apropos... Wenn ihr zeitnah informiert werden wollt, an was Kira gerade arbeitet, folgt ihr einfach auf Facebook - "stay tuned" :) 

Sonntag, 30. April 2017

Samstagsfragmente #85 - Sonntag statt Samstag



Heute


ist schon Sonntag und ich hüte mal wieder mein krankes Mädchen, das sich scheinbar irgendeinen Magen-Darm-Virus eingefangen hat (ich bin aber guter Dinge, dass es mich nicht erwischen wird..). Es ist ja sehr rücksichtsvoll von ihr, dass sie sich dafür meinen freien Tag ausgesucht hat und ich nicht extra der Arbeit fernbleiben muss. An der Stelle ist es vielleicht interessant zu erwähnen, dass die Schonkost im Hause Fragmentage aus Ginger Ale und Salzbrezeln besteht, seit ich von amerikanischen Freunden gelernt habe, dass Ginger Ale bei Magen-Darm besser sein soll als Cola. Überhaupt finde ich spannend, dass es in jeder Familie und jedem Land da ein bisschen andere Präferenzen gibt, Placebos sind diese Getränke ja letztlich beide.

Die Woche


war eine bunte Tüte interessanter Dinge:

Erfreulichkeiten


  • den Dokumentarfilm "Pray the Devil back to hell" über Leymah Gbowee und die liberische Frauenbewegung für den Frieden gesehen. Ich hatte ja auch ihr Buch gelesen.  
  • das Screening des Films fand im privaten Rahmen statt und wurde durch die hiesige "Grassroots" Bewegung "Women Wage Peace" organisiert. Es hat mich sehr ermutigt mehr über deren Arbeit zu erfahren.  
  • von einer alten Freundin und deren Familie gehört 
  • der Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreich hat mich natürlich auch erfreut 
  • ebenso die Nachricht, dass es wieder ein Sommerprogramm in der Schule geben soll

Erlesenes 


Mein Ehrgeiz: "Das achte Leben (für Brilka)" die Tage endlich mal fertig lesen. Den Wälzer.


Foto der Woche


eine Pusteblume

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Webfragmente


Bewegend: Prayer of the mothers (Musikvideo Women Wage Peace)

Gute Laune: Ein tanzender Vater mit seinem Sohn (Video)

Dirty Dancing Tourismus: In Virginia kann man bei Kellerman's, bzw. in dem Resort, das als Kulisse diente, heute Fanurlaub machen. (Artikel)

Interessanter Artikel mit blödem Titel über die Probleme des deutschen Schulsystems, ähnliches kann ich im israelischen auch beobachten. (Artikel)



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Samstag, 22. April 2017

Samstagsfragmente #84 - bye, bye Blogstress



Heute


habe ich beschlossen, mit dem Blog kürzer zu treten, denn ich merke, dass ich ein bisschen müde geworden bin in letzter Zeit und es mich zunehmend stresst, wenn ich es nicht schaffe, regelmäßig zu veröffentlichen, weil das Leben mich halt gerade mal wieder anderweitig fordert. Das ist ungut, denn das Blog sollte ja eigentlich ein kreativer Ausgleich sein und kein zusätzlicher Stressfaktor. Daher werde ich in nächster Zeit nur noch die Samstagsfragmente regelmäßig hier lassen und ansonsten ohne Druck eher sporadisch veröffentlichen. Wenn ich ehrlich bin, läuft es eigentlich schon eine ganze Weile mehr oder weniger so, aber ich habe das Gefühl, dass ein klarer Schnitt für mich wichtig ist. Der Bericht aus Nazareth kommt aber auf jeden Fall noch und die Rezension des neuen Ink Rebels von Kira Minttu auch (erscheint am 1. Mai), danach werde ich erstmal sehen, was die Zukunft so bringt, in Sachen Blog und Schreiben im Allgemeinen.

Danke, dass ihr hier immer wieder reinschaut und kommentiert 💙


Die Woche


fing für mich erst am Mittwoch an und war entsprechend erfreulich kurz, denn nach einem langen Wochenende quält es sich ja immer so ein bisschen, wieder in den Alltag reinzukommen...

Erfreulichkeiten



  • die Pessachwoche gut hinter uns gebracht
  • nur zwei Tage arbeiten müssen 
  • ein schönes Treffen mit der Frauengruppe gehabt 
  • den Amazon-Kundenservice mal wieder geherzt
  • mit dem Mädchen "Sissi die junge Kaiserin" gekuckt und endlich mal eine Strichliste darüber geführt, wie oft das Wort "Majestät" tatsächlich fällt*                


Erlesenes 


Heute habe ich zwischendurch die Märchenvorlage zu die "Die Schöne und das Biest" von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont gelesen. Das kannte ich in der Originalversion tatsächlich noch nicht, ich habe also gewissermaßen eine Bildungslücke geschlossen.

Ansonsten bin ich weiterhin in Georgien mit "Das achte Leben (für Brilka)".


Foto der Woche


Blümchen aus Nazareth waren gerne gesehen diese Woche...


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Webfragmente


Die Reaktion der Journalistin Corinna Milborn auf Felix Baumgartner war eins meiner Wochenhighlights: Facebook-Video

Ein israelisches Tänzerpaar stellt Hebefiguren auf den Kopf: Dance Magazine

Ein Kochbuch, das von Holocaustüberlebenden und israelischen Spitzenköchen erarbeitet wurde, ist als bestes Kochbuch der Welt nominiert worden: Artikel (Englisch)



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*139 Mal

Samstag, 15. April 2017

Samstagsfragmente #83 - Nett in Nazareth :)



Heute 


vergnügen wir uns im schönen Nazareth, weswegen ich hier nur noch ganz schnell vor dem Einschlafen die Samstagsfragmente hin werfen kann, es war ein ausgefüllter Tag. Ein ausführlicher Bericht dieser kurzen Städtereise kommt aber noch, versprochen!


Die Woche 


war Pessach mit nur anderthalb Arbeitstagen - da gibt es gar nichts zu meckern :)

Erfreulichkeiten 


  • einen tollen Sederabend erlebt
  • mit dem Mädchen und zwei besten Freundinnen noch mal Beauty and the Beast gesehen (diesmal im Originalton und natürlich viel besser)
  • die Ausstellungseröffnung eines lieben Künstlerfreundes besucht
  • ein paar Tage Urlaub 
  • unverhofft altes Geburtstagsgeld gefunden (ich dachte, das passiert immer nur den anderen...) und gleich in Sandalen für das Mädchen investiert

Erlesenes 


Erlesenes... naja... ich musste unbedingt schnell Sarah J. Maas re-readen (nennt es "Escapism"), aber danach geht es dann gleich weiter in Das achte Leben (für Brilka) von Nino Haratischwili


Foto der Woche 


Blumen kann ich...


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Webfragmente 


Die Fotosammlung aus Yad Vashem von Pessachfeiern vor, während und nach des Holocausts habe ich vielleicht schon mal gezeigt? Holocaust passover

Der israelische Botschafter in Deutschland über Antisemitismus und Fremdenhass: Yacov Hadas-Handelsmann, Die Welt

Ein Modelabel bringt israelische und palästinensische Schneiderinnen zusammen: Two Neighbors (Englisch)


Das war's also für heute... nennt es einen kleinen Ostergruß aus Nazareth - mehr kommt die Tage ♡


// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu. //


Mittwoch, 12. April 2017

#12von12 im April - Pessachwoche

Nach dem ersten Pessachfeiertag gestern bin ich heute ganz tapfer ins Büro getrabt. In der Woche zwischen den Feiertagen nehmen viele frei, die Kinder haben ja eh Ferien, und in den letzten Jahren waren wir in dieser Zeit immer in Zypern im Urlaub. Dieses Jahr wäre ich gerne nach Italien gefahren, aber der Gatte kam sehr lange nicht in die Pötte und wenn es um Pessach geht muss man sehr vorausschauend planen, um überhaupt bezahlbare Flüge zu finden. Irgendwann war es dann zu spät und wir entschieden, dieses Jahr Pessach im Land zu bleiben.

Ich trabte also ins Büro, auf den Straßen war nur sehr wenig los und selbst busy Tel Aviv wirkt eher verschlafen. In der Lobby unseres Gebäudes, in der normalerweise munterer Cafébetrieb herrscht, steht eine verwaiste Theke, die Espressomaschine hat ausgezischt und die Stühle sind - ganz untypisch für Israel - ordentlich auf die Tischchen gestapelt. Das Café bleibt für die ganze Woche geschlossen. Keine Backwaren, kein Business. Würden sie sich nicht an die Vorschriften der jüdischen Speisegesetze halten und in dieser Woche wie gewohnt ihre Brote, Croissants und Kekse zum Kaffee verkaufen, wäre ihr Koscherzertifikat schneller weg, als ich "Matza" sagen kann und sie würden Kunden verlieren.

Im Büro sehen wir das nicht so eng, jeder macht in der Pessachzeit was er will, mein Gemüsereis und der Apfel gehen aber als pessachkoscher durch ;) Da die meisten Kollegen nicht arbeiten, wirken die Flure gegen Nachmittag seltsam gespenstisch und am Ende bin ich fast ein bisschen erleichtert, dass ich die Tür hinter mir zuziehen kann.




Auch draußen ist die Stimmung heute seltsam. Es ist bewölkt und windig, aber nicht wirklich kalt, stickig und grau. Gestern war schöner. Ich gehe zur Bushaltestelle und steige in einen Bus, der mich zur Verwandschaft bringen wird, wo der Gatte und das Mädchen auf mich warten.



Nachdem ich aus dem zuckeligen Bus aussteige, passiere ich noch einige Hinterhöfe, wie wir sie in unserem sterilen Vorort so gar nicht kennen (Graffiti!) und laufe bei der Schwägerin ein, als sie gerade ein leckeres kleines Essen gemacht hat. Läuft. Nur den Wein dazu hätte ich mir lieber gespart, Alkohol vertrage ich kaum noch, das muss das Alter sein. Hmpf.

Zu guter Letzt hätte ich heute eigentlich ganz viel aus "Das achte Leben" lesen wollen (gefällt mir sehr!) und bin stattdessen wieder mal in den Night Court abgetaucht. Aber schließlich kommt Teil 3 der Reihe schon in drei Wochen raus, ein kleines "was bisher geschah..." ist also absolut legitim ;-)




Und bei euch so?


// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //