Samstag, 30. April 2016

Zypern 2016 oder wie wir beinahe unseren Rückflug verpasst hätten (Samstagsfragmente #40)



Heute


genießen wir den letzten Ferientag. Mich gähnen ein großer Wäscheberg (immerhin schon gewaschen und getrocknet) und die letzten unverräumten Kofferinhalte an. Da werde ich heute noch was unternehmen müssen, damit es wieder richtig wohnlich wird hier.


Die Woche 


Wer mich auf Instagram oder Facebook verfolgt, wird es schon mitbekommen haben: Dieses Jahr haben wir die Pessachwoche bereits zum vierten Mal auf Zypern verbracht. Und es wird wahrscheinlich nicht der letzte Urlaub gewesen sein, denn mit jedem Besuch gewinnen wir die Insel ein bisschen lieber, und in Larnaka landen fühlt sich fast schon ein bisschen an, wie nach Hause kommen. Wie in früheren Jahren, haben wir uns auch diesmal mit meinen Eltern dort getroffen, allerdings nicht in einem der üblichen Touristenhotels, sondern in Skarinou, einem verschlafenen Dorf zwischen Larnaka und Lemesos.

Von weitem wirkt Skarinou nicht besonders attraktiv. Es hat keinen Meerblick und die Gegend scheint vom Tourismus weitgehend unbeeindruckt. Im Ortskern, direkt neben der Dorfkirche, verbirgt sich aber ein Juwel von einer Ferienanlage: Skarinou Village Houses - authentische zypriotische Steinhäuser aus dem 19. Jahrhundert, die in den letzten Jahren als nachhaltige Apartments für Touristen hergerichtet wurden.

Die Einrichtung wirkt fast wie aus einem Heimatmuseum - ursprünglicher Steinfußboden, hohe Decken mit Stroh oder grobem Putz im Gebälk, Bettgestelle aus Metall, Wäscheschränke aus dunklem Holz, massive Fensterläden und Türen. Dazu ein blitzsauberes Bad mit Dusche, aus der rund um die Uhr kochend heißes Wasser kommt, und eine kleine Küchenzeile, in der man zwar keine Mehrgangmenüs kochen, aber durchaus über die Runden kommen kann. Maria, die gute Seele der Anlage, wohnt direkt nebenan und half uns gerne aus, wann immer etwas fehlte.




Klimaanlage und Fernseher gibt es auch, wurden von uns aber nicht benutzt, denn die dicken Steinwände hielten im April das Apartment angenehm kühl und am Abend saßen wir nach dem Essen lieber draußen zum kniffeln, statt vor dem Fernseher. Besonders schön sind nämlich die lauschigen Sitzecken im Freien. Die üppige, liebevoll gepflegte Bepflanzung sorgt für Schatten und Farbe, reife Mispelfrüchte hingen im Überfluss direkt über dem Frühstückstisch, ein paar Schritte weiter konnten wir Zitronen direkt vom Baum pflücken. Der Swimming Pool im Innenhof gehörte uns praktisch ganz allein, denn außer uns waren diese Woche nur noch wenige andere Urlauber zu Gast.




Über unsere Unternehmungen in dieser Woche erzähle ich die Tage noch Näheres, aber ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Tage wie im Flug vergingen. So hätten wir am Ende tatsächlich beinahe unseren Flug nach Hause verpasst und das kam so...

Fest davon überzeugt, dass unser Rückflug Freitagnacht geht und wir den ganzen Freitag noch ausspannen können, kamen wir am Donnerstag erst am Abend von einem Tagesausflug zurück. Der Gatte ging im Büro vorbei, um zu fragen, bis wann wir am Freitag auschecken müssen. Als er wenig später schwer verwirrt mit der Nachricht zurück kam, wir seien nur bis einschließlich Donnerstag gebucht, waren wir fest überzeugt, es mit einem Buchungsfehler des Reisebüros zu tun zu haben, denn unser Flug ging ja erst Freitagnacht. Glücklicherweise war unser Zimmer noch für eine weitere Nacht verfügbar, und wir hatten schon den Geldbeutel in der Hand, als meine Mutter vorschlug, zur Sicherheit doch noch einmal die Flugdaten zu überprüfen. Woraufhin mir kurz die Gesichtszüge entgleisten, als ich feststellte, dass unser Flieger tatsächlich am Freitag, aber nicht spät in der Nacht, sondern bereits kurz nach Mitternacht, also in wenigen Stunden, starten sollte. Das ist mir tatsächlich in all den Jahren der Fliegerei noch nie passiert und es wird mir noch eine ganze Weile nachhängen, obwohl letztlich ja alles gut ausgegangen ist. Wir hatten noch Zeit für eine Abschlussrunde im Pool, ein gemütliches Abendessen, zum Packen und waren schließlich immer noch viel zu früh am Flughafen für einen traurigen Abschied vor der Zeit.



Erfreulichkeiten


Viel mehr als fünf, alle erlebt auf Zypern :)

Erlesenes


Zurück nach Tara von Kate Alcott hat mir Mama mitgebracht und es war ideal als Urlaubslektüre. Der Roman spielt in den späten 1930er Jahren am Rande der Filmproduktion von "Gone with the Wind" und ist für Fans (wie mich) total nett zu lesen. 

Eigentlich wollte ich im Urlaub Soldier, den dritten Teil in der Talon-Serie von Julie Kagawa lesen, aber meine Kindle-Vorbestellung kam erst mit einem guten Tag Verspätung an und da hatte ich dann schon mit einem Indie-Fantasy-Roman angefangen, der mich bisher aber nicht wirklich überzeugt:

Call off the Search von  schien mir interessant und hätte sich schnell weglesen sollen. Stattdessen quält es sich ziemlich, vielleicht weil ich Romane, die zu offensichtlich für ein bestimmtes Thema "missionieren", in diesem Fall Veganismus, tendenziell anstrengend und aufdringlich finde. 


Webfragmente 


Patricia hat auf Das Nuf ihre Sicht über das Für und Wieder von Kinderfotos im Internet ausformuliert. Lohnt sich und gibt neuen Nachdenkstoff.

Eine argentinische Krebshilfeorganisation hat eine Videoanleitung zur Brustkrebsvorsorge veröffentlicht. Weil weibliche Brustwarzen in den sozialen Medien nicht gezeigt werden dürfen und rigoros gelöscht werden, mussten sie kreativ werden... (Video)

Ich bin kein Zuckerberg-Hasser :) Im Gegenteil, seine "privaten" Fotos finde ich immer wieder sehr witzig, diesmal Suchbilder mit dem Familienhund.


Wie war eure Woche? Ich habe am Rande mitbekommen, dass es in Deutschland eher kühl war?



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu.//





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Sonntag, 24. April 2016

#BloggerAlphabet - H wie Headlines: Nichtssagend oder Click-Baiting?



Ich bin schon wieder etwas im Hintertreffen mit dem Blogger-Alphabet, aber hey, immerhin erinnere ich mich ab und zu daran und reiße mich zusammen, doch noch einen Beitrag einzureichen...

Headlines - Überschriften, heißt das Thema diesmal und ich muss gestehen, dass ich mir früher oft keine großen Gedanken über die Überschriften meiner Artikel gemacht habe, sondern sehr intuitiv vorgegangen bin. Oder nicht einmal das: Meine Serienartikel wie die Samstagsfragmente, 12 von 12, 12tel Blick, usw. habe ich oft überhaupt nicht benannt sondern nur mit dem Monat versehen oder durchnummeriert. 

Die Argumente für sprechende Titel sind allerdings so erdrückend (es gibt irre viele hilfreiche Artikel und Leitfaden dazu), dass ich irgendwann Anfang 2016 angefangen habe, mir ein bisschen gezielter Gedanken darüber zu machen, bevor ein Beitrag online geht. 

Klar, click-baiting Headlines à la "Unglaublich, was diese Mutter letzten Samstag erlebt hat" oder "Du denkst, sie backt einfach Muffins und dann passiert das!" vermeide ich natürlich, beziehungsweise nutze sie allenfalls scherzhaft-augenzwinkernd, um mich mit meinem Blog meinen Facebookfreunden anzubiedern. Ein bisschen konkreter als "Samstagsfragmente Nummer 57" können meine Überschriften aber schon sein, fand ich. 

Seither achte ich also darauf, dass meine Überschriften mindestens einen Hinweis auf den Inhalt geben und - im Idealfall - einen vorbeieilenden Leser dazu bringen, den ganzen Artikel zu lesen. Ich bilde mir ein, dass das durchaus was bringt: Eine regelmäßige Leserin hat derletzt die Samstagsfragmente sehr gründlich durchforstet, um den im Titel versprochenen 'Hopfen ' zu finden - Mission accomplished :-) 

Und nicht zuletzt sieht es einfach besser aus, falls es ein Artikel doch mal unverhofft in die relevanten oberen Suchergebnisse bei Tante Google schafft.



Was andere Blogger zum Thema Headlines zu sagen haben, könnt ihr hier nachlesen. Das nächste Thema lautet I wie Individualität und gilt schon ab morgen, 25. April.

// 52 Wochen – 26 Buchstaben – 26 Themen. Alle zwei Wochen stellt Anne auf neontrauma.de ein neues Stichwort in den Raum, das mit dem Bloggen verknüpft ist. //



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Samstag, 23. April 2016

Samstagsfragmente #39 - Kurz und knapp



Heute


ist in Israel der erste Pessach-Feiertag. Gestern Abend haben wir mit den Schwiegereltern das traditionelle Sedermahl begangen und uns heute von Resten ernährt. Es ist ätzend heiß, aber wir freuen uns, dass wir jetzt ein paar Tage Urlaub genießen dürfen.


Die Woche 


war voll gepackt und nicht ohne Herausforderungen. Gut, dass sie hinter uns liegt.


Erfreulichkeiten



1. Mit dem Gatten im Theater gewesen. Er sagt, er sei überhaupt noch nie im Theater gewesen (Musik ist eher seins), hat sich aber sehr gut unterhalten.

2. Bekannte aus dem tiefen Süden Israels treffen können, die den Feiertag ganz in unserer Nähe verbringen.

3. Der Hund scheint die Futterumstellung langsam überstanden zu haben. Wir sind das Ganze in unserem Eifer ein bisschen zu naiv angegangen und haben prompt böse Verdauungsprobleme ausgelöst. 

4. Einige Momente erlebt, in denen ich einfach nur dankbar über unser kleines Familienleben war. Glück ist nicht selbstverständlich.

5. Eine spontane Einladung zu lieben Freunden bekommen, bei denen die Spontantreffen immer am besten funktionieren.


Erlesenes


Lady Susan, ein eher unbekannter Briefroman von Jane Austen, war schnell zwischendurch zu lesen und durchaus unterhaltsam, reicht aber für mich nicht an ihre großen Werke heran. Außerdem hat sich mir der Sinn des Werkes nicht wirklich erschlossen: Schöne, aber fiese Witwe manipuliert sich durch die britische Society und kriegt am Ende das was sie verdient? Ob sich Austen da mal an einer weiblichen Bösewichtin versuchen wollte? 

Sonst bin ich, oh Schande, diese Woche gar nicht so richtig zum Lesen gekommen, aber mit Der Turm immerhin ein paar Kapitel weiter. 


Webfragmente 


Goodreads hat anlässlich Shakespeares 400. Todestages eine Reihe von interessanten Artikeln veröffentlicht. Die Infografik "Which Shakespeare play should I read?" fand ich amüsant. Alle Artikel zur Goodreads Shakespeare Woche sind hier zu finden.

Sehr, sehr witzig fand ich auch den "Pin-up"-Holzfäller für einen guten Zweck. (Album)



Bis bald wieder....



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu.//





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Sonntag, 17. April 2016

Samstagsfragmente #38 - Blumen und Bruthitze



Gestern


war seit langer Zeit endlich mal wieder Ausflugstag! Letzten Monat fiel er wetterbedingt aus und im Februar habe ich ihn wegen eines anderen Termins verpasst. Unsere Wanderung im Naturschutzgebiet Nahal Dolev führte uns 4-5 Kilometer über einen weitgehend unberührten Naturpfad talwärts durch ein grünes blühendes Tal. Es war sehr heiß, aber wunderschön und ich war nur ein bisschen überrascht, dass mich der Heuschnupfen weitgehend in Ruhe ließ, denn Blüten- und Getreidepollen gibt es dort zur Zeit im Überfluss :)




Die Woche 


Erfreulichkeiten



1. die grundsätzliche Festvorbereitung steht. Es ist jetzt doch wieder alles anders, aber am Ende wird alles gut.

2. einen sehr ausgefüllten Tag mit meiner Frauengruppe gehabt. Ich bin seit einiger Zeit Teil einer Gruppe, die Frauen aus der jüdisch-israelischen und der arabisch-palästinensischen Gesellschaft zusammenbringt. Der Austausch und die beginnenden Freundschaften machen mein Herz froh. 

3. das Konzept "mehr Qualitätszeit mit dem Mädchen verbringen" vertieft und festgestellt, dass uns das beiden sehr gut tut.

4. Urlaub kommt bald!

5. gerade als uns aufgefallen ist, dass das Mädchen dringend ein paar T-Shirts bräuchte (das Kind platzt aus allen Nähten!), eine Nachricht der Hortmama gekriegt, die uns einen ganzen Sack zu klein gewordener Sachen ihrer großen Tochter vererben will.



Erlesenes


Gilly Macmillan: What she knew habe ich ausgehört. Ein solider Psychothriller, aber ich habe vielleicht schon zu viele Romane ähnlicher Machart gehört, als dass er mich richtig umgehauen hätte. Auf Deutsch erscheint er als "Toter Himmel" im Mai bei Knaur. 

Für den Klassikteil der Bücherkulturchallenge habe ich diese Woche Franz Kafkas Prozess durchgearbeitet und kann jetzt endlich mit dem Begriff "kafkaesk" richtig was anfangen :)

Der Turm von Uwe Tellkamp liegt mir mit seinen knapp 1000 Seiten ein wenig schwer in der Hand. Ich hatte ihn vor ein paar Wochen als gekürztes Hörbuch angefangen, dann aber gemerkt, dass ich doch lieber die Vollversion lesen würde. Ein faszinierender Historienroman, der in DDR-Dresden spielt.


Beliebtestes Fotofragment


Als ich gestern Abend anfing, an diesem Beitrag zu arbeiten, lagen zwei Instafotos der vergangenen Woche gleichauf. Inzwischen hat das grüne Aussichtsbild von unserer Wanderung die knallig pinke Bougainvillea überholt:

Catching the last #green weeks of the year 😊 #Israel #hike #nature #trail #shabbat #ישראל #טיול #שבת #נחלדוחב

See this Instagram photo by @photo_fragment * 38 likes



Webfragmente 


Ein Surferpapa und sein kleines Mädchen begeistern mich. Obwohl ich die mahnenden Skeptiker auch verstehen kann. Durchaus. (Video)

Kevin Costner, der Schwarm meiner Jugend, hat sich von Anti-Israel-Meinungsmache nicht davon abhalten lassen, zur Premiere seines neuen Film "Criminal" nach Israel zu reisen. (Englisch)

Pessach, das Fest, das die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei feiert, steht uns unmittelbar bevor, und wie jedes Jahr ist das Internet voller Videos zum Thema. Eine Folge der jüdischen Sesamstraße fand ich ziemlich witzig. Und dass man aus Matzen eine Art Lebkuchenhaus backen kann, wäre mir selbst niemals nicht eingefallen. (Rezept)


Eine schöne Woche euch allen! Schawua tov



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Freitag, 15. April 2016

#MachenNichtPinnen - Häkelkorb für Kram



Ich merke, dass es mir gut tut, ab und zu etwas produktives mit meinen Händen zu tun. Bevorzugt etwas, das schnell einen sichtbaren Erfolg liefert. Derzeit begeistert mich in dieser Hinsicht "Garn" aus Stoff. Das kann man leicht selber machen, zum Beispiel aus alten Bettlaken, so wie ich es für den geflochtenen Flickenteppich neulich gemacht habe oder nach dieser Anleitung. In Amerika und auch bei uns in Israel ist das Garn so im Trend, dass man es auch fertig kaufen kann.

Als Projekt hatte ich mir zuerst einen Teppich vorgenommen, der aber nicht auf Anhieb so richtig schick wurde und sich daher leider wieder in Nichts auflösen musste. Stattdessen versuchte ich mich an einem Stoffkorb, sowas kann man doch immer gebrauchen, oder? Im Netz gibt es unendlich viele Anleitungen für Häkelkörbe, ich fand letztlich dieses am anschaulichsten, obwohl ich nicht unbedingt mit einer Wäscheleine häkeln wollte, aber man kann die Technik sehr gut erkennen: Melanie Ham - How to crochet a basket

Toll an Häkelkörben: Man kann praktisch nichts falsch machen, weil sie sich total flexibel in Form häkeln lassen. Angefangen mit einem runden Bodenstück häkelt man einfach reihenweise nach oben, bis der Korb die gewünschte Höhe erreicht hat. Ich habe am Ende noch einige Reihen in einer anderen Farbe weitergehäkelt, damit ich den Korb umklappen kann. Das macht ihn noch ein bisschen stabiler und gibt noch ein bisschen mehr Charakter, finde ich. Ein schnelles Spaßprojekt, dieser Korb, und er eignet sich zur Aufbewahrung von Haargummis und Bürsten ganz hervorragend.







Etwa fünf Versuche später ist mir mit dem gleichen Garn am Ende übrigens doch noch ein hübscher kleiner Teppich gelungen, den ich neulich auf Instagram schon hergezeigt habe. Im Gegensatz zu Körben muss man bei Teppichen sehr genau arbeiten und aufpassen, dass man sich mit den Maschen nicht verzählt, weil der Teppich sonst nicht flach auf dem Boden liegen bleibt. Das braucht ein bisschen Übung.

Habt ihr auch schon mal mit Stoffgarn experimentiert?


// Einmal im Monat darf man im Rahmen der "Machen, nicht pinnen"-Aktion bei "Geschwister Gezwitscher" selbstgemachte Projekt zeigen, die man im Internet entdeckt und tatsächlich umgesetzt hat. //

Dienstag, 12. April 2016

#12von12 - mein schnödes Leben im April mit Regen. Und Pizza.

Meine zwölf Monatsbilder habe ich diesen Monat mal wieder alle auf Instagram geteilt. Und war überrascht, wie viele interessante Momente ich nach der Arbeit noch entdeckt habe, denn im Büro war außer Exceltabellen und Leitzordnern heute nicht viel spannendes los.


Morgens an der Bushaltestelle... 

die Regenwolken ziehen sich zusammen

#12von12 - Morgen bringt Regenwolken (1) 🌂 #1von12 #12v12 #israel #himmel #wolken #blau #grau

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Nach Feierabend

alles ist nass

#12von12 - Tatsächlich Regen! Schon den ganzen Tag, immer wieder 😊 (2) #2von12 #12v12 #regen #wetter #israel #TelAviv #rain #april

"#12von12 - Tatsächlich Regen! Schon den ganzen Tag, immer wieder 😊 (2) #2von12 #12v12 #regen #wetter #israel #TelAviv #rain #april"
manche Pflanzen haben was urwaldartiges

#12von12 - Nasses Stadtgrün (3) #3von13 #12v12 #nass #grün #green #foliage #TelAviv #center #israel #wassertropfen

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sogar ich war mal froh über den Regenschirm

#12von12 - wie gut, dass ich im Büro mal einen Regenschirm vergessen hatte (4) #4von12 #12v12 #regenschirm #bushome #israel #regen

"#12von12 - wie gut, dass ich im Büro mal einen Regenschirm vergessen hatte (4) #4von12 #12v12 #regenschirm #bushome #israel #regen"
die Staubschicht der letzten Tage hat der Regen jedenfalls gründlich abgewaschen

#12von12 - alles sauber gewaschen (5) 😰 #5von12 #12v12 #regen #israel #grün #pflanze #green #aftertherain #rain

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Zuhause

erstmal eine Avocado ausgefressen

#12von12 - Avocado ausgefressen (6) ^^ #6von12 #12v12 #avocado #afterwork #israel

"#12von12 - Avocado ausgefressen (6) ^^ #6von12 #12v12 #avocado #afterwork #israel"
Pizzateig angesetzt

#12von12 - Pizzateig angesetzt (7) #7von12 #12v12 #pizza #pizzateig #pizzaiscoming #dinner #homemade

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mit Hund und Mädchen in den Park

#12von12 - mit dem Hund spaziert (8) #8von12 #12v12 #hunderunde #park #kühl #instadog #dogsofinstagram #Israel #hund #gassi

"#12von12 - mit dem Hund spaziert (8) #8von12 #12v12 #hunderunde #park #kühl #instadog #dogsofinstagram #Israel #hund #gassi"
wo es immer was spannendes zu beobachten gibt - Ameisenstraßen zum Beispiel

#12von12 - Ameisen beobachten (bzw. die Assel, die sich dazwischen gemogelt hat) (9) #9von12 #12v12 #ameisen #entdecker #park #ameisenstrasse #kinder

"#12von12 - Ameisen beobachten (bzw. die Assel, die sich dazwischen gemogelt hat) (9) #9von12 #12v12 #ameisen #entdecker #park #ameisenstrasse #kinder"
und Perlenketten an Bewässerungsrohren

#12von12 - Perlen gefunden (10) #10von12 #12v12 #wassertropfen #perlen #aftertherain #nachdemregen #irrigation #pipe #israel #park #green

"#12von12 - Perlen gefunden (10) #10von12 #12v12 #wassertropfen #perlen #aftertherain #nachdemregen #irrigation #pipe #israel #park #green"

Wieder zurück 

beglückt entdeckt, dass der Teig mal so richtig gut aufgegangen ist und die Pizza alsbald in den Ofen geschickt

#12von12 - ab ins Rohr (11) #11von12 #12v12 #pizza #homemade #selbstgemacht #abendessen #yummy #lecker #instafood #foodstagram

"#12von12 - ab ins Rohr (11) #11von12 #12v12 #pizza #homemade #selbstgemacht #abendessen #yummy #lecker #instafood #foodstagram"

In der Dämmerung 

Gatte und Mädchen noch ein bisschen beim Kicken auf dem Balkon zugeschaut

#12von12 - Pizza essen und Fußball kucken 😆 #12v12 #balkon #fußball #pizza #dad #girl #daddysgirl #dinner #dinnertime

"#12von12 - Pizza essen und Fußball kucken 😆 #12v12 #balkon #fußball #pizza #dad #girl #daddysgirl #dinner #dinnertime"


Da war der Tag dann auch schon wieder praktisch um. Gleich gehe ich mal nachschauen, was die Blognachbarinnen so erlebt haben heute :)




// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //



Sonntag, 10. April 2016

Grade noch mal den Tag gerettet...

Mama sein heißt manchmal auch, Superheldin sein. Meistens tritt die Krise leider völlig unvermittelt ein, und nicht immer schaffe ich es, die "blöde Mama" abzustreifen und das Superheldinnencape über zu ziehen. Manchmal weiß ich nicht mal, was für eine Superkraft gerade gefragt sein könnte, und manchmal ist es einfach nur pures Glück, Zufall oder eine günstige Fügung des Schicksals, wenn eine solche Krise glimpflich ausgeht. So wie heute.

Es fing damit an, dass ich, in einem Überschwang an mütterlicher Voraussicht, vorschlug, dem Mädchen ein neues weißes Kleid für die kommenden Feiertage zu kaufen. Dazu sollte man wissen, dass man im Judentum zu Festen Weiß trägt und dass das auch von Schulkindern verlangt wird, wenn in der Schule ein jüdischer Feiertag begangen wird. Nun könnte man meinen, dass dazu die weißen Schulshirts gedacht sind, aber in der Praxis erscheinen alle Mädchen (und in dem Fall sind es wirklich alle, nicht nur angeblich alle) in festlichen weißen Kleidern - mit Tüllröcken, Spitzenleibchen, lieblichen Lochstickereien oder Glitzerkram. Muss man nicht mögen, nur hinnehmen.

Nun hat das Mädchen schon seit einiger Zeit ein aus meiner Sicht wunderschönes Baumwollkleid im Schrank hängen, das standhaft verweigert wird, weil es angeblich "religiös" aussieht. Dazu muss gesagt werden, dass man in Israel tatsächlich schon bei Kindern oft erkennen kann, ob sie säkular oder religiös aufwachsen. Religiöse Jungs tragen Kippa und Tzitzit, Mädchen Röcke und oft lange Ärmel, manche auch ganzjährig Strumpfhosen. Der gestufte Rock des weißen Mädchenkleides erinnert zugegeben vom Schnitt her ein wenig an die Alltagsröcke religiöser Mädchen, aber er geht gerade mal knapp über's Knie und das Oberteil ist ärmellos - das ginge in einer religiösen Schule niemals durch. Wie dem auch sei, dieses Kleid wurde vor langer Zeit abgeschrieben, nichts zu machen.

Als ich nun die Tage zufällig bei einer hiesigen Modekette über eine ganze Stange Festkleider stolperte, dachte ich eigentlich, das Mädchen würde überschnappen vor Freude. Tat es aber nicht, drei der Kleider passten zwar tadellos und sahen auch hübsch aus, aber das Mädchen beschloss, dass es eigentlich gar kein weißes Kleid zum Fest tragen will, sondern viel lieber eine weiße Bluse zur Jeans. Mir natürlich eh viel lieber als Spitzentüll, aber ich hakte dennoch mehrmals nach, ob sie sich wirklich sicher ist. War sie und so gingen wir schließlich mit einer sehr hübschen Bluse nach Hause, die das ganze Wochenende über praktisch nicht mehr abgelegt wurde.

Zwei Tage später höre ich das Mädchen vor sich hin murmeln.. "uff, ich glaube, ich hätte doch lieber ein weißes Kleid gewollt..."

Einatmen. Ausatmen.

(kleinlaut) "Mama! Ich hätte doch lieber ein Kleid und keine Bluse für die Pesach-Feier in der Schule. Alle Mädchen kommen im Kleid!"

(geduldig) "Aber Schatz, du hast doch selbst entschieden, dass du lieber die Bluse willst..."

(schon leicht agressiv) "Ja, aber jetzt habe ich mich umentschieden, jetzt will ich lieber ein Kleid, und das stimmt gar nicht, dass du gesagt hast, dass das Kleid für Pesach sein soll!"

Einatmen. Ausatmen.

(vorsichtig) "Doch Liebes, ich bin ganz sicher, dass ich das gesagt habe. Umtauschen können wir die Bluse jetzt leider nicht mehr, aber wenn du unbedingt ein Kleid anziehen willst, kannst du doch vielleicht das nehmen, das du im Schrank hast?"

(skeptisch) "Welches?"

Ich zeige es ihr.

(fassungslos und zornig) "DAS?!!!? Nein! Niemals! Das ist schrecklich. Das sieht religiös aus, das ziehe ich auf keinen Fall an! Dann gehe ich eben gar nicht in die Schule zur Pesachfeier. Dann bin ich eben krank!"

Einatmen. Ausatmen.

Das Kind kurz allein lassen, damit es nicht weiter eskaliert. Fieberhaft überlegen, was zu tun ist. Auf keinen Fall weiter auf dem eigenen Standpunkt herumreiten. Ratlos ein bisschen auf und ab gehen.

Dann auf Zehenspitzen wieder ins Kinderzimmer schleichen, wo sich das Mädchen inzwischen mit einem Videospiel beschäftigt.

(fast flüsternd) "Schau Liebes, ich will nur mal kurz was ausprobieren, ok? Ich hab nämlich eine Idee, du musst auch gar nicht mithelfen."

Und dann war da dieser wunderbare Moment, den man in solchen Krisen niemals vorhersehen kann, was diese Krisen so schwer aushaltbar macht. Der Moment nämlich, in dem es das Mädchen zuließ, dass ich ihr das verhasste weiße Kleid überstreife, während sie - betont unbeteiligt - weiter in ihr Tablet vertieft blieb. Ein schicker Gürtel und ihr neues Täschchen dazu, die Haare schön aufgebürstet, Kettchen um den Hals (ja, ich habe alle Register für diese eine Chance gezogen, sicher ist sicher) und tatsächlich: Plötzlich fand das hässliche Kleid irgendwie doch noch Gnade.

Tag gerettet. Vorfreude auf die Schulfeier wieder hergestellt. Ich kann's selbst kaum fassen.



 Kleid: Jako-o



Samstag, 9. April 2016

Samstagsfragmente #37 - Grauer Himmel, graues Meer



Heute


wollten wir eigentlich den ganzen Tag drinnen verbringen. Seit ein paar Tagen herrscht hier nämlich schon Chamsin, jenes ätzende Wüstenwetter, das jede Menge Sand aus dem Osten bringt und den Himmel beige-grau macht. Unerträglich heiß ist es dann, die Haut spannt vor Trockenheit und die Atemwege sind gereizt - teils fühlt man sich, als hätte man den Inhalt eines Staubsaugerbeutels inhaliert. Der Gatte ist ziemlich erkältet und hat daher den halben Vormittag im Bett verbracht, gut für ihn. Das Mädchen und ich haben ein bisschen gelesen, ein bisschen YouTube gekuckt und später einen Mittagsschlaf gemacht. Am späten Nachmittag machten wir uns doch noch auf, und zwar an den Strand. Dort war es schon nicht mehr ganz so heiß, von idealem Strandwetter mit blauem Himmel und blauer See aber trotzdem keine Spur, denn das Grau des Wassers am Horizont ging nahtlos in das Grau des Himmels über, gespenstische Endzeitstimmung pur. Der Gatte hat das Mädchen im Wasser fotografiert, das wirkt, als wäre sie gerade einem gruseligen Zombieszenario entstiegen. Inzwischen sind die Temperaturen ein wenig gefallen, es windet heftig und in der Ferne hört man es donnern. Vielleicht kommen wir ja noch in den Genuss von Regen, das wäre schön und würde die sandige Luft reinigen. Seufz.


Die Woche 


Erfreulichkeiten



1. ein durchweg ausgeglichenes Mädchen gehabt. Vielleicht weil wir beide einige Nachmittage zusammen auf dem Sofa verbracht haben (s. Punkt 2)

2. Kindheitserinnerungen aufgefrischt und mit dem Mädchen "Nesthäkchen" geschaut, ich war überrascht, wie sehr sie sich dafür begeistert hat, aber es zeigt, dass dieser Klassiker wirklich zeitlos ist

3. entgegen meiner ursprünglichen Pläne entschlossen, auch das diesjährige Pesach-Essen bei uns auszurichten. Das führe ich als Erfreulichkeit auf, um mich schon mal positiv darauf einzunorden

4. eine neue Mikrowelle kaufen müssen und an der Kasse rund 10 Euro Rabatt bekommen, von dem ich nichts wusste

5. das Mädchen mit einem Lieblingsbuch erfreuen können, auf das es schon sehr lange gewartet hat


Erlesenes



Michael Kumpfmüller: Die Herrlichkeit des Lebens bringt Kafkas letztes Lebensjahr in Romanform. Bereits an Tuberkulose erkrankt trifft der damals unbekannte Autor seine große Liebe Dora Diamant und beginnt ein gemeinsames Leben mit ihr. Hat mich berührt und mir ein Fenster zu Kafka eröffnet, der mir bisher als Mensch vollkommen fremd war.   

Gilly Macmillan: What she knew ist ein Hörbuch, das mir der Gatte empfohlen hat. Es erinnert in der Machart an "Gone Girl" und "The Girl on the Train" und scheint ok zu sein. Die Geschichte einer Mutter, deren kleiner Sohn eines Tages plötzlich verschwindet, ist aber nicht ohne. 




Beliebtestes Fotofragment



Mein erster Häkelteppich, der nach etwa fünf Anläufen endlich so fertig ist, dass man ihn herzeigen kann. Und wenn die Schwester jetzt nicht ganz laut "nein danke!" schreit, geht er demnächst auf die Reise zu meiner Nichte ;-)

Done! For some reason this new #crochet #ragrug didn't turn out round but rather hexagonish - any ideas how that happens? I stuck to the stitch count and even used a round marker... hm... (still #pretty though 😊) #craft #handmade #jersey #häkeln #gehäkelt #handgemacht

"Done! For some reason this new #crochet #ragrug didn't turn out round but rather hexagonish - any ideas how that happens? I stuck to the stitch count and..."

Webfragmente 



Die Papa-Tochter-Illustrationen der Künstlerin Snezhana Soosh aus der Ukraine haben mich diese Woche sehr berührt.

Herzlich lachen musste ich über dieses Video (Englisch). Es ist ein Ausschnitt aus der Serie "The Office" und zeigt einen Erste Hilfe Kurs im Büro. Ich dachte eigentlich immer, unsere seien schon ziemlich lustig, aber das toppt wirklich alles.

Immer wieder freue ich mich über die kleinen und großen Nachrichten der israelischen Organisation "Save a child's heart", die bereits Kinder aus über 50 Ländern nach Israel geholt hat, um lebensrettende Herzoperationen durchzuführen, die in deren Heimat nicht möglich sind. (Video) Manchmal werden dabei noch andere Träume wahr, wie für vier Mädchen aus Äthiopien, die für einen Tag Prinzesinnen werden durften. (Fotosammlung)




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Freitag, 8. April 2016

#BloggerAlphabet - G wie Geld (stinkt nicht)


Schande, Schande.. Ich bin hinterher mit dem Blogger-Alphabet, und ich habe nicht mal eine stichhaltige Begründung dafür, außer dass mir für F wie Foren im Zusammenhang mit der Bloggerei gar nichts eingefallen ist, aber ich reiche mal eben schnell ein paar Sätze nach:

F wie Foren


Früher, lange bevor es dieses Blog gab, habe ich mich sehr regelmäßig in mehreren Foren rumgetrieben. Meine allerersten Erfahrungen konnte ich bei Chefkoch sammeln. Gelandet bin ich dort als junge Gattin auf der Suche nach Rezepten und entdeckte schnell die rege Community hinter der Riesendatenbank. Damals in meinen ersten Israeljahren, als das neue Leben noch überwältigend und häufig schwierig war, war der freundliche Austausch auf Chefkoch ein Anker zur Heimat. Dort habe ich gelernt, wie es in Foren so läuft, wie man sich benimmt, damit man nicht aneckt, was Trolle sind und warum es sich nicht lohnt, sich mit den Celebrities des Forums anzulegen.

Als sich ein paar Jahre später das Mädchen ankündigte, fand ich Anschluss und ein virtuelles Zuhause in Schwangerschafts- und Elternforen. In einem bin ich bis heute aktiv, obwohl für mich inzwischen mehr Austausch über Facebook stattfindet, sei es mit Freunden oder in diversen Gruppen. Insgesamt habe ich weniger Zeit für forenartige Aktivitäten als früher, beziehungsweise, ich nehme sie mir nicht, weil mein Bedürfnis nach virtuellem Austausch sich verschoben hat.


G wie Geld 


Ich sag's, wie es ist. Ich beneide Blogger, die von ihren Blogs leben können. So. Jetzt ist es raus. Es muss doch für jeden leidenschaftlichen Blogger toll sein, wenn man es schafft, mit tollen Fotos, einem spannenden Hobby, coolen Ideen, Modetipps oder einfach nur mit Geschichten aus dem ganz normalen Leben so viele Leute anzusprechen, dass dabei tatsächlich richtig Geld rumkommt. Ich habe auch grundsätzlich kein Problem mit stimmigen unaufdringlichen Werbeanzeigen auf Blogs, ebenso wenig wie mit gesponserten Artikeln, sofern klar ist, dass es sich um solche handelt. Qualitative Inhalte und ab und an eine Produktempfehlung, der ich abspüre, dass sie "echt" ist, schließen sich für mich nicht aus. Ätzend finde ich reine Werbeblogs, also solche in denen es ausschließlich darum geht, Produkte zu bewerben und keinerlei individuelle oder persönliche Inhalte mehr zu finden sind.

Mir ist völlig klar, dass diese Vorstellung von gemütlichen Vormittagen im Café - nur ich und mein schicker Laptop - ziemlich naiv ist, aber trotzdem. Andererseits, und das ist sicher ein wenig widersprüchlich, tue ich nichts dafür, mit diesem Blog Geld zu verdienen. Abgesehen davon, dass ich dafür nicht die nötige Reichweite habe, schreckt mich allein die Vorstellung ab, dass ich mich womöglich mit steuerlichen Fragen auseinandersetzen müsste, weil ich hier lebe, aber für den deutschen Markt schreibe.

Was "Bezahlung" in Form von Produkten oder Dienstleistungen gegen gesponserten Content angeht, ist es bei mir bisher bei einigen Rezensionsexemplaren geblieben. Einige völlig irrelevante Anfragen habe ich abgelehnt, auf die richtig spannenden Angebote (Reiseblogger, ihr habt's gut!) warte ich noch. Einmal habe ich einer Firma einen gesponserten Beitrag in Eigeninitiative angeboten und eine Absage kassiert. Das hat mich ziemlich gewurmt, denn ich war sehr sicher, dass der gut angekommen wäre.

Also nein. Ich verdiene mit meinem Blog weder Geld noch werde ich mit tollen Produkten überhäuft.  :)



Was andere Blogger zum Thema Geld zu sagen haben, könnt ihr hier nachlesen. Das nächste Thema lautet H wie Headlines und gilt ab dem 11. April.

// 52 Wochen – 26 Buchstaben – 26 Themen. Alle zwei Wochen stellt Anne auf neontrauma.de ein neues Stichwort in den Raum, das mit dem Bloggen verknüpft ist. //



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Samstag, 2. April 2016

Samstagsfragmente #36 - Frühstück und Faulenzen



Heute


hat uns der Gatte mit einem reichhaltigen Frühstücksangebot geweckt. So gemütlich-chaotisch sieht der Frühstückstisch bei uns aus, wenn wir einfach in den Shabbat hineinleben können.


Die Woche 


Erfreulichkeiten


1. mein verloren geglaubter Thermobecher ist wieder aufgetaucht, kurz bevor ich zähneknirschend einen neuen bestellen wollte. Das mag banal klingen, ist es für mich aber nicht. Der Becher fährt jeden Morgen mit mir zur Arbeit, hält meinen Kaffee warm, tropft nicht und ist sogar in der Spülmaschine zu reinigen - ich liebe meinen Contigo und er ist jeden Cent wert.

2. der April ist da! Das heißt, wir müssen nun nicht mehr lange bis zu unserem Pessach-Urlaub warten - es geht wieder über das Mittelmeer nach Zypern :) 

3. mit der kleinen Feier im Hort die diesjährigen Geburtstagsfestivitäten abgeschlossen. Der Kuchen (Orangenkuchen mit chocolate chips und Schokoladenüberzug) ist sehr gut angekommen. Manche haben ihn vielleicht auf Instagram gesehen.

4. zum ersten Mal im städtischen Sportzentrum Pilates gemacht. Ich bin überrascht, wie nett es da ist. Im positiven Sinn anders als im poshen Club, für den ich monatlich irre viel Geld für überfüllte Kurse in (teils) unangenehmer Atmosphäre bezahlt habe. Hilfe, ich war jahrelang ein Frayer!

5. mein Lieblingseis im Supermarkt ergattert - lecker! 

Erlesenes


Erica Fischer - Aimée und Jaguar habe ich heute Morgen ausgelesen. Ich bin ein bisschen zwiegespalten, wie ich es werten soll. Einerseits hat es mir wieder einmal erschreckend klar gemacht, wie perfide, grausam und vor allem rasend schnell Deutschland Anfang der 1940er Jahre das jüdische Leben (nicht nur) in Berlin beendet hat, andererseits ist die Geschichte um die deutsche Hausfrau und ihre jüdische Geliebte nicht ganz unumstritten (s. zum Beispiel hier, danke Bibliolog). Außerdem fand ich den Schreibstil eher mittelmäßig und teilweise recht konfus, die Briefe und Zeitzeugenberichte wertvoller, als die von Erica Fischer rekonstruierte Rahmengeschichte.


Hadassah - one night with the king von Tommy Tenney - ein solider, aber ziemlich klischeehafter Bibelroman aus Amerika.

Liebstes Fotofragment


Pferdemädchenschnappschuss :)

#farm #fun - even when the weather's slightly off 😊 #horse #horsefarm #horseriding #pferd #pferdemädchen #mädchen #greysky #cool #grau #חווה #סוסים

"#farm #fun - even when the weather's slightly off 😊 #horse #horsefarm #horseriding #pferd #pferdemädchen #mädchen #greysky #cool #grau #חווה #סוסים"

Webfragmente 


Gerne habe ich diesen schönen Artikel über den Bibliobus des Goethe Instituts in Ramallah gelesen. Als das Mädchen vor ein paar Jahren in eine gemischte Gruppe für zweisprachige Kinder in Jerusalem ging, hat sie diesen Bus auch kennengelernt und sehr gemocht.

Herzlich lachen musste ich über die Fotosammlung dieses Photoshopkünstlers, der seine hohle Kundschaft gekonnt vorführt. Und die Weisheit - "sei vorsichtig, was du dir wünschst, du könntest es bekommen" passt hier perfekt.

Begeistern konnte mich die Libanesin Dr. Carol Jahshan mit ihrem persönlichen Bericht über ihr dreimonatiges Sabbatical in Israel. (Englisch)

Und Jamie Oliver hat mir eine eine gesunde Frühstücksalternative gezeigt, die ich dringend mal ausprobieren muss (Englisches Video):



Was waren die besonderen Streiflichter eurer Woche? 



// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu.//





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