Sonntag, 16. Oktober 2016

Neues Buchprojekt - INK REBELS

Ich bewundere Menschen, die einen mutigen Schritt gehen, um ihre Träume zu verwirklichen, so verrückt die auch sein mögen. Wie viele coole Initiativen, Unternehmen und Produkte wären niemals entstanden, wenn nicht eine Person etwas riskiert und den ersten Schritt getan hätte? Ich selbst bin dazu viel zu bequem geworden, ich brauche das Sicherheitsnetz, das mir mein geregelter Job garantiert, so wenig inspirierend er mir auch manchmal erscheinen mag.

Als Lesemensch bewundere ich ganz besonders Geschichtenerzähler, die nicht aufgeben bis ihr Buch veröffentlicht ist - oft gegen massive Widerstände (Harry Potter wurde von 12 Verlagen abgelehnt!) - und lese daher auch sehr gern unveröffentlichte Manuskripte, wenn es der Sache dient. (Obwohl mir die Kritik solcher Herzensbücher immer schwer fällt, aber das ist ein anderes Thema, ich übe noch.)

Aktuell begeistere ich mich sehr für das neue Projekt von fünf deutschen Autorinnen, die den Schritt gewagt haben, ein eigenes Label zu gründen: Für all jene Geschichten, die bei den Verlagen aus den verschiedensten Gründen nicht reinpassen, aber unbedingt erzählt werden wollen. Ink Rebels nennen sich diese Geschichten, die Jennifer Benkau, Kira Minttu, Julia Dibbern, Daniela Ohms und Franziska Fischer einfach keine Ruhe lassen, der Internetauftritt dieses Zusammenschlusses ist vor einer guten Woche online gegangen:

INK REBELS - Bücher ohne Wenn und Aber

Als erstes wird das Jugendbuch Es war einmal Aleppo von Jennifer Benkau am 1. November unter dem neuen Label erscheinen. Ich habe ein Vorableseexemplar ergattert, das mir vorhin auf meinen Kindle geflattert ist. Zum Erscheinungstermin am 1. November kommt meine Rezension dazu, ich bin schon sehr gespannt, denn Jugendbücher zum Thema Flucht und Flüchtlinge kann Deutschland aktuell gut gebrauchen, finde ich.



Zunächst ist geplant, dass jeden Monat ein weiteres Buch erscheinen wird. Am 1.12. kommt Keep on dreaming, der Erstling meiner Freundin Kira, im Januar Wenn ich dich nicht erfunden hätte von Julia Dibbern - ich bin gespannt.

Kommentare:

  1. Das hört sich ungemein spannend und mutig an.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. das finde ich auch! Und unbedingt unterstützenswert :)

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  2. Das ist ein super Projekt. Beim meinem ersten Besuch auf Deiner Seite war mir völlig entgangen, dass Du eine Bibliomanin bist. Ich freue mich immer wieder, wenn ich mal Gleichgesinnte treffe, wenigstens im Netz. (Im Alltag treffe ich eigentlich keine Leseratten, nur meine Tochter teilt meine Bücherliebe aus ganzem Herzen.) Ich selbst lese gerade Altchinesische Novellen in der Übersetzung von Franz Kuhn und kann gar nicht mehr aufhören...
    Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Altchinesische Novellen klingt aber sehr sportlich! Da muss man sich schon reindenken, oder? Ich finde es auch sehr toll, dass ich im Internet gleichgesinnte Büchermenschen treffen und mich ungehemmt über den Zauber des Lesens austauschen kann. Aber ich beneide dich um deine lesende Tochter - bei meiner ist der Funke bisher nicht übergesprungen.

      Viele Grüße,
      Hadassa

      P.S. Schau mal in meinen aktuellen Beitrag, "Es war einmal Aleppo" ist jetzt erschienen und die Autorin spendet 50 Cent von jedem verkauften Exemplar bis zum 1.11. für einen guten Zweck :)

      VG,
      Hadassa

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