Mittwoch, 4. Mai 2016

Nie vergessen.

Yom HaShoah.

Sechs Überlebende werden heute Abend in Yad VaShem die Gedenkfackeln für 6.000.000 im Holocaust ermordete Juden entzünden. Im Fernsehen erzählen manche ihre Geschichte. Das Grauen ist unfassbar. Jedes Jahr wieder.

Auf Francines Zeitzeugnis bin ich vor einiger Zeit gestoßen und sie hat mich sehr berührt:




Und immer wieder berührt mich, dass es dieses Volk trotz allem geschafft hat, so lebensbejahend zu werden, wie es die Israelis sind.

Kommentare:

  1. Hallo Hadassa,
    ich danke dir für diesen wunderbaren Post. Ich werde zu diesem gesamten Themenbereich am Samstag etwas schreiben.

    Lieben Gruß Eva

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    1. Danke Eva. Ich werde Ausschau nach deinem Beitrag halten.

      Liebe Grüße,
      Hadassa

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  2. Ein unheimlich berührendes Interview. Die Zahl ist immer so unfassbar. So ein einzelnes Schicksal bewegt mehr, als die Zahl allein, weil es einen bis in Innerste anrührt (ich kann so etwas nicht mehr vergessen.)
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Genau das habe ich vorhin zum Gatten gesagt. Dass es die einzelnen Geschichten sind, die sich ins Gedächtnis brennen, weil die Zahl so abstrakt und kaum zu erfassen ist. Gerade habe ich die Zeremonie aus Yad VaShem gesehen und hatte wie immer Mühe. Die Überlebenden heute, waren ja damals teilweise sehr kleine Kinder und erinnern sich doch so deutlich an das Erlebte. Schwer auszuhalten.

      LG,
      Hadassa

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  3. Liebe Hadassa,
    ich bin zutiefst gerührt von den Worten Francines.
    Das klingt jetzt irgendwie wie Klischee: Aber nur das Leben kann solche Geschichten schreben. Und solche Geschichten machen das Unfassbare greifbar und geben gleichzeitig so viel Mut und Hoffnung.
    Es ist wirklich erstaunlich, dass so viele Menschen, die zurückkehrten ihr Leben wieder in die Hand nehmen konnten, ohne psychologische Hilfe und es letztendlich auch gemeistert haben. Das Verdrängen hat bei Vielen ja Jahrzehnte funktioniert.
    Aber so sind Menschen, die einen MÜSSEN reden, um zu verarbeiten, die Anderen können nur überleben im Vergessen.

    Ich habe schon oft gelesen, dass dann aber gerade ãltere Menschen nach der Familienphase als älterer Mensch auf einmal doch wieder von der Vergangenheit eingeholt wurden, und begannen darüber zu reden.

    Bei Francines Geschichte mit der Schokolade, musste ich auf einmal an meinen Vater denken, der 7 Jahre in russischer Gefangenschaft war (von 42-49), und der sehr wenig von dort erzählt hat, und wenn dann eigentlich nur von den schönen, hoffnungsvollen Dingen, wenn die Frau des russ. Hauptmanns, dem er unterstellt war, ihm was zu Essen zusteckte, o.ä..

    Er gehörte eindeutig zu den Verdrängern. Das sollte sich jetzt nur auf die Art und Weise der Verarbeitung beziehen, und nicht eine Entschuldigung für einen deutschen Wehrmachrssoldaten sein, wohlgemerkt.

    WICHTIG ist: Nie vergessen!!
    Und den rechten Idioten hier in Deutschland die Stirn zeigen!!

    So viel mehr könnte ich schreiben, aber ich lass es für heute dabei bewenden,

    LG,
    Monika

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    1. Meine Großeltern waren auch Verdränger. Ich glaube, die allermeisten in dieser Generation waren so, mussten es sein, weil es anders wohl gar nicht gegangen wäre, nach dieser verheerenden kollektiven Schuld, die man als Volk auf sich geladen hatte. Dazu noch die Schrecken von Krieg, Gefangenschaft, Hunger - nein, ich glaube, ohne Verdrängung ging das kaum zu überwinden.

      Umso wichtiger, dass die Nachgeborenen nicht vergessen und mahnend erinnern an das was war.

      Ganz liebe Grüße,
      Hadassa

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  4. Grüß Dich, Hadassa.

    "Der, der das Gute in Menschen verdörren läßt, es sogar mit Haßglut ausbrennt, huldigt dem Götzen eigener Erbärmlichkeiten. Jeder Menschlichkeit unterlegen."
    (Myrelle Minotier)

    bonté

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