Donnerstag, 12. Mai 2016

#12von12 im Mai - an dem ich die beste Guacamole ever gemacht habe und am Ende selbst auslöffeln musste

Israel, 12. Mai 2016 - 68. Unabhängigkeitstag nach jüdischem Kalender. 

Wäsche und Kaffeetasse in patriotischen Farben :)

Wir hatten einen echt guten Plan für das obligatorische Barbecue dieses Jahr. Mit guten Bekannten, hier um die Ecke, ich hatte schon Fleisch für die bewährten grünen Spieße eingelegt, Bio-Avocados und Zutaten für Bruschetta und Blaubeercupcakes im Haus.

Alles war gut. (Und ich freute mich sogar darauf)

Heute morgen um neun dann ein Telefonanruf der Gastgeberin: Ihr Boiler sei geplatzt, das ganze Haus unter Wasser, sie können das Fest nicht bei sich veranstalten und müssen erstmal schauen, ob sie überhaupt den Strom wieder anschließen können. Verstehen wir, klar. Konkrete Hilfe wollten sie nicht, aber ihre Tochter, eine Freundin unserer, durften wir erstmal bei uns aufnehmen. Später wollte man weiter sehen.

Ich backte also trotzdem die geplanten Cupcakes und machte die Guacamole in der Hoffnung, dass sich doch noch was ergibt. Als sich gegen Mittag abzeichnete, dass aus dem gemeinsamen Grillen wohl nichts mehr wird, war es leider schon zu spät, sich noch irgendwo anders unkompliziert anzuhängen. Irgendwie war auch die Luft raus.

Blaubeercupcakes, marinierte Grillspieße, Guacamole aus perfekten Avocados

Inzwischen waren die Mädchen zur Freundin umgezogen, die größte Überschwemmung war wohl gebannt, und der Gatte und ich hätten daheim eigentlich ganz gemütlich sein können, stattdessen stellten wir fest, dass wir doch ziemlich trübsinnig darüber sind, wie das alles gelaufen ist heute. Wohl auch, weil uns noch die undankbare Aufgabe bevorstand, unser Fleisch durchzugrillen, damit es nicht schlecht wird. Dabei hatte ich mittlerweile einen Gutteil der Guacamole mit Tortilla-Chips verdrückt und gar keinen Hunger mehr. Meh.

Aber es half ja alles nichts, und so trabte der Gatte einen Sack Kohlen kaufen und warf auf dem Balkon tapfer den Grill an. Ich holte derweil das Mädchen ab und bekam auch von ihr noch mal die volle Breitseite Frust darüber zu spüren, dass wir nicht 'richtig' gegrillt haben. (Grillen am Unabhängigkeitstag ist exorbitant). 

Um wenigstens ein klein wenig Festtagsstimmung bei uns aufkommen zu lassen, deckte ich auf dem Balkon schön den Tisch und tischte für uns drei auf. Weißwein stand schon kühl, zum Nachtisch hatten wir - wie es die Tradition will - gegrillte Marshmallows. So wurde es dann doch noch ganz nett. 



Auf dich, Israel.



Das waren also meine 12 von 12 heute. Was bei den anderen heute so abgegangen ist, gehe ich gleich mal nachsehen.


// Die "12 von 12" sind ein Projekt, das Caro auf Draußen nur Kännchen einmal im Monat ausrichtet. Jeweils am Monatszwölften lädt sie die Teilnehmer dazu ein, 12 Fotos aus ihrem ganz normalen Alltag zu fotografieren und mit der Bloggerwelt zu teilen. Ich nehme seit 2012 regelmäßig an diesem Projekt teil. //

Kommentare:

  1. Bore da, Hadassa.
    Geplatztes Wasser im Hause ist keine erfreuliche Sache - erst recht an einem Feiertag. Da sinkt die Stimmung ins Kellergewölbe. Immerhin dürften die traditionellen Steinböden mit dem Wasser keine großen Probleme haben. Hoffe die Schäden hielten sich in Grenzen.

    Die Fotos sind doch sehr stimmungsreich!

    Apropos - vor einer Woche (beim noch sonnigen Wetter) habe ich meinen Balkon auf "Sommerblüte" umgestellt. Diese Jahr in Blau, Gelb, Rosa-Orange, Rot & Pink; dazu nächtens das solar light Ensemble.
    Gut, wenn die Sonne geschienen hat. ;-)

    bonté

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    1. Du hast Recht, ein geplatzter Boiler ist so ziemlich das Letzte, was man an einem Feiertag gebrauchen kann. Hier sind die Boiler ja auf dem Dach, das heißt, das Wasser läuft dann durch alle Etagen ins Haus. Eklig.

      Schön, dass du dir ein bisschen Farbe auf dem Balkon holen kannst. Ich wünsche dir das passende Wetter dazu!

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