Freitag, 8. April 2016

#BloggerAlphabet - G wie Geld (stinkt nicht)


Schande, Schande.. Ich bin hinterher mit dem Blogger-Alphabet, und ich habe nicht mal eine stichhaltige Begründung dafür, außer dass mir für F wie Foren im Zusammenhang mit der Bloggerei gar nichts eingefallen ist, aber ich reiche mal eben schnell ein paar Sätze nach:

F wie Foren


Früher, lange bevor es dieses Blog gab, habe ich mich sehr regelmäßig in mehreren Foren rumgetrieben. Meine allerersten Erfahrungen konnte ich bei Chefkoch sammeln. Gelandet bin ich dort als junge Gattin auf der Suche nach Rezepten und entdeckte schnell die rege Community hinter der Riesendatenbank. Damals in meinen ersten Israeljahren, als das neue Leben noch überwältigend und häufig schwierig war, war der freundliche Austausch auf Chefkoch ein Anker zur Heimat. Dort habe ich gelernt, wie es in Foren so läuft, wie man sich benimmt, damit man nicht aneckt, was Trolle sind und warum es sich nicht lohnt, sich mit den Celebrities des Forums anzulegen.

Als sich ein paar Jahre später das Mädchen ankündigte, fand ich Anschluss und ein virtuelles Zuhause in Schwangerschafts- und Elternforen. In einem bin ich bis heute aktiv, obwohl für mich inzwischen mehr Austausch über Facebook stattfindet, sei es mit Freunden oder in diversen Gruppen. Insgesamt habe ich weniger Zeit für forenartige Aktivitäten als früher, beziehungsweise, ich nehme sie mir nicht, weil mein Bedürfnis nach virtuellem Austausch sich verschoben hat.


G wie Geld 


Ich sag's, wie es ist. Ich beneide Blogger, die von ihren Blogs leben können. So. Jetzt ist es raus. Es muss doch für jeden leidenschaftlichen Blogger toll sein, wenn man es schafft, mit tollen Fotos, einem spannenden Hobby, coolen Ideen, Modetipps oder einfach nur mit Geschichten aus dem ganz normalen Leben so viele Leute anzusprechen, dass dabei tatsächlich richtig Geld rumkommt. Ich habe auch grundsätzlich kein Problem mit stimmigen unaufdringlichen Werbeanzeigen auf Blogs, ebenso wenig wie mit gesponserten Artikeln, sofern klar ist, dass es sich um solche handelt. Qualitative Inhalte und ab und an eine Produktempfehlung, der ich abspüre, dass sie "echt" ist, schließen sich für mich nicht aus. Ätzend finde ich reine Werbeblogs, also solche in denen es ausschließlich darum geht, Produkte zu bewerben und keinerlei individuelle oder persönliche Inhalte mehr zu finden sind.

Mir ist völlig klar, dass diese Vorstellung von gemütlichen Vormittagen im Café - nur ich und mein schicker Laptop - ziemlich naiv ist, aber trotzdem. Andererseits, und das ist sicher ein wenig widersprüchlich, tue ich nichts dafür, mit diesem Blog Geld zu verdienen. Abgesehen davon, dass ich dafür nicht die nötige Reichweite habe, schreckt mich allein die Vorstellung ab, dass ich mich womöglich mit steuerlichen Fragen auseinandersetzen müsste, weil ich hier lebe, aber für den deutschen Markt schreibe.

Was "Bezahlung" in Form von Produkten oder Dienstleistungen gegen gesponserten Content angeht, ist es bei mir bisher bei einigen Rezensionsexemplaren geblieben. Einige völlig irrelevante Anfragen habe ich abgelehnt, auf die richtig spannenden Angebote (Reiseblogger, ihr habt's gut!) warte ich noch. Einmal habe ich einer Firma einen gesponserten Beitrag in Eigeninitiative angeboten und eine Absage kassiert. Das hat mich ziemlich gewurmt, denn ich war sehr sicher, dass der gut angekommen wäre.

Also nein. Ich verdiene mit meinem Blog weder Geld noch werde ich mit tollen Produkten überhäuft.  :)



Was andere Blogger zum Thema Geld zu sagen haben, könnt ihr hier nachlesen. Das nächste Thema lautet H wie Headlines und gilt ab dem 11. April.

// 52 Wochen – 26 Buchstaben – 26 Themen. Alle zwei Wochen stellt Anne auf neontrauma.de ein neues Stichwort in den Raum, das mit dem Bloggen verknüpft ist. //



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1 Kommentar:

  1. Da geht es mir wie Dir. Früher habe ich mich auch öfter in Foren herum getrieben, jetzt reicht die Zeit gerade noch, die Lieblingsblogs durchzublättern...
    Die Zahl der Bloggerinnen, die versuchen, mit ihren Blogs Geld zu verdienen nimmt stark zu. Schließlich sind die Blogs nun von den Firmen als hervorragende Werbeträger entdeckt worden. An mir selber merke ich, dass mich Blogs, die zuviele Produkte bewwerben, nicht mehr interessieren. Da klicke ich schnell weg. Ab und an mal ein Produkt wirklich kritisch vorstellen, hinter dem die Bloggerin wirklich steht, finde ich noch okay. Irgendwie ist mir sonst meine Zeit zu schade.
    Spannender finde ich Blogs, die ihre eigenen Werke (z.B. künstlerischer oder handwerklicher Art) vermarkten (z.B. mein Lieblingsbrotbackblog ;-), aber die suche ich dann meist ganz gezielt auf.
    Liebe Grüße
    Andrea

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