Samstag, 26. März 2016

Samstagsfragmente #35 - Erdbeeren und Elefanten



Heute


hätten wir eigentlich Ausflugstag gehabt, der wegen erhöhter Regenwahrscheinlichkeit aber leider abgesagt wurde. Stattdessen trafen wir uns mit einer befreundeten Familie zum Erdbeeren pflücken. Das ist nämlich in Israel zur Zeit richtig Mode und ich, voller Enthusiasmus, denn ich kenne das ja von "daheim", war natürlich gerne dabei. Es hieß, man müsse einen Eintrittspreis von 30 Shekeln (rund 7 Euro) pro Person entrichten und könne dann pflücken so viel man will. Gut, dachte ich mir, dann pflücken wir mal ordentlich Erdbeeren und machen später Marmelade, so wie früher. Ausgerüstet mit großen Papiertüten machten wir uns also auf, das Erdbeerfeld zu erobern, nur um dann vor Ort die große Ernüchterung zu erleben, als uns folgendes erklärt wird: Der Eintrittspreis gilt tatsächlich nur als Eintritt. Einmal bezahlt, darf man drinnen dann zwar tatsächlich so viele Erdbeeren vom Strauch essen, wie man will, Früchte mit nach Hause nehmen aber nur dann, wenn man zu diesem Zweck winzige Plastikschalen für rund 3,50 Euro pro Stück kauft, also gut das Doppelte des derzeitigen Supermarktpreises für Erdbeeren, auf dem Markt bekommt man sie noch billiger. Mitgebrachte Behältnisse dürfen nicht verwendet werden und wenn man erwischt wird, wie man Erdbeeren in die Tasche steckt oder gar in seinen Pullover einwickelt, wird man verwarnt. DAS hätte ich mir ja wirklich anders vorgestellt und wären wir nicht verabredet gewesen, hätte ich mir dieses schöne Erlebnis wohl ganz gespart, so entrichteten wir brav den Eintrittspreis und überließen es den Kindern, sich adäquat den Bauch vollzuschlagen. Und schöne Fotos konnte man dort auch machen, ja.

Die Woche 


Erfreulichkeiten


1. den neunten Geburtstag des Mädchens gefeiert. Alle Geschenke haben Gnade gefunden :)

2. Purim mit fliegenden Fahnen und Fanfaren hinter uns gebracht. Von der Frisur bis zu einem noch schnell zusammengeklöppelten Umhang für die Rapunzel saß alles perfekt. 

3. die letzten Planungen für den Kindergeburtstag sehr entspannt erlebt und zugesehen, wie alle Puzzleteile schön an ihren Platz fallen. Geholfen hat auch, dass der Gatte seinen freien Tag über Purim genutzt hat, manch ätzenden Job zu übernehmen wie Luftmatratze aufpumpen, Bad putzen, aufräumen....

4. Mal wieder "Herr der Ringe" gesehen.

5. den obligatorischen Kindergeburtstag - ich berichte demnächst noch etwas mehr - nicht nur gut überstanden, sondern sogar genossen (Elefanten waren dabei!) 

Erlesenes


Erica Fischer - Aimée und Jaguar für die Bücher-Challenge angefangen. Ein spannendes Zeitdokument, das ich bisher immer völlig falsch in der Kategorie Roman verortet hatte, es liest sich aber tatsächlich wie einer.

Water for Elephants von Sara Grun ist wirklich stark. Jetzt möchte ich den Film noch mal sehen

Passend zu Purim einen Roman über Königin Esther günstig auf den Kindle geladen.  Der Titel ist zwar doof, sonst liest es sich aber nicht schlecht: Hadassah - one night with the king von Tommy Tenney


Webfragmente 


Ein Kässpatzenrezept aus dem Allgäu nicht nur für Kluftifans ;)

Das beste Purimkostüm in ganz Israel: Video

Ein Artikel über die Alija der letzten Juden aus dem Jemen nach Israel. Denn auch heute ist es für Juden in einigen Ländern keine Selbstverständlichkeit, einfach so die Sachen zu packen und in die Heimstätte Israel umzuziehen.


Allen, die feiern, wünsche ich an dieser Stelle ein wunderschönes Osterfest :) 




// Einmal die Woche lädt Andrea auf ihrem Blog Karminrot zum Samstagsplausch ein. Da passen meine Samstagsfragmente ganz gut dazu.//





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Kommentare:

  1. Ich habe mir schon gedacht, das dir "Wasser für Elefanten" gefallen wird. Amie und Jaguar spielt in einer Wohnung bei mir gleich um die Ecke. Ich habe den Film gesehen. Das Buch hatte ich nie auf der Leseliste.
    Apropo lesen. Die Leseratte ist leicht zu häkeln. Musst dich nur an die Anleitung halten.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Andrea

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    1. Super, dann probiere ich das mal mit der Leseratte, danke :)

      Die Geschichte von Aimee und Jaguar ist ja nicht ganz unumstritten, wie ich nach und nach feststelle, tragisch, dass Felice sie nicht mehr aus ihrer Sicht erzählen kann. :(

      Frohe Ostern!

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  2. Der Film zum Buch lief vor ein paar Jahren auf der Berlinale. Das hat die Autorin Esther Dischereit zum Anlaß genommen die Geschichte hinter der Geschichte zu recherchieren - sehr erhellend und eine wichtige Ergänzung - wie ich finde:
    http://www.hagalil.com/archiv/99/10/jaguar.htm

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  3. Hier noch die etwas andere Sicht von Elenai Predski-Kramer, einer Freundin von Felice Schragenheim, auf das Berlin der 1940iger Jahre:
    http://www.berlin-judentum.de/frauen/predski.htm

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    1. Sehr interessante Artikel, danke dafür! Dass die Geschichte nicht ganz unumstritten ist, wusste ich zwar, aber nicht in diesem Ausmaß. Es ist tragisch, dass Felice sie nicht mehr aus ihrer Sicht erzählen kann. :(

      Danke für deinen Besuch bei mir,
      Hadassa

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  4. "Aimee und Jaguar" habe ich als Film gesehen und auch das Buch gelesen.
    Das Erdbeer-Pflück-Event darf ich hier niemanden erzählen, sonst kommen die auch noch auf die Idee, um die Touristen zu bespaßen...
    Da bin ich ja auf Deinen Geburtstagsbericht gespannt.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Hehe, ja, besser ist das wohl :)

      Hier ist einfach das Problem, dass es viel zu Bedarf für spannende Kinderattraktionen gibt, da bestimmt dann die Nachfrage den Preis.

      Einen schönen Ostersonntag!

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  5. Ich hoffe, die Erdbeeren haben geschmeckt. Es scheint, dass die Info nicht korrekt war. lg Regula

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