Sonntag, 17. Januar 2016

#BloggerAlphabet - A wie Arbeit


Bloggen ist nicht mein Beruf und auch nicht mein Broterwerb.

Der hat nämlich mit Schreiben überhaupt nichts zu tun, sondern ist ziemlich "square" und lässt wenig Raum für Kreativität und freie Interpretation des vorgegebenen Rahmens: Ich verdiene meine Brötchen als Buchhalterin. Bei einem spannenden Arbeitgeber, in toller Atmosphäre, mit lieben Kollegen, von denen ich viele Freunde nennen darf, aber ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass ich schon immer davon geträumt habe, Buchhalterin zu werden. (Selbst wenn es so wäre, würde ich das nie zugeben. Das Klischee des Hosenträger tragenden Buchhalters mit Hornbrille ist doch ziemlich uncharmant ... *lach*)

Mein Blog bietet mir einen kreativen Ausgleich zu meinem Tagesgeschäft. Diese virtuelle Ecke gehört nur mir und ich kann sie genau mit den Dingen füllen, die mir wichtig sind. Ich kann bunt, provokativ, nachdenklich, kindisch, ernst, belanglos und manchmal auch albern sein und muss nur vor mir selbst dafür gerade stehen, das gefällt mir. 

Manchmal treibt mich ein Thema um, das einfach raus muss, und sei es nur, um es irgendwo virtuell abheften zu können. Das passiert weniger oft, als ich es mir wünschen würde, denn diese Beiträge bedeuten für mich immer richtig viel Arbeit: Der Prozess, die wirren Gedanken in meinem Kopf umzusortieren und in einen lesbaren Fluss zu bringen, ist bei mir bei den Themen, die mir am wichtigsten sind, immer ziemlich zäh und anstrengend, und am Ende fühle ich mich oft richtig leergebloggt - ein erleichterndes Gefühl, das mitunter aber auch ein komisches Vakuum hinterlässt.

Gemessen an der Arbeit, die ich tatsächlich in mein Blog investiere, ist es, obwohl ich es nicht professionell betreibe, also mehr als ein lustiger Zeitvertreib. Mein eigener Anspruch an Qualität und Kontinuität zwingt mich dazu, in einem einigermaßen geregelten Rahmen zu bloggen, nicht nur nach Lust und Laune. Das kann manchmal sogar in Stress ausarten, wenn der schnöde Alltag gerade sehr intensiv ist und mir unterschwellig im Hinterkopf kreist: "Du hast diese Woche noch überhaupt nicht gebloggt, es wird mal wieder Zeit!"


Was andere Blogger zum Thema Arbeit zu sagen haben, könnt ihr hier nachlesen. Das nächste Thema lautet B wie Bloggertreffen und gilt ab morgen.



// 52 Wochen – 26 Buchstaben – 26 Themen. Alle zwei Wochen stellt Anne auf neontrauma.de ein neues Stichwort in den Raum, das mit dem Bloggen verknüpft ist. //



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