Samstag, 31. Januar 2015

Ausflugskaffee



Nachdem die ersten Wochenenden im neuen Jahr hier alle ausnahmslos verregnet waren, hatten wir erst heute wieder die Chance, einen richtigen Ausflug mit unserer neuen Ausflugsgruppe zu machen. (Der erste war im November, hier könnt ihr dieses Erlebnis nachlesen)

In strahlend sonnigem T-Shirt-Wetter wanderten wir durch eine blühende Dünenlandschaft mit Blick auf das Mittelmeer und besuchten anschließend noch einen kleinen botanischen Garten, der im Gedenken an die israelische Hubschrauberkatastrophe 1997 angelegt wurde. Ein wunderschöner friedvoller Ort bepflanzt mit israelischen Blumen, Bäumen und Sträuchern.

Ich habe heute gelernt, wie Ginster aussieht und dass es ihn in Israel in Gelb und Weiß gibt. Die zarte kleine Blüte hat es mir besonders angetan, auch weil ich jetzt einen weiteren hebräischen Vornamen - Rotem - zuordnen kann. Viele der, für nicht-israelische Ohren fremd klingenden, Namen gehen auf die hiesige Tier- und Pflanzenwelt zurück (hatte ich hier schon mal erörtert) und wir kennen in unserem Bekanntenkreis einige, die, wie ich jetzt weiß, nach der hübschen Ginsterblüte benannt sind.

Aber auch abgesehen vom Ginster war das heute ein ganz besonders erfreulicher Tag mit glücklichen Kindern, netter Gesellschaft, interessanten Gesprächen, viel Vitamin D und gutem Essen.


Doch jetzt zur Bilderflut...


Kinderfüße in Wanderschuhen VOR der Wanderung
Dünenpfad
Aussicht Richtung Süden

und auf das Mittelmeer
Sandgeblüh
Weißer Ginster
Weißer Ginster
Weißer Ginster
Großer Ginsterbusch
und noch mehr Ginster
einsames Feigenblatt
noch mehr Ginster (diesmal in Gelb)
Kinderfüße in Wanderschuhen
NACH der Wanderung

Den Kaffee gab es zum Abschluss in schwarz und süß auf dem Gaskocher gebraut. So schmeckt er in Israel im Gelände am besten. (Beziehungsweise schmeckt dieser Kaffee manchen NUR auf Ausflügen im Gelände, habe ich heute gehört...)






// Der Samstagskaffee ist eine Aktion von Ninjas Sieben bei der wir uns Woche für Woche zum Kaffeeplausch treffen dürfen. // 




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Freitag, 30. Januar 2015

12tel Blick 2015 - Januar

Auch 2015 nehme ich an Tabeas schönem Fotoprojekt 12tel Blick teil. Alle Teilnehmer suchen sich für dieses Projekt einen schönen (Aus-)Blick in ihrer Umgebung und zeigen jeweils am Ende des Monats, wie er sich verändert hat. Letztes Jahr habt ihr mit mir mein Lieblingsgebäude in Tel Aviv beobachtet, meine 12 Blicke auf das Azrieli Center könnt ihr hier noch einmal ansehen.

Dieses Jahr sollte es ein Naturmotiv sein und so stieg ich auf einen - derzeit grünen - Hügel in unserer Nähe und fotografierte diesen Ausblick:


Auf diesem naturbelassenen Stück Landschaft gibt es unheimlich viele verschiedene Pflanzen zu entdecken. Im Januar, nach dem Winterregen, ist er voll saftig grünen Grases, Kräutern und Büschen, die roten Anemonen haben eben angefangen zu blühen, im Schatten findet man wilde Cyclamen, die Mandelbäume treiben Knospen und haben schon vereinzelte Blüten und am Boden konnten wir sogar die eine oder andere Iris palaestina entdecken.

Diesen und alle weiteren Ausblicke werde ich hier sammeln.


Und weil ich gerade so verknallt bin in diesen Berg... Hier noch eine Sammlung von vielen Fotos, die ich dort im Januar gemacht habe:





// Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion von Tabea Heinicker, die jeweils am Ende des Monats die Monatsblicke der teilnehmenden Blogger bei sich sammelt. //



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Donnerstag, 29. Januar 2015

Zu Gast bei Holunder

Meine Blognachbarin Andrea zeigt auf ihrem Blog mit dem schönen Namen Holunder wunderbare, stimmungsvolle Fotos, aber auch anspruchsvolle DIY-Projekte und Rezepte. 

Ihres ist eines der ersten Blogs, das ich damals zu Beginn meines aktiven Bloggerlebens entdeckte, und ich schaue immer gerne bei ihr vorbei. (Nicht ohne Sehnsucht nach dem schönen See meiner Kindheit...)

Als mich Andrea Anfang des Jahres fragte, ob ich Lust hätte mich und die Fragmentage bei ihr vorzustellen, fühlte ich mich ziemlich geehrt und habe natürlich gern zugesagt. 

Heute ist mein Beitrag bei ihr online gegangen, schaut doch mal vorbei!





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Mittwoch, 28. Januar 2015

Im Land der Lebenden

Ich sitze im schaukelnden Bus zur Arbeit. 

Neben mir ein massiger Kerl, der so tut als ob er schläft und keine Anstalten macht, mehr Platz für mich zu machen, als irgendwie nötig.

Hinter mir ein knutschendes Pärchen in Uniform. Jung, frisch und schön. 

Weiter vorne, direkt hinter dem Fahrer aus Abu Gosh, eine Gruppe tratschender Frauen, die Werktag für Werktag in fester Besetzung dort sitzt und lautstark Gott und die Welt bespricht. Nicht ohne den Fahrer einzubeziehen, versteht sich. 

Das junge Mädchen schräg gegenüber bringt ihr Make-Up an, einige laden ihr Handy auf. 

Viele dösen, mit oder ohne Kopfhörer, die meisten anderen starren auf den Bildschirm in ihrer Hand. Manche geben mit gedämpfter Stimme Anweisungen nach Hause, an Kinder und Gatten, die sich hektisch bereit machen für den Tag. 

Eine Zeitung wird rum gereicht, Studenten blättern in Scripten, vereinzelt rascheln die Seiten von Gebetbüchlein, der Inhalt gemurmelt, wie auswendig. 

Ab und an kündigt eine künstliche Stimme die nächste Haltestelle an. Der Bus stockt im Stau und schaukelt dann weiter, in der Stadt Stop-and-go von Ampel zu Ampel. 

Als ich aussteige, ist der vibrierende Bus fast leer. Ein ganz normaler Arbeitstag beginnt in Tel Aviv, die Stadt rauscht und lärmt von Leben. Nichts ist perfekt, über vieles ließe sich aufregen, streiten, alles kritisieren, aber: Hier ist das Leben. 

Siebzig Jahre danach.


Dienstag, 27. Januar 2015

70 Jahre.



Vergesst nur nicht, wenn wir auch nimmer wiederkehren,
Wenn wo wir sterben einst kein Holzkreuz steht,
Und wenn von all dem Leid, das wir getragen,
Kein Laut noch und kein Stöhnen aus den Gruben weht.

Vergesst nur nicht, wenn auch die Tage wandern und die Jahre,
Wenn Blumen blühen wo der Tod gesät,
Und wenn dereinst auf unserem Feld der Tränen
Der Schnitter wieder reife Halme mäht!
Auch dann: Vergesst nur nicht!

Peter-David Blumenthal-Weiss, 1944, wahrscheinlich in Auschwitz geschrieben



by WeEzE





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Sonntag, 25. Januar 2015

*NEU* Meine Woche auf Instagram - #FMSphotoaday

Wie neulich umfangreich erörtert, treibe ich mich gerne auf Instagram herum.

Mal zeige ich mehr, mal weniger, aber mindestens das Foto für die tägliche Challenge von Fat Mum Slim schaffe ich - Ausnahmen bestätigen die Regel - eigentlich immer. Abgesehen davon, dass die #fmsphotoaday - Community total nett und aktiv ist, ist Anfang des Jahres die Challenge auch richtig schön überschaubar geworden: Statt einmal pro Monat gibt es jetzt die Stichwortliste ("prompts") jeweils am Wochenende für die nächste Woche. Da drängt es sich doch geradezu auf, diese Wochenfotos dann auch hier zu zeigen, finde ich.

Hier also jetzt die Ausbeute der ersten vier Wochen des Jahres, ein Klick auf das Foto führt euch zu Instagram. Ab nächster Woche zeige ich euch die Fotos dann einmal pro Woche. Das ist jedenfalls der Plan ;-)


4. Woche / Januar



Instagram



3. Woche / Januar






2. Woche / Januar






1. Woche / Januar







Die Prompts für nächste Woche sind auch schon veröffentlicht worden, ich überlege mir dann schon mal ein Motiv für morgen...






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