Donnerstag, 29. Oktober 2015

Winterzeit - Winterschlaf

Seit am Sonntag die Zeit zurückgestellt wurde fühle ich mich, als würde ich mich am liebsten in eine dunkle, warme Höhle verkrümeln und Winterschlaf machen. Es wird so früh dunkel, noch früher als sonst, und mir fehlt jeglicher Antrieb für alles, was über das absolut Notwendige hinaus geht.

Außerdem ist es urplötzlich Winter geworden, mit heftigem Dauerregen und allgemeiner Ungemütlichkeit. Ja, wir wollten den Regen. Natürlich wollten wir ihn, ich ja auch, aber es ist trotzdem immer wieder ein kleiner Schock, wenn er dann auf einmal da ist. So als hätte man ihn plötzlich angestellt. In einigen Städten waren die Regenfälle so stark, dass es innerhalb kürzester Zeit zu meterhohen Überschwemmungen und Stromausfällen kam. In unserer Stadt kommt der Strom aus unterirdisch verlegten Leitungen, denen dieser erste große Herbststurm nichts anhaben konnte, andernorts waren teilweise ganze Stadtteile über mehrere Tage ohne Strom. Weil die israelischen Ablaufsysteme alt und schlecht sind, verwandelten sich Straßen in reißende Flüsse und bei manchen Bildern konnte ich kaum glauben, dass sie echt sind (etwa hier und hier). Laut lachen musste ich über die surfenden Mülltonnen, aber insgesamt war ich diese Woche einfach nur schrecklich dankbar, dass wir trocken geblieben sind...

Den Jetlag nach der Zeitumstellung scheine ich so langsam zu überwinden (immerhin ist es jetzt schon nach 22:00 und ich bin immer noch wach!) und womöglich kommt dann auch wieder etwas mehr Schwung in meine Bloggerei. Es gäbe so einiges zu erzählen.





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Kommentare:

  1. Puh, diese Regenmassen sind ja ganz schön heftig! Der Zeitumstellungsjetlag erfasst mich immer im Frühjahr, wenn die Uhr vorgestellt wird. Aber diese zunehmende Dunkelheit finde ich auch lähmend.So eine Winterschlafhöhle wäre was Feines. Aber trocken und warm, bitte!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Yum tuv, Hadassa.
    Ja die Zeit(ver)umstellung...hat sich nach all den Jahren ein nachfühlbarer Vorteil angemeldet!? Du ahnst es, ich bin kein Freund davon...
    Der mediterane Winter erscheint dem nördlichen Europäern eher verlockend - gut, ausnähmlich der Glaziophilen; obschon einen der tagelange Dauerregen auch nerven kann. Aber die Temperaturen bleiben verlockend.
    Die Mülltonnen auf Sightseeing - vielleicht noch ein fröhliches Lied summend...witty!
    Das Wasser ist für das Land wichtig. Wenn auch besser auf den Winter verteilt.

    Tee mit Milch, wie ich sehe. Very British... :-)

    bonté

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    1. Tee nur mit Milch. Da bin ich ganz britisch. Und mit Zucker, bzw. Honig, anders geht nicht so gut :)

      Liebe Grüße ins herbstliche Deutschland,
      Hadassa

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