Sonntag, 21. Juni 2015

[Buch] Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher #LLBC

Es ist wieder soweit!  Show-and-tell für die Leserlieblingsbücherchallenge :)

Für den Monat Juni (das Challenge-Jahr ist schon zur Hälfte um, Wahnsinn, oder?) habe ich "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers gelesen. Ein Lieblingsbuch von Julia, das mir echt Spaß gemacht hat.


Die Stadt der Träumenden Bücher (Zamonien, #4)Die Stadt der Träumenden Bücher by Walter Moers
My rating: 3 of 5 stars

"Die Stadt der träumenden Bücher" ist ein Wälzer, um den ich schon länger herumgeschlichen bin. Mein Schwager hat ihn in seinem Bücherregal und der Titel, die Aufmachung und die liebevollen Illustrationen sprechen mich jedes Mal wieder an, wenn wir dort zu Besuch sind. (Also etwa einmal im Jahr).

Als mir das Buch von Julia vorgeschlagen wurde, nahm ich das zum Anlass, es endlich fest auf meine Leseliste zu setzen, denn bisher kannte ich von Moers nur die anstrengenden Käpt'n Blaubär-Geschichten aus der Sendung mit der Maus...

Allerdings las ich es letztlich nicht selbst, sondern ließ es mir als Hörbuch von Dirk Bach vorlesen. Der machte das auch wirklich sehr gut, nur fehlten mir die Illustrationen, glaube ich, denn Walter Moers schafft es zwar, meine visuelle Fantasie anzusprechen und seine absolut einzigartige, wenn auch teilweise völlig durchgeknallte, Welt in meinem Kopf entstehen zu lassen, aber ich glaube, ich hätte zwischendurch viel Freude daran gehabt, auch mal eine Illustration dazu zu sehen. Schon zum Verschnaufen, denn die fantastische Reise durch Buchheim und die Katakomben unter der Stadt ist rasant, und ich musste mich teilweise ziemlich konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren.

Damit habe ich eigentlich auch schon gesagt, was ich an diesem umfangreichen Werk wirklich geliebt habe: Die sagenhafte Bücherwelt, die Walter Moers hier erschaffen hat, muss wohl jeden Büchermenschen unweigerlich in ihren Bann ziehen. Seine farbenfrohen Beschreibungen und originellen Ideen haben mich eingesaugt in dieses Universum, allerdings eher als außenstehenden Beobachter, richtig identifizieren konnte ich mich mit dem naiven Helden Hildegunst von Mythenmetz dann doch nicht. Dazu war er mir zu sehr Lindwurm, vermutlich. Toll sind die Wort- und Namensschöpfungen von Moers, ich kam streckenweise aus dem Schmunzeln nicht heraus und musste auch immer wieder laut auflachen. Alleine die Namen seiner Dichterfürsten, die durchweg Anagramme realer Autoren sind - herrlich!

Der rote Handlungsfaden und Spannungsbogen haben mich nicht restlos überzeugt. Möglicherweise gewollt, denn "Die Stadt der träumenden Bücher" ist eher eine Chronik seiner sagenhaften Abenteuer, die Hildegunst zu Papier bringt. Manchmal wirkt es so, als reihe sich eines ans andere, man verliert das große Ganze aus dem Blick, obwohl Moers den Bogen gegen Ende wieder zurück zum Ausgangspunkt der Geschichte schlägt. Teilweise war er mir auch ein bisschen zu ausschweifend in seinen Erzählungen, aber da ich epische Bücher ja grundsätzlich mag, konnte ich damit leben. Am Ende legte ich das Buch zufrieden und satt zur Seite, ich glaube nicht, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen muss, habe dieses aber insgesamt wirklich genossen.



 @Challenge-Teilnehmer: 

Schreibt ihr mir hier in den Kommentaren, was ihr gelesen habt, damit ich die Tabelle aktuell halten und auch mal ein Update zum ersten Halbjahr hier veröffentlichen kann? Im Augenblick stehen wir bei insgesamt 21 gelesenen Büchern, da geht noch was....




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Kommentare:

  1. Das hört sich nach einem richtig tollen Buch zum Schmökern an. Ich sollte mal am PC den Stecker ziehen, und mich nur noch zum Lesen aufs Sofa zurückziehen. Das frühfrühherbstliche Regenwetter lädt dazu ein.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ach Mensch, ich habe schon gehört, dass euer Wetter gar nicht sommerlich ist im Moment.... :(

      Ich könnte mir vorstellen, dass dir dieser Schmöker gefällt, du hast ja was übrig für ausgefallene Fantasywelten, da würde das glaube ich ganz gut passen. Vielleicht kannst du ja mal eine Leseprobe ziehen, da bekommt man ja doch immer einen ganz guten Eindruck.

      Liebe Grüße,
      Hadassa

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  2. Guten Abend!
    Ich muss ja gestehen, dass ich "Die Stadt der träumenden Bücher" abgebrochen habe. Das ist nicht meine Art von Humor.

    Ich habe im Juni "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" von Dai Sijie gelesen. Ein Buch, das mich sehr berührte. De Rezension gibt es hier: http://kerstin-scheuer.de/?p=3459

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    1. Liebe Kerstin,

      ich kann dich verstehen. Obwohl mir der Humor gefiel, fand ich es stellenweise insgesamt too much in dieser Länge und Intensität :)

      Danke für dein Update, ich werde deinen Stand der Dinge gleich aktualisieren in der Tabelle.

      LG,
      Hadassa

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  3. Ich habe glaube ich auch noch ein Moers Buch zu lesen fuer meine Challenge und sehe dem eher mit Grauen entgegen ;) .. Ich mag eigentlich nichts, was lustig sein will .. oder nur sehr wenig. Naja, schaun wir mal.
    Im Juni habe ich Die Korrekturen fuer die Challenge gelesen. Ein Buch, was ich schon immer lesen wollte und bereits einmal angefangen, aber doch wieder abgebrochen habe. Diesmal habe ich mich durchgequaelt. Anders kann man das aber auch nicht nennen ;)
    http://cherryandbones.blogspot.com/2015/08/review-corrections.html

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    1. Hm.. "die Korrekturen" liegen bei mir auch bereit, ich habe "Freiheit" sehr gern gelesen und verspreche mir eigentlich viel davon 😐

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