Samstag, 23. Mai 2015

Samstagsfragmente  #3



Heute:


Dieser Shabbat geht heute direkt in das Schawuotfest über, morgen ist bei uns also ein Feiertag, wir freuen uns über das lange Wochenende. Im Moment sind wir unterwegs zu Schwiegers, man munkelt, die Schwiegermama hätte seit Tagen ein Festmahl vorbereitet. Den obligatorischen Käsekuchen dazu steuere ich bei. Mit Blaubeeren und Himbeeren... 

Heute Abend schauen wir womöglich seit Jahren mal wieder Eurovision. Der europäische Song Contest hat in Israel lange Tradition und dieses Jahr haben "wir" es mal wieder über das Halbfinale hinaus geschafft. Außerdem macht Australien (!) mit und da wir dort auch Verwandtschaft haben, ist das ein zusätzlicher Grund, mal einzuschalten. Wenn es nur nicht mitten in der Nacht wäre...

Der israelische Beitrag kann sich sogar hören lassen, will sagen, er passt stilistisch zur Veranstaltung - partymäßig, beschwingt, etwas humorig und komplett auf Englisch vorgetragen. Das wiederum finde ich schade, ich vertrete schon lange die Meinung, dass der Wettbewerb viel interessanter wäre, wenn alle in ihrer Landessprache singen müssten, aber das ist vielleicht mein ganz persönliches Faible für Sprachen. 

Jedenfalls werden wir uns den "Golden Boy" mit der Startnummer 3 heute live ansehen. Danach kann man ja dann schlafen gehen, wenn es zu fad wird. :)




Die Woche:


Erlesenes: 


Julie Kagawa: Rogue

Julie Kagawas Geschichten lese ich immer wieder gern. Die Frau schafft es, fesselnde Urban Fantasy für Jugendliche so zu schreiben, dass sie auch mich als Leserin weit jenseits der Zielgruppe in ihren Bann ziehen. "Rogue" ist der zweite Teil ihrer neuesten Serie "Talon", die in einer Welt spielt, in der Drachen in Menschengestalt als Teil der normalen Gesellschaft leben.

Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher (als Hörbuch)

Von Walter Moers kannte ich bisher nur die nervigen Käpt'n Blaubär-Geschichten in der Sendung mit der Maus. Sein Buch über eine sagenhafte Stadt in der es nur um Bücher geht, hatte ich bei meinem Schwager schon öfter neugierig in die Hand genommen und als es mir von Julia für meine Leserlieblingsbücherchallenge vorgeschlagen wurde, nahm ich es endlich auf die Liste. Ich lasse es mir seit ein paar Tagen in der Hörbuchausgabe von Dirk Bach vorlesen und finde es recht amüsant, denke aber fast, dass ich es selbst gelesen wahrscheinlich mehr mögen würde. (Außerdem würde ich dann möglicherweise ab und an querlesen, weil einiges doch sehr episch wirkt.)

5 Erfreulichkeiten:


  1. Das Mädchen zum Reiterlager Ende Juli angemeldet. 
  2. Nicht mit zum Schulausflug nach Jerusalem gemusst, weil der Gatte dran war. 
  3. Der Schwiegermutter bei einem bürokratischen Mist helfen können. 
  4. Sturmfreien Freitagabend gehabt, weil das Mädchen auf eine Übernachtungsparty eingeladen war. 
  5. Beschlossen, Schawuot heuer nur ganz klein zu begehen und stattdessen am Feiertag morgen einen schönen Ausflug zu machen. Bilder folgen. 

Internetfundstück: 


2 Rezepte zu Schawuot:

Sündhafter Käsekuchen mit Nutella und Oreos - man nimmt garantiert schon beim Zusehen zu :)

Graved Lachs einfach zubereitet



Fröhliche Pfingsten ! חג שבועות שמח 







// Bis neulich gab es an dieser Stelle den Samstagskaffee von Ninja. Da dieser leider offline gegangen ist, fülle ich den verwaisten Blogspace bei mir jetzt einmal pro Woche mit einer kleinen ausgeruhten Rückschau //


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Kommentare:

  1. Hallo Hadassa,
    wir sind halt so die Einzelkämpfer und machen unser Kaffee selbst.
    Wir feiern Pfingsten und Ihr Schawuot. Ich habe das gar nicht gewußt. Es ist aber interessant, dass ich das
    doch irgenwie gleicht.
    Ich wünsche dir alles Gute und lieben Gruß Eva
    der Kuchen sieht prima aus. Rezept????

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    1. die meisten christlichen feste haben ihren ursprung im judentum, die ersten christen waren ja juden, die zunächst ihre traditionen ganz normal weiter pflegten :)

      ich habe dieses rezept genutzt aber allerlei abwandlungen machen müssen, weil ich hier nicht alle zutaten dafür kriege, und ohnehin immer viel aus dem handgelenk schüttle, aber als anhaltspunkt gehts:

      Blueberry Swirl Cheesecake

      LG,
      Hadassa

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  2. Bore da, Hadassa.
    Vordergründig will ich lediglich vor der Zubereitung meines Mittagessen noch diesen Kommentar schreiben und dann bringst Du mich mit feinen Kuchenfotos glatt auf hungrige Gedanken. Gut nur, daß es im Net keinen Dufttransfer gibt. Mir würde unterzuckerig. ;-)

    Musikalisch ist der obige Contest nicht so meine Welt; aber über das "moralische" Aufjaulen aller Homophoben, zur letztjährigen Gewinnerin, konnte ich dann doch ein ernstes Schmunzeln nicht verkneifen.

    Ich denke anderen aus bürokratischem Morast zu helfen ist stets eine gute Sache!

    bonté

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    1. hehe, freut mich, dass das foto appetitanregend wirkt :)

      den eurovision schaue ich wie gesagt auch meist eher zur allgemeinen erheiterung und die letzten jahre gar nicht mehr. aber allein der bemühte glamour und aufriss reichen bei mir schon für vergnügliches grinsen :)

      VG,
      hadassa

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