Samstag, 16. Mai 2015

Samstagsfragmente #2



Heute:


ist einer der Samstage, an denen wir alles mögliche in und ums Haus erledigen. Das Mädchen hatte einen Kindergeburtstag zu besuchen, ich war beim Pilates, der Gatte hat sich den von mir neulich gelesenen Eshkol Nevo vorgenommen. Außerdem habe ich ein bisschen geputzt, Wäsche gewaschen, auch ein bisschen gelesen und so. Als ich das Mädchen abholen ging, musste ich ein paar Fotos von unserer Nachbarschaft machen, denn da blühen gerade die Jacarandas, oder, wie ich von Wiki gelernt habe - Palisanderholzbäume. In wundervollen Farben, die auf den Fotos leider nur ungenügend rüberkommen. Heute Abend sind wir mit alten Freunden aus Deutschland zum Abendessen in Abu Gosh verabredet, das wird sicher lecker und nett.


Die Woche:


Erlesenes: 

Daniel Glattauer: "Gut gegen Nordwind" & "Alle sieben Wellen" - Glattauer wurde mir schon so oft empfohlen und ich frage mich echt, warum ich mich da nicht früher dran gewagt habe. Vermutlich weil es mir immer im gleichen Atemzug als Hörbuch empfohlen wurde und Hörbücher nicht mein Standardmedium zum Lesen sind. Nachdem ich jetzt "Gut gegen Nordwind" und die Fortsetzung gleich hinterher gehört und in dieser Zeit vor Begeisterung praktisch nichts anderes gelesen habe, kann ich nur noch selbst eine uneingeschränkte Empfehlung für diese beiden Hörbücher aussprechen. Damit ist eigentlich alles gesagt, aber eine ausführlichere Rezension kommt vielleicht auch noch.

Douglas Adams: The Hitchhiker's Guide to the Galaxy - dazu kommt auf jeden Fall ein eigener Beitrag, weil es mein "Leserlieblingsbuch" für diesen Monat ist.


5 Erfreulichkeiten:

  1. Gestern Morgen brachte mir der Gatte echten Kaffeehauscappuccino ans Bett. Dafür ist er bis an den Stadtrand gefahren, weil nur dort ein Café ist, das vor neun öffnet. <3
  2. Ebenfalls gestern wurde in unserem Fitnesscenter das Außenschwimmbecken eröffnet, darauf warte ich schon lange, denn der Indoor-Pool ist in den Wintermonaten immer total überlaufen, oft überheizt und insgesamt weit weniger erfrischend. (Anekdotenklammer auf: Als ich im Laufe des Vormittags dort auftauchte und einen Blick nach draußen warf, dachte ich zuerst, ich hätte mich im Datum geirrt: Keine Menschenseele zu sehen, nicht mal den obligatorischen Rettungsschwimmer konnte ich entdecken. Auf meine Frage an der Rezeption bekam ich zur Antwort, doch, doch, der Pool sei geöffnet, es traue sich nur keiner rein und ein anderer Sportler meinte im Vorbeigehen, das Wasser sei ja schließlich auch noch eiskalt. Nun bilde ich mir ja was (viel zu viel offenbar!)  darauf ein, kein Weichei wie "all die anderen" zu sein und lächelte nur erhaben über diese Aussagen. Wenige Minuten später, als ich mich - zu meinem Glück - langsam ins Becken gleiten ließ, blieb mir allerdings buchstäblich die Luft weg. "Eiskalt" war tatsächlich nicht übertrieben, eher im Gegenteil. Die ersten Bahnen brachte ich, immer wieder nach Luft schnappend, prustend und zitternd über mich, nach höchstens 12 entschied ich, dass es erstmal genug ist.)
  3. Am Freitagabend schaute ich mit dem Gatten "Hannas Reise", einen deutsch-israelischen Spielfilm, den ich schon lange auf meiner Liste hatte. Ein wirklich schöner Film, in dem ich mich selbst und das echte Leben in Israel in vielem wiederfinden konnte. Empfehlenswert :) 
  4. Mitte der Woche habe ich von meinen Lesern viele herzliche Kommentare auf meinen leicht selbstmitleidigen #Schreibzeit-Artikel bekommen. Vielen Dank dafür, ihr seid die Besten! 
  5. im Büro konnte ich diese Woche ein paar lästige Sachen wegschaffen, die mir schon länger querliegen. 


Internetfundstück: 

Diese Woche verbreitete sich eine herzerwärmende Randnotiz aus Jerusalem durch das weltweite Internet. Der Schnappschuss von Dr. Sydney Engelberg, der mit dem Whiteboardmarker in der Hand und einem Baby im Schlafanzug auf dem Arm an der Hebrew University eine Vorlesung hält.


Die Geschichte dazu geht so: Als während seiner Vorlesung über Organisationsmanagement eine Studentin mit ihrem unruhig gewordenen Baby vor die Tür gehen wollte, nahm Engelberg ihr das Kleine kurzerhand ab, beruhigte es und unterrichte einfach weiter. Der fünffache Großvater ist an der Uni bekannt und geschätzt dafür, dass er es unterstützt, wenn seine Studentinnen ihre Babies mit zur Vorlesung bringen und sogar nach Bedarf stillen.


Einen schönen Samstagabend wünsche ich euch und einen besonderen Gruß an Eva aus Ludwigsburg, die mein Blog gestern empfohlen hat, danke dafür :)





// Bis neulich gab es an dieser Stelle den Samstagskaffee von Ninja. Da dieser leider offline gegangen ist, fülle ich den verwaisten Blogspace bei mir jetzt einmal pro Woche mit einer kleinen ausgeruhten Rückschau //



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Kommentare:

  1. Schöne Fragmente!
    Eine gute Art die Woche Revue passieren zu lassen.
    Bei euch sieht es schon so herrlich warm aus. Ich beneide dich.
    Ich wünsche euch viel Spass heute Abend.
    Andrea

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    1. hui, du bist aber schnell :) ja, bei uns ist es schon richtig warm. zu warm, wenn du meinen gatten fragst ;)

      ganz liebe grüße zu dir,
      hadassa

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  2. Hallo Hadassa,
    da möchte ich mich doch gleich bei dir für deinen Kommentar bedanken. Was du so alles liest, ich bin wirklich begeistert.
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Mit lieben Grüßen Eva

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    1. danke eva, lesen ist ein wichtiger lebensinhalt von mir :)

      liebe grüße nach ludwigsburg,
      hadassa

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  3. Der gute Herr Professor kennt sich halt aus mit Organisationsmanagement und verfügt offensichtlich als Großvater über weitreichende praktische Erfahrungen. So einen Prof. lob ich mir! Cool!
    Diese blühenden Bäume finde ich wunderschön! Die könnten unserer Glyzinie echt Konkurrenz machen...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. Servus, Hadassa.
    Zwei erfreute Ahs! Einmal für die Präsentation prächtiger Baumblüte. Einmal für Dein Gefallen der galaktischrn Eskapaden von Arthur Dent & Ford Perfect*.
    "Geronimo!" - um den Doctor zu zitieren...

    Ein Chapeau für den Herrn Gemahl & seinen Kaffee-Express!

    Ich vermute die Riege der knallharten finnischen bzw. russischen Eisschwimmer hätte sich über das "Tropenwasserbecken" echauviert... ;-)

    Die Karriere im Business-Kostüm-Ambiente offenbart schnell ihre Nichtigkeiten, wenn sich einem die Wahrheiten des tatsächlichen Lebens in den Weg schieben; ein immer wieder gern aufgenommenes Filmthema. Anmerkenswert auch, weil sich der hiesige Film ja eher verkrampfend ernst zu nehmen pflegt. Erst recht angesichts des Holocaust. Ob es allein an der israelischen Co-Produktion gelegen hat, daß eben nicht!?

    Die gern bejubelte frühkindliche Bildung in einer komplett anderen Interpretation, sozusagen. Anmerkenswert - zumal ich mir in einer deutschen Uni den Nachwuchs der Studentenschaft nicht vorstellen kann. Beginnend beim a-flexiblen Lehrkörper, über codices der alma mater (aus dem Mittelalter), bis hin zu gerittenen Paragraphen aus den Verwaltungsvorschriften der Neuzeit.

    bonté


    * die britische Serie aus den Achtzigern bleibt nach wie vor die stimmigste Adaption. :-)

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    1. Ich tat mich ja nicht ganz leicht mit dem "Hitchhiker" (den ich vor Jahren schon mal gelesen hatte, glaube ich zumindest), denn der Humor ist zwar zum prusten komisch genial, aber die Handlung finde ich insgesamt doch eher diffus. Ich zweifelte schon sehr an mir, bis ich im Nachwort las, dass ich damit wohl nicht allein stehe und "man" dieses Werk eher nicht wegen dem überzeugenden Handlungsverlauf liest... Und kannst du die Folgebände auch empfehlen?

      "Hannas Reise" ist ein wirklich liebenswürdiger Film, der weder bitterernst noch platt oder gar romantisch süß ist. Und klar machen die Israelis daran was aus! ;)

      VG,
      Hadassa

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    2. ...Adams' Buch sehe ich aus der Perspektive einer Sketch-Sammlung, ähnlich der Monty Python's Flying Circus-Serie. Wenn ich mich richtig herum entsinne, dann hat Adams die ersten Einträge des Galaktischen Reiseführers als Beiträge fürs Radio geschrieben, bevor er sich an das erste Buch setzte.
      "Das Restaurant am Ende des Universums" ist mit leichten Abstrichen ähnlich humorig geraten wie Teil 1. Den Rest habe ich noch nicht gelesen.

      bonté

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