Samstag, 9. Mai 2015

Samstagsfragmente #1

In vier Tagen feiere ich meinen fünften Bloggergeburtstag (wie alles begann...) Eigentlich wollte ich zu diesem Termin einen langen Artikel veröffentlichen, über das Bloggen, das Leben und den ganzen Rest (ich hatte mir das Datum sogar in den Kalender getippt mit Erinnerungsfunktion!), aber irgendwie wäre das letztlich nur ein weiteres Aufwärmen von vielen Überlegungen, die ich erst unlängst in der #Schreibzeit (hier und hier) oder auch in einem Gastinterview bei Holunder angestellt habe.

Stattdessen nutze ich diesen Meilenstein, um einen neuen regelmäßigen Termin in meine Bloggerwoche aufzunehmen. Wie ihr letzte Woche vielleicht mitbekommen habt, hat mein lieb gewonnenes Samstagscafé seine Tore geschlossen. Da ich mich mittlerweile sehr daran gewöhnt habe, hier samstags wenigstens kurz "hallo" zu sagen, möchte ich das beibehalten und gleichzeitig einen kleinen Wochenrückblick anhängen. Dann steht immer ein "Gerüst" da, das je nach Woche, mal mehr oder weniger ausführlich befüllt werden kann.

Heute:


Ist der Schwiegervater 79 Jahre alt geworden. In fröhlicher Runde haben wir mit der ganzen Familie in Tel Aviv seinen Geburtstag gefeiert und dabei kulinarisch gleich ein bisschen auf das nahende Shavuot-Fest vorgegriffen: Es gab eine leckere Auswahl an Käse, Aufstrichen und eingelegtem Fisch zu Kräckern, Baguette und co. Dazu Wein aus Zypern ;)  Ich steuerte Hummus, scharfe Pepperonipaste und Focaccia bei.



Die Woche:

Erlesenes: 


Eshkol Nevo: Schalosch Komot - sehr gerne gelesen und diese Woche auch gleich rezensiert 

Kay Meier: Die Seiten der Welt - ein Jugendbuch über eine fantastische Parallelwelt, in der sich alles um Bücher und ihre schlummernde Macht dreht. Mein erstes von Kay Meier erinnert mich stellenweise an die Welt von Harry Potter und liest sich gut an. Dass es allerdings eine Reihe ist, wusste ich vorher nicht, und wurmt mich ein wenig, denn ich wollte mich eigentlich nicht schon wieder an eine Reihe ketten...

Kleiner Tipp: Im Kindle-Deal des Monats ist gerade "One night, Markovitch" von Ayelet Gundar-Goshen für 99 Cents zu haben. Ich habe es letztes Jahr sehr gerne auf Deutsch gelesen.

5 Erfreulichkeiten:


  1. Ich habe Lag BaOmer erfolgreich geschwänzt (warum?
  2. Während der Gatte am Lagerfeuer die Familienfahne hochhielt, war ich mal wieder beim Friseur. Das ist in Israel ein abenteuerliches Unterfangen, denn es ist mir bis heute nicht gelungen, einen Friseur zu finden, der einfach nur meine Wünsche umsetzt und gleichzeitig darauf verzichtet, mich auf allerlei Probleme meiner Haare aufmerksam zu machen - zu viel, zu dick, zu wenig, zu kraus, zu trocken. Deshalb gehe ich selten und immer wieder zu anderen, dieses Mal zu Ilana, was sich als Glücksgriff herausstellte. Ilana ist schon Oma, führt ihren etwas abgeblätterten Salon seit 15 Jahren ohne Schnickschnack und brachte meine Haare für wenig Geld wieder mal schön in Form. Dabei erzählte sie mir von ihrer Kindheit als Tochter iranischer Einwanderer in Jerusalem und warum sie, die früher treue Likudanhängerin war, heute nicht mehr "Bibi" wählt. Ich habe mich gut unterhalten und werde sie wohl wieder aufsuchen. 
  3. Aus der Schule kam die Nachricht, dass es auch dieses Jahr wieder ein subventioniertes Sommerprogramm in der Schule geben wird. Da die zwei Monate Sommerferien mich (und die Millionen andere Berufstätige hier) jedes Jahr wieder vor Riesenprobleme stellen, ist das eine wirklich gute Nachricht, obwohl einige Punkte noch ungeklärt sind. Aber hey, wir haben ja noch gut 6 Wochen um das Ding auf die Reihe zu kriegen und außerdem seit letzter Woche einen neuen eifrigen Bildungsminister. (An dieser Stelle muss ich mich bremsen, sonst ist das hier keine Erfreulichkeit mehr.)  
  4. Wir hatten ein grundsätzlich positives Lehrer-Eltern-Schüler-Gespräch. Das Mädchen muss zwar in Mathe ein bisschen aufholen, ist aber sozial einfach nur toll. Das ist doch das Wichtigste. 
  5. Einladung zum Pizza essen bei unserem guten Freund und besten Pizzabäcker der Stadt. Der Mann macht leckerste New York-style Pizza und lädt uns ab und an spontan dazu ein. Und als wäre das noch nicht genug gab's eine komplette Pizza und eine ganze Tüte Teigkugeln zum Einfrieren mit dazu. 


Internetfundstück: 


Der israelische Künstler Menashe Kadishman ist gestern im Alter von 82 Jahren verstorben. (Nachruf). Besonders bekannt war er für seine Gemälde von Schafen (Galerie), die ich selbst auch sehr gerne ansehe.

Jetzt hoffe ich nur noch, dass euch das neue Format anspricht. Mögt ihr mir vielleicht in den Kommentaren schreiben, was eure Erfreulichkeit der Woche war?

Habt ein schönes Restwochenende oder, wenn es für euch morgen schon wieder losgeht, eine gute Woche!



// Bis neulich gab es an dieser Stelle den Samstagskaffee von Ninja. Da dieser leider offline gegangen ist, fülle ich den verwaisten Blogspace bei mir jetzt einmal pro Woche mit einer kleinen ausgeruhten Rückschau //

Kommentare:

  1. Hej, das gefällt mir gut! Und das Buch habe ich gleich schon auf den Ebook-Reader geladen. Danke für den Tipp. Meine Erfreulichkeit der Woche? Dass es meinem Rücken seit heute - toitoitoi - wieder besser geht. Der hat mir meine Blumenpflanzaktion nämlich ziemlich übel genommen.
    Ach ja, eine gute Friseuse, mit der du wirklich zufrieden bist, ist ein echter Schatz! Hört sich auf jeden Fall schon mal gut an, was du so unter ihrer Schere erlebt hast.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Liebe Andrea,

      es freut mich, dass es deinem Rücken wieder besser geht. Rücken ist übel, mein Schwiegervater und Schwager haben da auch immer wieder ganz fies damit zu kämpfen...

      Deine Wochenperlen habe ich heute schon mit Freude bestaunt, dieser tobende Frühling bei euch ist der Wahnsinn :)

      Ganz liebe Grüße!

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  2. Ich bin schon länger ein stiller Leser Deines Blogs. Auf wunderbare Weise kann ich somit in das schöne Land Israel reisen und an dem Leben interessanter Menschen teilhaben und dafür danke ich Dir. Mach bitte weiter so!!!

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    1. Oh das freut mich sehr, danke für deinen mutmachenden Kommentar und liebe Grüße zu dir !

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