Samstag, 28. März 2015

Samstagskaffee, äh Wasser, hauptsächlich

Aufmerksame Blogleserinnen wissen, dass am letzten Samstag des Monats bei uns meistens ein Ausflug auf dem Programm steht. So auch heute, obwohl wir uns dafür diesmal richtig aufraffen mussten. Der Monat ist einfach ein bisschen zu voll, alles in allem. Vor allem der Gatte, der ja leider nicht den Luxus genießt, wie ich sonntags zuhause bleiben zu können, hätte sich lieber ausgeruht. Mich hingegen plagt seit ein paar Tagen ein lästiger Schnupfen, von dem ich vermute, dass es womöglich eine Art Heuschnupfen sein könnte.

Aber: Ausscheren gilt nicht wenn man in der Gruppe wandert, und so besiegten wir den inneren Schweinehund, füllten unsere Wasserflaschen auf (mit der abgebildeten Menge kommen wir übrigens grade so hin für einen 3-4-stündigen Ausflug, mehr wäre eigentlich besser, aber die Schlepperei....) und machten uns auf den Weg ins israelische Hinterland. 

Familienwasservorrat
Ausgangspunkt der Wanderung, "Mitzpe Mesoah", ein Aussichtsturm, der mich ein wenig an Hundertwasser erinnerte, aber heute leider nur eine unbefriedigende Aussicht zu bieten hatte, denn das Wetter war diesig und abwechselnd trocken und eklig luftfeucht. An guten Tagen soll man von dort aus bis an die Küstenlinie sehen können, aber naja..

schräger Aussichtsturm
Vom Aussichtspunkt aus ging es auf die eigentliche Wanderung über einen grünen Höhenweg, ebenfalls mit theoretisch atemberaubender Aussicht... Leider wurde mein Schnupfen dort nicht besser, im Gegenteil, ich habe mittlerweile die zahlreichen wilden Getreidesorten und Gräser im Verdacht. Pausenlos schniefend hatte ich dann auch nicht wirklich viel Lust zu fotografieren, obwohl die Wanderung an sich durchaus nette Momente und viele wunderhübsche Blumen (wieder andere, als beim letzten Mal, das ist echt unglaublich hier!) zu bieten hatte.

Hund wandert voraus
Klasse Aussicht! (Wenn es nur nicht so diesig wäre...)
zum Abschluss ein Stück 
auf den "Israel Trail"

Für die Kinder heute besonders spannend: Eine Eichenspinnerprozession und eine tote Babyschlange. Klar, oder?
wie gut, dass jemand wusste,
dass man die besser nicht anfasst...



 Dreimal dürft ihr raten, wer die Leiche
so dekorativ auf der Distel platziert hat..

Was mich auf ein weiteres Wochenhighlight und einen weiteren Grund für unsere derzeitige überdurchschnittliche Alltagsauslastung bringt:

Familie Fragmente züchtet jetzt Urzeitkrebse.

Als ich der treusorgenden Tante neulich leichthin vorschlug, dem Mädchen doch einen Kosmos Urzeitkrebsekasten zum Geburtstag zu schenken, hatte ich mir das eigentlich ganz easy vorgestellt. In der Praxis war ich dann aber in den ersten Tagen freudiger Erwartung darauf, dass (ob?) die Viecher endlich schlüpfen, doch deutlich angespannt. Glücklicherweise schwimmen mittlerweile vier gefräßige Mini-Triopse durch ihr Becken. Ich hoffe sehr, dass sie es zu was bringen...


Fast wünsche ich euch, dass euer Samstag langweiliger war, aber andererseits auch wieder nicht. Erinnerungen und Erfahrungen sammeln ist doch wichtig, trotz Heuschnupfen und so. Einen schönen Sonntag euch allen!



// Der Samstagskaffee ist eine Aktion von Ninjas Sieben, bei der wir uns Woche für Woche zum Kaffeeplausch treffen dürfen. // 



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Kommentare:

  1. Salut, Hadassa.
    Die liebe 5 auch mal gerade sein zu laßen ist wohl eher ein Privileg der Singles. Da bleibt der "Ausflugssamstag" der Samstag für den Ausflug. Ich verdächtige jetzt einmal die Tochter als (an)treibende Kraft. :-)

    Hoffe, daß Dein vermuteter Heuschnupfen sich schnell & leichtfüßig wieder verabschiedet!

    Der anmerkenswerte Aussichtsturm könnte auch noch von Niki de Saint Phalle inspiriert sein.
    Schöne Naturimpresionen - und der Hund muß natürlich voraus, um sein Terrain zu checken!

    Mit Alice Munro & Lion Feuchtwanger pflegst Du zur Zeit eine ansprechende Lektüre; amüsanterweise läuft hier auf einem meiner Radiosender, eben der Tage, eine Hörspielfassung von "Exil" in mehreren Teilen. Synchronicity... :-

    bonté

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    1. Jein.. wir wandern mit mehreren Familie zusammen und nehmen dafür einen Wanderführer, dessen Honorar auf alle umgelegt wird. Da ist es dann eher nicht so fein, wenn man im letzten Moment abspringt, bzw. würde ich mich dann verpflichtet sehen, meinen Anteil dennoch zu berappen und dann gehe ich doch lieber auf den Ausflug, da kommen meine schwäbischen Gene durch :)

      Ach, der Feuchtwanger. Den lese ich immer mal wieder stückweise, ich finde ihn doch recht umfangreich, nichts zum "nebenbei lesen". Und Alice Munro ist mein Versuch, mich an Kurzgeschichten anzunähern, gefällt mir aber sehr gut bisher :)

      LG!

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    2. ...die schwäbische Gründlichkeit in puncto finanziellen Gebarens! Dürfte ähnlich berühmt sein wie die sakrosankte Kehrwoche oder die Variationen in Maultaschen.
      Da ist der Ausflug dann doch schon ein Unternehmen, wie ich sehe. Was Natur und Historie angeht ganz gewiß eine ergiebige Kulturlandschaft, vor Ort.

      Seit der siebten Klasse schätze ich den Gehalt, die Techniken & die Möglichkeiten von Kurzgeschichten doch sehr. Von daher war mir der Nobel-Preis an Alice Munro sehr sympathisch.

      bonté

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    3. Auf jeden Fall! Vor allem weil der Gatte und ich lange Jahre überhaupt keine Ausflügler waren. Erst seit etwa einem Jahr sind wir begeistert bei der Sache und entdecken immer wieder was neues.

      Kurzgeschichten sind auf jeden Fall ein sehr spannendes Genre. Ich bin nur sonst eher eine, die sich gerne regelrecht in eine groß angelegte Geschichte "vergräbt" und langfristig auf Charaktere einlassen will, da sind Kurzgeschichten natürlich ganz was anderes ;-)

      Liebe Grüße zu dir !

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  2. Solche Ausflüge sind etwas tolles. Und wie du schreibst auch informativ. Für kleine Leute sowieso. Schade das du es nicht wirklich genießen konntest.
    Urzeitkrebse, sind bei uns nur einmal Thema gewesen...und dann zum Glück nie wieder. Geschafft hat es nie einer.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Liebe Andrea, vielen Dank für deinen ersten (?) Besuch bei mir :)

      Ich liebe deinen Nachnamen, als Kind dachte ich immer Karminrot müsse korrekt Kaminrot heißen und es war mein allerliebstes Rot im Wasserfarbenkasten!

      Die Krebse scheinen momentan zu gedeihen. Hoffen wir, dass es so bleibt, aber ich war doch überrascht, wie viel Aufwand und Feinjustierung dieses Projekt doch erfordert. Dachte eigentlich, man kippt die Eier ins Wasser und gut.... ;)

      Liebe Grüße und eine gute Woche dir,
      Hadassa

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