Sonntag, 29. März 2015

[Buch] Alex Capus: Léon und Louise - #LLBC

Liebe #LLBC-Teilnehmer, 

mir kommt es so vor, als hätte ich von euch schon länger nichts mehr gehört, was möglicherweise daran liegt, dass ich diesen Beitrag schon vor mindestens einer Woche hätte schreiben wollen. *schäm* Ich hoffe sehr, dass ihr noch lest, klar, aber vor allem, dass ihr noch an euren Leserlieblingsbücherlisten dran seid. Eure individuellen Challengefortschritte, so wie sie mir bekannt sind, können jederzeit hier eingesehen werden, bitte meldet euch doch, falls etwas fehlt, ja?

Wahnsinn, dass wir mit dem ersten Vierteljahr der Challenge schon durch sind, oder, für die Kindleleser unter uns, 25% der Challenge sind geschafft und ich bin sehr gespannt darauf, welches Leserlieblingsbuch ihr diesen Monat gelesen habt. 


Mein Buch #3: 

Léon und Louise von Alex Capus
(vorgeschlagen von meiner besten Freundin (auch im wirklichen Leben)


Léon und LouiseLéon und Louise by Alex Capus
My rating: 3 of 5 stars

Léon und Louise war mein erstes Buch von Alex Capus, den ich schon ein wenig länger als zeitgenössische Autorengröße im deutschsprachigen Raum auf dem Schirm hatte. So ging ich mit recht hohen Erwartungen an die Lektüre heran, die leider nicht ganz erfüllt wurden. Zwar habe ich Léon und Louise gerne gelesen, aber richtig mitreißen wollte mich die Handlung nicht.

Dabei ist die Liebesgeschichte um zwei junge Menschen, die der erste Weltkrieg jäh auseinander reißt, und die sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder begegnen, durchaus ergreifend. Große Liebesgeschichten, zumal mit einer tragischen Entsagungsproblematik, haben mich eigentlich schon immer sehr angesprochen. Mir gefielen die Hauptpersonen, der malerische Schreibstil Capus' mit seinen detaillierten Situationsbeschreibungen sowie viele Gedankengänge, die er seinen Erzählern in die Zeilen legt. Trotzdem fehlte mir der ganz helle Funke, der diese große Liebe für mich richtig lebendig gemacht hätte, und vielleicht nahm ich sie den beiden genau deshalb letztlich nicht ganz ab. Möglicherweise lag es aber auch daran, dass mir von jeher der Zugang zu Frankreich im Allgemeinen und der so oft romantisierten französischen Lebensart im Besonderen fehlt.

Ich glaube, ich werde mal schauen, was Capus noch so geschrieben hat und mich an einem Werk versuchen, dass keine unsterbliche Liebe in den Mittelpunkt stellt. Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer zum Beispiel hört sich richtig gut an.

Danke, liebe Chutzpi, dass du mich mit deinem Buchvorschlag noch mal auf diesen Autor aufmerksam gemacht hast :) 




@#LLBC-Teilnehmer: Mögt ihr euch mit euren Leserlieblingsbüchern wie immer unten verlinken? Ich komme euch gern besuchen :)





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Kommentare:

  1. Sali*, Hadassa.
    Die große Liebe zwischen Menschen mitreißend in Worte legen zu können ist wohl allerhöchste Kunst. Leichter geht es mit der Alltäglichkeit des Gefühls, seinen spitzen Dornen zwischen roten Blüten. Keine Frage, hier wird Bravour im Schmieden von Zeilen abverlangt.
    Weniger gedrechselt könnte ich auch schreiben, daß l'amour jede Menge Herzblut braucht um bei Lesern anzukommen. :-)

    Ich denke, Frankreichs Literatur & Film ist doch anmerkenswerter als die Summe seiner prägenden Klischees. Wie vielerorts, ein Topf in dem sich Aromen ständig auf's Neue verwirbeln.
    Gut, mit meinem Faible für Eric Rohmer, Sylvie Testud, Julie Delpy oder Nikki de Saint Phalle bin ich zugegeben ein wenig frankophil. Allerdings nicht mehr, als ich Anglophil wäre. ;-)

    "Reisen im Licht der Sterne", von Capus, erscheint mir thematisch auch interessierend zu sein.
    Wo wir bei schweizer Schriftstellern gerade sind - hast Du von Annemarie Schwarzenbach schon etwas gelesen!?

    bonté

    * passend zu einem schweizer Autor

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    1. Sali :)

      Ich glaube wirklich, es liegt an mir, nicht an Capus.

      Danke für den Tipp mit Schwarzenbach, spannende Frau, ich habe mir gleich was von ihr aus der Bibliothek ausgeliehen.

      Liebe Grüße in die Schweiz,
      Hadassa

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    2. ...freut mich zu lesen! Always at your service, ma'm. :-)

      "Jedem ist der Blick auf die Kunst des Menschen in einem anderen Sinneslicht offenbar."
      (Florance Ippdit)

      Ich kann zwar gelegentlich die Alpen sehen, aber das westliche Bayern träfe es eher. ;-)

      bonté

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  2. "Leon und Luise" hat mir auch gut gefallen; auch wenns es keinen besinders nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat, den ich jetzt - einige Jahre später - noch reaktivieren könnte.

    Ich habe im März leider kein Buch der LLBC gelesen. Auf meinem Plan stand "Still Alice". Dann aber habe ich mich für einige Leserunden beworben und wurden unerwarteter Weise für alle angenommen. Das hat meinen Plan dann etwas durcheinander gebracht.
    Dafür habe ich mir im April nun gleich zwei Leserlieblingsbücher auf die Leseliste geschrieben und hoffe, dass ich sie diesmal schaffe.

    Alles Liebe
    Kerstin

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    1. "Still Alice" habe ich auch auf der Liste, das wurde mir erst neulich wieder empfohlen. :)

      Nur kein Stress wegen der Challenge, das Jahr ist ja noch lang!

      Ganz liebe Grüße,
      Hadassa

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