Samstag, 28. Februar 2015

"Das wollte ich schon immer mal ausprobieren..." zum Samstagskaffee


Heute steht für uns mal wieder ein Ausflug mit unserer Wandergruppe auf dem Programm. (Hier und hier gibt es Fotoberichte über die bisherigen Ziele). Es ist üblich, dass jede Familie entweder etwas zum gemeinsam Frühstück oder Mittagessen mitbringt. Ich entschied mich für Frühstück (das liegt mir mehr) und hatte die verrückte Idee, mal ein Backrezept zu testen, das immer mal wieder durch's weltweite Web geistert: 

Das Nutella-Blumenbrot aus Brioche-Teig. 

Es ist süß, man kann bequem einzelne Stücke abbrechen ohne zu kleckern, und es ist so schokoladig, dass es garantiert auch Kinder und heikle Esser überzeugt. Dachte ich mir so. 

Aber würde es auch klappen? Oft werden solche Internetwunder zuhause doch nicht so, wie es all die Pinterester, Instagrammer und YouTuber versprechen... Aber mein Ehrgeiz war geweckt und so klickte ich also ein bisschen hin- und her und blieb schließlich an diesem Video aus Steve's Kitchen hängen. Der lustige Steve erklärt die einzelnen Schritte so liebevoll und motivierend, dass ich am Ende sicher war: Das kriege ich hin!

Zunächst musste der Brioche-Teig ordentlich geknetet werden. Ja, ich habe das von Hand getan, weil Steve im Video so charmant dazu rät, dass ich es als Sakrileg empfunden hätte, doch zum Knethaken zu greifen. Und es stimmt. Nach etwa 10 Minuten kneten wird der Teig wirklich wunderbar elastisch. (Danke Steve!)



Knet, knet, knet... *träller*

Jetzt in Ruhe gehen lassen...

Ich habe mit Hefeteig nicht immer gute Erfahrungen gemacht und war entsprechend nervös, aber dieser Teig ging wunderbar auf, obwohl es abends schon ein wenig frisch wurde bei uns.

fluffig aufgegangener Teig

Ein bisschen knifflig fand ich es dann allerdings schon, vier gleich große dünne Teigfladen auszurollen und mit Nutella zu bestreichen. Wie gut, dass sich der Teig so gut ziehen lässt, denn als ich fertig war, war das Schokoladenrund schon wieder etwas zusammengeschrumpft, sodass ich ihn noch mal in Form bringen musste. 

Das Zuschneiden war dann wieder absolut easy und machte richtig Spaß, ebenso das Eindrehen der Blüten. Dieser Teil ist wirklich so einfach, wie er im Internet aussieht! 

16 Schnitte gemacht...
jeweils gegeneinander gedreht...

fertig ist das Nutellablümchen :)

Danach den Ofen anwerfen und auf 180 Grad vorheizen, während das vorbereitete Brot unter einem Küchentuch noch mal ein wenig geht und schließlich für 20 Minuten in den Ofen. Die Duftentwicklung ist der Wahnsinn und das Endergebnis sieht irre lecker aus.

Die Teigränder habe ich übrigens einfach zu Knoten gedreht und mit gebacken, als Geschmacksprobe sehr praktisch, kann ich euch sagen :)

wenn ihr das riechen könntet...!



// Der Samstagskaffee ist eine Aktion von Ninjas Sieben bei der wir uns Woche für Woche zum Kaffeeplausch treffen dürfen. // 


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Kommentare:

  1. Das Ergebnis sieht beeindruckend aus! Ich wäre glaube ich zu ungeduldig für so eine aufwändige Backerei - essen würde ich aber natürlich trotzdem gerne ein Stück und ich kann es fast riechen :-)
    Einen schönen Wanderausflug und LG,
    Mecki

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    1. Das Ding ist, dass das wirklich gar nicht so aufwändig ist, wie es aussieht. Ich bin in der Küche auch sehr minimalistisch-pragmatisch veranlagt, aber das machte mir richtig Spaß und kostete kaum mehr Zeit, als Pizza selbst machen. Echt!

      LG und danke für deinen Besuch,
      Hadassa

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  2. Ha... ich hatte mir die Schritt für Schritt-Anleitung zu so einer Hefeblume auch schon aufs Pinterest-Board gepinnt, aber mich noch nicht dran gewagt... Deine sieht super aus! Davon jetzt ein Scheibchen zum Kaffee... das wärs!
    Schönes Wochenende und liebe Grüße, Kebo

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    1. Oh ja, ich glaube das ist ein ziemlich klassisches Beispiel für "Pinst du noch, oder machst du schon?", ich habe das schon so oft im Netz gesehen und jetzt endlich mal umgesetzt. Ich kann dich ermutigen, es wirklich mal zu probieren. Das Video von Steve ist echt ziemlich idiotensicher ;-)

      Danke für's Reinschauen und ein schönes Wochenende,
      Hadassa

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  3. Ich kenne das als Nusszopf. Habe ich mal bei einem VHS-Kurs gemacht. Es stimmt schon, gedrehte Backsachen sehen einfach super aus. Viel Spaß beim Ausflug. Hier schneit´s....

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    1. Oh, also Nusszopf kann ich mir das aber auch sehr gut vorstellen. Weißt du noch, wie ihr die Füllung gemacht habt? Ich wäre dankbar für ein Rezept, denn man kann da sicher super mit Füllungen experimentieren :)

      Unser Ausflug war wahnsinnig toll! Traumwetter und eine Blumenvielfalt von der man nicht glaubt, dass es sie in so einem wüsten Land wie unserem gibt!

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  4. Oh, das sieht wirklich toll aus! Früher waren Hefeteige auch mein Angstgegner, das hat sich gegeben. Aber ob ich so ein Blumenbrot so toll hinkriegen würde wie Du, möchte ich bezweifeln (scheitert spätestens beim gleichmäßigen Teilen ;-).
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ach komm, wer so perfekte Quilts herstellen kann wie du, würde ganz bestimmt auch 16 gleichmäßige Schnitte im Hefeteig hinkriegen :)

      LG auch zu dir!

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    2. Ach komm, wer so perfekte Quilts herstellen kann wie du, würde ganz bestimmt auch 16 gleichmäßige Schnitte im Hefeteig hinkriegen :)

      LG auch zu dir!

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  5. Wollte ich auch schon lange mal ... :-)

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  6. Huch, ich werde ganz kleinlaut. Hefeteig, das geht schon (na ja, nicht immer, aber immer öfter), aber den so schön in Form zu bringen, mit gleich groß ausgewalkten Platten, das klingt nach einer Geduldsarbeit (für die ich viel zu hudelig bin). Drum kann ich so wenig Essen bloggen. Wenigstens schmeckt es meist besser als es aussieht. Aber eigentlich hätte ich schon gerne so hübsche Kuchen.
    glg Petra

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