Montag, 5. Januar 2015

#WMDEDGT - Tagebuchblogging am 5. Januar 2015


Auch 2015 fragt Frau Brüllen an jedem Monatsfünften in die Bloggerrunde "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?"

Tja.

Für mich, die ich als Angestellte eines westlich geprägten Arbeitgebers die Weihnachtsfeiertage, Silvester und Neujahr frei habe, ging heute wieder der Büroalltag los. Ich will gar nicht jammern, Millionen Israelis träumen von diesem Luxus, und dennoch ist es ein ganz kleines bisschen ätzend, nach einem so langen Wochenende wieder antreten zu müssen.

Der Wecker klingelt um 6:15 zum ersten Mal, bis ich aufstehe ist es 6:45 und wirklich höchste Zeit. Da uns die Kältefront nach wie vor fest im Griff hat, ist es besonders eklig, das warme Bett verlassen und auf dem kalten Fliesenboden landen zu müssen. Brrrrr. Im Halbschlaf mahle ich die Bohnen für unseren morgendlichen Mitnahmekaffee und setze das Gebräu an.

Um 7:15 stehe ich, warm verpackt und immer noch höchst unwach, einsam an der Bushaltestelle und frage mich gerade, ob ich den Bus womöglich schon verpasst habe, als er um die Ecke biegt. Glück gehabt. Im Bus trinke ich meinen Kaffee und lese "Cuckoo's Calling" von Robert Galbraith (aka J.K. Rowling). Das stand schon lange auf meiner Wunschliste und dank eines unwiderstehlichen Kindledeals zu Neujahr ist es jetzt endlich meins. Und es gefällt mir gut, ich wünschte nur, mein Bus würde etwas länger brauchen heute.

Doch alles Lamentieren hilft ja nichts und so verstaue ich kurz vor 8 seufzend den Kindle in meiner Tasche und steige aus. Da es sich beim Gehen so schlecht liest, stöpsle ich die Kopfhörer in meinen Android und rufe das Hörbuch von Daniel Silva auf, das ich parallel höre. Da komme ich irgendwie nicht so richtig rein, und die seltsamen Versuche des Vorlesers, einen israelischen Akzent zu mimen, machen es mir noch schwerer, aber für unterwegs geht's. Richtig warm werde ich mit Hörbüchern wohl trotzdem nicht. Ich lese lieber selbst.

Im Büro ist die Ruhe nach dem Sturm. Das stressige Jahresende ist noch nicht ganz vergessen, aber es ist Zeit, allerlei lose Fäden zusammenzubinden. Langweilig ist es trotzdem nicht, aber ich komme pünktlich um 15:20 raus. Das hat in den Wochen vor Weihnachten oft nicht geklappt und Stress verursacht, denn um 16:30 muss ich am Hort sein (oder dafür sorgen, dass das Mädchen anderweitig abgeholt und versorgt wird, bis ich zuhause bin).

Am Hort stellt sich heraus, dass das Mädchen sich mit einer Freundin verabredet hat (ich hätte also heute nicht zwangsläufig rechtzeitig dort sein müssen). Ich schleppe also nur den Schulranzen nach Hause, wo das Hundeding schon sehnsüchtig wartet. Wir machen eine längere Runde als sonst, ich höre noch ein bisschen Daniel Silva und telefoniere kurz mit dem Gatten.

Zum Abendessen gibt es Reste und Nudeln mit Süßkartoffelsahnesoße und viel Knoblauch für das Immunsystem. Jetzt gerade (um 19:00) schreibe ich an diesem Artikel, danach wird noch Wäsche aufgehängt und das Mädchen bettfertig gemacht. Um 20:15 will ich beim Pilates sein und dann darf ich endlich, endlich wieder ins Bett. Zu Kirschkernkissen und dem Kuckucksruf.

Ich kann's kaum erwarten.



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Kommentare:

  1. Ups, wie so habe ich das mit dem Cuckoo verpasst?
    Auf jeden Fall wirst du heute müde ins Bett sacken, das ist gewiss....
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Blöd.. ich habe den cuckoo über xtme.de entdeckt, verfolgst du deren Artikel?

      Und schau mal bei Kerstin vorbei, die hat just eine app für ebook-Schnäppchen vorgestellt
      klick

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    2. Ahja, danke! (Da ich ja seit dem 24. über ein smartphone verfüge ;-)))

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    3. Oooooh! Willkommen in der wahnsinnigen Welt der Smartphone-Nutzer :)

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