Dienstag, 27. Januar 2015

70 Jahre.



Vergesst nur nicht, wenn wir auch nimmer wiederkehren,
Wenn wo wir sterben einst kein Holzkreuz steht,
Und wenn von all dem Leid, das wir getragen,
Kein Laut noch und kein Stöhnen aus den Gruben weht.

Vergesst nur nicht, wenn auch die Tage wandern und die Jahre,
Wenn Blumen blühen wo der Tod gesät,
Und wenn dereinst auf unserem Feld der Tränen
Der Schnitter wieder reife Halme mäht!
Auch dann: Vergesst nur nicht!

Peter-David Blumenthal-Weiss, 1944, wahrscheinlich in Auschwitz geschrieben



by WeEzE





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Kommentare:

  1. Auch ich habe gestern morgen, als im Radio die ersten Berichte zur Befreiung Auschwitz, an meinen Besuch dieses Ortes vor einigen Jahren gedacht.
    Ich habe mir daraufhin noch mal die Fotos von meinem Besuch angesehen, habe auch einige in meinen aktuellen Fotostream gezogen, und wollte eigentlich auch einen kurzen post schreiben.

    Leider kam mir dann der Allltag dazwischen.
    Vielleicht hole ich das aber doch noch nach, denn zum Erinnern und Mahnen braucht es ja eigentlich keine Jahreszahl!!
    Ich hatte ein ähnliches Bild, wie deines ausgesucht, denn in Birkenau, angesichts der, bis zum Horizont stehenden Schornsteine, ist mir das Ausmass des Lagers und damit der Tötungsmaschinerie besonders bewusst geworden.
    NIE WIEDER!!!

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    1. Ich würde gerne deine Gedanken dazu lesen und die Bilder sehen :)

      Selbst war ich noch nie in Auschwitz, aber Buchenwald, so mit 12 (?), hat mich nachhaltig geprägt. Und Yad VaShem. Natürlich.

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    2. Ich habe nur einen relativ kurzen post im Rahmen meiner Photos der Woche-Aktion zu dem Thema geschrieben, aber ich denke er gibt meine Gedanken und Gefühle zu diesem Ort gut wieder.
      Ich besuchte Auschwitz im Rahmen eines Krakaubesuches mit einer (polnischstämmigen) Freundin.
      Auslöser dazu waren lange Gespräche, was ihre und meine Familie im 2. Weltkrieg erlebt hatten, zudem interessierte mich der Holocaust seit in meiner Jugend die gleichnamige US-Filme im deutschen TV liefen und ich mich schwer mit meinen Eltern "fetzte", warum sie nichts dagegen getan haben.
      So war es irgendwann an der Zeit Auschwitz zu besuchen.
      Und, ich habe es gerade nochmal im Reisetagebuch nachgelesen, wie sehr mich der Besuch dort betroffen gemacht hat, und das es Dinge, wie ein Riesen"Schaufenster" voll mit abgeschnitten Haaren , aller Längen und Farben waren, die das Grauen greifbar machten, aber nicht begreifbar.
      Ein Schlüsselsatz in meinen Notizen war: Wie kann man Auschwitz leugnen?

      Wie ich schrieb: Nie wieder darf so was passieren!!!
      Traurig, was hier im Moment mit Pegida und anderen rechten Schwachmaten wieder auf die Straße geht!!
      Ich bin froh, dass wir z.B. In Düsseldorf,,wo ich letztens auf einer Gegendemo war doch so viele waren.
      Das lässt hoffen!
      LG, Monika

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  2. "Vergesst nur nicht..." - Dem ist gar nichts hinzuzufügen. Liebe Grüße Ghislana

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    1. Ja, das ist wahr.
      Danke für deinen Besuch und liebe Grüße, Hadassa

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