Mittwoch, 21. Januar 2015

370 Tage Instagram

Am 16. Januar hat sich mein aktives Instagram-Leben zum ersten Mal gejährt. In diesem ersten Jahr habe ich insgesamt 473 quadratische Schnappschüsse auf der Fotoplattform gezeigt und über 5000 "Likes" kassiert. Höchste Zeit also, ein kleines Resümee zu ziehen.

Vom ersten Tag fand ich an Instagram super, wie einfach es einem als Handyknipser gemacht wird, seine täglichen Fotomomente zu verbreiten. Je nach Lust und Laune entweder so wie sie sind oder mit fertigen Filtern aufgehübscht beziehungsweise über die integrierten Bearbeitungsoptionen nachgebessert. Ich persönlich nutze die voreingestellten Filter mittlerweile recht selten und bearbeite meine Bilder nach Bedarf lieber punktuell, aber das ist - wie so vieles im Leben - Geschmacksache.

Richtig begeistert hat mich an der Insta-Community, wie schnell man Reaktionen bekommt, selbst wenn man ganz neu ist und noch so gut wie keine Follower hat. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass man mit Hashtags arbeitet, also mit # versehene Schlagwörter in den Fototext einbaut, je mehr, desto besser. Mir persönlich ist es dabei wichtig, wirklich nur relevante Hashtags zu verwenden und Fotos nicht auf Verdacht mit einer ganzen Liste gefragter Hashtags zu versehen, die überhaupt nicht zum Motiv passen. Instagrammern, die das exzessiv betreiben, mag ich auch eher ungern folgen. Beispiel: Europäische Sehenswürdigkeiten, die in ihrem Hashtagkatalog zusätzlich alle europäischen Hauptstädte auflisten - wenn ich nach #Berlin suche, möchte ich Fotos aus Berlin sehen und nur aus Berlin. So toll eure Bilder vom Eiffelturm oder Big Ben auch sein mögen. Bitte, danke.

Schummeln mag ich also weniger auf Instagram, weswegen mir auch die immer wieder auftauchenden Versprechungen sofort 1000 Follower bekommen zu können, wenn man irgendeinem dubiosen Profil folgt, tunlichst ignoriere und offensichtliche Spammer lösche und sperre. Ich baue lieber auf natürliche Weise meinen Account auf, in dem ich mindestens einmal am Tag ein Foto poste, regelmäßig mein Feed anschaue und Herzchen verteile, an Fat Mum Slim's "Photo-a-Day"-Challenge teilnehme und mich durch die Fotos der anderen Teilnehmer klicke. Zusätzlich klicke ich ab und an gezielt Hashtags an, die mich interessieren und entdecke so immer wieder was neues. An Donnerstagen zum beliebten "Throwback Thursday" ziehe ich oft ein älteres, nie öffentlich geteiltes, Foto aus dem Archiv, damit solche Schätzchen auch mal zu ihrem Recht kommen.

Mittlerweile ist es so, dass fast alle meine Fotos Herzchen im zweistelligen Bereich generieren, wobei Himmels-, Strand- und Naturfotos aller Art besonders gut ankommen. Außerdem Essen. Und Fotos mit Hashtag #TelAviv. Die israelische Insta-Community ist sehr rege, weswegen ich bei manchen Israelfotos zusätzlich mit hebräischen Hashtags arbeite :)

Spannend finde ich immer wieder, wie unterschiedlich eigene Wahrnehmung und Reaktion oft ist. Manchmal stelle ich ein Foto ein und bin überzeugt, dass es einen ganz großen Auftritt bekommen wird. Nur passiert das dann manchmal gar nicht. Andere Fotos dagegen, die ich selbst eher mittelmäßig finde, werden gelikt wie verrückt.

Dieses Schaufensterbild find ich zum Beispiel einfach klasse, gelikt haben es aber relativ wenige:

A photo posted by @photo_fragment on

Andererseits ist das beliebteste Foto des Jahres ein schnödes Sonnenuntergangsbild von unserem Lieblingsstrand. Total banal und total erfolgreich.




Instagram ist also immer wieder für eine Überraschung gut (ok, wenn man tausende Follower hat, vielleicht nicht mehr so...) und es macht wirklich Spaß. Ich habe mich relativ lange gegen "noch ein soziales Medium" gewehrt, blöd eigentlich, denn mittlerweile hänge ich dort mehr ab, als auf Facebook und Twitter zusammen :)

Und ihr? Instagrammt ihr schon? Noch nicht? Nicht mehr? Warum? 



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Kommentare:

  1. Ich nutze Instagram auch ganz gerne, poste selbst aber nur, wenn ich was zu zeigen habe und zwinge mich nicht, jeden Tag ein Foto zu posten. Dafür schaue ich oft rein und verteile Herzchen.

    Ich stimme dir aber zu, die Leute, die tausende Hashtags nutzen, die gar nicht zum Foto passen stören mich auch ein bisschen. Ich würde selbst gerne mehr relevante Hashtags benutzen, mir fallen aber meistens gerade dann keine ein ;-)

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    1. Mir tut der tägliche "Zwang", mindestens für Fat Mum Slim ein Foto zu machen ganz gut, auch weil er mich dazu bringt, auch mal ungewöhnliche Motive umzusetzen, auf die ich selbst gar nicht gekommen wäre. Hashtags fallen mir meist viel zu viele ein und ich finde es eher lästig, sie alle eintippen zu müssen, womöglich noch in drei Sprachen :D

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  2. Ein schöner Artikel. Werde Dich gleich mal auf Insta (be)suchen.
    Ich sehe vieles genauso - ich selber poste am liebsten alles ums Thema Buch, oder geschriebenes oder auch manchmal einfach nur schöne Eindrücke. Manchmal vergeht auch einige Zeit, bis ich wieder das passende Motiv gefunden habe, dann gibt's auch schon mal tagelang nichts von mir, und dann wiederum finde ich an einem Tag mehrere Sachen.
    Mir macht es riesig viel Spaß, mit Instagram zu "arbeiten", das hätte ich niemals gedacht. Was aber sicherlich auch an den schönen Reaktionen der Leute liegt, die viel schneller erfolgen, als es teilweise beim bloggen der Fall ist oder?

    Ach ja, und ich würde das Schaufensterbild übrigens liken - das gefällt mir sehr.
    So, werde mich jetzt mal auf deinem Instagram Account umsehen ;-)

    LG,
    Olivia

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    2. Schön, dich hier in meiner Ecke zu sehen und zu lesen, dass ich mit der Instaliebe nicht allein bin :D

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