Dienstag, 30. September 2014

[Buch] Gemeinsam lesen #80

Oetinger
Gemeinsam lesen ist eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei, die neuerdings von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher weitergeführt wird - danke dafür!


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Astrid Lindgren: Ronja Räubertochter, Seite 118


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Sturkas lag drei Tage im Wundfieber.  

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ronja war der erste Kinofilm den ich sehen durfte und er gehört noch immer zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Das Buch habe ich wesentlich später entdeckt und bisher auch nur einmal gelesen (glaube ich). Jetzt lese ich es meiner Siebenjährigen vor, die Wald und Berge und Natur und alles was kreucht und fleucht liebt. Bisher mag sie es, gruselt sich an der einen oder anderen Stelle ein bisschen und ich muss manche Wörter und Begriffe erklären. Das ist aber auch völlig in Ordnung so. Ich bin sehr glücklich, dass sie die Geschichte berührt, denn Ronja ist mir als Identifikationsfigur etwa dreizehnhundertmal lieber als all die frilligen Prinzessinnen, die sie bis vor kurzem noch so angehimmelt hat ^^

4. Wenn du zum jetzigen Zeitpunkt in das Buch "springen" könntest - welche Figur würdest du gerne sein und warum?

Ronja natürlich! Was habe ich von einem solchen wilden, freien, unangepassten und abenteuerlichen Leben als Kind geträumt :) 




Zusatztipp

Auch diese Woche lese ich an dem entstehenden Buch meiner Freundin weiter. Wer Jugendbücher mag, sollte unbedingt mal reinlesen. Es lohnt sich wirklich, vor allem weil sie derzeit fast täglich daran weiter schreibt. So lassen sich die fiesen Cliffhanger ganz gut aushalten: Keep on Dreaming auf Bookrix










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Sonntag, 28. September 2014

Der erste Regen..

.. hätte heute hier reinschauen sollen. Hat er aber nicht wirklich. Morgens war zwar  bedrohlich dunkelgrauer Himmel, heftiger Wind und winziges Getröpfel, aber sonst nichts. Ich habe meinen Wäscheständer umsonst in Sicherheit gebracht :)

Dabei wäre es von der Jahreszeit her geradezu idealtypisch, wenn es jetzt so ungefähr den ersten Regen gäbe. Und zum Laubhüttenfest dann richtig. So will es die Tradition.

Dass der erste Regen des neuen Jahres hierzulande so wichtig ist, dass er sogar einen eigenen Namen hat ("Yoreh" nämlich), habe ich schon mal erwähnt, glaube ich. (Richtig!)

Der letzte Regen in diesem Jahr war gefühlt relativ spät Anfang Mai. Er heißt "Malkosh".





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Samstag, 27. September 2014

Samstagskaffee unter der Erde



Auf unserem heutigen Ausflug gab es mal keinen Kaffee (der Andrang am Kiosk war so groß, dass a) die Milch ausgegangen war und b) die armen Mitarbeiter keine Zeit zum Kaffee machen hatten), sondern für jeden ein Magnum. Auch nett.

Auf dem Anstieg zum Auto konnten wir diese Kalorien dann gleich wieder abbauen, worauf uns Schilder auf einem latent ätzenden Treppenweg in der prallen Mittagshitze freundlicherweise immer wieder hinwiesen.


Noch 105 Treppen zu steigen. Das entspricht etwa 100 Kalorien oder zwei Würstchen. 


Wie gut, dass ich bereits meinen neuen Sonnenhut tragen konnte. Mut zur Buntigkeit!



Vielleicht sollte ich dann auch noch erwähnen, wo wir heute waren? In Israels spektakulärer Tropfsteinhöhle. Oder, wie es im Film so schön hieß:
Unsere Tropfsteinhöhle ist im internationalen Vergleich eher klein. Aber sie ist trotzdem ein absolutes Naturwunder. 
(Oder so ähnlich) 

Und so ist es auch:



Dieser Beitrag darf wie jede Woche bei Ninjas Sieben mitspielen.

Einen schönen Restsamstag in die virtuelle Runde, wünsche ich :)




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Mittwoch, 24. September 2014

[Buch] David Safier: 28 Tage lang

28 Tage lang28 Tage lang by David Safier
My rating: 5 of 5 stars

Mira, 16, lebt mit ihrer Mutter und ihrer zarten zwölfjährigen Schwester in einem schäbigen Zimmer in einer abgeriegelten, streng bewachten Stadt. Tagsüber schmuggelt sie Lebensmittel für ihre Familie, denn die mageren Rationen reichen kaum zum Überleben. Die Angst, erwischt zu werden ist immer präsent, denn für die Herrscher ist der langsame Hungertod von Mira und ihresgleichen Kalkül: Man will sie loswerden und das Sterben hinter der Mauer geht ihnen noch nicht schnell genug. Als Mira eines Tages erfährt, dass die ganze Bevölkerung weggebracht und getötet werden soll, schließt sie sich einer Gruppe junger Widerstandskämpfer an.

Klingt wie der Auftakt einer weiteren Jugenddystopie?

Das könnte man meinen und ist vom Autor wohl durchaus gewollt. Mit dem Unterschied, dass "28 Tage lang" bereits in Echt passiert ist. David Safiers Jugendroman findet nämlich vor der schrecklichen und zugleich großartigen Kulisse des jüdischen Aufstandes im Warschauer Ghetto statt. Safiers Hauptperson Mira mag seiner schriftstellerischen Fantasie entsprungen sein, dass es Frauen wie sie im Widerstand gab, ist historisch jedoch einwandfrei belegt.

Miras spannende Geschichte spielt sich im Umfeld zahlreicher historischer Persönlichkeiten ab und fügt sich schlüssig in überlieferte Ereignisse aus jenen Tagen ein, sodass man als Leser dem Autor jederzeit seine Version dieser kurzen Episode der Naziherrschaft abnimmt.

Eindringlich schildert Safier das Leben im Ghetto, die zunächst schleichende und später rapide Verschlechterung der Lebensumstände und die perfide Masche der Nazis, der Bevölkerung bis zuletzt einen Funken Hoffnung aufs Überleben zu bewahren und die Menschen dadurch unter Kontrolle zu halten.

Ich finde die Aufbereitung dieses Themas als Jugendbuch gelungen und glaube, dass es die Panem- und Divergent-Generation ansprechen wird.

Auch als Klassenlektüre für die Oberstufe könnte ich mir "28 Tage lang" gut vorstellen, denn die dominierende Frage "Was für ein Mensch willst du sein?" ist für jede Generation und jeden Menschen gleichermaßen relevant.

Frohes Neues Jahr 5775 !

Heute Abend feiern wir in Israel das jüdische Neujahrsfest - Rosh HaShana :)

Und weil ich heute ziemlich beschäftigt bin, werfe ich nur ein paar Videos passend zum Anlass hier rein, die mir dieser Tage gefallen haben:


1. Wo wirst du diese Jahr deinen Apfelschnitz mit Honig essen? Diese Tradition symbolisiert den Wunsch auf ein süßes neues Jahr. (Dieser Clip aus dem Jahr 2011 zeigt diese Tradition auch sehr schön)



2. Coca Cola:

Jaaaaa, ich weiß, es ist Werbung. Aber sie ist genial gemacht und typisch israelisch. Das Lied ist DAS Rosh HaShana-Lied schlechthin und die Sonderedition der Cola-Flaschen greift Wörter und Begriffe aus diesem Lied auf. Zum Selfie-Grüße verschicken. Denn: Rosh HaShana ist das einzige israelische Fest, zu dem Grußkarten verschickt werden.





3. Wie jedes Jahr haben die Ein Prat Fountainheads wieder ein Video gemacht. Ich habe es gerne angehört, obwohl die Verbindung zu den jüdischen Neujahrstraditionen diesmal nicht offensichtlich ist. Es geht mehr um Neuanfänge, Veränderungen und gute Vorsätze.







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Dienstag, 23. September 2014

Gemeinsam lesen #79

Gemeinsam lesen ist eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei, die neuerdings von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher weitergeführt wird - danke dafür!


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Das (leider noch) unvollendete Jugendbuch einer sehr worttalentierten Freundin, Arbeitstitel: "Keep on Dreaming", Seite 215


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Mit gesenktem Kopf arbeite ich mich vorwärts, vorbei an Leuten, von denen ich ab und zu einen verwirrten Blick auffange. 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Dass es unbedingt unter Leute muss! Die Geschichte ist mitreißend erzählt (ich habe heute rund 200 Seiten auf dem Weg zur und von der Arbeit verschlungen), sorgfältig geschrieben und die Charaktere haben alle eine ganz eigene Persönlichkeit. Das hat wirklich Potential und ich wünsche mir sehr, dass "Keep on Dreaming" die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient, wenn es fertig ist.

Neugierige können derzeit hier rein- und mitlesen.


4. Kannst du dich dran erinnern, welches das erste Buch war, dass du jemals selbst gelesen hast? Fing deine Buchleidenschaft schon direkt mit diesem ersten Buch an?

Blöderweise nicht wirklich. Ich zerbreche mir immer mal wieder den Kopf drüber, aber ich komme nicht drauf, welches tatsächlich mein allererstes Buch war. Ich erinnere mich wohl, dass ich sehr leidenschaftlich Enid Blytons Bücher gelesen habe, besonders die "Abenteuer"-Serie, aber meine allerersten Leseerfahrungen waren das nicht. Ein frühes Selbstlesebuch war auch ein geerbtes von meiner Mutter: "Mein lieber kleiner Apfelbaum". Überhaupt haben Schneider-Bücher eine tragende Rolle in meiner frühen Lesesozialisierung gespielt :)  







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Montag, 22. September 2014

12-tel Blick September 2014

Im September tauschen wir die extreme Augusthitze gegen angenehmere Temperaturen am Abend und in der Nacht, aber auch gegen eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Mir fällt die trockene Hitze ja weniger schwer als das, aber wie gesagt, abends frischt es ein bisschen auf, das ist sehr angenehm. Sogar der Gatte jammert nicht mehr pausenlos, sondern nur noch gelegentlich über die Hitze.

Besonders in unserem Park gibt es nach Feierabend einen angenehmen Luftzug, die Bäume werfen die ersten Blätter ab, und der Himmel ist immer mal wieder bewölkt. Regen haben wir bisher allerdings keinen gesichtet, der kommt hoffentlich im Oktober :)





Alle meine 12tel Blicke sammle ich hier. Die Fotos der anderen Teilnehmer gibt es bei Tabea zu bewundern. 



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Samstag, 20. September 2014

Samstagskaffee im Sand


Wir gehen nicht oft an den Strand. Echt nicht. Weder ich noch der Gatte machen uns besonders viel daraus, in der brüllenden Hitze im heißen Sand, umgeben von lärmendem Volk, in der Sonne zu braten. Unsere Tochter sieht das allerdings anders, sie liebt das Meer und den Sand und das Gebuddel und die Wellen. Also sieht der Kompromiss vor, dass wir den Strand im Hochsommer meiden und auch sonst nur am späten Nachmittag/Abend gehen, wenn die notorischen Strandgänger schon wieder zusammenpacken und die Sonne bereits im Abstieg ist. Heute war ein idealer Tag, unsere Strandsaison einzuläuten: Es war warm genug zum Baden, aber nicht zu heiß zum gemütlich auf der Decke liegen und lesen.

"Palmachim" ist ein Strand, der als israelischer Nationalpark geschützt ist. Er liegt abseits der großen Städte und wirkt dadurch ein bisschen ursprünglicher und wilder, als die Stadtstrände. Die Besucher sind typisch israelisch, Touristen haben wir keine wahrgenommen, man fühlt sich unter sich. Hunde sind außerhalb des dezidierten Badestrands geduldet, was unserer Sally natürlich gefiel: Direkt auf der Nachbarsdecke fand sie eine quirlige Spielkameradin und auf der anderen Seite spielte eine junge Israelin auf ihrer Gitarre alte Lagerfeuerlieder zu den - nicht übermäßig lauten - Unterhaltungen ihrer Freunde. Die sie übrigens eben erst kennengelernt hatte. Kurz zuvor hatte sie nämlich noch alleine mit ihrer Gitarre im Sand gesessen, doch in Israel bleibt niemand lang allein. Vor allem nicht junge schwarzhaarige Gitarrenmädchen in knappen Bikinitops ;-)

Neben der Musik wurde unser Aufenthalt untermalt von dem rhythmischen Tock-Tock Tock-Tock des israelischen Nationalstrandsports "Matkot" - Hartgummibälle werden mit Holzschlägern zwischen zwei und mehr Spielern hin- und her gespielt. Ein nervtötendes Geräusch, das aber schnell zu einer Art weißem Rauschen wird: man nimmt es gar nicht mehr wahr.

Mit dem Sonnenuntergang wird es im September schon schnell recht kühl, außerdem innerhalb kürzester Zeit dunkel, sodass sich der Strand schnell leert. Jetzt kommt die Stunde der Surfer, denn die Wellen sind gut, für uns heißt es erstmal "Bye, bye Palmachim, wir kommen wieder!"



Auch diesen Kaffee stelle ich wie jede Woche bei Ninjas Sieben auf den Tisch.




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Freitag, 19. September 2014

[Lieblingsrezept] Gnocchi mit Pesto-Sahne-Soße

Heute mal wieder ein Lieblingsrezept für den stressigen Alltag. Etwas ähnliches hat eine Freundin mal als Beilage serviert und ich fand es einfach genial, weil so easy.



Gnocci mit Pesto-Sahne-Soße

Zutaten: 
  • 1 Packung Gnocchi (ich bevorzuge Minis) 
  • Pesto 
  • Schlagsahne 
Zubereitung: 
  1. Gnocchi nach Packungsanweisung kochen. 
  2. In der Zwischenzeit in einer Schüssel etwa einen Esslöffel Pesto mit Sahne zu einer sämigen Soße verrühren. Etwas Frischkäse oder Crème fraîche macht sich auch gut :) 
  3. Die Gnocchi noch heiß in die Schüssel geben und mit der Soße verrühren bis sie rundum mit Sauce bedeckt sind. 
  4. Sofort servieren.



Lasst's euch schmecken :)



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Mittwoch, 17. September 2014

[Buch] Emma Donoghue: Room / Raum


--- Vorsicht Spoiler! Wer dieses Buch noch nicht kennt und sich überraschen lassen will, sollte die folgende Rezension lieber nicht lesen. ---



RoomRoom by Emma Donoghue
My rating: 5 of 5 stars

Eines der Bücher, die mich in letzter Zeit am nachhaltigsten beschäftigt haben ist "Room" von Emma Donoqhue.

"Room" wird aus der Sicht von Jack erzählt, einem fünfjährigen Jungen, der sein ganzes bisheriges Leben mit seiner Mutter in einem kleinen Gartenschuppen verbracht hat. Dieser Schuppen ist für ihn die ganze Welt, es gibt ein Bett, einen Schrank, ein Klo, ein Bad, eine Kochecke, einen Teppich, einen Tisch und Stühle, ein Oberlicht und einen Fernseher. Erst mit der Zeit erfährt der Leser, was man anfangs nur ahnt, nämlich dass Jacks Mutter entführt wurde und von "Old Nick", der immer nur nachts kommt, gefangen gehalten wird. Dennoch ist es für Jack kein offensichtlich unglückliches Leben, denn seine Mutter tut alles dafür, die Tage mit kindgerechten Aktivitäten zu füllen. Sie basteln und erzählen sich Geschichten, machen Turnübungen und sehen nur selten fern. Für Jack ist nichts was er im Fernsehen sieht "echt", denn seine Mutter hat ihn in dem Glaube erzogen, dass nur ihre eigene kleine Welt, so wie sie ist, echt ist. Daher vermisst Jack auch die Freiheit nicht, wenn ihm auch manches bedrohlich und seltsam erscheint. Daher überfordert es ihn zunächst, als seine Ma ihm eines Tages, kurz nach seinem fünften Geburtstag, plötzlich versucht zu erklären, dass sie versuchen müssen, aus dem Raum zu fliehen.

Ich wusste bereits vorher, dass es in diesem Buch um eine fiktive Annäherung an den Fall "Fritzl" geht. Was ich nicht wusste, ist, dass nur etwa ein Drittel von "Room" die Gefangenschaft beschreibt und der weit größere Teil des Romans sich damit auseinandersetzt, wie Jack und seine Ma nach der Flucht quälend langsam ins wirkliche Leben (zurück) finden. Das hat mich aufgewühlt, denn die Medien beschäftigen sich in der Regel doch nur sehr kurzfristig mit solchen Fällen und schlachten allenfalls ein paar Wochen lang reißerisch die grauenhaften Bedingungen in Gefangenschaft aus, bevor der Fall von anderen Topmeldungen abgelöst wird.

Wie es den Betroffenen eine Woche, einen Monat oder ein Jahr später geht, erfährt man meist nicht. Natürlich geht es dabei auch um den Schutz der Privatsphäre dieser Menschen, und ich erwarte nicht, dass die Medien die Opfer jahrelang wie im Reality TV begleitet, aber ich habe mich schon einige Male gefragt, ob und wie so jemand es wohl schafft, wieder ein annähernd normales Leben zu führen.

Diesen Aspekt hat Emma Donoghue in "Room" behutsam und feinfühlig aufgegriffen und - nach meinem Empfinden - sehr vorstellbar erzählt. Die Überforderung damit, was sich "draußen" alles verändert hat. Wie fremd Familie und Freunde geworden sind, wie beängstigend und unfassbar schwierig für Jack viele ganz alltägliche Dinge sind, weil er sie schlicht nicht kennt, die ganz einfachen Dinge, die er zum ersten Mal lernen muss, während er intellektuell in anderen Bereichen schon viel weiter war, die Nachrichten über sich selbst, denen sie immer wieder ausgesetzt werden, etc.

"Room" hat viele sehr schwierige Momente, einige herzzerreißend, andere machten mich richtig wütend, aber auch Humor und alles getragen von einer ganz wunderbaren Mutter-Sohn-Beziehung.

Letztlich endet "Room" hoffnungsvoll. Allen Widrigkeiten und schrecklichen Erlebnissen zum Trotz, schaffen es Jack und Ma sich einen neuen Anfang zu erkämpfen. Das ist wunderbar, und ich wünschte mir, dass es auch für die Vorbilder dieses Romans mit der Zeit eine lebbare Zukunft geben kann.



Auf Deutsch ist "Room" im Piper-Verlag erschienen.



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Dienstag, 16. September 2014

Gemeinsam lesen #78

Gemeinsam lesen ist eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei, die neuerdings von Weltenwanderer und Schlunzen-Bücher weitergeführt wird - danke dafür!


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

David Safier:  28 Tage lang, Seite 165


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Simon hatte sich in der Zwischenzeit kein einziges Mal mehr hier blicken lassen, anscheinend hatte er das Gefühl, genug für uns getan zu haben. 

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Puh, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. 28 Tage lang ist so intensiv, dass ich es nur ungern aus der Hand lege und stattdessen am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde. David Safier schafft von Anfang an eine sehr dichte Atmosphäre, die stark an dystopische Jugendromane erinnert, was gut ist, weil das Buch dadurch bei Jugendlichen einen Nerv trifft. Andererseits fällt es dadurch unter Umständen auch leicht(er) zu "vergessen" oder auszublenden, dass die Greuel im Warschauer Ghetto tatsächlich passiert sind und dass es Kinder und Jugendliche wie Mira und Hannah "in Echt" gegeben hat. Ich denke daher, dass sich der Roman gut als Schullektüre eignen würde und würde mir wünschen, dass Jugendliche, die ihn alleine lesen, jemanden haben, mit dem sie das Gelesene besprechen und aufarbeiten können.


4. In welches Genre würdest du dein Buch einordnen? Liest du hauptsächlich solche Bücher oder ist dir das Genre egal?

Historisches Jugendbuch / Dystopie 

Ich habe in den letzten Jahren irre viel dystopische Jugendbücher gelesen (Hunger Games // Matched // Margaret Atwood: Der Report der Magd // Jennifer Benkau: Dark Canopy // Gemma Malley: The Declaration // Caragh O'Brien: Birthmarked // Lauren Oliver: Delirium // Veronica Roth: Divergent // Julie Kagawa: Blood of Eden // etc...), teilweise war es wie eine Sucht :)  Die ist inzwischen etwas abgeebbt, aber es ist auf jeden Fall ein Genre, das mich sehr nachhaltig begeistert und bei der Stange gehalten hat. Prinzipiell lese ich mich aber quer durch die Genres, da bin ich nicht wählerisch. 







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Montag, 15. September 2014

Ein Lieblingsfilm wird 75

Und zwar der Film, der Hollywoodgeschichte geschrieben hat, in einer Zeit in der Farbfilme noch die Ausnahme waren und von Special Effects noch kaum jemand gehört hatte. Ein Film aus einer Zeit, in der dessen beliebteste Nebendarstellerin zwar den Academy Award gewinnen, die Filmpremiere in Atlanta aber wegen der damaligen Rassentrennungsgesetze nicht besuchen durfte und bei der Oscarverleihung an einem Sondertisch weit ab von ihren Kollegen sitzen musste.

Die Rede ist natürlich von Gone with the Wind mit Clark Gable und Vivian Leigh als Rhett und Scarlett. 
Ein Film, den ich immer wieder gern sehe, weil er einfach großartig ist, und sollte er irgendwann in einem Filmtheater in meiner Nähe gezeigt werden, werde ich sofort hinrennen. Einmal Rhett und Scarlett auf großer Leinwand sehen und sterben, oder so.... *schmacht*


Im Zusammenhang mit dem Jubiläum habe ich einige Webfundstücke gesammelt.

Wer keine englischen Artikel lesen mag, klickt einfach weiter zum Trailer :)

1)  Hattie MacDaniel nimmt ihren Oscar entgegen und ein paar Hintergründe dazu (Englisch)

2)  Eine faszinierende Geschichte über den Verbleib der Tara Filmkulisse (Englisch)

3) 10 Fakten über "Gone with the Wind", Margaret Mitchells einzigen Roman (Englisch)

Mir gefällt Punkt #3 am besten und weniger, dass die Frau so jung ums Leben kommen musste.
Despite spending 10 years of her life working on the tome, Mitchell didn’t really have much intention of publishing it. When a “friend” heard that she was considering writing a book (though in fact, it had been written), she said something to the effect of, “Imagine, you writing a book!” Annoyed, Mitchell took her massive manuscript to a Macmillan editor the next day. She later regretted the act and sent the editor a telegram saying, “Have changed my mind. Send manuscript back.”
4)  Was ist aus dem berühmten Vorhangkleid geworden? Gone with the Wind - Ausstellung (Englisch)


And finally...

Der Geburtstagstrailer :)





Viel Spaß damit :)


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Sonntag, 14. September 2014

Alle hundert Jahre....

... muss mal ausgemistet werden* widerfährt mir ein hochproduktiver Aufräumflash. Schön ist es, wenn er mir an meinem freien Tag widerfährt und ich ihm tatsächlich nachgeben kann.

Eigentlich hat sich dieser Flash bereist gestern angekündigt, da war nämlich schon das Bücherregal dran (wie hier erwähnt mit überraschendem Fund). Ich liebe ja mein Expedit, den multifunktionalen Raumteiler, denn es teilt unsere Wohnküche in einen Eingangs- und Wohnbereich und sieht dabei auch noch zeitlos gut aus.



Auf der Wohnseite sind hauptsächlich Bücher zu sehen, während die Rückseite neben noch mehr Büchern auch viel Platz für allerlei Kram bietet. Zeug, das bei nächster Zeit in den Keller soll zum Beispiel. Oder der Kasten mit Sonnenhüten, Mützen, Schals, Sonnencreme. Diverse Kabel liegen in einer Schublade und überhaupt, Kram eben. Unter anderem hat unsere Tochter auf der "pragmatischen" Expeditseite auch ein Fach für ihre Schulsachen. So ist immer alles griffbereit, und sie kann ihren Rucksack packen, ohne alles quer durch die Wohnung zerren zu müssen.

Buchpedantisch habe ich heute noch mal etwa eine Stunde verbracht, Bücher im Expedit hin- und her zu organisieren, bis alle an ihrem "richtigen" Platz waren.

Danach machte ich mich auf ins Schlafzimmer. Unsere Nachttischchen und die Kommode waren eine Katastrophe. Stapelweise Bücher (trotz Kindle) und Vorlesebücher hatten jede Menge Staub angesetzt (und auf des Gattens Seite noch einige andere seltsame Dinge). Also eine halbe Stunde Bücher abgewischt und bei der Gelegenheit auch gleich das dazugehörige Mini-Expedit im Kinderzimmer komplett aus- und wieder eingeräumt. Jetzt stehen sie alle wieder schön wo sie hingehören, die Bücher. Nur die von Vater und Tochter gleichermaßen geliebten "Curious George"-Sammelbände durften im Schlafzimmer bleiben. Bei mir ein bisschen mehr. Aus Gründen.

Nach dieser staubigen Mission nur noch schnell den Fußboden im Schlafzimmer frei geräumt und den Roboter dort ausgesetzt. Ich mag ihn schon sehr, unseren Herrn Nilsson, wenn mir seine Reinigungsstrategie auch nicht immer restlos einleuchtet. Aber er übt ja auch noch. 

Wo ich schon mal dabei war, räumte ich anschließend das Kinderzimmer auf. Das mag ich ja grundsätzlich (hier hatte ich mal erklärt wie und warum) und es war diesmal auch gar nicht sooooo schlimm. Obwohl sich auf dem Kleiderschrank auch schon wieder eine ordentliche Schicht Staub angesammelt hatte. Mit einem Wisch ist alles weg. Oder so.

Unter ferner liefen verbuche ich das Bad, die Wäsche, das Geschirr und das gründliche Saugen der Sofas von Hand. (Man wird fast ein bisschen saugfaul mit so einem Roboter und ertappt sich dabei, das Ding einfach aufs Sofa setzen zu wollen stattdessen....)

An unserem kunterbunten Reisetagebuch habe ich den ganzen Tag über immer mal wieder ein bisschen gebastelt. Das sollte knapp einen Monat nach dem Urlaub jetzt doch mal fertig werden, finde ich. Eigentlich hätte es ja ein Gemeinschaftsprojekt für die ganze Familie sein sollen, aber irgendwie konnte ich dafür keine begeisterten Mitstreiter finden... (Die Begeisterung beim Durchblättern entschädigt mich aber dafür)


Eigentlich wollte ich auch ganz viel schreiben heute. Mein Kopf läuft gerade fast über vor Blogideen, aber die Zeit zum Schreiben fehlt. Und heute wollte die Energie eindeutig nur in handfeste Tätigkeiten investiert werden. Aber ein paar Stichpunkte schreibe ich mir gleich noch auf, damit ich die Ideen nicht vergesse.

Wie ist das bei euch? Habt ihr auch manchmal Tage, an denen ihr doppelt so viele Stunden gebrauchen könntet, weil ihr plötzlich so viel Tatendrang und Ideen habt? Ich hätte heute gut noch 5-6 Stunden weiter werkeln können, wenn ich das Kind nicht vom Hort hätte abholen müssen...



*Zitat aus: Ritter Rost und die Zauberfee


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Samstag, 13. September 2014

Samstagskaffee und ein Regalfund


Heute gab es bei uns Pfannkuchen zum Frühstück. Oder auch Pamnkecks, wie meine Tochter sagt. Mit Ahornsirup (ich) und Schokoladensoße (sie). Kaffee für mich und den Gatten gab es natürlich auch dazu, klar.

Wie bereits gestern, fiel uns auch heute auf, dass ein wespenartiges Flugvieh immer wieder eine Runde in unserer Wohnung dreht. Immer wenn wir es grade zur einen Balkontür gejagt hatten, kam es im nächsten Moment auf der anderen Seite wieder rein. Wir scherzten schon, dass wir ihm wohl bald einen Namen geben müssten, wenn es weiterhin so gerne hier zu Besuch ist. Ein großes Rätsel also, auf das ich noch zu sprechen kommen werde.

Nach dem Frühstück hat jeder von uns so ein bisschen sein Ding gemacht, nachdem der Versuch meiner beiden Helden, Monopoly zu spielen, erstmal gescheitert war. Ich bin ja der Meinung, für Monopoly ist man mit 7 noch ein bisschen zu klein, vielleicht wäre die Juniorausgabe was. Mal sehen.

Gegen Mittag packte mich der Rappel und ich machte mich daran, mein Bücherregal mal wieder gründlich vom Schrott zu befreien und sauber zu machen. Eine langwierige Aufgabe, obwohl ich eigentlich recht wenige "echte" Bücher besitze, dafür ist in Israel auch der Staub etwa 1000x so hässlich wie in Deutschland...

Ich will gerade den letzten Stapel aus dem Regal nehmen, als ich stutze. Am "Zauberberg" hängt ein - sogar für meine Verhältnisse - großes Stück Dreck - wo kommt das bloß her? Beim genaueren Hinsehen wird mir klar, dass das nicht einfach nur irgendein Stück Dreck sein kann. Dafür ist es zu perfekt geformt und die Öffnung vorne ist auch verdächtig. Es muss irgendein Insektennest sein und als ich es der Familie zeige sagt der Mann spontan: Womöglich ist da dieses Fliegvieh rausgekommen! Spannender Gedanke, denke ich mir und werfe Google an. Tatsächlich werde ich schnell fündig. Es handelt sich zu hoher Wahrscheinlichkeit um ein Nest der orientalischen Mörtelwespe. Laut der Stadtverwaltung Zürich, und die Schweizer sind in solchen Dingen ja sehr genau, nicht schädlich und daher getrost zu ignorieren oder beobachten. Wir haben das Buch erstmal wieder ins Regal gestellt. ^^

Ob ich diesen Fund auch bei Ninja auf den Kaffeetisch stellen darf? Ach was soll's, ich mach's einfach:

Samstagskaffe #62





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Freitag, 12. September 2014

12 von 12 im September 2014

Hallo ihr Lieben,

heute war wieder 12 von 12 und ich hatte im Vorfeld sooooooo viele Motivideen, die ich dann wieder fast alle verpasst habe. Aber nun gut.

An diesem Freitag habe ich relativ lange geschlafen und war danach schwimmen. Ein Selfie im Badeanzug und ein Foto von unserem glitzerblauen Schwimmbecken hätte ich gerne verwirklicht, aber das Selfie fiel mir erst wieder ein, als nach der Dusche mein Badeanzug längst im Handtuch zerknüddelt wieder in der Tasche lag. An das Schwimmbeckenmotiv erinnerte ich mich irgendwann im Laufe des Nachmittags... Daher gibt es den Badeanzug nur auf dem Wäscheständer zu sehen und zum Ausgleich ein Fußselfie in meinen himmelblauen Havaianas zum Lieblingskleid, das von so manchem wohlwollenden Menschen schon als "kleines Schwarzes" bezeichnet wurde. Stilbruch total also.

Der Himmel war heute blau mit etwas Wölkchen, die Temperaturen um die 30 Grad und die Sonne strahlend hell. Der Hund genießt das ja, mein Mann weniger, aber der Herbst kommt. Langsam, aber er kommt.

Im Park nach Fünf ist es die Tage schon richtig angenehm.

Und als ich im Oberstaufner Livestream sehen musste, wie nasskalt es in Deutschland zur Zeit ist, bin ich doch froh über unser sommerliches Wetter hier.

Kaffee gab's heute auch, Wein zum Abschalten am Abend und ansonsten habe ich heute eher vor mich hin gedusselt, ein paar Bücher in und her sortiert und über eine Leseliste sinniert, damit ich den SuB vielleicht mal ein bisschen kleiner kriege. Also nichts spektakuläres, aber klickt euch doch einfach durch.


Und ihr so? Habt ihr euch schon alle brav bei Frau Kännchen verlinkt?



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