Sonntag, 31. August 2014

12tel Blick August 2014

Auf den letzten Drücker kommt hier noch schnell mein Augustbild für den 12tel Blick. 

Aufgenommen habe ich es vor ein paar Tagen, unmittelbar nach unserer Rückkehr aus dem wunderbar erholsamen Heimaturlaub. Ein typischer Tel Aviver-Augusttag war das, mit hoher Luftfeuchtigkeit (fühlt sich dann am ganzen Körper so richtig eklig-klebrig an) und über 30 Grad. 

Außerdem wurde an diesem Tag auch der "richtige" Waffenstillstand offiziell verkündet. Ein Sommer überschattet von Kriegsgeschrei und nervenaufreibendem Alltag für alle daheimgebliebenen Israelis geht nun so langsam zu Ende. Die Schulen starten am Monat wie gewohnt und ab September wird es auch wettertechnisch meist deutlich kühler und angenehmer. 



Alle meine 12tel Blicke sammle ich hier. Die Fotos der anderen Teilnehmer gibt es bei Tabea zu bewundern. 



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Samstag, 30. August 2014

Samstagskaffee im Vorbeigehen



Meinen Samstagskaffee habe ich heute gefroren und "to go" genommen, weil ich sowieso grade unterwegs war. Als mich seinerzeit vor etwa 11 Jahren eine Freundin auf "Barad", den typischen israelischen Eiskaffee, aufmerksam machte, war das für mich eine Offenbarung, und ich freue mich immer, wenn ich mir diesen Treat mal gönnen kann :)

Ansonsten war der Tag wenig spektakulär. Vormittags, habe ich eine Stunde unseren neuen "Herrn Nilsson" (klick) beim Saubermachen beobachtet, während Mann, Hund und Kind im Park waren. Außerdem endlich den Koffer endgültig aus- und verräumt und überhaupt alles mögliche hin- und hergeschoben.

Später mit dem Kind die Schultasche für Montag vorbereitet, dann geht die zweite Klasse los und sie hat im Moment noch nicht wirklich Lust drauf. Mal seh'n, wie das so wird... Hm..

Spätnachmittags habe ich mich dann mal wieder an die Buchführung gemacht. Seit Juni stapeln sich die Zettel, Quittungen und Kreditkartenabrechnungen, es war wirklich bitter nötig, da mal wieder Ordnung zu machen. Normalerweise setze ich mich einmal im Monat konsequent dran, sonst ist es so ätzend, aber irgendwie kam mir im letzten Vierteljahr so viel Alltag (und Urlaub dazwischen).

Zu guter Letzt habe ich es auch geschafft, online einen Termin bei der Deutschen Botschaft zur Reisepassverlängerung meiner Tochter zu fixieren. Der Pass ist nämlich unlängst abgelaufen, und auf dem Foto (aufgenommen vor ihrem ersten Geburtstag) sieht sie ohnehin schon länger aus, wie ein ganz anderes Kind.

Fazit für heute: eher langweilig, aber nicht ganz uneffektiv, dieser Samstag.


Diesen Kaffee stelle ich wie immer bei Ninja auf den Tisch. Weiterhin ein schönes Wochenende euch!


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Montag, 25. August 2014

Schulanfang auf Israelisch

Wir sind noch nicht wieder aus dem Urlaub zurück, als mich ein Brief der Rektorin zum Schulanfang erreicht. In unserer Stadt soll die Schule wie geplant am 1. September beginnen, die Raketenalarme halten sich bei uns Gott sei Dank nach wie vor in Grenzen. Dennoch ist auch unser Infobrief voller Details, die "die Situation" hier betreffen.
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Auszüge:
* Die Schutzräume unserer Schule sind bereit und für alle Eventualitäten gerüstet. (Wasser, Tragbahre, Radioreceiver, etc.)
* In den ersten Schultagen werden wir Übungen machen, wie die Schutzräume während des Unterrichts und in den Pausen aufzusuchen sind.
* Wir werden die Kinder darüber aufklären, wie sie sich im Fall eines Alarms zu verhalten haben. Wir haben 90 Sekunden Zeit, den zugewiesenen Schutzraum aufzusuchen. Kinder, die nicht bei ihrer Klasse sind, werden angewiesen, in den nächsten Schutzraum zu rennen.
* Klassenräume, die gleichzeitig als Schutzraum fungieren, werden umgestaltet, um im Ernstfall mehr Kinder aufnehmen zu können.
* Zum Schulanfang werden wir mit den Kindern über die Situation sprechen und Aktivitäten zur Beruhigung, Spannungslösung und Äußerung von Emotionen durchführen.
* Falls ihr bei eurem Kind Anzeichen von Stress oder Angst bemerkt, gebt uns bitte Bescheid, damit wir entsprechend reagieren und darauf eingehen können.
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Irgendwie ist es ja beruhigend, dass sie sich über alles so detailliert Gedanken gemacht haben, aber unmittelbar nach der totalen europäischen Normalität ist es schon auch ein ziemlich mistiger Kontrast. Dabei war ich ganz sicher, der Krieg ist bis zu unserer Rückkehr längst vorbei. So kann man sich täuschen. Seufz.


Sonntag, 17. August 2014

Urlaubsmodus

Ihr habt's ja schon gemerkt... Ich bin im Urlaub und daher nicht wirklich hier präsent. Es gäbe so einiges zu schreiben und zu erzählen, aber irgendwie fehlt mir der Antrieb dafür, auf der faulen Haut lebt es sich nämlich ganz gut. Und an den PC zieht es mich zur Zeit nicht wirklich ;-)

Deshalb habe ich auch die 12von12 auch in diesem August wieder ausgelassen und bin bei all den anderen regelmäßigen Aktionen ebenfalls nicht wirklich vertreten, aber das passt schon. Auch der Blog-Alltag hat mich bald (in einer guten Woche schon) wieder.

Wer mir auf Instagram (photo_fragment) folgt, kriegt zur Zeit ab und an Urlaubsbilder zu sehen. Einige der beliebteren der letzten Tage zeige ich euch mal:

Das vielleicht schönste Karussel, das ich je gesehen habe (in Strassburg):

Nostalgische Brettspielrunde - Sagaland!

Noch mal Strassburg - so hübsch hatte ich die Stadt überhaupt nicht in Erinnerung:
  
Highlight bei Freunden: Stockbrot und Würstchen im paradiesischen Garten

Beeren, Beeren, Beeren


Ihr seht, wir lassen es uns gut gehen (obwohl wir unsere Lieben in Israel natürlich vermissen) und denken nicht wirklich an schnöde Alltagsdinge. Einmal im Jahr darf man das :)  In diesem Sinne - bis bald wieder! 

Montag, 11. August 2014

2. Samstagskaffee aus dem Urlaub

Man kommt im Urlaub zu nix. Das heißt, schon, aber nicht zum gemütlichen, ausführlichen Bloggen und zum Lesen ist auch kaum so richtig Zeit. Aber es spricht ja durchaus für den Urlaub, denn es bedeutet, dass man, also wir, viel zu beschäftigt mit allerlei Aktivitäten jenseits der elektronischen Geräte ist. 
Gestern wäre Samstagskaffee dran gewesen. Den haben wir in der Schweiz, im hübschen Romanshorn in Form von Eiskaffee eingenommen. Dorthin kamen wir mit der Bodenseefähre (wie früher in meiner Kindheit) aus Friedrichshafen, wohin wir mit Oma und Opa mit der Bahn per Baden-Württemberg-Ticket gereist waren. Ein haargenau getakteter, sehr erfüllter und einfach richtig schöner Familienausflug war das.
Ansonsten waren wir letzte Woche in Tripsdrill, lebensmüde Achterbahn fahren, Zahnradbahn fahren und Hochseilklettern in Karlsruhe und ein wenig einkaufen. Heute waren der Herr und ich, wie es unsere eheliche Urlaubstradition seit einigen Jahren quasi vorschreibt, im kultigen OV-Kino in Stuttgart. Nur dort werden ausschließlich englische, sprich unsynchronisierte, Filme gezeigt. In zwei alten Kinosälen, mit leicht angestaubten Sesseln, freier Platzwahl, und einer breiten Ablageleiste für Bier und salziges Popcorn. Die Leinwand ist verglichen mit modernen Kinopalästen niedlich klein, aber es ist gerade dieses Ambiente, das das Corso so kultig macht. Abgesehen davon, dass ich wegen der lästigen deutschen Synchros mit meinem Mann ohnehin nicht mit Spaß woanders hingehen könnte.
Diesen Beitrag stelle ich noch bei Ninjas Sieben auf den Samstagskaffeetisch: 
 

Dienstag, 5. August 2014

5.8. - Tagebuchblogging !

Den heutigen Monatsfünften hätte ich fast verpasst. Im Urlaub vergehen die Tage weitgehend ohne Kalender, aber als ich vorhin durch mein feedly blätterte, blieb ich an fr.bruellens Ankündigung für den Tagebuchtag hängen. 
 
Unser Tag war gut gefüllt: Morgens machten wir mit dem Opa eine kleine Radtour, danach fuhren wir nach Waldenbuch zu Ritter Sport. Dort kann man zwar leider nicht spontan die Schokoladenfabrik besuchen und womöglich aus den Zubern schlecken, aber es gibt eine große interaktive Ausstellung rund um die Schokoladenherstellung und die über 100-jährige Firmengeschichte von  Ritter Sport. Große und kleine Spielkinder können Kakaobohnen kosten, Aromen erschnüffeln, alte Werbefilme, Anzeigen und Verpackungen ansehen und die verschiedenen Produktionsstufen der Schokoladenherstellung nachvollziehen. (Schokolade kaufen kann man natürlich auch. In allen Varianten und auch als extra günstige Test- oder Mängelware, gefährlich, gefährlich!)
 
Tageshighlight unserer Tochter: Das Schokoladenfabrikmodell, das Besuchern auf Knopfdruck per Modell-LKW Ritter Sport Minis ausliefert :)

Gleich nebenan unterhält Ritter Sport ein kleines feines Museum für moderne Kunst. Farbenfrohe Installationen und Werke deutscher Künstler werden dort zur Zeit ausgestellt, ein Audioguide hatte auch für Kinder ansprechende Erklärungen. Sehr toll.
 

Nach Ritter Sport machten wir uns auf zu Kaffee und Kuchen in die nahe gelegene Eselsmühle. Die Tagline "ein Stück heile Welt" trifft hier voll zu: Bioladen, Demeter-Bäckerei, Cafe-Garten mit freilaufenden Hühnern und Gänsen, Esel und Ponyreiten vor malerischer Fachwerkkulisse mitten in der Natur und ein echtes Mühlrad kann man sich auch ansehen. Diesen Tipp haben wir meiner Schwester zu verdanken - wir lieben dich dafür!

 
 
 
 

Ein wirklich schöner Tag alles in allem.
 
Andere 5.8.-Tagebücher findet ihr auch diesen Monate wieder hier.
 
 
 
 

Montag, 4. August 2014

Nachgereicht: 12-tel Blick Juli 2014

Im Juli befindet sich Israel im Krieg mit der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen. Raketenalarm und die lauten dumpfen Explosionen der Abfangraketen des Iron Dome gehören auch in Tel Aviv zum Alltag.

Der Himmel ist blau, es ist sehr heiß. Aber genießen kann den Sommer in der Region keiner.



Alle meine 12tel Blicke sammle ich hier. Die Fotos der anderen Teilnehmer gibt es bei Tabea zu bewundern.



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Sonntag, 3. August 2014

Samstagskaffee verspätet

Meinen Samstagskaffee habe ich diese Woche in der Heimat eingenommen. Seit Donnerstag sind wir bei meiner Schwester nahe Frankfurt, später geht es weiter zu meinen Eltern. 

Die letzten Tage waren schön entspannt, unsere Kinder verstanden sich mit kurzen Aussetzern blendend, erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sie doch einige Jahre auseinander sind, sich sehr selten sehen und auch noch eine kleine Sprachbarriere überwinden müssen. Ihr unbeschwertes selbstständiges Spiel mit Autos, Straßen, Schnecken, Käfern und Meerjungfrauen war sehr toll zu beobachten. 

Wir Erwachsenen ruhten uns primär aus, die letzte Wochen waren für uns emotional doch sehr anstrengend, und genossen die Stille, die grüne Natur und sogar ein erfrischendes Sommergewitter.

Ein bisschen surreal ist es zu sehen, wie gemütlich es sich hier vor sich hin lebt. Gerade im Vergleich zu unserem derzeitigen Alltag in Israel fällt mir das diesmal besonders auf. 

Ihr Europäer wisst gar nicht, wie gut ihr es habt, wie selig ihr euch schätzen dürft, dass ihr einen lauten dumpfen Knall nicht sofort mit dem Iron Dome in Verbindung bringt. Oder bei einem anfahrenden Motorrad oder einem Martinshorn direkt noch mal ganz genau hinhört, ob womöglich schon wieder Alarm ist. 

Ja, wir beginnen, unseren Urlaub zu genießen,  aber die emotionale Verbindung nach Hause lässt sich dennoch nicht ganz kappen: Wir reden viel über die Situation und ich frage mich, wie lange noch? Wie viel Leid wird in Israel und Gaza noch passieren, während wir hier im Ferienmodus sind?
 


 
 


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