Sonntag, 30. März 2014

[BIWYFI] Dankbar im März

Beauty IWhere You Find I...    (heute zum letzten Mal*)

Der für unsere Familie wichtigste Termin im März ist der Geburtstag unserer Tochter. Unsere Dankbarkeit für dieses wunderbare Wesen, das seit sieben Jahren bei uns lebt, ist wirklich grenzenlos. 


Dankbar bin ich jedes Jahr wieder, dass ich zu ihrem Geburtstag Erdbeertorte machen kann. Erdbeeren liebt sie sogar mehr als Süßigkeiten.



Und nach dem Familienfest (in den letzten Jahren oft mit Grillen) bin ich jedes Jahr sehr, sehr dankbar, dass es überstanden ist. (Noch dankbarer wäre ich nur, wenn ich sagen könnte, dass auch der Kindergeburtstag schon hinter mir liegt...)




* Beauty is where you find it war ein wöchentliches Fotoprojekt von Nic auf Luzia Pimpinella zu jeweils am Anfang des Monats festgelegten Themen. Leider ist dieses Projekt diese Woche zuende gegangen, noch bevor es für mich richtig angefangen hatte. Aber wie sagt Nic zum Abschied so schön: "Bleibt neugierig..." 

Danke Nic für drei schöne Monate !



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Samstag, 29. März 2014

[Buch] Frank Schätzing: Breaking News

Breaking NewsBreaking News by Frank Schätzing
My rating: 4 of 5 stars


Starreporter Tom Hagen hat schon alles gesehen. In den Krisengebieten dieser Welt jagt er Bilder und Stories für seine spektakulären Reportagen, die man ihm in der Heimat aus den Händen reißt. Dabei hält er sich weder an äußere Vorschriften, noch an die Regeln menschlicher Vernunft und sieht auf alle herab, die nicht ebenso denken wie er. Als er bei einer riskanten Geiselbefreiung in Afghanistan durch seine Sensationsgier den Tod von mehreren Menschen verschuldet, stürzt er in eine tiefe Krise und muss sich fortan als Freelancer eines drittklassigen Online-Magazins durchschlagen. Drei Jahre später ergreift Tom in Israel die dünne Chance auf ein Comeback und sticht unversehens in ein Wespennest von unwahrscheinlichem Ausmaß. Plötzlich geht es nicht mehr nur um sein Renommee, sondern um Leben und Tod.

Yael Kahns Familie lebt seit vier Generationen in Israel. Ihre Urgroßmutter war dabei, als David Ben Gurion 1948 den Staat ausrief, ihr Großvater wuchs Tür an Tür mit Arik Scheinermann auf, dem späteren Ariel Sharon. Über die Jahrzehnte erlebt die Familie Kriege und Tragödien, säkulare Hoffnung und religiösen Wahn, Friedensverhandlungen, Terror und Attentate - die ganze Bandbreite israelischer Geschichte bis heute.

Als Yael und Tom sich begegnen, sind die Schatten der Vergangenheit den beiden bereits auf den Fersen und zwingen sie zur Zusammenarbeit, um zu überleben und vielleicht eine unglaubliche Verschwörung aufzudecken.


Mit seinem neuen Roman ist Frank Schätzing ein großes Wagnis eingegangen. Nicht nur hat er versucht, die Geschichte des Staates Israel und den hochkomplexen Nahostkonflikt lesbar abzubilden, nein, er hat mit Arik Sharon als Schlüsselperson seiner historischen Rückblenden einen der bekanntesten und kontroversesten Charaktere eben jenes Konfliktes gewählt und dessen Todesumstände fiktiv in Mord umgedeutet. Dazu gehört schon eine gute Portion schriftstellerischer Mut. Entsprechend gespannt war ich auf das Ergebnis und konnte es kaum erwarten, "Breaking News" zu lesen.

Wie es sich für einen echten Schätzing gehört ist auch "Breaking News" recht umfangreich. 950 Seiten liest man nicht mal eben so weg, obwohl der Autor durch ständige Perspektivwechsel und Sprünge in der Zeitschiene von Anfang an eine gewisse Grundspannung aufbaut, die es mir leicht machte, am Ball zu bleiben. Trotzdem sollte man ihm etwa 250 Seiten Zeit geben, bis man sich eingelesen und mit den zahlreichen Orten und Personen vertraut gemacht hat. Richtig Fahrt nimmt die Handlung Richtung Halbzeit auf, ab dann war es für mich ein Selbstläufer - ich musste einfach wissen, wie es weitergeht. Nicht nur für Tom Hagen und Yael Kahn, sondern auch für ihre Familie aus den Rückblenden. Die erzählt Schätzing als berührende Familiensaga unterfüttert mit solide recherchierten historischen Informationen. So aufbereitet wird der Stoff greifbarer als ein Geschichtsbuch oder Wiki-Artikel. Ich persönlich hatte, trotz vereinzelter Längen, die man vielleicht behutsam hätte kürzen können, nicht den Eindruck, permanent Informationsblocks serviert zu bekommen, die meinen Lesefluss stören.

Israelfreunde werden "Breaking News" schon allein dafür mögen, dass Schätzing auch die dunklen Kapitel israelischer Geschichte, von denen er durchaus einige erwähnt, nicht platt verurteilt sondern in einen Gesamtzusammenhang stellt. Auch seinem Ariel Sharon begegnet er weitgehend verständnisvoll und stellt immer wieder die Verbindung zu der Person hinter dem "Hardliner" her. Ich hatte überhaupt nicht den Eindruck, dass hier - mal wieder - ein Außenstehender den mahnenden Zeigefinger erhebt, um die Schuldfrage des Nahostkonflikts zu weiten Teilen auf Israel abzuwälzen. Vielmehr nutzt Schätzing seine Protagonisten dazu, dem Leser die vielen Gesichter Israels zu zeigen, das Innenleben der Gesellschaft und ihren Umgang mit der ständigen Anspannung. Das wirkt auf mich als Wahlisraelin authentisch, was ich Schätzing hoch anrechne, denn es zeigt, dass er sich mit den Menschen tatsächlich auseinander gesetzt hat. Klar, das eine oder andere Klischee ist schon dabei, aber insgesamt bin ich nur über eine Handvoll wirklicher Unstimmigkeiten in der Darstellung der mir bekannten israelischen Alltagswelt gestoßen. Ob alle Szenen sich genau so auch in der Realität abspielen könnten, kann und will ich nicht beurteilen. "Breaking News" ist und bleibt ein fiktiver Thriller mit ordentlich genretypischer Action.

Ahnungslose und Israelkritiker, vor allem die, die selbst nie einen Fuß in dieses Land gesetzt haben und dennoch zu wissen meinen, wie dieser Konflikt gelöst gehört, bekommen von mir eine klare Leseempfehlung. Schätzing schildert die Eckpunkte des Nahostkonflikts verständlich, nüchtern und unterhaltsam.

Einige Rezensenten bemängeln Schätzings Schreibstil in "Breaking News". Auch mir sind das slanghafte, lässige Deutsch und die teils etwas dick aufgetragenen Vergleiche an manchen Stellen aufgefallen, insbesondere da ich da aus seinen früheren Werken so nicht kenne. Passt aber zu Hagens Charakter und ins Genre, besonders im Vergleich mit amerikanischen Thrillern ähnlicher Machart.

Insgesamt also ein echt gutes Buch. Episch und spannend zugleich, für Gelegenheitsleser vielleicht ein bisschen zu episch. Mir persönlich gefallen ja Wälzer.

Hardcover, 976 Seiten | 2014 Kiepenheuer & Witsch



** Ganz herzlichen Dank an den KiWi-Verlag für das Leseexemplar. **



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Donnerstag, 27. März 2014

Vorankündigung: Blogger schenken Lesefreude 2014



Zum Welttag des Buches am 23. April veranstalten Christina von Pudelmützes Bücherwelten und Dagmar alias Geschichtenagentin wieder die schöne Gemeinschaftsaktion "Blogger schenken Lesefreude".

Im letzten Jahr haben über 1000 teilnehmende Blogger Bücher im Rahmen von Verlosungen verschenkt, auf Twitter (Hashtag #lesefreude) und Facebook entstand ein unwahrscheinlicher Buzz über mehrere Tage. Ich war mit einem Buch von Avi Primor dabei und habe mich dann spontan entschieden, noch ein zweites auszulosen, da das Interesse viel größer war, als ich je erwartet hätte.

Als Christina mich kürzlich auf die diesjährige Aktion aufmerksam machte, war für mich daher sofort klar: Auch 2014 wird bei mir wieder ein "Israelbuch" verschenkt. Bitte merkt euch den 23. April schon mal vor und schaut dann wieder hier vorbei. Wie letztes Jahr werde ich pünktlich zum Welttag des Buches hier ankündigen, welches Buch verlost wird und dann eine Woche lang Kommentare für die Verlosung sammeln.

Hier ein Ausschnitt meines Verlosungsexemplar, wer erkennt es?


Falls ihr selbst als Blogger mitmachen möchtet, könnt ihr euch noch hier anmelden. Alle Informationen zur Aktion gibt es auf der Internetseite http://bloggerschenkenlesefreude.de.




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Dienstag, 25. März 2014

[Buch] Gemeinsam lesen #53


Gemeinsam lesen ist eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Ich durchschritt den Küchengarten, um nach Berthas alten Stauden zu sehen, die das Gedächtnis meiner Großmutter ehrten oder dem Zerfall desselben trotzten.
- Katharina Hagena: Der Geschmack von Apfelkernen, S.35

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Hagenas Erstling lese ich im Rahmen der Lieblingsbücher-Challenge. Vor etwa drei Jahren habe ich den schlanken Roman mit dem wunderschönen Cover zuerst verschenkt und dann selbst gelesen. Ein Glücksgriff. Hagenas Bücher, das habe ich schon mal erwähnt, muss man wegen ihrem poetischen, ganz eigenen Schreibstil lesen. Die Handlung gerät beinahe in den Hintergrund obwohl diese  besondere Familiengeschichte ebenfalls fasziniert. 

Kiepenheuer & Witsch



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Montag, 24. März 2014

Abwesenheitsnotiz

Liebste Leser,

diese Woche bin ich beruflich im deutschen Heimatland unterwegs. (Und zwar ausgerechnet in der Woche, in der der Frühling offensichtlich beschlossen hat, erstmal wieder einen Rückzieher zu machen. Grummel.)

Im Blog wird es daher etwas ruhiger zugehen in den nächsten Tagen, was nicht so sehr am mangelnden Internet als vielmehr daran liegt, dass ich dieses Mal nur mit Smartphone unterwegs bin und darauf tippt es sich zwar ganz ordentlich, elegant formatieren geht aber nicht wirklich.

Statt zu bloggen werde ich in meiner Freizeit daher die deutschen Lieblingsläden unsicher machen, Döner essen, Weißbier trinken, eventuell mal schwimmen gehen, ein paar Bücher fertiglesen und einige Freundinnen treffen. 

In diesem Sinne - wir sehen uns demnächst.


ich will ja nicht hoffen, dass es SO kalt wird...




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Sonntag, 23. März 2014

[Buch] Cornelia Funke: Igraine Ohnefurcht

Igraine OhnefurchtIgraine Ohnefurcht by Cornelia Funke
My rating: 4 of 5 stars

Igraine lebt auf einer Burg mit ihren Eltern und ihrem Bruder Albert. Eine Prinzessin ist Igraine aber nicht und eine große Zauberin wie ihr Bruder und ihre Eltern möchte sie auch nicht werden. Sie hat andere Ambitionen, es zieht sie in die Welt der Helden und Ritter, täglich übt sie sich im Schwertkampf und zu ihrem zehnten Geburtstag bekommt sie eine eigene ganz besondere Rüstung. Leider verwandeln sich just an diesem Tag ihre Eltern versehentlich in Schweine und als dann noch die Burg belagert wird, ist guter Rat teuer.

Igraine Ohnefurcht ist ein Abenteuerbuch nach meinem Geschmack: Ein Burgmädchen, auf dessen Äußerlichkeiten überhaupt nicht weiter eingegangen wird (weil sie vollkommen unwesentlich für die Handlung sind), findet sich unversehens in der Rolle der rettenden Heldin in dieser fantasievollen Geschichte von Cornelia Funke. Auf ihrem Abenteuer findet sie immer wieder Hilfe, doch niemals einen glänzenden Prinzen, der ihr die Heldenarbeit abnehmen könnte. Während Igraine unterwegs ist, hat ihr Bruder Albert Zuhause alle Hände voll zu tun, mit seiner Zauberkraft die Burg zu beschützen. Der Junge glänzt also in einem anderen Bereich, beide Kinder sind für das gute Ende der Geschichte wichtig.

Das finde ich toll, weswegen ich das Buch für Mädchen und Jungen empfehlen kann. Für Muttersprachler eignet sich Igraine etwa ab 6 würde ich sagen, meiner Zweitsprachlerin musste ich doch noch so manches erklären.


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Samstag, 22. März 2014

12tel Blick im März 2014

Im März hat uns überraschend der Winter doch noch einmal besucht, nachdem uns ein Sandsturm aus Libyen ziemlich zugesetzt hatte. Auf meinem 12tel Blick für März kann man die diesige Sandsturmstimmung erahnen.


Meine 12tel Blicke sammle ich hier. Die Fotos der anderen Teilnehmer gibt es bei Tabea zu bewundern.




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Donnerstag, 20. März 2014

[BIWYFI] Foto-Collage März 2014

Bei Luzia Pimpinella werden diese Woche Monats-"Moodboards" bzw. Collagen gesammelt. Unser Monat war geprägt von Festivitäten: Wir hatten Purim in Israel und konnten den 7. Geburtstag unserer Tochter feiern. Außerdem haben wir ordentlich Frühling geschnuppert, mit all seinen Wahnsinnsfarben und dann eine heftige Überraschung erlebt, als plötzlich der israelische Winter noch mal zurück kam. Ein lange fälliges Treffen bei Freunden und der Besuch meiner Eltern aus der fernen Heimat (mit gutem Kaffee im Gepäck) brachten ebenfalls viele schöne Momente. Und im Israelmuseum waren wir auch. Ich zum allerersten Mal.





Mehr Collagen findet ihr hier.




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Mittwoch, 19. März 2014

Mama, machst du manchmal Diät?

Da war sie.

Eine Frage aus heiterem Himmel, und ich wusste erstmal gar nicht, was ich sagen soll. Denn Diät mache ich schon lange nicht mehr. Also nicht gezielt. Klar, ganz wahllos stopfe ich das Essen nicht in mich rein (wer tut das schon?), aber von Selbstkasteiung bin ich weit entfernt. Denn eigentlich bin ich endlich im Reinen mit mir und meinem Körper, nachdem mich mein Gewicht und der aussichtslose Kampf, dem gängigen Schönheitsideal entsprechen zu wollen, gut die Hälfte meines Lebens beschäftigt hatte. (Ironischerweise merkt man erst, wie idiotisch das eigentlich ist, wenn man mal mit richtigen Problemen konfrontiert wird, aber das gehört nicht hierher.)

Die Frage traf mich also ein bisschen unvorbereitet. Während ich noch über einen schlauen Gesprächsansatz nachdachte, fragte mich meine fast 7-jährige schlanke Tochter, die als Kleinkind sogar nicht mal das altersgerechte Gewichtsminimum erreichen wollte, ob ich meine, dass sie vielleicht eine Diät machen sollte. Nein, sagte ich, das braucht sie natürlich, um Himmels willen!, nicht. Wer denn überhaupt von Diäten gesprochen habe?

Die Hortbetreuerin war's. Eine etwas ältere, rundlich Dame, von der ich nicht zum ersten Mal höre, dass sie Diät macht und darüber auch im Hort spricht. Außerdem darüber, dass ich ja so abgenommen hätte, so dünn wäre, was mein Kind offenbar mehr beschäftigt, als gedacht, denn das Thema kommt immer wieder zur Sprache. Nun kann es schon sein, dass mein Gewicht ab und an ein bisschen schwankt, aber so abgenommen habe ich nun wirklich nicht und abgesehen davon, finde ich es saublöd, dass diese Thematik überhaupt stattfindet in der Hortbetreuung. Wieso muss sich ein Kind anhören, dass seine Mama ab- oder zugenommen hat? Was soll dieses unreflektierte Geschwätz? Reicht es noch nicht, dass die Medien ein völlig unrealistisches und für etwa 90% der Bevölkerung unerreichbares Schönheitsideal propagieren? Müssen sich schon Erstklässler mit dem Thema "Diät" auseinandersetzen?

Mich nervt das. Mich nervt es, weil es die Kinder beschäftigt. Weil es ihnen suggeriert, dass Körper - in all ihren vielfältigen Formen, Größen und Farben - nicht in Ordnung sind, so wie sind. Dass es, gerade bei Frauen und Mädchen, immer etwas gibt, was nicht schön genug ist.

Besonders beim Gewicht bin ich da echt empfindlich. Weil ich sehe, wie weit manche Mädchen gehen, um so dünn wie möglich zu werden. Und weil ich selbst dort war. Weil es mir auch heute noch ab und an passiert (selten!), dass ich tagelang praktisch nichts esse und mich gut dabei fühle - "skinny" nämlich. Phasen in denen ich meine Knochen nachspüre und es mir einen Kick gibt, dass ich sie spüren kann. Phasen, in denen ich Bilder von essgestörten Mädchen im Internet ansehe und zwischen Grauen und ein wenig Neid hin- und hergerissen bin, obwohl ich ganz genau weiß, dass Oberschenkel mit Lücke und herausstehende Hüftknochen alles andere als gesund sind.

In solchen Phasen muss ich mich dann sehr bewusst wieder zurückholen, auf Spur bringen und auch mal widerwillig den Sport ausfallen lassen, um nicht in alte Gewohnheiten zu verfallen.

Denn dem Kind indirekt zu suggerieren, dass körperliche Entbehrung als Preis für irgendeinen Schönheitsmythos in Ordnung oder gar wünschenswert ist, geht gar nicht. (Dieser Artikel ist dazu sehr lesenswert) Ich nehme mir daher immer wieder vor, öfter wohlwollend über mein eigenes Aussehen zu sprechen, Komplimente freundlich anzunehmen und nicht zu negieren und vor allem ein positives Körpergefühl auszustrahlen. Das ist nicht leicht, aber es ist wichtig, denn nur so kann ich glaubwürdig signalisieren, dass es ok ist, sich selbst so anzunehmen, wie man ist. Mit Kanten und Rundungen, Falten und Flecken, blonden oder dunklen Haaren - weil Vielfalt es ist, die uns als Persönlichkeiten ausmacht.




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Dienstag, 18. März 2014

[Buch] Gemeinsam lesen #52


Gemeinsam lesen ist eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Frank Schätzing, "Breaking News", ein Wälzer, wie man ihn von Schätzing schon gewohnt ist mit ganz viel Israelbezug. Für mich natürlich ein Muss.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Beginn neunter Monat.
-  Frank Schätzing, Breaking News, S.305

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Frank Schätzing hat ein interessantes Interview zu seinem Buch gegeben. Mit seiner souveränen Haltung zu Israel (trotz plattester, schon hundert Mal gefragten Interviewfragen zum Thema) hat er bei mir gleich noch ein paar ganz große Sympathiepunkte gewonnen. Wen's interessiert, das Interview findet sich hier.

4. Welchen Blog, der auch am "Gemeinsam lesen" teilnimmt, besuchst du besonders gerne? Und warum?

Ich bin ja bei "Gemeinsam lesen" erst ganz kurz dabei und lerne daher viele Blogs erst noch kennen. Auf diese Aktion gestoßen bin ich auf dem Blog der Bücherphilosophin, die ich gerne besuche seit ich an ihrer Lieblingsbücher-Challenge 2014 teilnehme. Bei Aleshanee schaue ich auch gerne vorbei, sie kommentiert meine "Gemeinsam lesen"-Beiträge immer so nett :) 

Kiepenheuer & Witsch



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Sonntag, 16. März 2014

[Buch] Lieblingsbuch 2/2014 - Stiller

Stiller, die Hauptperson, vergißt man nicht wieder, er ist keine Romanfigur, sondern ein Individuum, ein in jedem Zug erlebter und überzeugender Charakter.
- Hermann Hesse


So steht es als Klappentext auf meiner abgegriffenen Taschenbuchausgabe von Max Frischs "Stiller".

Diesen modernen Klassiker, eine Charakterstudie mit Plotelementen, könnte man sagen, habe ich als fünftes Lieblingsbuch für die Jahreschallenge bei der Bücherphilosophin gelesen.

Die Geschichte einer gescheiterten Existenz, eines Mannes, der Zeit seines erwachsenen Lebens vergeblich versucht, seinen eigenen Ansprüchen und denen seines Umfelds (und seien sie auch nur eingebildet) gerecht zu werden und schließlich beschließt, die Identität zu wechseln und fortan zu leugnen, was und wer er selbst in seinem früheren Leben war, hat mich fasziniert seit wir sie vor rund 20 Jahren im Leistungskurs Deutsch als "Sternchenthema" zum Abitur beackert haben. Die tiefgründige Philosophie neben ganz schlichten Wahrheiten verpackt in einen Sprachstil, der mal zynisch, mal verzweifelt, mal poetisch daherkommt, machen "Stiller" zu einem der ganz großen Werke der deutschen Literatur.

Irgendwie muss mich darüber hinaus die Person des Stillers in all ihrer Zerissenheit schon damals berührt haben, obwohl ich ganz sicher viele zentrale Aspekte nicht wirklich verstehen konnte. Insbesondere die Ehe kann meiner Meinung nach nur beginnen zu verstehen, wer sie selbst erlebt hat. Was mir aber schon damals, mit einer doch recht begrenzten Erfahrung in Partnerschaftsdingen, absolut einleuchtete, ist Frischs Vorwurf an seine Hauptperson Stiller, er habe sich von seiner Frau "ein Bildnis" gemacht, sie nicht mehr als Mensch gesehen und gleichzeitig unausgesprochen von ihr verlangt, sich zu ändern und an ihn anzupassen. Das, so kamen wir damals in der Interpretation auf einen Nenner, sei der Anfang vom Ende einer jeden Beziehung. Diese These ist bis heute hängengeblieben und ich bemühe mich nach Kräften, danach zu leben.

Meine Lehrerin, die weder Autor noch Hauptperson wirklich leiden konnte, zu viel Chauvinismus schwingt in diesem Werk für ihren Geschmack mit, was ich heute besser nachvollziehen kann als mit 18, beschmunzelte und respektierte mein Interesse gleichermaßen während sie uns sorgfältig auf die Prüfungen vorbereitete.

(klammer auf) Diese Lehrerin war überhaupt der Glücksgriff meiner Oberstufenzeit. Eine Dame durch und durch, elegant und kultiviert fiel sie im Lehrerkollegium auf, kumpelhaft war sie nicht, aber dennoch warm und "nahbar", wann immer man sie brauchte. Ihretwegen habe ich lange ernsthaft erwogen, Germanistik (trotz meiner bis heute miserablen Kommasetzung) auf Lehramt zu studieren, es dann aber, ebenfalls ihretwegen, wieder verworfen, weil ich mir nie zugetraut hätte, jemals auch nur annähernd ihr Niveau zu erreichen und - vor allem ! - über Jahrzehnte zu halten. (klammer zu)

Als ich am Tag der Prüfung die Abiturunterlagen aufschlug, zögerte ich nur den Bruchteil einer Sekunde, bevor ich mich an "Stiller" festbiss. Die genaue Fragestellung kann ich nicht mehr wiedergeben, aber es reichte für 13 baden-württembergische Punkte über die ich sehr glücklich war. Als Abschiedsgeschenk schenkte mir meine Lehrerin mit einem großen Augenzwinkern einen weiteren Frisch-Roman - "Mein Name sei Gantenbein". Den könnte ich auch mal wieder lesen.



Alle Challenge-Lieblingsbücher sind hier aufgelistet.



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Freitag, 14. März 2014

[BIWYFI] Motto des Monats > Frühlingsgefühle

Beauty Is Where You Find It...

Diese Woche hat es bei uns praktisch ununterbrochen geregnet. Während sich im fernen Deutschland (ausgerechnet!) alle ihren Frühlingsgefühlen hingeben, kommen diese bei mir allenfalls auf, wenn ich Kaffee aus meiner Lieblingstasse trinke. Da ich diese aber ohnehin schon länger mal zeigen wollte (sie war ein Weihnachtsgeschenk von lieben Freunden) passt das ja ganz gut.




Alle Frühlingsgefühle sammelt auch heute wieder Nic auf ihrem Blog



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Donnerstag, 13. März 2014

"Heimliche" Verfolger oder: Bloglovin'

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Bloglovin', bzw. dieses doch eher abschreckende Icon von Bloglovin'

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war mir bisher immer eher suspekt. In letzter Zeit kommt man daran in der Blogossphäre aber kaum noch vorbei, weswegen ich mir dieses Vernetzungs- und Bloglesetool doch mal genauer anschauen wollte. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass ich doch etwas überrascht war ob der Entdeckung, dass mein Blog dort bereits Follower hat. Einfach so. Das ist natürlich erfreulich. Noch schöner wäre es, wenn sich noch viele mehr dazu gesellen würden :)

Ich mache mich gerade noch mit Bloglovin' vertraut und bin noch nicht sicher, ob ich es komfortabel genug finde, um komplett von feedly umzusteigen, aber die Tatsache, dass man vielen Blogs einfach mit einem Klick folgen kann, ist schon sehr praktisch.




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Mittwoch, 12. März 2014

12 von 12 im März 2014

Wie jeden Monat sammelt Caro von Draußen nur Kännchen! auch heute Alltagsbilder aus der deutschen Bloglandschaft.

Meine 12 von 12 kommen diesen Monat aus einem - für hiesige Verhältnisse - sehr winterlichen Tag. Ausgerechnet heute war in der Schule das große Kostümfest anlässlich Purim, das war nicht so geplant. Feen sollten nicht frieren müssen. Hmpf. Also noch eine Schicht drunter gezogen und gehofft, dass die Festivitäten hauptsächlich in beheizten Klassenräumen stattfinden würden.


Bild 1 - hier sieht man kaum, wie nass und ungemütlich es heute Morgen bei uns war. War es aber!
Bild 2 - Flatterflügel und Wäscheständer (der ist ja praktisch obligatorisch für meine 12 von 12)


Bild 3 - Ohne Einhorn kann eine Fee nicht aus dem Haus. Klar, oder? Im kleinen Beutel am Handgelenk lässt es sich prima transportieren.
Bild 4 - Die "Mishloach Manot", eine Art Wichtelpaket (hier steht mehr zu diesem Brauch)


Bild 5 - Jetzt aber schnell zur Schule geflattert, wie schön, dass es grade nicht regnet
Bild 6 - Ich hingegen gerate beinahe in einen fiesen Sturzregen. Beinahe. (Der Regenschirmeffekt hat mich gerettet, normalerweise habe ich nämlich nie einen dabei...)


Bild 7 - Zwischendurch ein Kaffee aus meinem leckeren Keramikbecher (ja, ich habe hier Zugang zu einer Onleihe!)
Bild 8 - Am Ende hätte ich den hier fast im Bus nach Hause vergessen. Gebraucht habe ich ihn ja nicht, obwohl es immer wieder heftige Schauer gab über den Tag.


Bild 9 und 10 - Winterlicher Himmel am Nachmittag. Aber die Frühlingsfarben scheinen trotzdem durch.


Bild 11 - Zuhause fliegender Kostümwechsel, denn im Turnen ist auch noch eine Purimparty angesagt.
Bild 12 - Süßkartoffelgratin. Spontane Idee gegoogelt, erstes Rezept direkt nachimprovisiert, Ergebnis: Lecker!



Wie habt ihr diesen 12. verbracht?




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Dienstag, 11. März 2014

[Buch] Gemeinsam lesen #51


Gemeinsam lesen ist eine Aktion von Asaviels Bücher-Allerlei.
 
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ayelet Gundar-Goschen: Eine Nacht, Markowitz. Ich bin auf dem Kindle bei 36%, das dürfte etwa Seite 100 entsprechen. 

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Jakob Markowitz und Abraham Mandelbaum sprachen nie wieder über die Nacht, in der der Schächter eigenhändig den Johannisbrotbaum entwurzelt hatte. 
-  Ayelet Gundar-Goschen, Eine Nacht, Markowitz

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

"Eine Nacht, Markowitz" ist ein erstaunlich anderes Buch aus der Zeit kurz vor der israelischen Staatsgründung. Es ist voller Humor, poetisch und skurill, auch ein wenig tragisch, und erzählt dabei eine äußerst ungewöhnliche (Liebes?)Geschichte ganz luftig-leicht, sodass sich Seite um Seite ohne jede Anstrengung weglesen lässt. Für mich ein absoluter Überraschungsgriff, denn ich wäre auf das Buch wohl nicht aufmerksam geworden, hätte man es mir nicht geschenkt. Liebe G., falls du hier reinschaust: Vielen lieben Dank für dieses unerwartete Lesevergnügen!

Falls ihr neugierig auf das Buch geworden seid könnt ihr euch hier eine Leseprobe holen.

4. Was stört dich aktuell am meisten an deinem aktuellen Buch?

Dass ich mich immer wieder dabei ertappe, wie ich im Kopf versuche, manche Textstellen ins Hebräische zurück zu übersetzen. Aber das stört mich eher an mir selbst und bringt mich wieder auf mein bekanntes Problem, dass ich viel zu wenig im Original lese...






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