Freitag, 12. Dezember 2014

12 von 12 im Dezember 2014

Es ist schon wieder der 12. des Monats! Noch 12 Tage bis Weihnachten, seid ihr nervös? Ich muss ja sagen, dass mir die Hektik und der Stress der Vorweihnachtszeit hier in Israel überhaupt nicht abgehen. Im Gegenteil, als ich neulich in München war, fand ich es fast ein bisschen extrem, wie krass die Leute schon Ende November drauf waren. Hm....

Unser Freitag war heute gut gefüllt. Das Mädchen war fies erkältet, daher musste sie ausnahmsweise nicht zur Schule, sondern stattdessen mit uns ins langweilige Café zum Frühstück. Da ich an meinem Geburtstag in zwei Wochen nicht hier sein werde und frühstücken gehen zu unseren Geburtstagsritualen gehört, wollten der Gatte und ich das gerne vorholen. Im sehr überfüllten Café ging dafür der größte Teil des Vormittags drauf, aber es lohnt sich immer sehr.

Insider-Tipp: Wenn ihr mal in Israel seid, geht unbedingt in eines der hiesigen Cafés frühstücken! Bestellt das Frühstück für zwei Personen "Aruchat Boker zugit" (also wenn ihr zu zweit seid, sonst reicht das für eine Person...) und ihr werdet den ganzen Tag kaum noch Hunger haben. Bei diesen Arrangements bekommt in der Regel jeder ein Omelette (so zubereitet wie man es am liebsten mag), Salat, ein Heiß- und Kaltgetränk nach Wahl, Brot, Brötchen und jede Menge frischen Käse, Aufstriche und Marmelade. Manche Cafés servieren auch noch für jeden ein Mini-Müsli mit Joghurt.

Im Einkaufszentrum werden derzeit an jeder Ecke fancy "Sufganiot" (Berliner) für das nahende Chanukkafest verkauft. Zuckerschock inklusive. Wir ließen uns trotzdem breitschlagen und schenktem dem Mädchen einen, wo es ihr doch nicht so gut geht....

Im Winterschlussverkauf gab es für den Gatten einen ganzen Stapel neuer Shirts und sogar eine Hose, der er aber nur unter Androhung von Gewalt zustimmte, weil er meinte, schon zu viel ausgesucht zu haben. Aber ich kenne ihn: Wenn er jetzt wieder gezögert hätte, wäre die nächste Gelegenheit erst wieder in drei Jahren gekommen. Er ist, was seine Klamotten angeht, ein bisschen phlegmatisch.

Unser Nachmittag zuhause war eher gemütlich. Der Gatte war ein wenig mit seinen Pflanzprojekten auf dem Balkon zugange, das Mädchen videofonierte mit Oma, ich buk angespornt durch meinen Erfolg von letztem Samstag, noch eine Ladung Chocolate Chip Cookies und machte das Abendessen klar, (zwischen ein bisschen Wäsche), ging für ein Stündchen zum Pilates und brachte schließlich den kränklichen Käfer früher als sonst ins Bett. Morgen soll es zu Schwiegers gehen, wir hoffen sehr, dass das Kind bis dahin wieder ganz fit ist.





Alle 12 von 12 der deutschen Bloggerszene gibt es wie immer bei Caro Kännchen zu bestaunen.


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Kommentare:

  1. Gute Besserung der kleinen Maus!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ich kann mir vorstellen, dass dir der Weihnachtswahnsinn im November sehr schräg vorkam, als du aus völlig unweihnachtlicher Umgebung direkt im Bling,bling gelandet bist.
    Wie sieht das denn bei euch an Channuka aus, weniger Geschäftemacherei und Deko?
    LG,
    Monika

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    1. Es gibt im Judentum eigentlich nicht ein großes Geschenkefest wie Weihnachten, obwohl ich schon den Eindruck habe, dass in den letzten Jahren vor allem die Spielwarenanbieter schon vehement versuchen, Chanukka zu einem zu machen, aber Erwachsene schenken sich gar nichts. Deko ist etwas, das Israelis fremd ist, man mag es gerne nüchtern, praktisch und abwaschbar, jahreszeitliche Deko sieht man zwar in Einkaufszentren und teilweise sind die Straßen mit Lichterketten geschmückt (Chanukka ist ja ein Lichterfest), aber alles viel weniger, als was ich zum Beispiel in München gesehen habe ;-)

      Die geballte Kreativität dieses Fests geht, scheint mir, in die jährliche Neuerfindung des Chanukka Berliners, da bin ich immer wieder überrascht, wie facettenreich man Fett, Zucker und klebrige Saucen man kombinieren kann ;-)

      Und Kindergartenkinder basteln jedes Jahr mitunter mehrere Chanukkaleuchter, da kommt man dann manchmal in Erklärungsnot, wenn man was aussortieren will :-)

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  3. Moin nach Israel,
    und erst mal Gute Besserung für euren Käfer. Dass der Berliner ein Chanukka-Gebäck ist, finde ich spannend. Seit ein paar Jahren füllt man die bei uns auch nicht mehr nur wahlweise mit roter Marmelade oder Pflaumenmus, sondern sehr fantasievoll und gewöhnungsbedürftig.
    Was den Adventstrubel betrifft - man muss eben zu kleinen feinen Feiern ausweichen, wenn möglich. Wir stürzen uns heute trotzdem ins größte Adventschorsingen, das ich kenne. Proppenvoller Dom.
    LG
    Gea

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