Montag, 13. Oktober 2014

Upgecycelt: Gläser zu Windlichtern

Es war einmal eine Großanschaffung von IKEA KROKETT-Gläsern für unsere Büroküche.

Super schick, super schönes Glas, super gut in Haptik und Fassungsvermögen, nur leider stießen sie sich in der Spülmaschine schon bald große und kleine Macken in den Rand, was sie zum Trinken zu einer potenziellen Verletzungsgefahr machte, weswegen sie aus dem Verkehr gezogen werden mussten.

Da ich es immer so schade finde, "ansonsten noch einwandfreie" Dinge einfach wegzuwerfen, nahm ich schließlich einige der aussortierten Gläser mit nach Hause und wollte sie eigentlich bepflanzen oder als Vasen nutzen. 

Dazu kam es allerdings nicht, denn zunächst vergaß ich die "Kroketten" für ziemlich lange Zeit in einer Ecke auf dem Balkon. Bis Sukkot vor der Tür stand und mir die Idee kam, die Gläser mit einem Teelicht zu versehen und als romantische Festbeleuchtung in der Laubhütte zu nutzen. 

Und dafür sind diese Gläser wegen ihrer aparten Struktur ideal geeignet, seht selbst:




Habt ihr schon mal Gegenstände zweckentfremdet oder etwas "kaputtes" zu neuem Leben erweckt, statt es in die Tonne zu hauen?



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Kommentare:

  1. Als Windlichter machen sich die Gläser doch noch super! Ich überlege auch immer, ob ich Dinge noch irgendwie upcyclen kann, bevor ich sie wegwerfe. Aus Klamotten, die ich nicht mehr anziehe (oder zu heiß wasche, wie meinen Lieblingspulli *heul*), nähe ich gern Kindersachen. Ein hübsches Obstkörbchen beherbergt meine Nähscheren. etc. Aber ich muss mich immer zwingen, eine Frist zu setzen, bis eine zündende Idee umgesetzt wird, sonst häufen sich hier die "Draus-könnte-man noch-mal-was-Tolles-machen-Kisten".... Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ja, das ist die große Gefahr und wenn ich die Gläser nicht auf dem Balkon versteckt hätte, wäre mir der Gatte schon längst aufs Dach gestiegen. ;-) ähnlich ist es mit diversen Kisten und Kasten, aber die kann man doch wirklich immer wieder gut gebrauchen, oder?

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  2. Kroketten *lach*
    Die sind wirklich schön als Windlichter. Schade nur daß man die anscheinend vorher nicht ordentlich getestet hat...
    Ich habe Hängeblumentöpfe zweckentfremdet, sie hängen nun an meiner Heizung und beherbergen meine Schlüssel und die Sonnenbrille *lach*

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    1. Sehr cool :)

      Ich finde auch, dass sich Trinkgläser, die explizit als "spülmaschinengeeignet" ausgewiesen sind, nicht so schnell derart abnutzen dürften. Aber deswegen extra hinfahren und reklamieren lohnt bei dem Preis halt auch nicht wirklich :-/

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  3. Die Gläser wollte ich auch schon immer mal kaufen ;)

    oh, recycling ist eins meiner Lieblingsthemen. wir haben kleine Trinkgläser im Bad für Zahnbürsten, ein großes Gurkenglas für die Kämme und Bürste. zwei Blechschachteln von Lindt-schokolade sind die Nähkästchen von H. und mir.
    Große Tomatenmarkgläser und Marmeladengläser beherbergen diverse Linsen, Nüsse, Couscous etc. so brauche ich keine Pastikboxen.
    Aus Kleidung von uns großen habe ich auch schon immer mal wieder etwas für die Kinder genäht.

    lg
    Steph

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  4. Weisst Du, dass du mit deinem Umfunktionieren (oder Upcyclen, wie du sagst) eine grosse israelische Tradition weiterführst? Bei einem Rundgang durch einen Kibbuz siehst du noch heute ausrangierte Klos, alte Schubkarren, Waschmaschinentrommeln a.D., alle mit Erde gefüllt und aufs Schönste mit Blumen bepflanzt. Auf jedem Kinderspielplatz gibt es die lustig bunt bemalten Autoreifen, sei es in Gruppen zusammengefügt zum Durchkriechen, sei es an kräftigen Ketten aufgehängt zum Schaukeln, sei es … Ich erinnere mich an die Scheuerbürsten welche, Borsten aufwärts, den gichtgeplagten älteren Herrschaften als Halter für die Spielkarten dienten. Ich habe einen langen Schuhlöffel aus Hartplastik, mit dessen Hilfe ich meinen Rücken eincreme (Salbe auf die Aussenseite des Schuhlöffels auftragen, dann von unten, von den Seiten, von oben reiben). Der erfinderischste aller Ehemänner aber pflegte sich den Rücken mit einer (neuen, immerhin) Klobürste zu massieren, der er einen längeren Stiel verpasst hatte. Seinen Gehstock hatte er mit einem zweischichtigen quadratischen Stück Gummimatte von 13x13 cm Sand- und Schneegängig gemacht, das Besteck liess sich dank über die Stiele gestülpten Gummischläuchen besser greifen usw.usw. Ich könnte Seiten füllen, aber ohne Bilder ist Manches nicht leicht zu beschreiben… Schade!


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  5. Vered, das klingt wahnsinnig liebenswert, was du über die erfinderischen Kibbutzniks beschreibst. Und es stimmt, gerade im ländlichen wird hierzulande vieles weiterverwertet. Aber die junge Generation ist doch eher wegwerforientiert, jedenfalls in meinem Umfeld. Danke für diesen schönen Kommentar :)

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