Samstag, 11. Oktober 2014

Samstag kinderlos


Am Shabbat geht in Israel nicht viel, weswegen er für uns meist ein Tag zum einfach vor uns hin gammeln ist.

Es sei denn natürlich wir machen Ausflüge (mit oder ohne Kaffee in der Thermoskanne) oder sind grade übers Wochenende verreist

Heute hatten wir nichts dergleichen geplant, weswegen der Tag sehr gemütlich begann. Ein bisschen lesen, ein bisschen spielen, ein bisschen Hausaufgaben, ein bisschen kritzeln, ein bisschen Hund kuscheln und dann, so gegen 11, zog das Mädchen ab zu einer Schulfreundin auf der anderen Straßenseite. 

Zwei Stunden später rief sie uns an, um zu fragen, ob sie bei besagter Freundin gleich über Nacht bleiben dürfe. Durfte sie. Obwohl ich mich mit diesen Anfragen immer noch schwer tue, das Loslassen fällt mir alles andere als leicht. Ja, ich weiß, ich sollte mich über den kinderfreien Tag freuen, aber irgendwie fühlte ich mich etwas orientierungslos den restlichen Tag über. Aber wir werden die geradezu unbegrenzten Möglichkeiten zur Zweisamkeit dennoch nutzen und jetzt gleich erstmal ins Kino gehen.

Der Gatte scharrt schon mit den Hufen.

Um der Sentimentalität willen, teile ich an dieser Stelle mal wieder eines meiner absoluten israelischen Lieblingslieder
Miri Mesika - Ba'a Elechem 



Textauszug:
Kurzes Mädchen auf dem langen Weg
hält nicht mal zum Schuhe binden an -

renne ich zu euch, renne ich zu euch.
Eine Geschichte schon auf den Lippen
bereit sofort hervor zu sprudeln -
renne ich zu euch, renne ich zu euch.
Papa wird sagen: Da kommt meine Prinzessin,
und Mama wird ganz aus dem Häuschen sein.

Kind, was haben wir dich vermisst,
warte doch noch einen Moment,
bevor du groß wirst.





Diesen Samstagskaffee stelle ich bei Ninja auf den Tisch.



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Kommentare:

  1. Ja, das möchte man dann immer ausrufen: "warte doch noch einen Moment, bevor du groß wirst."
    Genießt den Abend!
    Liebe Grüße
    Andrea

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