Samstag, 5. Juli 2014

Samstag, 5. Juli: Tagebuchkaffee


Der Tagebuchblogtag von Frau Bruellen, der immer am Fünften des Monats stattfindet fällt im Juli auf einen Samstag. Das heißt er muss sich diesen Webspace heute mal mit dem Samstagskaffee von Ninjas Sieben teilen.

War ein wenig ereignisreicher Samstag, bzw. Shabbat. Samstag ist ja der "israelische Sonntag", es ist arbeitsfrei, die meisten Läden sind geschlossen und man verbringt Zeit mit der Familie. Da ich mich immer noch ein wenig von meinem OPchen am Montag erholen muss, blieb ich morgens im Bett, während Mann und Maus sich ins Freibad verabschiedeten.

Ein fataler Fehler, danach noch mal einzuschlafen, denn zwei Stunden später schrecke ich aus einem actionthrillerartigen Albtraum auf, in dem es um eine schräge Mission, viel zu viel Gepäck von einem Ende irgendeines Gebäudekomplexes zum anderen zu schaffen, und düstere Kämpfer eines Kalifen auf meinen Fersen ging (die Schlagzeilen setzen mir unterbewusst offenbar doch zu). Am Ende des Traums zwänge ich mich völlig abgehetzt schließlich mit einem asiatischen Orchestermusikanten (auf der Flucht vor meinen Verfolgern kam ich nämlich durch einen Konzertsaal) in einen viel zu engen Fahrstuhl für maximal zwei Personen, der uns hoffentlich aufs Dach und damit in Sicherheit bringen soll. Der Fahrstuhl fährt jedoch nicht los, und bevor ich richtig panisch werden kann, wache ich auf.

Traumdeutung anyone?

An Tagen wie diesem erwäge ich ernsthafter als sonst, mir endlich ein Traumtagebuch zuzulegen, denn obwohl ich mich nicht immer so deutlich an Details erinnere, habe ich schon meistens eine recht gute Erinnerung an den kunterbunten (und oft völlig durchgeknallten Quark), der mir im Schlaf so durch den Kopf geht.

Mental im Reich der Wachen angekommen dusche ich erstmal. "Erstmal" ist allerdings leicht dahingesagt, in Wirklichkeit ist diese simple Alltagsmaßnahme derzeit eine handwerkliche Aufgabe und involviert Küchenpapier, Klebeband und Plastikfolie, denn das Pflaster am Dekolletee muss noch eine Woche dran bleiben und soll nicht nass werden. Hmpf.

Nach der Dusche räume ich ein bisschen im Haus hin und her, lese ein wenig, hänge Wäsche ab und auf und beziehe das Bett neu. Einmal die Woche ist im Sommer kein Luxus, sogar ich schwitze im Juli wenn man die Luftfeuchtigkeit auch nachts nicht richtig los wird.

Gegen Mittag mache ich mir dann endlich meinen Samstagskaffee. Draußen brennt die Sonne, auf dem Foto kann man das überhaupt nicht so abbilden, wie es sich gehört, aber wenigstens die gleißende Helligkeit kommt ganz gut rüber.




Wenig später kommen meine beiden Freibadgänger zurück. Ich falle fast hintenüber als ich das Kind sehe und werde schwach auf den Beinen als ich höre, dass sie leider keine Sonnencreme mit hatten. Dass man deswegen nicht postwendend wieder nach Hause fahren kann, wenn man sich so aufs Schwimmen gefreut hat, verstehe ich ja noch. Aber dass man geschlagene vier Stunden vormittags ohne Schutz im Wasser verbringt im sonnigsten Monat des Jahres ("Aber das Freibad hat doch ein Sonnensegel!") kann ich nicht gut verdauen. Vor allem weil Sonnenbrand immer direkt einen ganz bösen Hautkrebspräventionsfilm bei mir auslöst. Besser nicht drüber nachdenken, zu ändern ist es jetzt sowieso nicht mehr und sie haben wohl ihre Lektion gelernt, aber ich muss mich echt zur Verdrängung zwingen.

Der Rest des Tages verläuft friedlich und entspannt. Wir ruhen uns aus, essen miese TK-Pizza, lesen der kleine Drache Kokosnuss, räumen das Kinderzimmer auf, sehen ein bisschen WM und das Mädchen bastelt einen Geburtstagsgruß für die Klassenlehrerin. Ich werte es als gutes Zeichen, dass so viele Herzchen drauf sind und als Grußformel "wir haben dich lieb!" drauf steht. :)







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Kommentare:

  1. Die Träume nach dem ersten morgendlichen Aufwachen sind bei mir auch immer die anstrengsten und wüstesten ;-) Aber das Sonnenbrandszenario hinterher war ja auch nicht ohne....
    Viel Schatten und eine frische Brise wünscht
    Andrea

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  2. In meinen Träumen geht es auch immer heftig zu, und ich lese nicht mal Zeitung. Aufschreiben wäre sicher spannend.

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  3. Auauau.. ich kann das gut nachvollziehen. Konnte sie schlafen? Ich habe so eine Schweinchen Babe Haut, die in Sonnennähe von rosa über quietschrot zu wieder rosa mutiert (ich hab das soooo gehaßt, das ich nicht braun wurde - also zu Schulzeiten. Der Spott war mir sicher!). Und Sonnenbrände tun wirklich fies weh...
    Hihi.. verrückter Traum. Sowas eigenartiges hab ich auch schon mal. Meist fällt es mir dann mitten am Tag wieder ein und ich denke: wie verrückt.
    Lg Haydee

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  4. Danke euch. Träume sind schon was absolut spannendes und kurioses! Die Maus hat gut geschlafen und sieht heute auch schon viel weniger dramatisch aus als gestern. Wir haben aber auch gecremt und gekühlt gestern Abend, das hat sicher geholfen.

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