Mittwoch, 2. Juli 2014

[Buch] John Green: Ashmat HaKochavim

Deutsch: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Englisch: The Fault in our Stars


 אשמת הכוכביםאשמת הכוכבים by ג'ון גרין
My rating: 4 of 5 stars

Hazel ist 16 und unheilbar an Krebs erkrankt. Ihre Lungenfunktion ist so stark eingeschränkt, dass sie rund um die Uhr auf eine externe Sauerstoffversorgung zur Unterstützung angewiesen ist. Ein mobiles Sauerstoffsystem ist ihr ständiger Begleiter, auch als sie eines Tages bei einem ihrer lästigen Selbsthilfegruppentreffen den charismatischen Augustus Waters, Gus, kennenlernt. Der hat den Krebs besiegt und fasziniert Hazel mit seiner philosophischen optimistischen Einstellung. Gus liest Hazels Lieblingsbuch, ein Roman über ein krebskrankes Mädchen mit einem frustrierend offenen Ende, woraufhin beide beschließen, Kontakt zum Autor aufzunehmen und herauszufinden, wie die Geschichte weitergeht.

An Hazel und Gus kommt man derzeit praktisch nicht vorbei und auch mich hat diese ungewöhnliche Liebesgeschichte in ihren Bann gezogen. Ich habe das Buch auf Hebräisch gelesen (zu Übungszwecken) und kann an der Übersetzung nichts konkret aussetzen. Allerdings fielen mir die literarischen und philosophischen Zitate etwas schwer zu verstehen, die Passagen würde ich gerne im Original noch einmal durchgehen.

Der besondere Reiz von John Greens Bestseller liegt für mich darin, dass er nicht kitschig ist, sondern sehr nüchtern, sehr klar vor dem schwierigen Hintergrund der beiden Jugendlichen. Ich konnte die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden nachvollziehen und nehme den Autor ab, dass die Alltagsrealität von jungen krebskranken Menschen oder Überlebenden genauso aussehen könnte. Es ist schwer auszuhalten, wie tapfer und gleichzeitig verletzlich John Green's Protagonisten sind, wie sehr sie am Leben festhalten, so schwierig und schmerzhaft das mitunter ist. Auch die Beziehungen innerhalb der Familien hat mich sehr berührt, ebenfalls weil sie so authentisch wirken. Es ist ein schwieriges Buch. Ich hatte mitunter einen ziemlich großen Kloß im Hauls, auch weil ich im erweiterten Bekanntenkreis gesehen habe, was Eltern mit schwerkranken Kindern durchmachen. Es zerreißt einem das Herz.

Auch Hazel und Gus zerreißen einem das Herz, obwohl ihre Geschichte "nur" ein Buch ist. Ein gutes Buch. Ein bittersüßes Buch. Aber es zerreißt einem das Herz, weil es für so viele Kinder und Jugendliche steht, die den Kampf gegen den Krebs bereits verloren haben.



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