Donnerstag, 8. Mai 2014

Surreal.

Als ich gestern nach dem Sport  nach Hause fahren wollte, traute ich meinen Augen nicht: Im Eingangsbereich des Clubs staute sich eine Menschentraube, und erst beim Näherkommen realisierte ich warum: Draußen goss es wie aus Kübeln.

Nun muss man wissen, dass Regen um diese Jahreszeit bei uns ungewöhnlich ist. Wenn er aber in dieser Form nur einen Tag nach einer augustwürdigen Hitzewelle kommt, ist das schon fast eine Sensation. (Mein Mann meinte, wenn das am Unabhängigkeitstag passiert wäre,  hätte die Regierung einen Ersatztag für alle ins Wasser gefallenen Grillparties festlegen müssen.)

Das klassische auffrischende Sommergewitter, das ich aus der Heimat kenne und liebe, gibt es in Israel so eigentlich nicht. Gestern doch. Mein kurzer Sprint zum Auto durchnässte mich völlig, auf dem Weg nach Hause fuhr ich durch teils kriminell tiefe Pfützen mit meterhohen Spritzwasserfontainen links und rechts. Das machte Spaß, obwohl es schon ein bisschen extrem war.

Zuhause freute ich mich auf einen gemütlichen Serienabend mit dem Gatten, woraus leider nichts wurde, denn die Wohnung war teilweise geflutet worden. So viel Regen hält die undichte Balkontür nicht aus, also hieß es dem Herrn beim Wischen assistieren.

Und heute? Regnet es immer noch. Ich habe meine Stiefel wieder ausgegraben, weniger wegen der Kälte, als vielmehr zum Schutz vor Spritzwasser und tiefen Pfützen, mit denen in Tel Aviv zu rechnen ist.

Das verrickte Wetter soll noch bis morgen anhalten.

Kommentare:

  1. Am Niederrhein ist zwar nict so heftig, dass es Wohnungen flutet, aber Spaß macht der Regen auch nicht, vor allem, weil ich immer Rad fahre(n muss und meist auch gerne!!)
    Aber hier ist die Kanalisation halt meist auf dicke Regengüsse eingestell.
    Ich drück die Daumen, dass es bei uns beiden wieder maimäßiger ;-) wird.
    Übrigens habe ich deine vorangegangenen posts mit großem Interesse verfolgt, aber nicht die Zeit gefunden, da was zu Schreiben.
    LG,
    Monika

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    1. Eine der Schwachstellen ist bei uns wirklich die Kanalisation. Wenn es richtig schüttet, haben die Abläufe keine Chance und die Straßen verwandeln sich in Bäche :) Danke, das du mich liest. Ich kenne das von mir auch, dass ich auf dem Android durch meine Lieblingsblogs lese, aber viel zu selten zum Kommentieren komme. LG!

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  2. Das hört sich ja heftig an. Die undichte Balkontür konnte ich mir sofort vorstellen - mir hat der Gewittersturm mal eine nicht ganz richtig geschlosssene Wohnzimmer-Terrassentür aufgestossen.
    Bei uns gibt es derzeit auch Mairegen satt. Nachdem ich mittlerweile eine Auswahl an Gummistiefeln und Regenklamotten habe, hat sich der lockige Jagdhund als nicht ganz regenfest und nässempfindlich erwiesen.
    So was...
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Wir brauchen den Regen ja. Aber ein bisschen nasskalt erwischt hat uns dieser Sturm dann doch. Gestern Morgen gab es dann auch prompt Verkehrschaos in Tel Aviv. Ich saß eine halbe Stunde an einer Kreuzung im Bus fest. Hmpf.
      Dass bei dir der Hund weniger wetterfest ist als du, finde ich ja ulkig. Man sollte doch meinen, die Tiere sind mit ihrem Fell wunderbar versorgt und lassen sich von so ein bisschen Wetter nicht schrecken.

      Ein schönes Wochenende dir!

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