Montag, 14. April 2014

Überlebt. (Kindergeburtstag 2014)

Es ist vorbei. Wir machen einen großen Haken an den diesjährigen Kindergeburtstag und verdrängen das Thema aus unserem elterlichen Gedächtnis bis zum nächsten Jahr.

Alles ist gut verlaufen.

Nachdem die grundsätzliche Entscheidung, die ganze Klasse (also potentiell 33 Kinder) einzuladen, einmal gefallen war, schaltete mein Hirn vom Oh-nein-wir-müssen-schon-wieder-Geburtstag-feiern- in den viel produktiveren Planungsmodus um. Wie letztens erwähnt sollte es eine Schatzsuche in unserem großen Park werden, ein Selbstläufer also, wenn einmal die Planung steht. Ein weiterer Schlüsselpunkt war die Rekrutierung von zusätzlichen Helfern, zu zweit hätten wir uns diese Meute nicht zugetraut. Zum Glück haben wir im engen Bekanntenkreis zwei sehr verantwortliche und in Kinderbespaßung erfahrene Teenager, die - Gott sei's gedankt! - gerne zusagten. Idealbesetzung!

Schönes Schatzsuchenzubehör fand ich bemerkenswerterweise im israelischen Internet. Zwischen massenhaft Angeboten von Sondermüll und Schrott entdeckte ich nämlich eine sehr untypische aber wirklich hilfreiche, schöne Seite zur Ausrichtung von Mottoparties für Kinder. Klar, an die Sortimente deutscher Anbieter kommt auch das nicht ran, aber immerhin fand ich dort Geschenktüten mit Schatztruhenaufdruck, Schatztruhe und Goldtaler sowie Mitgebselgeschenke für alle. Hätte ich mich nicht gebremst, hätte ich dort noch für drei Parties weiterkaufen können. Um später leichter zwei Schatzsuchergruppen bilden zu können, bestellte ich außerdem Bandanas in zwei Farben, ebenfalls im Internet aus 100% in China verarbeiteter Baumwolle.

Der Park war am Freitagnachmittag nur noch wenig besucht, sodass wir einen schönen großen Platz mit mehreren Picknicktischen für unsere Party ergattern konnten. Als Partyfood hatte ich Thunfischsandwichs, Blätterteigteilchen, Gemüsesticks, Snacks und viel zu viele Regenbogencupcakes vorbereitet. Zum Abschluss würde es noch den obligatorischen Geburtstagskuchen und Wassermelone geben. Bei israelischen Geburtstagsfesten kommt der Geburtstagskuchen als Höhepunkt der Party, keineswegs gleich zu Beginn. Es gibt sogar ein Lied, das gesungen wird um den Kuchen einzuleiten. (Wo, wo, wo, wo, wo ist der Kuchen?)

Nachdem wir alle Schatzsuchenhinweise aufgehängt hatten, hatten wir kaum noch Zeit, das ganze Essen aufzubauen, als die ersten Gäste bereits eintrafen und als erste Amtshandlung einen Plastikbecher mit ihrem Namen beschriften und eine Bandana auswählen mussten. Von allen geladenen Kindern kamen letztlich 24, eine gute Zahl, denn ich hatte genau 24 Bandanas, wären mehr gekommen, hätte ich mit Ersatzstoff improvisieren müssen :)

Als alle da waren, ein bisschen am Buffet gesnackt und ihre Gruppenleiter kennengelernt hatten, schickten wir sie recht schnell auf Schatzsuche. Mithilfe einer Karte sollten sie anhand von Koordinationen von Station zu Station wandern und dort jeweils kleine Aufgaben erledigen (einen Geheimcode knacken, ein Quiz lösen, Pflanzen suchen und bestimmen, ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, usw.). Die Route war für beide Gruppen unterschiedlich, an der letzten Station führten wir sie aber wieder zusammen, damit sie gleichzeitig die Koordinaten zur finalen Schatzsuche bekommen konnten. Der Schatz mit seinen Goldmünzen beeindruckte die Meute sehr. Mit einer Münze konnten sie sich beim Abschied eine Überraschungstüte eintauschen. Mit Schokotalern und anderem Süßkram.

Gelernte Lektionen:

  1. Wenn Rosalilaglitzer nicht zur Auswahl steht, wählen Mädchen gerne Blau, sogar lieber als Orange
  2. An windigen Tagen reicht ein Becher pro Kind nicht, weil die Becher einfach davonfliegen. Aus dem gleichen Grund kann man es sich sparen, Servietten mitzunehmen
  3. Chips, Erdnussflips und anderer Junk reichen als Partyfood eigentlich aus
  4. Kinder haben heute Handies dabei, mit denen sie im Zweifel selbst ihre Abholung organisieren können, wenn sie sich schwer verletzt haben (in diesem Fall, war es ein harmloser Kratzer, aber man darf das ja nicht unterschätzen, deshalb siehe Punkt 5)
  5. Nächstes Mal unbedingt Verbandszeug mitnehmen für alle Fälle

Fotos :

 Einladung
Schatzkarte 
 Regenbogencupcakes
 Gesunder Ausgleich
landestypisch: Borekas 
 noch typischer: "Bamba" 
Schatzsucher am Kniffeln




* dieser Beitrag nimmt an der Blogparade "Kindergeburtstage" von Yvette teil. *


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Kommentare:

  1. kol ha kavot und chag sameach!
    m&p

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  2. Die Kinder hatten bestimmt unheimlich viel Spaß! So ein tolles Spiel und die vorzügliche Bewirtung! Das hat sich doch auf jeden Fall gelohnt.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  3. Ich freue mich für Euch, dass Ihr das überlebt habt... bis zum nächsten Jahr ;)))
    Ganz liebes Grüßle und Schawua Tov

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  4. Danke euch. Ja, wenn es mal vorbei ist, merkt man ja meistens, dass es sich gelohnt hat, aber die Vorbereitung... ;-)

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