Freitag, 25. April 2014

Aufgeräumtes Kinderzimmer - eine Anleitung in 13 Schritten :)

Ich hasse putzen und aufräumen.


Wenn ich es mir leisten könnte, hätte ich längst eine Putzfrau oder wenigstens einen Roboterstaubsauger*. Kann ich aber nicht, weswegen ich mir die kleine Wohnung schön rede (= weniger Fläche, die geputzt werden muss), auf meinen helfenden Gatten lobsinge (ok, das sollte ich wirklich öfter tun) und ansonsten minimalistisch-effizient vorgehe, wenn es darum geht, das Haus ordentlich und hygienisch zu halten.

Nein, aufräumen und putzen ist wirklich nichts für mich. Mit einer Ausnahme: Das Kinderzimmer meiner Tochter räume ich gerne auf. Als ich das vor ein paar Jahren in meinem bevorzugten Elternforum (Rabeneltern.org) erwähnte, kam sofort als Reaktion
"Gib's zu, du willst doch nur spielen!" 
und ich glaube, da ist wirklich was dran. Ich räume tatsächlich gerne die Spielsachen meiner Tochter hin- und her, sortiere und verräume und freue mich an all den schönen Sachen, die sie besitzt. Außerdem ist es meinem pedantischen Organisationstick in Sachen Spielzeug zu verdanken, dass bisher kein einziger Playmo-Flip-Flop verloren gegangen ist. Und das will was heißen. Daher gehört es auch derzeit nicht zu meinen primären Erziehungszielen, das Kind dazu anzuhalten, selbst aufzuräumen, lieber wäre mir ein Tauschdeal: Sie putzt mir Bad, Klo und Fenster und ich sorge im Gegenzug dafür, dass ihr Zimmer immer schön aufgeräumt ist. Leider utopisch, aber mal im Ernst: Kinderzimmer aufräumen ist für mich fast schon therapeutisch und der Vorher-Nachher-Effekt enorm, seht selbst:







Seit ich vor einigen Jahren das Kinderzimmer auf das Prinzip "jedes Teil hat seinen Platz und lässt sich irgendwo so verstauen, dass es weder unordentlich aussieht, noch Staub ansetzt" umgestellt habe (Trofast und Glis sind mir in diesem Zusammenhang sehr ans Herz gewachsen), dauert der Aufräumteil auch überhaupt nicht lang. Vielleicht 20-30 Minuten, Spielpausen nicht eingerechnet *hust*):

  1. Bastelschnipsel, Müll, nie vollendete Kunstwerke und kaputte Teile, die ich ohne schlechtes Gewissen verschwinden lassen kann, landen im Müllsack, bzw. Altpapier
  2. Kleidungsstücke gehen in die Wäsche, Schlafanzug unter die Bettdecke
  3. Verkleidungsteile kommen in ihre große Trofastkiste 
  4. Bücher dürfen zurück ins Expedit. (Wenn ich ganz korrekt sein will, hole ich auch noch die gesammelten Vorlesebücher aus unserem Schlafzimmer und verräume sie.) Weil ich ein Freak bin, gruppiere ich die Bücher nach Sprachen und Autor
  5. Verlaufene Stofftiere haben ihr Zuhause ebenfalls in Trofastkisten, die beiden Babies wohnen im Puppenwagen
  6. Playmobil, das auf der Spielplatte aufgebaut ist, ergo aktuell bespielt wird, rühre ich nicht an. Nicht genutztes Playmobil kommt in die Playmobilkiste in den Schrank. Wenn aktuell nicht auf der Spielplatte gespielt wird, bzw. im Vorfeld die Erlaubnis zum Abbau eingeholt wurde, wird diese abgewischt und unter das Bett gerollt
  7. Brettspiele und Puzzle haben bei uns ihren Platz auf dem oberen Kleiderschrankregal (Hensvik)
  8. Loses Bastelzeug, Papier, Stifte, etc. kommt in die entsprechenden Trofastkisten
  9. Kleinteile, die einen festen Platz haben, wie Schmuck, Sammelfiguren, Bausteine und Haarzubehör werden in verschiedenen Kisten und Kasten verstaut
  10. Sonstiger Kleinkram und Tand fliegt in einen hübschen (und vor allem großen) Schuhkarton
  11. Wenige (!) Bilder und/oder Ausstellungsstücke dürfen auf dem Regal stehen bleiben
  12. das Bett ist schnell gemacht, ebenso ein kurzer feuchter Wisch über alle Oberflächen
  13. Zum Abschluss wird gründlich gesaugt, bzw. durchgewischt (heute habe ich sogar die Fenster geputzt) und schon ist es fertig


Bonuseffekt: Das Kind hält sich danach wieder viel mehr im eigenen Zimmer auf und schafft nicht mehr so viel Spielzeug in den Familienwohnraum, wo es sich meist blitzartig vermehrt ;-)






*Nachtrag, 31.3.2016: Den Saugroboter haben wir übrigens inzwischen. Auch schon wieder gut 1,5 Jahre, Mensch, wie die Zeit vergeht!



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Kommentare:

  1. Huhu!
    Das ist ein ganz schöner Beitrag! Dürfen wir ihn auf unserem Blog www.geraeumt.blogspot.de teilen und auch das Bild mitnehmen?
    LG von Sabine (auch zu finden unter bebusybee.blogspot.de

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    1. Klar, sehr gerne mit Quellenangabe und Rückverlinkung :-)

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    2. schau mal hier: http://geraeumt.blogspot.de/2014/04/die-anderen-fragmente-liebt-das.html
      Liebe Grüße aus dem fernen Mainz

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