Freitag, 7. Februar 2014

Lieblingsrezept: Orangenkuchen zum Tee

Heute habe ich ein Rezept für euch, das ich kürzlich wieder ausgegraben habe. Vor Jahren, als wir Freunde im Negev besuchten, genauer gesagt in Sde Boker, wo auch David Ben Gurions Hütte steht, kamen deren Nachbarn zum Kaffee vorbei. Mit einem Orangenkuchen, der so lecker war, dass wir uns das Rezept aufschreiben ließen (auf einen Bogen himmelblaues Luftpostpapier).

(Damals konnte ich Hebräisch, erst recht handschriftliches, noch kaum entziffern, was beim Nachbacken zu einigen lustigen Diskussionen mit dem Gatten führte. Der wollte nämlich allen Ernstes behaupten, "Chelmon" sei Eiweiß und nicht Eigelb, was mir seltsam vorkam, weil a) die Wortwurzel von "weiß" in dem Wort "Chelbon" (=Eiweiß) steckt und b) man Eigelbe nicht wirklich steif schlagen kann, wie es das Rezept vorsah.)

Das Originalrezept steckt seit nunmehr bald 10 Jahren in meinem Rezepteordner, ich habe es nur geringfügig angepasst.  Zum Beispiel mag ich Margarine so gar nicht und nutze daher Öl.

Zutaten:
  • 3 Eier
  • 1 Becher Zucker
  • 1/2 Becher Öl
  • 3 Becher Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Becher Orangensaft 

Zubereitung:
  1. Eier trennen und Eiweiß steif schlagen. (Das Originalrezept schlägt einen halben Becher Zucker unter den Eischnee, mir ist das insgesamt zu süß.) Eischnee kalt stellen. 
  2. Öl und Zucker mit dem Mixer kombinieren. Eigelb unterrühren.
  3. Mehl und Backpulver mischen und mit der Zucker-Eimischung verrühren. 
  4. Orangensaft nach und nach unterrühren.
  5. Zuletzt Eischnee vorsichtig unterheben, den Teig auf zwei kleine Kastenformen verteilen und bei 175° C 30-40 min. backen. (Stäbchenprobe!)

Wenn ich es etwas festlicher haben will, überziehe ich den Kuchen gerne mit einem Guss aus Orangensaft und Puderzucker. Aber auch ohne Guss schmeckt der Kuchen zum Tee oder Kaffee ganz hervorragend. 

Je nach Saison und Verfügbarkeit kann man statt Orangen auch Zitronen (dann würde ich aber tatsächlich etwas mehr Zucker nehmen) oder eine Mischung aus verschiedenen Zitrusfrüchten verwenden.



Shabbat Shalom !


Kommentare:

  1. Hmmm! Wie groß ist ein Becher? (In Anbetracht der Tatsache, dass nicht alle Zutaten becherweise hinzugegeben werden, macht es doch einen Unterschied, ob ich meinen Tealogic-Becher, der einen halben Liter fasst, oder so ein 0,2l-Schweden-Böttchen nehme).

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    1. Sorry, das wollte icb eigentlich dazu geschrieben haben: es handelt sich um das amerikanische Bechermaß. Auf meinem steht 1 cup = 237 ml. Bevor ich diese Originalmessbecher vererbt bekam, habe ich aber auch nicht ohne Erfolg mit normalen Kaffeebechern hantiert.

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    2. Ah, danke, dann geh ich mal einen ordentlichen Kaffeebecher ausmessen. Das kann gut hinkommen.
      Dein kürzlich verlinktes Cupcakes-Büchlein habe ich übrigens inzwischen hier und schon einige Rezepte ausprobiert. Alle erfolgreich ^^.

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    3. Oh, das freut mich aber! Ich finde das Büchlein ist eine gut sortierte Rezeptsammlung in Sachen Cupcakes und Muffins.

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  2. Oh, lecker!
    Das backe ich mal nach! Danke!

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    1. Ich habe ihn Montag gebacken. Lecker! (auch wenn ich das Eischnee gar nicht aufgeschlagen habe (das Kindi hat Angst vor dem lauten Mixer), ich hab einfach komplette Eier genommen.) Und ich habe ihn noch mit dunkler Schokolade überzogen! :-)

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    2. Oh, das ist auch eine Idee, muss ich mal ausprobieren mit der dunklen Schokolade :-)

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  3. Ich bin froh über meinen Maßbecher, der auch eine Cup-Einteilung hat. Sehr praktisch bei den amerikanischen Rezepten.
    Dein feines Teegebäck werde ich am Wochenende ausprobieren!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  4. *mental note*

    Wieder öfter Rezepte einstellen, danke für die Rückmeldung!

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  5. mhhhhhhhhh, so ein leckerer Kuchen.
    Ich habe das Rezept gestern sofort ausprobiert.
    Ist super einfach und wirklich sehr legger :)
    Schabbat Schalom
    Gudrun von Baustelle "Leben"
    P.S. Ich habe einen ganz normalen Kaffeepott genommen, hat super funktioniert.

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    1. Danke für das Feedback, ich freue mich, dass es mit Kaffeebecher geklappt hat :-)

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  6. Ich habe mal irgendwo gelesen, 100g Butter oder Margarine könne man durch 80ml Öl ersetzen; stimmt das ungefähr mit deinen Erfahrungen überein?
    Und wenn ich in Gedanken dein Rezept durchgehe, bleibt mir am Ende ganz viel Zucker stehen: 1 cup soll man bereitstellen, aber 1/2 cup kommt in den Eischnee (oder nicht mal), und der Rest bleibt da und wartet...

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    1. Das Originalrezept hat 200g Margarine und ich habe einen halben Becher (118ml) Öl genommen, das wurde saftig genug. Ein Becher Zucker geht direkt in den Teig mit Öl und Eiern verschlagen (steht auch so in meinem Rezept...), der halbe Becher für den Eischnee wäre optional noch extra, also dann insgesamt 1,5 Becher Zucker, falls man es extra süß will. Wird es jetzt klarer?

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    2. Da hab ich extra drei- und viermal gelesen und hab den Becher Zucker im Teig trotzdem nicht gesehen.
      Wie gut, daß ich schon in vier Monaten zum Oigadokta gehen kann, vielleicht verschreibt der mir ja eine Lesehilfe... ;)

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