Samstag, 30. November 2013

[Buch] Ultimative Lesechallenge - Novemberbücher

Im Rahmen der ultimativen Lesechallenge gilt es, monatlich zwei Bücher nach bestimmten Vorgaben zu lesen und zu rezensieren. Da ich diesen Monat zu fast gar nichts komme, gibt es meine beiden an dieser Stelle mal auf einen Blick:

1. Lies ein typisches Herbst- bzw. Winterbuch (Cover und/oder Thematik sollten passen):

The Christmas Carol MurdersThe Christmas Carol Murders by Christopher Lord
My rating: 3 of 5 stars

Simon Alistair ist ein Nachfahre der Gründer von "Dickens Junction", einem kleinen Ort in Oregon, der sich dem Gedenken an Charles Dickens verschrieben hat. Er selbst besitzt einen Buchladen, der ausschließlich Bücher führt, die er selbst gelesen hat. Als wohlhabender Erbe ist er nicht auf die Einkünfte aus dem Laden angewiesen, weswegen er sich diese Extravaganz leisten kann. Abgesehen davon scheint sein Lebensinhalt darin zu bestehen, dafür zu sorgen, dass der einzigartige Charakter von Dickens Junction erhalten bleibt. Als während der alljährlichen Aufführung des "Weihnachtsliedes" auf dem Dorfplatz plötzlich eine Leiche auftaucht und alle Bewohner zu Verdächtigen werden, sieht sich Simon gezwungen, selbst zu ermitteln und Dickens Junction zu retten.

Dieser kleine "cozy-Krimi" liest sich gut weg, wobei mir das Setting ein wenig sehr gewollt vorkam. Dennoch fühlte ich mich wohl in diesem kleinen skurillen Örtchen mit den vielen Verweisen auf Dickens (von dem ich jetzt endlich mal mehr lesen sollte!) und die Protagonisten sind sehr liebevoll ausgedacht. Zunächst gewöhnungsbedürftig fand ich die schwule Liebesgeschichte zwischen Simon und dem jungen Journalisten Zach, was dank der geschmackvollen Darstellung aber schnell kein Thema mehr war.

Die Krimihandlung hat mich etwas enttäuscht. Einige Ungereimtheiten und ein eher schwaches Ende lassen mich zweifeln, ob es sich lohnt, an dieser Serie dran zu bleiben.

2. Lies ein Buch, das zwischen 301 und 599 Seiten hat (dieses hat 545):

Zwei an einem TagZwei an einem Tag by David Nicholls
My rating: 3 of 5 stars

Die intellektuelle Emma und Dexter, erfolgsverwöhnter Sohn wohlhabender Eltern, gehören zusammen. Das weiß der Leser von Anfang an. Die beiden Helden dieser Geschichte stehen sich jedoch selbst im Weg und verpassen über zwei Jahrzehnte immer wieder wichtige Chancen, endlich zueinander zu finden.

Dieses Buch lag relativ lange unberührt auf meinem Kindle. Den Titel fand ich seltsam, das Cover sprach mich nicht an und überhaupt war ich mehr als skeptisch. Als ich es letztlich doch in Angriff nahm, erlebte ich eine positive Überraschung. Die Sprache ist recht angenehm zu lesen, obwohl die deutsche Übersetzung zu wünschen übrig lässt. Ich gehe davon aus, dass das Original frischer daherkommt, insbesondere was den britischen Humor angeht. Dennoch habe ich oft und viel geschmunzelt und mitunter auch herzhaft gelacht.

Ansonsten muss ich peinlicherweise gestehen, dass mir die Pointe dieses Romans erst bewusst wurde, als ich es ausgelesen hatte. Ich gebe nicht viel auf Überschriften und kann mir Zahlen schlecht merken, sodass mir völlig entgangen ist, dass Emma und Dexters Geschichte sich immer am gleichen Tag - dem 15. Juli - fortsetzt. Wenn man das frühzeitig merkt, macht vieles wahrscheinlich noch mehr Sinn, aber ich habe nun nicht das dringende Bedürfnis, das Buch sofort noch einmal zu lesen. Dazu war es mir persönlich insgesamt zu deprimierend.




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Mittwoch, 27. November 2013

Die Stimme des israelischen Soundtracks ist tot

Gestern Nacht ist der wohl bedeutendste israelische Sänger und Liedermacher überraschend gestorben. Arik Einstein (*1939 in Tel Aviv) hat wie kein anderer die israelische Pop- und Rockmusikszene geprägt und eine ganze Generation mit seinen Liedern großgezogen. Seine Liebe und Verbundenheit zu seiner Heimat, der Traum nach einem besseren Israel, seine Bescheidenheit und Zurückgezogenheit machten ihn so beliebt und authentisch bei seinen Landsleuten, während er im Ausland weitgehend unbekannt blieb. Die zahlreichen Nachrufe sind sich alle einig: Ein ganz großer Israeli ist von uns gegangen. Im Haaretz heißt es, er sei unser Frank Sinatra, Elvis Presley und Bruce Springsteen in einer Person. Das trifft es wohl ganz gut.

Nachdem er gestern Abend in seinem Haus zusammengebrochen war, brachte man Arik Einstein mit einem geplatzten Aneurysma in Tel Aviv ins Krankenhaus, wo die Ärzte wenig später aufgeben mussten. Der Krankenhauschef selbst trat mit belegter Stimme vor die versammelten Menschen. 

Der bekannte israelische Radiosender "Galgalatz" spielt seither nur noch Arik Einsteins Lieder (auch im Webradio), die kollektive Trauer ist den ganzen Tag über spürbar, meine Timeline auf Facebook kennt kein anderes Thema: Dieser Mann hat die Herzen in diesem Land bewegt wie kein anderer. Bereits am Nachmittag wird Arik nach jüdischer Tradition zur letzten Ruhe gebettet. Zuvor findet auf dem Rabin Square in Tel Aviv eine Trauerfeier statt, zu der Tausende erscheinen, die israelische Musikszene scheint geschlossen vertreten zu sein und sogar unser Ministerpräsident erweist Arik Einstein die letzte Ehre, bei seiner kurzen Ansprache kämpft der "Hardliner" sichtbar mit den Tränen. Bis in die Nacht hinein bleiben zahlreiche Fans auf dem Platz zurück, entzünden Kerzen und singen gemeinsam die bekannten Lieder. Und obwohl die Musik uns erhalten bleiben wird und obwohl (oder gerade weil?) Arik Einstein schon lange nicht mehr auftreten wollte und öffentliche Auftritte scheute, wird er den Israelis fehlen. Er war mit dem Land und seiner Geschichte untrennbar verbunden. Viele erinnern sich an ganz eigene "Arik-Einstein-Momente", er war einfach immer da. In Kriegszeiten, nach Terroranschlägen, nach dem Mord an Yitzhak Rabin, aber auch für die schönen, alltäglichen Momente, etwa zur Einschulung mit seinem Lied "Ouf Gozal - kleiner Vogel flieg!".

 - Arik Einstein: "Ouf Gozal - kleiner Vogel flieg'" (1987)

Für mich persönlich werden Arik Einsteins Lieder für immer mit meiner allmählichen "Israelisierung" verbunden sein. Am Anfang konnte ich nur zusammenhanglose Bruchstücke seiner Texte verstehen, aber die blieben hängen. Immer wieder hörte ich unbewusst Lieder von ihm, die mich berührten, mein Gemüt streichelten. Zu seinem sanften, manchmal melancholische Bariton möchte man sich nur einkuscheln, einen Gang von der Hektik herunterschalten und vom Leben ausruhen. Später, je mehr Hebräisch ich lernte, lernte ich auch seine Lieder noch mehr schätzen, denn sie geben alle so viel Sinn in ihrer schlichten Poesie. Dabei spielt keine Rolle, ob er über flügge werdende Kinder, Weltenverbesserer oder humorisch über den Shabbat singt, sie haben alle diesen besonderen Zauber, der mitten in die israelische Seele trifft, gebürtige wie eingewanderter Israelis. Mein Mann wunderte sich immer darüber, dass mir gerade diese Musik gefällt, und ich kann es auch nicht erklären, aber wann immer ich diese Stimme im Radio höre, werde ich ein bisschen froher. Einfach so. Und als ich irgendwann letztes Jahr meiner Schwägerin gegenüber bemerkte, dass ich Arik Einstein so gerne mag, leuchteten ihre Augen auf, und es stellte sich heraus, dass er auch ihr Lieblingssänger ist. Schon immer gewesen. Beim nächsten Treffen überreichte sie mir eine von ihr höchstselbst zusammengestellte Lieblingslieder-CD. Mit Liedern "jenseits der Radio-Standards", wie ihr sehr wichtig war, zu bemerken.

Arik Einstein wird uns fehlen. Aber seine Lieder und Filme behalten wir. Das tröstet.

Ruhe in Frieden.



- Arik Einstein: "HaYamim HaArukim, HaAtzuvim - Die langen traurigen Tage" (1968)

Montag, 25. November 2013

20 Dinge über mich

Viele Blogger erzählen immer wieder spannende Sachen über sich. Eine Liste aus 20 persönlichen Eigenschaften ist dabei sehr beliebt und läuft mir immer mal wieder über den Weg. Daher versuche ich mich jetzt auch mal daran: 

01. Ich mag Bücher die "gut" ausgehen. Genauer gesagt kann ich sehr ungemütlich werden, wenn ein Buch das ich sehr gerne mag, plötzlich ein hässliches, tragisches Ende nimmt. Da kann es noch so literarisch wertvoll sein.
02.Ich mag Instant lieber als Filterkaffee. Obwohl ich als Deutsche mit dem Geruch von Filterkaffee aufgewachsen bin und Instantkaffee erst mit über 20 kennenlernen durfte. Ich mag sogar den billigsten aller israelischen Instantkaffees. Den, von dem echte Israelis während ihrer Armeezeit in aller Regel die Nase voll bekommen.
03.Ich habe manchmal Träume von denen ich noch im Traum weiß, dass ich mich in einem Traum befinde. Mich bewusst zurück in einen bestimmten Traum zu träumen, klappt allerdings nur sehr, sehr selten. 
04.Ich mag Katzen nicht wirklich. Außer vielleicht Grumpy Cat. (Aber die würde mich wahrscheinlich dafür hassen ^^)
05.Ich bin total verknallt in Wendy von Wendy's Lookbook. Ihr Blog und ihre Modetipps kann ich ewig ansehen, besonders ihre Videos (Wintertipp!). Für einen notorischen Modemuffel wie mich geht das fast schon als schizophren durch, würde ich sagen.
06.Ich kann Loriots Gesamtwerk zu weiten Teilen mitsprechen. (Die Sissi-Trilogie übrigens auch.)
07.Ich habe eine Schwäche für Elvis. Ja, genau den.
08.Ich bin eine verhinderte Rollenspielerin. Als die Jungs in der sechsten Klasse "Das schwarze Auge" spielten, waren Mädchen unerwünscht. Und später habe ich den Einstieg immer wieder verpasst.
09.Ich bin Trekkie. Seit ich eines öden Nachmittags in der Mittelstufe auf Sat1 an einer Folge von "The Next Generation" hängen geblieben bin und zuerst gar nicht wusste, was dieser Mist mit den seltsamen Trainingsanzügen soll... Star Wars mag ich auch. Sehr.
10.Ich war einst mehrere Jahre lang Vegetarierin und wäre es eigentlich gerne wieder, kann mich aber nicht aufraffen, es wirklich durchzuziehen.
11.In Israel vermisse ich den Wintersport am meisten. Aus den jährlichen Skiurlauben mit der Familie habe ich viele meiner besten Kindheitserinnerungen.
12. Ich habe eine meiner besten Freundinnen im Internet kennengelernt.
13. Mathe kann ich gar nicht. (Nachtrag, 27.11.: Wer's nicht glaubt, suche bitte die Nummer 17 in diesem Text..) Dass ich derzeit Buchhalterin bin, kann ich mir daher selbst nicht so richtig erklären.
14.Ich bin mit 24 ausgewandert und habe es nie bereut. Nicht wirklich.
15.Ich sehe im Kino gerne den kompletten Abspann an. Leider sehen das Israelis überhaupt nicht ein und blenden oft schon weit vor der Zeit ab.
16.Ich fahre gerne (schnell) Auto. Das liegt bei uns in der Familie und hat vielleicht auch was mit meiner deutschen Prägung zu tun. Geblitzt wurde ich allerdings erst zweimal im Leben, Punkte gabs noch nie.
18.Im Gegensatz zu meinem Mann quatsche ich im Ausland gerne Israelis an, wenn ich welche sehe. Was das typische Gemeinschaftsgefühl angeht, hat mich das Volk die 11 Jahre hier schon gut konditioniert. (Sehr schönes Video zum Thema: Der einzige Strand in Thailand ohne Israelis , leider nur auf Ivrit)
19.Ich bin sprachbegabt.  Russisch und Arabisch stehen ganz oben auf meiner Liste der unbedingt noch zu erlernenden Sprachen. Beide sind aber auch richtig, richtig schwer zu erlernen. Kommaregeln kann ich allerdings in keiner Sprache.
20.Mir will beim besten Willen kein 20. Ding einfallen. Werde es aber nachtragen. (Bestimmt fallen mir morgen noch 12 ein, wenn ich nicht mehr wie besesssen versuche, diese Lücke zu füllen. Ah ja, Perfektionistin bin ich auch. Mit mitunter höheren Ansprüchen an mich selbst, als wahrscheinlich gut für mich ist.)

Jetzt aber: Nach 11 Jahren in Israel fällt mir bei Deutschlandbesuchen seit einiger Zeit auf, dass ich mich der Heimat tatsächlich etwas entfremdet habe. Ich glaube, eine Wiedereingliederung in den deutschen Trott wäre gar nicht mehr so einfach.



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Montag, 18. November 2013

[Buch] Lieblingsbuch 9/2013 - Scarlett


Mein Lieblingsbuch diesen Monat ist "Scarlett", die autorisierte Fortsetzung von "Vom Winde verweht" von Alexandra Ripley. Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich diesen Schmöker gelesen habe, der mich schon seit meiner Teenagerzeit begleitet. Mitchells Werk habe ich zwei, vielleicht dreimal, komplett gelesen, "Scarlett" bestimmt zehnmal so oft. Ich weiß, dass Kritiker dieses Buch überhaupt nicht mögen und dass eingefleischte Fans des Originals die Fortsetzung nachgerade hassen, warum gehört also ausgerechnet DAS zu meinen Lieblingsbüchern? 

Wohl hauptsächlich weil ich Scarlett mag. Ja, sie ist ein selbstsüchtiges verwöhntes Ding, lügt, betrügt, verletzt alle, denen was an ihr liegt und lässt insgesamt so viel verbrannte Erde hinter sich, dass man am Ende von "Vom Winde verweht" als moralisch korrekter Leser eigentlich ausrufen müsste "Selbst schuld! Geschieht ihr ganz recht!". Stattdessen möchte man mit ihr heulen, um sich schlagen und die Autorin dafür verfluchen, dass sie ihre Heldin vor so einem Scherbenhaufen im Stich lässt. Denn, und da glaube ich ist "Vom Winde verweht" tatsächlich sehr authentisch: Scarlett ist ein Opfer der Lebensumstände der damaligen Zeit. Die Liebesgeschichte mal ausgeklammert, bin ich mir sicher, es gab tatsächlich reiche Südstaatenmädchen wie sie, deren ganze Welt zugrunde ging, was sie zwang,  von heute auf morgen erwachsen werden, sich von ihrer Erziehung emanzipieren. Alles was man sie gelehrt hatte, war dekorativ zu sein und sich perfekt in eine ebenso komplexe wie arrogante Gesellschaft einzufügen, für Querdenker und Charakterköpfe gab es keinen Platz. Auf einen hässlichen, Jahre andauernden Krieg hatte keiner diese junge Generation vorbereitet. Scarlett setzt den Umständen ihre skrupellose Durchsetzungskraft entgegen und schafft es dadurch, nicht unterzugehen, sondern für ihr Umfeld zu sorgen, so widerwillig sie das auch mitunter tut. Im Laufe des Romans bringt sie das Kind ihrer Schwägerin zur Welt und flieht mit ihr gerade rechtzeitig vor dem Einmarsch der Yankees aus Atlanta, rettet ihre Familie durch harte Feldarbeit vor dem Hungertod und bewahrt schließlich die Plantage ihres Vaters vor dem Gerichtsvollzieher. Kritik der moralisierenden alten Gesellschaft schüttelt sie ab und macht sich selbst zur Außenseiterin, worunter sie immer wieder bitter leidet. Bei aller Tüchtigkeit und Weitsicht bleibt sie für die wahre Liebe zu Rhett Butler blind, und als ihr endlich bewusst wird, dass sie ihr eigenes Glück all die Jahre verleugnet hat, ist es zu spät. Tragisch. Und nicht halb so kitschig-romantisch, wie Ignoranten sich den Roman vorstellen. 

Soviel zu "Vom Winde verweht". 

"Scarlett" knüpft zeitlich unmittelbar an dieses düstere Ende an. Der Leser trifft auf eine Scarlett, die bereit ist, alles zu tun, um Rhett zurückzugewinnen. Rund 800 Seiten lang kämpft die einstige Südstaatenschönheit unermüdlich um ihre einzige Liebe, während sie sich abmüht, ihren Platz in der Gesellschaft, irgendeiner Gesellschaft, zu finden. Dabei muss sie viele Rückschläge einstecken und macht eine Entwicklung durch, an deren Ende sie auch mit sich selbst ins Reine kommt und wirklich frei wird.

Alexandra Ripley ist eine versierte Südstaatenautorin. In ihren Romanen malt sie ein farbenfrohes Bild des stolzen Südens, was ihr auch mit "Scarlett" gelingt. Wechselnde Schauplätze wie Charleston, Savannah und Irland mit ihren interessanten Bewohnern geben dem Roman Abwechslung und Charakter, ohne die Welt Margret Mitchells zu "verraten" oder Rahmenbedingungen zu verändern. Ich kann jedes Mal wieder aufs Neue ganz tief in diese faszinierende Märchenwelt des alten Südens eintauchen, mit seiner Etikette, den Reifröcken und Bällen. Nein, ich würde nicht so weit gehen, es Weltliteratur zu nennen, und Historiker hätten sicher auch so einiges zu meckern, aber diesen Anspruch stelle ich an meine Lieblingswohlfühlbücher auch nicht. Für mich fühlt sich "Scarlett" als Fortsetzung authentisch an, ich kann die beiden Werke heute fast nicht mehr voneinander trennen. Was aber auch daran liegt, dass ich nur dann restlos glücklich mit einem Buch sein kann, wenn es ein Happy End für die liebgewonnenen Charaktere gibt. 

Donnerstag, 14. November 2013

Guess what: Divergent is being made into a movie (English)

Or maybe you knew already. I did but didn't dare to expect to much from it until now.

Here's the first official full trailer, looking awesome.

"I don't wanna be just one thing. I want to be brave and selfless and intelligent and honest and kind."

- Four 






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Dienstag, 12. November 2013

12 von 12 im November 2013

Meine heutigen 12 bilden einen typischen Werktag ab. Allerdings nur die Zeiten vor und nach der Arbeit, denn im Büro war heute so viel los, dass ich das Fotografieren tatsächlich 7 Stunden lang komplett vergessen habe. Außerdem hadere ich mit der neuen Fotobearbeitungsfunktion von Picasa, die meine Lieblingsfunktionen ersatzlos wegrationalisiert hat. Ich muss mich unbedingt nach einer Alternative umsehen. Hier die (fahrradlastige) Ausbeute:


(Zum Vergrößern genügt ein Klick)

jetzt wird's Zeit
Pausenbrot fertig
Schäfchenwolken über Tel Aviv
sehr passender Name
Zeitsprung !
noch schnell neue Fahrkarten laden
das treue Radl befreien
die Sonne steht um 16:07 schon tief
Radlerperspektive
geht auch als Packpferd

Zeichnen ist gerade sehr "in"

Backen auch (-> Erdnussbutterkekse)


Nach getaner Backarbeit war die Maus so erschlagen, dass sie direkt auf dem Sofa eingeschlafen ist. Was mir aber sehr gelegen kam, da ich mich so unbemerkt zum Schuhladen schleichen und ihre Seligkeitsschuhe abholen konnte, wegen denen es bereits am Freitag Tränen gab, als wir _eigentlich_ zum Stiefelkauf dort waren. Nein, mein Geschmack sind sie nicht, aber sie sitzen wenigstens gut am Fuß, waren um die Hälfte heruntergesetzt und da Stiefel im Augenblick eh noch viel zu warm sind, bin ich jetzt eben mal eingeknickt.



Alle 12-von-12 wie immer bei Draußen nur Kännchen.





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Sonntag, 10. November 2013

Essen?

Wer dieses Blog schon einmal ausgiebig durchklickt hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass es oben in der Leiste neben den Reitern Lesen und Leben auch noch einen dritten Reiter gibt - Essen. "Früher" habe ich unter diesem Reiter regelmäßig Rezepte und Foodfotos veröffentlicht, was aber schon peinlich lange her ist. Der letzte Artikel dieser Art war im Mai diesen Jahres, also vor über einem halben Jahr. Woran's liegt? Vermutlich daran, dass mir das Leben (und das Lesen *g*) immer wieder dazwischen kommt. Natürlich isst meine Familie trotzdem, klar. Allerdings dreht sich mein Alltag in letzter Zeit eher um improvisierte und schnell zusammengeschusterte Gerichte, von denen keiner wirklich ein Rezept sehen will. (Das müsst ihr mir glauben...)

Ich bin zwar sehr schnell dabei, tolle Rezepte aus meiner Facebook-Timeline und von Bloggerkollegen auszudrucken, zum Nachkochen komme ich viel zu selten. Stattdessen habe ich gelernt, dass es sehr viel Sinn macht, jede Woche einen Topf Reis zu kochen. Mein Mann kann nämlich zu jeder Gelegenheit Reis essen und nimmt sich sogar Reis mit zur Arbeit wenn es kein Hauptgericht dazu gibt. Falls Ende der Woche noch was übrig sein sollte, wird der Reis ganz easy zu Fried-Rice, den ich richtig gut hinkriege seit ich dieses Grundrezept verinnerlicht habe: Magic Fried Rice. Als letztens mal kein Reis im Haus war habe ich zudem herausgefunden, dass man die Fried Rice-Technik auch auf verschmähte Spaghetti anwenden kann und dass das Endprodukt fast an asiatisches Take-out heranreicht. Immer vorausgesetzt man hat ordentlich Sojasauce verbraucht.

Resteverwertung und die Kunst, aus einmal Kochen mehrere Mahlzeiten heraus zu schlagen, ist eine Fertigkeit, an der ich immer mal wieder mehr oder weniger gewissenhaft feile. Aus einem ganzen Hühnchen mache ich daher meist zunächst Suppe, die sich für 1-2 Tage gut im Kühlschrank hält und sich super als leichtes Abendessen oder Zwischenmahlzeit eignet. Einen Teil friere ich meist ein, für Krankheits- und Notfälle. Aus dem Hühnerfleisch kann man ohne großen Aufwand zum Beispiel ein Chicken Pot Pie machen oder es zum Reis kombinieren, den man (s.o.) sowieso immer zur Hand haben sollte. Im Salat oder mit Mayo als üppiges Sandwich macht sich dieses weiche zarte Suppenhühnerfleisch auch sehr gut.  

Ich habe erfolgreich ausprobiert, Kartoffelgratin in der Mikrowelle zu machen (so wie meine Mama es immer gemacht hat) und dabei festgestellt, dass es nicht mal Sahne für ein lecker-sämiges Ergebnis braucht: Milch und Käse reichen völlig.

Bananenkuchen
Überhaupt bin ich inzwischen ganz groß im Rezepte abwandeln und Zutaten substitutionieren. Neulich wollte ich einen Kuchen backen und hatte kaum was im Haus. Am nächsten Morgen im Halbschlaf kam mir schließlich die glorreiche Idee, aus dem letzten Viertel Wein vom Abendessen einen Rotweinkuchen zu backen, weil ich mich erinnerte, irgendwann vor Jahren mal so einen Kuchen gegessen zu haben. Also Google bemüht, alle Rotweinkuchen mit exotischem Schnickschnack aussortiert, die gemahlenen Nüsse im Rezept durch irgendwas substituiert (ich glaube durch geschredderte Schokolade) und einen ziemlich anständigen Kuchen hingekriegt. Improvisation ist alles. Überhaupt ist es sehr erhellend, Zutaten in Google einzugeben und zu sehen, was dabei für Rezepte rauskommen. Hat mir schon oft weitergeholfen und mir so manche neue Idee eingebracht. Diesen klebrigen Bananenkuchen mit Ahornsirup zum Beispiel: Sticky banana & maple cake

Ich habe, nicht nur aus dem Rotweinkuchen-Vorfall, gelernt, immer die Zutaten für meinen bewährten Schokoladenkuchen im Haus zu haben, falls mal überraschend einer gebraucht wird. Ich habe auch gelernt, dass mich meine Silikon-Cupcake-Förmchen nerven, weil sie so ätzend zu reinigen sind, weswegen sie seither ein etwas trauriges Dasein fristen. Neulich hat mich das Rezept einer Freundin so angelacht, dass ich sie mal wieder herausgegraben und gesunde Apfel-Haferflocken-Muffins damit gebacken habe. Die waren echt gut. Überhaupt würde ich gerne mehr Muffins backen, aber die Silikonformen... Vielleicht kaufe ich mir doch mal ein gutes Muffinsblech.


Ein weiterer Grund für wenige kulinarisches in meinem Blog? Bereits mein zweiter Crockpot-Einsatz ist vor einiger Zeit kaputt gegangen und seither zweifle ich, ob ich mir einen dritten zulegen soll. Die schweren Steinguteinsätze sind einfach so blöd zu reinigen weil ein kleiner Schlag an unsere Marmorarbeitsplatte oder auf den Fliesenboden reicht, ihnen den Garaus zu machen. Ein unzerbrechlicher Einsatz wäre klasse, aber das gibt es im Crockpot-Segment meines Wissens nicht. Dabei sehe ich jetzt in der kühlen Jahreszeit so viele tolle Crockpot-Rezepte in meiner Timeline und würde nichts lieber tun, als morgens vor der Arbeit das Ding anzuwerfen und abends zum fertigen Abendessen nach Hause zu kommen. Das geht mit dem Crockpot nämlich wirklich klasse. Ich vermisse ihn schmerzlich.

Was ich eigentlich sagen wollte? Ich bedaure, dass hier in letzter Zeit keine Rezepte oder sonstige kulinarische Beiträge zu lesen waren und hoffe, dass es irgendwann wieder besser wird.





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Donnerstag, 7. November 2013

[Buch] Veronica Roth: Allegiant (Divergent / Die Bestimmung #3)

Allegiant (Divergent, #3)Allegiant by Veronica Roth
My rating: 4 of 5 stars

Allegiant ist der Abschluss der Divergent-Trilogie von Veronica Roth und eines der wenigen Bücher, die ich gleich zum Erscheinungstermin haben und lesen musste. Die spannende Geschichte, in deren Mittelpunkt Tris Prior steht hat nämlich alles, was eine gute Dystopie braucht.

Teil 3 setzt an, wo Insurgent geendet hatte. Nachdem Tris der Öffentlichkeit ein rätselhaftes Video über die Welt außerhalb der Stadt gezeigt hatte, wurde sie von der Rebellenführerin Evelyn im Erudite-Hauptquartier (die deutschen Fraktionsbezeuchnungen sind mir leider nicht geläufig) festgenommen, wo sie auf ihre Anhörung wartet. Vom Vorwurf des Verrats wird sie kurz darauf zwar freigesprochen, doch sie und ihre Freunde erkennen bald, dass die neue Regierung auch vor Gewalt nicht zurückschreckt, um die endgültige Auflösung der Fraktionen herbeizuführen. Tris schließt sich den "Allegiant" an, einer ungleichen Gruppe aus verschiedenen ehemaligen Fraktionsmitgliedern, die wissen wollen, was wirklich außerhalb der Stadt ist. Tris, Four, Christina und Uriah melden sich als Freiwillige für einen Stoßtrupp und finden eine Realität, in der Wahrheit und Lüge nur schwer zu unterscheiden sind.

Allegiant hat mich nicht so sehr begeistert wie die beiden Vorgänger. Die Handlung wirkte auf mich teilweise etwas "zusammengesetzt" und es gab einige Ungereimtheiten im Timing (ich meine, darüber wäre ich bei Insurgent auch schon gestolpert, aber vielleicht liegt es auch an mir). Die Auflösung des großen Geheimnisses über die Außenwelt war für mich zwar zunächst eine Überraschung, doch blieb der Hintergrund kulissenhaft, da hätte man mehr herausholen können.

Sehr gut fand ich hingegen auch hier wieder die psychologische Tiefe der Charaktere und deren Entwicklung. Anders als in den ersten beiden Bänden, wechselt die Erzählperspektive zwischen Tris und Four, was einen viel besseren Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt zulässt. Der Leser versteht zum ersten Mal so richtig, wie stark Four seine Kindheitstraumata belasten und wie sehr sie sein Handeln und in gewisser Hinsicht auch seine Beziehung zu Tris immer noch beeinflussen. Diese stark belastete Liebe muss sich in Allegiant noch einmal ganz neu finden und beweisen. Das war für mich als Leser nur schwer auszuhalten. Und das Ende, ach, das Ende...

Ich will diese Rezension spoilerfrei halten und das Ende daher nicht vorweg nehmen, wer mag kann sich aber drüben auf Goodreads den ausgeblendeten Spoiler ansehen:

--> zur Rezension auf Goodreads mit Spoiler

Abschließend würde ich sagen, dass die Divergent-Trilogie sicher zu den besseren des Genres gehört, obwohl Teil 2 und 3 für mich nicht ganz an Teil 1 heran kommen.

Auf Deutsch ist die Serie unter dem Namen "Die Bestimmung" im cbt-Verlag erschienen.


Rezension Divergent (1)
Rezension Insurgent (2)



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Dienstag, 5. November 2013

Tagebuchblogging - 5. November 2013


Nachdem ich die monatliche Tagebuchblogaktion von Frau Brüllen ja mit schöner Regelmäßigkeit vergesse, habe ich heute tatsächlich mal wieder daran gedacht. Ist zwar nur ein unspektakulärer Wochentag, aber so ist das eben im Leben.

Um 6:15 klingelt wie an jedem meiner 4 Arbeitstage der Wecker, äh ich meine der Alarm des schnurlosen Telefons. Da unsere Handies Schlafzimmerverbot haben und ich dadurch auch die ausgeklügelten Snoozefunktionen nicht nutzen kann, muss ich,  wie jeden Morgen mehrere Knöpfe drücken, um den Alarm 15 Minuten vorzustellen. Das sorgt aber immerhin dafür, mich semi-wach zu machen, sodass ich um 6:30 wirklich aufstehe.

Heute mache ich das Pausenbrot, denn mir ist gestern aufgefallen,  dass kein Pitabrot mehr da ist, weswegen ich heimlich die Dose mit Roggenbrot befüllen und in die Schultasche schmuggeln will, damit es vor der Schule kein Aufsehen gibt ("Aber Mama, ich esse nur Pitas!") . Avocado hat Saison und ich hoffe schwer, das tröstet über das garstige Brot hinweg.

Inzwischen macht der Gatte den morgendlichen Bettkantenkakao, zu dem ich laut Ritual dann auch noch einmal unter die Decke schlüpfen muss.

Um 7:15 bin ich auf dem Rad Richtung Bahnhof. Mir fällt sofort auf, dass die Jacke heute völlig unnötig ist, es ist schon jetzt viel zu warm dafür. Im Zug ziehe ich sie sofort aus und stopfe sie in die Tasche. Um 7:25 setzt sich der Zug in Bewegung. Die knapp 30 Minuten Fahrt sind immer zu kurz für all die Dinge, die ich eigentlich erledigen will, aber ich checke immerhin meine Emails und feile an einer Rezension für Goodreads.

Um 8:15 treffe ich im Büro ein wo die Papier- und Aktenberge derzeit täglich wachsen. Zwischen Rechnungen, Kontoauszügen, Schecks (ja, Israel nutzt noch sehr viel Schecks im täglichen Zahlungsverkehr), Bankbesuchen und Überweisungen,  kurz: viel Buchhalterei, schaffe ich es gerade so, mein Müsli zu essen und heute immerhin zwei große Gläser Wasser zu trinken. Oft bin ich so beschäftigt, dass mir auch das erst auf dem Nachhauseweg einfällt,  wenn die Zunge mir schon wie ein staubiges Tier am Gaumen klebt.

Um 15:17 eile ich durch den Hintereingang gen Bahnhof. Der Zug fährt schon ein, als ich den Bahnsteig erreiche, aber alles geht gut. Um kurz nach 16:00 schwinge ich mich auf mein Fahrrad und bin gegen 16:10 am Hort. Letztlich nehme ich zwei Mädchen mit nach Hause, die jetzt völlig eigenständig im Kinderzimmer zugange sind.

Der Gatte wird gegen 17:45 erwartet und um 18:00 steht theoretisch "Zumba" auf dem Programm. Vielleicht schaffe ich es ja, das tatsächlich wahrzumachen, obwohl 18:00 einfach eine ganz doofe Zeit ist. Denn Abendessen sollte man ja auch noch irgendwann.




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Sonntag, 3. November 2013

[Kino] Bethlehem - der Film

Es gibt Filme, die sind so krass, dass man danach erstmal ein ganz hohles Gefühl im Magen hat und sich fragt, ob das wirklich alles so stattgefunden hat auf der Leinwand. Filme, die mit einer so realistischen Intensität daherkommen, dass sie streckenweise wirken wie eine Doku. Filme bei denen man sich nicht sicher ist, ob und wem man sie weiterempfehlen kann, weil man zarte Gemüter eher davor schützen will, und sie gleichzeitig unbedingt weiterempfehlen will, weil sie so gut, so wichtig sind. Die israelische Bewerbung* für den besten ausländischen Film bei den Oskars - "Bethlehem" - ist so ein Film.
 
Das Gemeinschaftsprojekt des israelischen Regisseurs Yuval Adler und des arabischen Drehbuchschreibers Ali Waked spielt zur Zeit der zweiten Intifada und erzählt die Geschichte von Razi (Tsahi Halevi), einem israelischen Shin Beth-Agenten und Sanfur (Shhadi Maryee), seinem jugendlichen Informanten aus Bethlehem. Über zwei Jahre sind sie bereits in engem Kontakt und es entsteht schnell der Eindruck, dass sie sich näher stehen als wahrscheinlich gut für sie ist. Mitunter meint man, hofft man sogar, dass Razi eine Art Vaterfigur für Sanfur ist, der, wie später deutlich wird, schon immer im Schatten seines großen Bruders und Al-Aqsa-Kämpfers Ibrahim stand, den wiederum die Israelis schon lange im Visier haben. Als es darum geht, über Sanfur an Ibrahim heranzukommen, um ihn auszuschalten, riskiert Razi seine Position, um Sanfur zu schützen. Zu einem hohen Preis, denn Ibrahim wird bei dem Zugriff, bei dem Razi und ein anderer Soldat verletzt werden, zwar getötet, doch Sanfur fühlt sich verraten, bricht den Kontakt zu Razi ab und schließt sich letztlich den Al-Aqsa-Brigaden an. Als die Verdacht schöpfen, Sanfur könnte ein Kollaborateur sein, spitzt sich die Situation dramatisch zu.

Quelle: בית לחם הסרט - FB movie page

"Bethlehem" hat viele Aspekte. Der Film zeigt eindrücklich, unter was für einem immensen Druck der Shin Beth steht, wenn es konkrete Terrordrohungen gibt, man aber nicht weiß, wo und wie diese stattfinden werden. Razi verkörpert so einen Agenten, der aber gleichzeitig seinen Informanten nicht zum Bauernopfer machen will und ihm versucht klarzumachen, dass er einen anderen Weg einschlagen kann. Auf der anderen Seite sieht man Sanfur, einen äußerlich typisch palästinensischen Jugendlichen, wie man sie zu Dutzenden in Jerusalem sieht. Das ging mir als Zuschauer nahe. Sanfur, der sich seiner Familie und seinen Freunden beweisen will und zeigen, dass er ein ganzer Mann ist, indem er Mutproben macht und sich schließlich der Al-Aqsa anschließt. Gleichzeitig wünscht er sich - wie jeder andere Teenager - neue Jeans und zeigt Verletztlichkeit, und ab und an schimmert der "ganz normale" Junge durch, der er sein könnte, wenn er in andere Umstände hinein geboren wäre. "Bethlehem" zeigt, in welcher Angst palästinensische Kollaborateure ständig leben, von ihren eigenen Landsleuten entlarvt und gelyncht zu werden und deutet fragwürdige Methoden des Shin Beth bei der Rekrutierung neuer Informanten an. Besonders eindrücklich hat mir persönlich "Bethlehem" aber einmal mehr gezeigt, dass es in diesem Konflikt zu viele Verlierer gibt. Zu viele Leben, die gelassen, zu viele Perspektiven, die für immer zerstört werden, zu viele Kinder, die ihre Eltern verlieren.


Ausschnitt mit englischen UT:



Zum offiziellen Trailer geht es hier (englische UT):

http://www.moviepilot.de/movies/bethlehem 


* Leider hat der Film es letztlich nicht auf die "Shortlist" der Akademie geschafft.



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Samstag, 2. November 2013

Ein regnerischer und sehr trauriger Tag

Gestern Vormittag mussten wir unsere Rennmaus Arielle gehen lassen. Sie starb vor meinen Augen, nachdem ich sie morgens apathisch im Sandbad vorgefunden hatte. Wir vermuten, dass sie krank gewesen sein muss, denn sie wirkte in letzter Zeit dünner und schwächer als ihre Schwester Michal, was wir aber immer darauf schoben, dass Michal von jeher gefräßiger war. Der Haushalt ist in Trauer, besonders natürlich unsere Tochter, die, so tapfer sie es auch hinnimmt, das tote Mäuslein immer wieder betrachtet, über das noch glänzend-weiche Fell streichelt und nicht verstehen kann, wieso ihre Arielle so plötzlich von uns gehen musste.



Passend zu unserem Trauerfall hatten wir gestern mal wieder einen richtigen Regentag. Was heißt "richtig" - die Sonne schien im Westen zunächst unerschütterlich weiter, während es im Osten bereits schüttete:



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