Freitag, 30. August 2013

Und wie war eigentlich Berlin?

Ich glaube, ich hatte es hier erwähnt, dass wir dieses Jahr unseren Deutschlandurlaub mit ein paar Tagen Berlin beginnen wollten, gell? Das hat im Vorfeld für viel Planungsanspannung gesorgt, weil ich natürlich so viel wie möglich in knapp drei Tage packen wollte. Nach der Lektüre einiger Reiseführer musste ich aber ob der gewaltigen Ausmaße dieser Stadt und ihrer Sehenswürdigkeiten letztlich kapitulieren und beschließen, den Aufenthalt einfach auf mich zukommen zu lassen.

Nach unserem ersten Tag hatte ich einen elend langen Artikel verfasst, der mangels guter Internetverbindung leider auf halbem Weg im Nirvena steckenblieb, was mich so frustrierte, dass ich dann auf Berlinbloggen erstmal gar keine Lust mehr hatte. Pft.

Aber jetzt: Berlin war intensiv. Sehr. Meine Befürchtung, drei Tage könnten für diese Stadt eigentlich gar nicht genug sein, hat sich voll bestätigt. Berliner Luft geschnuppert und einen ersten Eindruck gewonnen haben wir trotzdem. Wir wissen jetzt, dass wir unbedingt wieder kommen müssen und zwar entweder allein oder mit wesentlich größerem Kind, damit wir auch von den Museen was haben, die wir diesmal eher großräumig umfahren haben.

Wir haben viele verschiedene Gebäude gesehen, was toll war. Ich könnte tagelang nur Gebäude und faszinierende Architektur ansehen. Außerdem waren wir viel unterwegs, was dank des schönen Wetters und der Berlin Welcome Card auch toll war. Dafür war unser Hotel am Bahnhof Zoo locationtechnisch ein richtiger Glücksgriff.

Einige Stationen (teilweise nur im Vorbeigehen bewundert):

Reichstag * Starbucks * Checkpoint Charlie * Sealife & Aquadom 
Neue Synagoge * Hackesche Märkte * Alexanderplatz
Ku-Damm * Gendarmenmarkt * Berliner Dom * Tiergarten
Mauergedenkstätte Bernauer Straße * Topographie des Terrors
Potsdamer Platz * Prenzlauer Berg * Brandenburger Tor * Holocaust Mahnmal
Apple Store * Gedächtniskirche * Unter den Linden

Viele, viele bunte Bilder haben wir gesammelt. Auf unseren Smartphones, aber auch in unserer Erinnerung. Für später.

Wollt ihr ein paar sehen? Bewusst ganz unsortiert....


















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Mittwoch, 28. August 2013

Kleine hebräische Wortkunde

Eines der wichtigsten, vielleicht DAS wichtigste, weil fast universal einsetzbare, Substantiv für den alltäglichen Sprachgebrauch in Israel ist Balagan (בלגן = Chaos, Unordnung, Verwirrung, Schwierigkeiten, Probleme, etc.) Touristen oder Neuankömmlinge tendieren oft dazu, das charmant oder gar liebenswert zu finden, nach ein paar Jahren im Land gerät man in eine Phase, in der einen der israelische Balagan furchtbar aufregt, bevor man schließlich in einen Zustand resignierter Gelassenheit und "Wird schon werden" oder "Alles wird gut"-Mentalität eintritt, in dem nur noch ab und zu richtig Ärger über das ganz alltägliche Chaos aufkommt. Ich behaupte von mir selbst, nach bald 11 Jahren im Balagan-Land bereits auf einem guten Weg in Richtung Phase III zu sein. Unsere Einschulung und die damit verbundenen "Balaganim" dieser Tage verlangt selbst mir aber so einiges ab.

Weswegen ich mich auch schon wieder so müde fühle... so schrecklich müde...

Aber der Blogeintrag zur Einschulung kommt. Natürlich mit allen entscheidenden Balagan-Momenten. Hier einstweilen ein Foto:







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Montag, 26. August 2013

Wieder zurück

und doch noch nicht wieder so richtig da. Der Heimaturlaub war sehr groß und klingt noch nach (all meine unlängst geäußerten Wünsche wurden erfüllt!).

Ich kam allerdings kaum ins Internet, weil ich irgendwie gar kein richtiges Bedürfnis dazu verspürt habe. Und die Internetabdeckung war streckenweise eher mau, was aber keine Entschuldigung für dieses in den letzten Wochen so sträflich vernachlässigte Blog sein soll...

Ich werde sicher noch über das eine oder andere Urlaubserlebnis berichten. Bald. Aber morgen ist erstmal Einschulung, das wird was geben. 




Samstag, 3. August 2013

[Buch] Naomi Benaron: Running the Rift (English)

Running the RiftRunning the Rift by Naomi Benaron
My rating: 4 of 5 stars

Jean Patrick is a boy growing up in Rwanda. When his father, a teacher, dies in an accident, the family moves in with Jean Patrick's uncle. The children continue their education in the school their father taught at where Jean Patrick's unique talent as a runner is discovered. From this point on he is groomed to eventually take part in the Olympics and "make Rwanda proud". But the aspiring athlete is flawed: He's Tutsi and in times of growing tension between the two major ethnic groups - Hutu and Tutsi - he faces threatening situations and even violence. However, protected by the president himself, Jean Patrick continues to train hard and pursue his dream of Olympic gold but when the genocide erupts he realizes that he'll have to leave his country and even the woman he loves and run for his life.

Gripping - beautiful - horrific - haunting - inspirational.

Running the Rift was highly emotional for me. At first I found it difficult to get into the plot and keep up with all the different character names but that improved with every chapter. Apart from that, the language takes a bit of getting used to - it seems the author uses some kind of local slang for the dialogues along with lots of Rwandan terms and words some of which are not explained and have to be deducted from context. I was hoping to find a glossary at the end for reference but couldn't find any.

Overall a terrific read though.

Naomi Benaron blends historical events, realistic characters and colourful descriptions of culture and people into this well written novel spanning a decade of one of the darkest chapters in recent history.



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