Donnerstag, 28. Februar 2013

[Buch] Mini-Rezensionen Februar (#1)

Im Februar habe ich recht viel gelesen. So viel, dass ich die Mini-Rezensionen wohl besser aufteile, um euch nicht zu erschlagen.

Highlights des Monats mit eigenen Rezensionsposts waren:

Cay Rademacher: Der Trümmermörder
J.K. Rowling: The Casual Vacancy / Ein plötzlicher Todesfall


Hier erstmal drei Minis (weitere folgen die Tage):

Die Ankunft (Matched, #3)Die Ankunft by Ally Condie (#3)
My rating: 2 of 5 stars


This trilogy (#1 Matched, #2 Crossed)  just didn't quite work for me. Don't know why but I'm glad I'm done with it. The storyline and characters remained flat for the most part and couldn't convince me even in the end.


***
Mia & Serafina Mia & Serafina by Kerstin Michelsen
My rating: 3 of 5 stars

Mia ist ein schüchternes Mädchen, das deswegen oft zur Zielscheibe der anderen Schüler wird. Als die sprechende Maus Serafina unerwartet in ihr Leben purzelt, regt sich ihr Selbstbewusstsein und sie traut sich plötzlich Dinge zu, die sie vorher nie gewagt hätte.

Eine niedliche Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft für Grundschüler und Vorlesekinder, die nicht mehr auf Illustrationen im Buch bestehen. Obwohl das schöne Cover das schon fast wieder wettmacht :)

"Mia & Serafina" ist für mich schon das zweite Buch der Autorin Kerstin Michelsen. Auch dieses Mal fiel mir angenehm auf, wie sorgfältig das Buch geschrieben und lektoriert ist. Das ist bei einem selbstverlegten Kindle-Buch ja leider nicht selbstverständlich.

***

Room with a Clue  (Pennyfoot Hotel Mystery #1)Room with a Clue by Kate Kingsbury
My rating: 1 of 5 stars

Disappointingly, this was a rather dull read. I know one shouldn't measure every historical mystery novel against Conan Doyle but even with significantly lower expectations, Room with a Clue (I did love the title!) failed to deliver.
The setting and characters didn't quite come to life, the heroine bored me with her endless inner monologue and the mystery was rather predictable and thrill-less.



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Mittwoch, 27. Februar 2013

*Schüttel*

Es gibt Dinge, die werde ich nie verstehen.

Zum Beispiel, dass es tatsächlich Menschen gibt, die ihre Oliven im Supermarkt aus der offenen Selbstbedienungstheke kaufen. Selbiger, in die jeder zweite Einkaufswagenschieber im Vorbeigehen mit seinen ungewaschenen Fingern reingreift, um sich eine oder auch mehrere (das ist dann allerdings schon auffällig) Oliven in den Mund zu stecken.

Brrrrr.... 

Da muss es einem doch für alle Zeiten vergehen, aber nein, es gibt immer noch Unerschrockene, die sich dort ihre Oliven abpacken und - sogar! - dafür bezahlen.

(Nein, ich weiß nicht, ob es in den Konservenfabriken wesentlich hygienischer zugeht, aber ich bilde es mir gerne ein)

Montag, 25. Februar 2013

[Buch] J.K. Rowling: The Casual Vacancy / Ein plötzlicher Todesfall

The Casual VacancyThe Casual Vacancy by J.K. Rowling

My rating: 4 of 5 stars


Ich will es gleich zugeben: Für diesen Roman hätte ich mich wohl eher nicht interessiert, wenn er nicht von der Mutter des Harry Potter-Universums geschrieben worden wäre.

Allein das retro-spießige Cover hätte vermutlich gereicht, um mich abzuschrecken, und dass ein Plot um ein plötzlich verstorbenes Gemeinderatsmitglied in einer englischen Kleinstadt - außer als Einschlafhilfe - Potenzial haben könnte, scheint auf den ersten Blick doch recht unwahrscheinlich.

Nun, ich bin froh, dass Rowling dieses Werk zu verantworten hat, denn hinter der nüchternen Aufmachung und dem vagen Klappentext verbirgt sich ein Gesellschaftsroman von ganz besonderer Klasse. Rowling porträtiert Leben und (Un-)Taten ganz gewöhnlicher Leute aus einem Querschnitt der englischen Bevölkerung und verwebt sie zu einem Geflecht aus kleinbürgerlichen Intrigen, Grabenkämpfen und teils unverhohlenem Hass, durch das nur selten das "Gute im Menschen" schimmert. In einem der Charaktere, bzw. manchem Denkmuster, wird sich wohl fast jeder Leser wiederfinden, sodass die Geschichte nicht zuletzt zur Selbstreflektion anregt, ob sie es will oder nicht. Besonders reizvoll fand ich, dass man die einzelnen Personen und Ereignisse durch die Augen der anderen von ganz vielen verschiedenen Facetten "kennenlernt" und erlebt, das macht es wirklich unheimlich vielschichtig.

Fällt es anfangs noch schwer, die vielen Charakternamen zu behalten (zwischendurch erwog ich sogar, ein Namensregister zu führen...) und die unübersichtlichen Verbindungen zwischen ihnen zu durchschauen, wird man als Leser schon bald immer tiefer in den Strudel dieser Beziehungen und deren Faszination gezogen. Dieser Roman um eine kleine Stadt ist tragisch, an einigen Stellen hielt ich vor Grauen die Luft an, und besticht gleichzeitig durch viel (schwarzen) Humor, der mich immer wieder herzhaft zum Lachen gebracht hat. Über weite Strecken fragte ich mich, worauf das Ganze hinauslaufen, wohin sich die Ereignisse zuspitzen werden, und blieb letztlich überwältigt zurück. Es ist ein dunkles Ende, doch nicht ohne Hoffnungsschimmer für die klein(kariert)e Stadt und ihre Bewohner.

Keine leichte Lektüre. Kein zauberhaftes Märchen und kein "Cozy Crime". Aber ein großer Roman.



Freitag, 22. Februar 2013

Fragmente aus dem weltweiten Web (#1)

Ich lese in den Weiten des Internets tagtäglich so viele interessante Dinge, dass ich mich jetzt auch mal an regelmäßigen Linkempfehlungen versuchen will.

Otfried Preußler ist tot. Der große Erzähler, dessen Geschichten so viele Kinder und Erwachsene bis heute bewegen, ist im stolzen Alter von 89 Jahren verstorben. Das Netz ist voll der Nachrufe, hier ist einer davon: König meiner Kindheit - und großer Poet

Die Israelin Allison Kaplan Sommer schreibt mir über ihre wachsende Purimabneigung aus der Seele (Englisch):  Purim on steroids: The ever-expanding, never-ending holiday

Der SPon mit einem positiven Artikel über kreative Israelis und die hiesige Start-Up-Mentalität: "In Tel Aviv lacht dich keiner aus"

Ich bin in einen Astronauten verknallt (naja, ein bisschen). Chris Hadfield (Twitter @cmdr_hadfield), der aktuell auf der ISS lebt, twittert fast täglich atemberaubende Fotos von seinem Arbeitsplatz. Außerdem beantwortet er live spannende Schülerfragen aus seinem Astronautenalltag und hat letztens sogar mit einem Kinderchor ein Lied aufgenommen, hier:




Und zu guter Letzt was zum Grinsen aus Der Postillon (lohnenswerte Satire): Apple stellt neues Produkt vor - iMagination


Ein schönes Wochenende wünsche ich euch allen :)




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Dienstag, 19. Februar 2013

[Buch] Cay Rademacher: Der Trümmermörder

Der TrümmermörderDer Trümmermörder by Cay Rademacher
My rating: 5 of 5 stars

Hamburg, 1947. Knapp zwei Jahre nach dem Krieg sucht nicht nur einer der kältesten Winter die Hansestadt heim, sondern auch ein unheimlicher Serienmörder, der seine Opfer ausplündert und nackt in den Trümmern zurücklässt. Inspektor Stave, dessen Frau bei einem Bombenangriff starb und dessen Sohn bisher nicht von der Front zurückgekehrt ist, wird mit der Aufklärung der Morde betraut. Das Team, das man ihm zur Seite stellt, könnte unterschiedlicher nicht sein, sogar ein Brite wird zur Unterstützung abgestellt. Dennoch tappen die Ermittler zunächst lange im Dunkeln, denn in einer Zeit vor DNA-Analysen und raffinierter Kriminaltechnik ist die Verbrechensaufklärung ein mühseliges Unterfangen, was durch die Nachkriegssituation und die extremen Witterungsbedingungen weiter erschwert wird.

Geschichten wie diese sollte man nicht im Winter lesen. Die authentisch aufgebaute Kulisse des Hamburger Hungerwinters dringt durch jede Buchseite: Wenn Stave morgens unter einer dünnen Eisschicht auf seiner Bettdecke erwacht, fröstelt den Leser mit ihm, und wenn er die seltene Gelegenheit bekommt, sich an irgendeinem Ofen für einen Moment aufzuwärmen, meint man fast, die Wärme zu spüren. Bei so einer dichten Atmosphäre wird die Haupthandlung beinahe zur Nebensache, obwohl auch diese in Spannung und Tempo absolut überzeugt.

Den Trümmermörder gab es übrigens tatsächlich. Allerdings wurden die Fälle in Wirklichkeit nie aufgeklärt. Fakten und Fantasie greifen in Rademachers Version aber so glaubwürdig ineinander, dass man ihm jederzeit die Plausibilität seiner Version abnimmt.

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Nachtrag, weil verschwitzt: Mit diesem Buch nehme ich an dem Januar/Februar-Thema der "lesenden Minderheit" - Lies ein Buch, das du geschenkt bekommen hast - teil. Da ich schon länger keine Bücher mehr geschenkt bekommen habe, weil ich inzwischen Kindle-Gutscheine bevorzuge, musste ich auf ein Buch zurückgreifen, das mir Amazon geschenkt hat. Im Rahmen der diesjährigen Kindle-Gratistage direkt nach Weihnachten nämlich. Ich finde, das gilt schon irgendwie als Geschenk. Doch.


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Samstag, 16. Februar 2013

Nicht pflücken!

Ich hatte ja schon erwähnt, dass Israel gerade in voller Blüte steht. Am Shabbat haben wir uns aufgemacht, den "roten Negev" zu erkunden - Anemonen blühen allerorten und lassen sich von ganzen Horden wanderwütiger Israelis bewundern. Die folgenden Bilder sind am Abend kurz vor Sonnenuntergang entstanden, da war der Besucherstrom schon abgeebbt. Besonders schön: Waren wir morgens noch im strömenden Regen zuhause aufgebrochen, trafen wir etwa eine Autostunde südlich auf strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. 

(Das Schild nehmen die Israelis übrigens durchaus ernst. Wildblumen sind absolut tabu, dass wird Kindern schon im frühesten Kiga-Alter eingeimpft)
















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Freitag, 15. Februar 2013

Impressionen von der Buchmesse

Ich habe heute nicht wirklich die Zeit, mich in langen Schilderungen zu meinem wunderbaren und unvergleichlichen Erlebnis auf der Buchmesse in Jerusalem zu ergehen, aber eine unsortierte Bilderflut lasse ich da. Die sagen doch sowieso meist mehr als 1000 Worte ;)


Der deutsche Stand

Arabische Bilderbücher

Deutsche Kinderbuch- und Literaturneuerscheinungen


Daran kam man als Besucher nicht vorbei:

Die französische Vertretung

Russische Bücher


Yad Vashem Publikationen

Illustrierte Schriften und eine aufwändig gestaltete Schriftrolle des Buches "Esther", die traditionell an Purim in den Synagogen gelesen wird


Noch mehr Bilderbücher

Ein wunderschönes Display des TASCHEN-Verlags

Penguin ist auch vertreten

Harry!  (Bloomsbury)

Auf dem Film-Hype reiten ;)

 Koran zum Mitnehmen  (Gleich gegenüber gab es jüdische Schriften)

....und IKEA darf auch ein bisschen mitmischen ;)






So, ich glaube das waren alle Fotos. Ich hätte noch mehr gemacht, aber irgendwann war mein Akku leer. Hach. Ich bin noch ganz geflasht.

Ein schönes Wochenende euch allen!





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Donnerstag, 14. Februar 2013

Ihr ahnt ja nicht....

...wo ich heute Abend nach der Arbeit noch hingehen werde.

Dorthin nämlich: 



Zum ersten Mal überhaupt seit ich in Israel bin. Jetzt muss ich nur aufpassen, dass ich mir nicht aus Versehen ein Loch in den Bauch freue. ^^

Mittwoch, 13. Februar 2013

Hmpf. Es gibt kein Entkommen.

Wer mich kennt weiß, dass ich mit Fasching, Karneval, Fasnacht und wie man die fünfte Jahreszeit sonst noch nennen mag, noch nie viel anfangen konnte. Lebte ich in Köln oder Mainz, würde ich wohl jährlich zum Skifahren flüchten, um dem Getöse zu entgehen.

Jetzt könnte man meinen, Israel war auswanderungstechnisch eine gute Wahl, weil es hierzulande Karneval nicht gibt.

Pustekuchen.

Karneval gibt es zwar nicht, dafür Purim, was jedes Jahr exzessiver begangen wird, wie mir scheint. Gut, als Erwachsener kann man sich dem noch einigermaßen komfortabel entziehen, dafür treiben es die Kinderaufbewahrungssysteme umso doller. Ganze 6x müssen dürfen die Kinder im KiGa meiner Tochter verkleidet kommen - an jedem Tag in einem anderen Motto-Kostüm, was schließlich am 6. Tag in einer großen Purimparty endet.

Folgender Verkleidungsplan hängt an meinem Kühlschrank:
  • Sonntag: einen lustigen Hut aufsetzen
  • Montag: in Streifen und Punkten gekleidet kommen
  • Dienstag: als König oder Königin verkleiden 
  • Mittwoch: Schlafanzugparty!
  • Donnerstag: in Tierkostümen
  • Freitag: große Party mit freier Verkleidungswahl
 Ich habe Kopfschmerzen.



(ShutterStock)


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Dienstag, 12. Februar 2013

12 von 12 im Februar

Heute war wieder 12 von 12 bei Draußen nur Kännchen!, d.h. ich habe frisch und quer durch meinen vollkommen schnöden Alltagstag drauflos geknipst.

Viel Spaß beim Durchklicken :)


1. Na, braut sich da etwa was zusammen? (vor der Arbeit noch schnell die Wäsche gerettet)

2. Mitnehmtee, heute: Melisse

3. Die Wolken haben sich schon wieder verzogen....

4. Der Papst auf allen Zeitungen ("Ich kann nicht mehr" titelt es. Und: die "christliche Welt" sei erschüttert, heißt es)

5. Rolltreppe

6. Jetzt aber fix!

7. Am IDF-Hauptquartier vorbei

8. Noch schnell zum Kiosk

9. Im Büro überprüft, dass der Stempel auch zu 12 von 12 passt und in die Arbeit gestürzt

10. Kurz vor Feierabend erinnere ich mich an meinen Tee, den ich eigentlich schon morgens hätte trinken wollen

11. Noch kurz wundern (man beachte, der Raucherbereich ist nur 2m dahinter = blaues Schild)

12. Und jetzt schnell nach Hause!


Alle 12 von 12 der deutschen Blogosphäre kann man wie immer bei Frau Kännchen bewundern. Hier nämlich.



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Sonntag, 10. Februar 2013

Der Mandelbaum blüht.....

... und ich konnte vorhin im Vorübergehen nicht widerstehen, obwohl das Licht zum Fotografieren eigentlich gar nicht gut war. Ich liebe den Mandelbaum und finde es immer wunderschön, wenn er für kurze Zeit überall in Israel blüht. Dann trällere ich auch gerne das passende Lied dazu (hier gesungen von Kinderkanal-Star Rinat). Überhaupt grünt und blüht es derzeit an allen Ecken und Enden hier im Land. Am Wochenende hat sich über eine Million Israelis in die zahlreichen Staus Richtung Negev gestellt, um die Pracht zu bewundern.








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Freitag, 8. Februar 2013

Freitagsfüller am 8.2.2013

 
1.  Am Rosenmontag werde ich mich insgeheim freuen, dass ich dem Karnevalsland Deutschland schon längst entflohen bin

2. Wirklich unverplante Wochenenden sind klasse. Leider haben wir nur so wenige davon.

3.  Einer meiner Träume ist es, irgendwann New York zu sehen

4.  Muss ich zur Zeit schwer dran arbeiten: Nicht ungehalten rumbrüllen, sondern dem Kind ruhig und friedlich meine Anliegen vorbringen

5.  Schnarchen kann bei uns nur der Papa. Und der auch nur, wenn er erkältet ist

6.  Woher kommt eigentlich der Ausdruck "Haval Al Ha Zman!" (=Schade um die Zeit), um auf Ivrit Begeisterung auszudrücken?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Essen mit Freunden, morgen habe ich eine Gästebewirtung geplant und Sonntag möchte ich zu IKEA !


Alle Freitagsfüller bei Scrap-Impulse



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