Samstag, 30. November 2013

[Buch] Ultimative Lesechallenge - Novemberbücher

Im Rahmen der ultimativen Lesechallenge gilt es, monatlich zwei Bücher nach bestimmten Vorgaben zu lesen und zu rezensieren. Da ich diesen Monat zu fast gar nichts komme, gibt es meine beiden an dieser Stelle mal auf einen Blick:

1. Lies ein typisches Herbst- bzw. Winterbuch (Cover und/oder Thematik sollten passen):

The Christmas Carol MurdersThe Christmas Carol Murders by Christopher Lord
My rating: 3 of 5 stars

Simon Alistair ist ein Nachfahre der Gründer von "Dickens Junction", einem kleinen Ort in Oregon, der sich dem Gedenken an Charles Dickens verschrieben hat. Er selbst besitzt einen Buchladen, der ausschließlich Bücher führt, die er selbst gelesen hat. Als wohlhabender Erbe ist er nicht auf die Einkünfte aus dem Laden angewiesen, weswegen er sich diese Extravaganz leisten kann. Abgesehen davon scheint sein Lebensinhalt darin zu bestehen, dafür zu sorgen, dass der einzigartige Charakter von Dickens Junction erhalten bleibt. Als während der alljährlichen Aufführung des "Weihnachtsliedes" auf dem Dorfplatz plötzlich eine Leiche auftaucht und alle Bewohner zu Verdächtigen werden, sieht sich Simon gezwungen, selbst zu ermitteln und Dickens Junction zu retten.

Dieser kleine "cozy-Krimi" liest sich gut weg, wobei mir das Setting ein wenig sehr gewollt vorkam. Dennoch fühlte ich mich wohl in diesem kleinen skurillen Örtchen mit den vielen Verweisen auf Dickens (von dem ich jetzt endlich mal mehr lesen sollte!) und die Protagonisten sind sehr liebevoll ausgedacht. Zunächst gewöhnungsbedürftig fand ich die schwule Liebesgeschichte zwischen Simon und dem jungen Journalisten Zach, was dank der geschmackvollen Darstellung aber schnell kein Thema mehr war.

Die Krimihandlung hat mich etwas enttäuscht. Einige Ungereimtheiten und ein eher schwaches Ende lassen mich zweifeln, ob es sich lohnt, an dieser Serie dran zu bleiben.

2. Lies ein Buch, das zwischen 301 und 599 Seiten hat (dieses hat 545):

Zwei an einem TagZwei an einem Tag by David Nicholls
My rating: 3 of 5 stars

Die intellektuelle Emma und Dexter, erfolgsverwöhnter Sohn wohlhabender Eltern, gehören zusammen. Das weiß der Leser von Anfang an. Die beiden Helden dieser Geschichte stehen sich jedoch selbst im Weg und verpassen über zwei Jahrzehnte immer wieder wichtige Chancen, endlich zueinander zu finden.

Dieses Buch lag relativ lange unberührt auf meinem Kindle. Den Titel fand ich seltsam, das Cover sprach mich nicht an und überhaupt war ich mehr als skeptisch. Als ich es letztlich doch in Angriff nahm, erlebte ich eine positive Überraschung. Die Sprache ist recht angenehm zu lesen, obwohl die deutsche Übersetzung zu wünschen übrig lässt. Ich gehe davon aus, dass das Original frischer daherkommt, insbesondere was den britischen Humor angeht. Dennoch habe ich oft und viel geschmunzelt und mitunter auch herzhaft gelacht.

Ansonsten muss ich peinlicherweise gestehen, dass mir die Pointe dieses Romans erst bewusst wurde, als ich es ausgelesen hatte. Ich gebe nicht viel auf Überschriften und kann mir Zahlen schlecht merken, sodass mir völlig entgangen ist, dass Emma und Dexters Geschichte sich immer am gleichen Tag - dem 15. Juli - fortsetzt. Wenn man das frühzeitig merkt, macht vieles wahrscheinlich noch mehr Sinn, aber ich habe nun nicht das dringende Bedürfnis, das Buch sofort noch einmal zu lesen. Dazu war es mir persönlich insgesamt zu deprimierend.




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