Freitag, 6. September 2013

Ödestes Neujahrsfest ever *Frust*

Das jüdische Neujahrsfest ist 2,5 Tage lang und ich mag es grundsätzlich sehr (eigentlich ist es sogar mein Lieblingsfest). Dieses Jahr wird es allerdings leider als das Neujahrsfest in unsere Familiengeschichte eingehen, an dem wir viel zu viele Dinge nicht gemacht haben.

Ich habe das traditionelle Abendessen nicht bei mir zuhause ausgerichtet, wie in manchen Jahren davor. Bei Schwiegermama war es zwar auch ok, aber ich konnte mich halt selber nicht so richtig kreativ in der Küche betätigen und zu jedem Gericht irgendwie Apfel, Honig oder Granatapfel hinzukombinieren. Seufz. Außerdem war der Abend insgesamt auch eher weniger entspannt, wie das manchmal bei solchen Familienfeiern halt so ist, und zum krönenden Abschluss hat sich mein Gatte des nachts auch noch fies erkältet, weil er mal wieder meinte, auf dem Balkon nächtigen zu müssen. Ohne Matratze und Decke natürlich.

Das heißt am ersten Feiertag (=gestern) war er zu nichts so richtig zu gebrauchen, einen richtigen Programmplan hatten wir fatalerweise sowieso nicht und so kam es etwa in der Tagesmitte zu einem sehr unerquicklichen Familienstreit. Der Haussegen konnte danach zwar wieder geklebt werden, ein blöder Nachgeschmack blieb an diesem Tag aber haften. Ein kurzer Besuch am Strand zum Sonnenuntergang sorgte wenigstens für einen positiven Abschluss, warf den Gatten erkältungstechnisch aber wieder zurück. Hmpf.

Aus diesem Grund fiel leider auch unser Plan für heute (den zweiten Feiertag), den Mauerspaziergang in Jerusalem mal wieder zu machen durch und so brachten wir es nur auf eine Stunde im Freibad und eine knappe Stunde im Park vor der Haustür. Aus Mangel an spannenden Alternativen (nicht mal Spielkameraden kann man am Hochfeiertag guten Gewissens rausklingeln) war ich kurz verzweifelt genug, das Kinoprogramm zu konsultieren, aber nicht mal darauf ist Verlass: Keine Kindervorstellung nach 15:00 in unserer Stadt heute.

Zum Glück ist der Tag jetzt erstmal rum. Morgen ist zwar immer noch Shabbat, aber abends machen wenigstens die Läden wieder auf. Für den nächsten Feiertag muss ich das Unterhaltungsprogramm unbedingt besser planen, sonst bekommt mein Kind noch ein Feiertagstrauma und DAS muss ja nun wirklich nicht sein.

Möge es trotz allem ein gutes Jahr werden!



(Obwohl das hier jetzt mehr als nur einen Tag umfasst, zähle ich es mal zum diesmonatigen Tagebuchblogging. Diese mehrtätigen Feste kommen mir ohnehin oft vor wie ein einziger, nicht enden wollender Tag...)



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Kommentare:

  1. Möge das verpatzte Fest dein größter Ärger/ deine größte Sorge in diesem Jahre sein! Ein gutes, friedliches und gesundes תשע"ד
    wünscht eure Nachbarin Vered

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    1. Du hast natürlich vollkommen Recht :-) Dir auch ein gesundes neues Jahr!

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