Dienstag, 16. Juli 2013

Uniform in Pastell

Heute habe ich einen weiteren Punkt auf der Vorbereitungsliste zur Einschulung abhaken können - die Schuluniform.

Wem sich bei diesem Stichwort allerdings malerische Bilder von Faltenröckchen mit weißen Kniestrümpfen oder Erstklässlern in Krawatte und Jackett aufdrängen, wird jetzt leider enttäuscht werden. Die israelische Einheitskleidung für Schulkinder schreibt lediglich vor, dass alle Schüler einfarbige Oberteile mit aufgedrucktem Schullogo tragen müssen. Manche Schulen schließen bestimmte Farben aus, ansonsten ist die Farbwahl vollkommen frei. Pflicht sind außerdem weiße Oberteile für offizielle Anlässe.

Beziehen kann man die Oberteile theoretisch wo man möchte. Es bietet sich aber an, die Shirts in einem Fachgeschäft zu kaufen, das sich mit Schulkleidung auskennt und den Aufdruck des Logos gleich mit übernimmt. So haben wir dort heute gelernt, dass es auf jeden Fall Sinn macht, gleich beim Paketpreis zuzuschlagen und dass wir wohl auch noch eine Sweatjacke kaufen werden müssen, weil die Klimaanlagen oft so kalt sind. Außerdem hatten die eine detaillierte Liste aller Schulen in der Umgebung mit Hinweisen zu Sonderwünschen.

Ich finde das Thema Schuluniform ziemlich spannend und hatte schon immer eine eher befürwortende Haltung dazu, konnte allerdings auch, gerade am Beispiel von England die Gegenargumente sehen. Dort müssen teilweise irre viele Details beachtet werden, was ich gerade für jüngere Schüler sehr anstrengend finde (oder die Mütter, die morgens dafür sorgen müssen, dass alles sitzt). An der israelischen Lösung habe ich hingegen nichts auszusetzen. Sie schafft durch die Vorgabe generischer T-Shirts ein einheitliches Gruppenbild, lässt weniger Spielraum für Markenparaden und bewahrt durch die freie Farbwahl doch einen gewissen Individualismus. Und als "Uniform" kann man diese knuffigen pastelligen Logo-Shirts eigentlich gar nicht wirklich bezeichnen. Finde ich jedenfalls und fühle mich fast wieder in die Babyvorbereitungszeit versetzt, als ich stapelweise winzige Hemdchen und Bodies liebevollst gewaschen und gefaltet habe.



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1 Kommentar:

  1. So eine Schuluniform, die weniger was von Uniform als mehr von einheitlicher normaler Kleidung hat, finde ich gut! Aber so wie in England hätte ich als Kind auch nicht rum laufen wollen :o
    Aber so isses doch ganz schick. Und löst (hoffentlich) die Mobbing- und "was zieh ich morgen an?"-Probleme…

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