Donnerstag, 2. Mai 2013

Es gibt für alles eine Lösung (oder mindestens ein YouTube-Video)


Manchmal frage ich mich ja wirklich, wie unsere Eltern den Alltag ohne die immer verfügbare, sofort abrufbare Masse an Informationen aus dem weltweiten Web, gemeistert haben.

Wie hat meine Generation die erste Hälfte unseres Lebens bestritten, ohne für jede Frage sofort eine Antwort ergoogeln zu können?

Wer mich kennt weiß, dass ich ein leidenschaftlicher Nutzer bin, immer bereit, mich auf neue Trends, Services und Spielereien einzulassen. Eigentlich seit ich mit 15 in den USA erstmalig einen Blick in einen Uni-Chatraum werfen konnte.

Aber ich will mich gar nicht am Unterhaltungswert des Mediums aufhalten, denn eigentlich sind es die ganz normalen alltäglichen Dinge für die ich es dringend brauche.

Pudding selbermachen? Kein Problem. Das Netz ist voll der Rezepte von idiotensicher bis aufwändig raffiniert. Überhaupt wäre ich ohne das Internet (insbesondere Chefkoch.de) in der Küche wohl zu gar nichts zu gebrauchen. Von der Hühnersuppe bis zum Rinderbraten habe ich meine Grundlagen fast ausschließlich aus dem Netz.

Einen französischen Zopf flechten ? YouTube hat detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, und die Chancen, dabei noch 2-3 andere noch tollere Frisuren zu finden stehen sehr gut. Man muss eher aufpassen, dass man nicht bis übermorgen weiterklickt. (Diese Frau z.B. rockt das Thema ziemlich)

Mottoparty ausrichten? Einfach googeln. Bei Millionem aktiven Nutzern weltweit, kann man davon ausgehen, dass irgendwer da draußen irgendwann die Idee schon einmal hatte und mindestens Fotos davon ins Netz gestellt hat. Oft gibt es auch Anleitungen. Mein All-Time-Favorite: Ultimative Star Wars-Party

Ähnlich verhält es sich mit außergewöhnlichen Hobbies. Im Netz findet man garantiert zu jeder noch so kuriosen Leidenschaft Gleichgesinnte. (die Twilight-Moms sind dafür nur ein Beispiel *hust*)

Das Kind hat eine herausfordernde Phase? Unzählige Eltern haben ähnliches durchgemacht (Kinder sind letztlich überall gleich) und berichten in Foren, Blogs und sozialen Netzwerken von ihren Erfahrungen. Da fühlt man sich gleich verstanden und ermutigt.

Do-it-yourself: Israel ist ein Land mit begrenztem Sortiment in gewissen Bereichen. Viele Dinge, die es in Deutschland "von der Stange" gibt, findet man hier schlicht nicht. Nachdem ich letzte Woche durch mehrere Läden getingelt war, um einfache und hübsche Papiertütchen für Kindergeburtstagsmitgebsel zu finden, habe ich letzten Endes auf YouTube eine Faltanleitung gefunden. So naheliegend eigentlich und grenzenlos varierbar.

Zweifellos hat das Internet auch Schattenscheiten (frei verfügbare Bombenanleitungen sind nur ein Beispiel), aber grundsätzlich bleibe ich dabei: Im Netz gibt es auf alles eine Antwort und für beinahe jedes Problem eine Lösung.

Immer vorausgesetzt, man ist ein bisschen experimentierfreudig und lernfähig.




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