Sonntag, 7. April 2013

Israelis und Duty Free

Duty Free, also Einkaufen in zollbefreiten Gegenden wie z.B. an internationalen Flughäfen, ist in Israel ein Phänomen, das man so wohl nirgendwo anders beobachten kann.

So werben die Duty Free-Shops zur israelischen Prime Time sogar im Fernsehen damit, wie günstig ihre Waren seien und behaupten, alleine für das zollfreie Shopping müsse man unbedingt verreisen. Ist natürlich gelogen, denn mit Ausnahme von Spirituosen und Tabak bekommt man die Ware im Land meist deutlich billiger. Welche Ware? Na alles! Von Spielzeug über Elektronik bis hin zu Sportmode, läuft am Ben Gurion Flughafen alles unter dem Label Duty Free.

Da man die zollfrei gekaufte Spülmaschine schlecht im Handgepäck transportieren kann, gibt es einen speziellen Hinterlegungsservice: Die gekaufte Ware wird auf Wunsch am Flughafen verpackt und verbleibt dort, bis man sie nach seiner Rückkehr abholen kommt. Vor der Zollkontrolle allerdings, sonst wäre es ja geschummelt.

So kurios das klingt: Israelis nehmen diesen Service gerne in Anspruch, das weiß ich vor allem deshalb, weil ich auf dem Weg zur Arbeit regelmäßig über die auffälligen Duty Free Kartons steigen muss, die allmorgendlich die Gänge im Zug versperren (der Flughafen liegt auf der Strecke).

Wenn ich "die Israelis" schreibe, schließt das mich seit heute ebenfalls ein. Eigentlich halte ich mich dem Duty Free nämlich aus Prinzip immer fern, heute nur deshalb nicht, weil ich für diesen Artikel ein Foto machen wollte. Ihr ahnt es schon - ich bin prompt in die vermeintliche Schnäppchenfalle getappt. (Es war aber wirklich eins, glaube ich...).

Ganz schön peinlich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen