Montag, 11. März 2013

Tagebuchbloggen

Fr. brüllen hat diese Woche zur Tagebuchblogwoche erkoren.

Was mache ich eigentlich wirklich den ganzen Tag? Gestern sah mein Pensum so aus:

6:10 - Am Rande meines Bewusstseins nehme ich wahr, wie mein Gatte das Haus verlässt.

6:30 - der Wecker klingelt die Tochter und mich wach. Sofort fordert sie ihren rituellen Morgenkakao ein. Es gibt kurz wegen irgendwas ein Gezeter, aber ich weiß gar nicht mehr warum, also kann es so schlimm nicht gewesen sein.

7:15 - Wir sind startklar als ihr einfällt, dass sie ganz bestimmte Haarspangen mitnehmen will, die ich seit etwa drei Monaten nicht mehr gesehen habe. Jetzt sind sie auf einmal ganz wichtig und -natürlich- nicht auffindbar. Es gibt Tränen und wir verspäten uns.

7:25 - Wir steigen ins Auto und fahren los.

7:32 - Wir erreichen den Kindergarten, ich gebe sie ab und haste weiter. Vielleicht kriege ich den Zug ja noch.

7:48 - Ich erklimme völlig abgehetzt den Bahnsteig und sehe gerade noch die Rücklichter des Zuges Richtung Tel Aviv entschwinden. Mist.

Ich lese ein bisschen in meinem spannenden Buch.

8:09 - Ich sitze im nächsten Zug und lese weiter.

8:33 - Ich steige in Tel Aviv aus. Eine Viertelstunde später komme ich zu Fuß im Büro an. Dort schlage ich mich heute mit allerlei lästigem Kleinkram herum, muss außergewöhnlich viel mit den verschiedensten Call-Centern telefonieren und arbeite einige Stapel ab. Zwischendurch unterhalte ich mich über Bücher: Meine Kollegin liest eines meiner Lesehighlights aus 2012 und ist genauso gefesselt wie ich.

13:00 - Zu Mittag esse ich einen Rest Brokkolisuppe und eine Oliven-Parmesan-Stange. Dazu gibt es Politik.

15:35 - Ich verlasse mit fliegenden Fahnen das Büro. Am Bahnhof ziehe ich mir ein 7Up weil mir eingefallen ist, wie wenig ich den Tag über getrunken habe.

16:20 - Ankunft am Heimatbahnhof. Ich nutze das Bahnhofsklo, um die (jetzt) überschüssige Flüssigkeit wieder loszuwerden. Danach steige ich ins Auto und fahre Richtung KiGa.

16:35 - Ich löse ein munteres Kind im KiGa aus. Zuhause müssen wir uns fix umziehen, damit wir es rechtzeitig zum Schwimmkurs schaffen, denn der ist um 17:30.

17:35 - Ich gleite ins Becken und ziehe eine halbe Stunde einigermaßen sportliche Bahnen. Dann ist der Schwimmkurs zuende.

18:05 - Wie immer bleiben wir noch etwas länger im Becken, und wie immer gibt es trotzdem unweigerlich Gezeter, weil die kleine Wasserratte auch danach noch nicht raus will. Gut dass es nicht mehr Winter ist, so sparen wir in der Umkleidekabine Zeit.

18:45 - Auf dem Heimweg gabeln wir den Papa auf, der gerade mit dem Zug von der Arbeit kommt. Zuhause gibt es Bratreis und Schnitzel, das geht heute am Schnellsten.

20:00 - Kind schläft, und ich nicke beim Lesen auch ein. Der Papa bereitet den symbolischen Sederteller (1 gekochtes Ei, eine gekochte Kartoffel und ein Salatblatt) vor, den die Kinder morgen mitbringen sollen. Gut, dass er so mithilft, denn ich habe keine Energiereserven mehr für heute.

Und ihr so?

Heute ist übrigens 12-von-12, auch eine Art Tagebuchbloggen.
Macht ihr mit?

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