Sonntag, 17. März 2013

Noch mal: Tagebuchbloggen an meinem freien Tag

Die Tagebuchblogwoche bei Frau Brüllen geht heute in die letzte Runde. Ich mache auch noch mal mit.

Sonntag, eigentlich ein regulärer Werktag in Israel, ist für mich arbeitsfrei. Ein richtiger Luxustag, in den ich aber immer viel zu viel versuche zu packen, was oft in Frust ausartet. Aber seht selbst (Zeiten sind nicht minutengenau...)

6:00 - im Dämmerschlaf nehme ich Unruhe war. Der Wecker des Gatten hat offenbar nicht geklingelt, was hörbar Stress verursacht. Die Tochter wird davon natürlich auch wach, ergnädigt sich allerdings dazu, noch ein wenig weiterzuschlafen.

6:30 - Alles Nörgeln meinerseits hilft nichts, der morgendliche Kakao muss jetzt unbedingt serviert werden. Unmut macht sich breit, als klar wird, dass der Papa heute keine Zeit hatte, selbigen vorzubereiten. Dabei macht er immer viel mehr Zucker rein, als die blöde Mama. So ist das Leben.

Ich hänge schnell die Wäsche von gestern Abend auf. Wenige Minuten später sehe ich, dass es regnet. Egal, der neue Waschmittelduft ist mir sowieso zu penetrant, ein weiterer "Spülgang" schadet sicher nicht.

8:00 - Wir erreichen den Kindergarten. Genauer gesagt die Hort-Ferienbetreuung, denn der Kindergarten ist bereits in die Pesach-Ferien gegangen.

Wieder zuhause verspeise ich ein trockenes Brötchen und kümmere mich ein wenig um meine Verpflichtungen im weltweiten Web. Dann mache mich an eine Aufgabe, die ich schon seit Monaten, nein Jahren, vor mir her schiebe: den Kleiderschrank ausmisten.

Eine gute Stunde später haben der Gatte und ich praktisch nichts mehr zum Anziehen im Schrank. Dafür stehen drei vier Riesenmüllsäcke voller Altkleider mitten in der Wohnung. Im Internet recherchiere ich, wohin man die in unserer Stadt bringen kann. Leider ist die Annahme erst ab 16:00, aber besser als gar nicht wegbringen, denn wenn ich es heute nicht tue, landen die Säcke in irgendeiner Ecke und geraten in Vergessenheit.

Über einem netten Telefonat mit meiner besten Freundin vergesse ich beinahe die Zeit, denn ich will - wie jede Woche - zum Sport.

11:10 - Ich suche mir eine freie Matte in meiner Feldenkrais-Gruppe und versuche mich zu sammeln. Feldenkrais ist eine sehr ruhige Disziplin, man könnte fast sagen langweilig, aber wenn man sich darauf einlässt und gewissenhaft mitmacht wird man mit einem sehr lockeren und befreiten Körpergefühl belohnt. Und wenn ich langfristig so gelenkig werde wie manche Seniorin in der Gruppe, hat sich das Durchhalten in jedem Fall gelohnt.

12:15 - Sauna. Mehr nicht.

13:00 - Ich lasse das Auto stehen und laufe über die Straße zur Bibliothek. Das Buch von Rowling sollte ich eigentlich schon letzte Woche zurückgeben... Gut, dass man es in Israel mit Fristen und Mahngebühren nicht so genau nimmt.

Danach gehe ich zur Post, um einen Strafzettel für Falschparken in Jerusalem zu bezahlen. Ärgerlich und empfindlich teuer. Im Kreativladen nebenan erstehe ich drei Meter türkisfarbenes Band. Die Träger von Tochterns Lieblingskleid sind nämlich derart fadenscheinig, dass vor ein paar Tagen einer gerissen ist.  Sollte sogar ich reparieren können. (Hoffe ich.)

Wieder zuhause esse ich erstmal ein Butterbrot mit Rotkohlsalat, nehme die - endlich trockene - Wäsche von der Leine und widme mich anschließend wieder dem weltweiten Web. Da gibt's immer was zu tun ^^

Während ich mich durch allerlei Filme auf YouTube kucke, schaffe ich es tatsächlich, dem Lieblingskleid ziemlich passable neue Träger zu verpassen. Ok, perfekt sind sie nicht, aber dafür, dass das Kleid sowieso fast zu klein ist und maximal noch diesen Sommer halten muss, bin ich zufrieden. Eine neue Schärpe fiel von den drei Metern Band auch noch ab ;-)

15:00 - Ich gönne mir einen Kaffee mit Schaum und einen meiner gestern gebackenen Walnuss-Cupcakes (aus diesem eBook). So lecker und saftig sind mir vorher noch keine gelungen - ob's daran liegt, dass ich zum ersten Mal Natron verwendet habe (so wie es im Rezept steht) weil ich verstanden habe, dass Natron = Baking Soda  was ich sogar im Haus habe?

15:45 - Gerade will ich gen Kindergarten aufbrechen als mich meine Nachbar-Freundin anruft und anbietet, beide Mädels zu sich zu holen. Plötzlich habe ich wieder viel mehr Zeit. Da gehe ich doch gleich mal zur Altkleidersammelstelle. Und später gibt es Pizza.

Alle Beiträge der Tagebuchblogger sammelt Frau Brüllen hier.




Nie mehr ein Fragment verpassen! Jetzt Email-Adresse eintragen und täglich Post von mir bekommen:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen