Mittwoch, 6. Februar 2013

Krank sein oder nicht krank sein?

Das ist so eine Frage, die sich nicht immer ganz leicht beantworten lässt. Vor allem nicht, wenn es um Kinder geht.

Unser Herzensmädchen beispielsweise klagt seit Anfang der Woche über Halsschmerzen. Zum Schwimmen am Montag konnte sie natürlich trotzdem gehen. Das wäre ja noch schöner, wegen ein bisschen Halsweh auf ihr persönliches Wochenhighlight zu verzichten.

Am Dienstagmorgen habe ich mich gerade in die Arbeit gefuchst, als mich gegen 10:00 ein Anruf der Erzieherin erreicht: Das Kind hätte schon mehrmals Halsschmerzen vermeldet und sogar ein bisschen geweint, sodass sie mir jetzt doch mal Bescheid geben wollte.

Wie praktisch, dass just an diesem Tag der Papa wegen eines Termins noch in der Stadt ist und sie unkompliziert abholen kann. Als er im KiGa auftaucht, kommt ihm ein putzmunteres Persönchen entgegen, dass sich sehr darüber freut, so früh wieder abgeholt zu werden. Der kurzfristig anberaumte Termin bei Dr. Genie (Nomen est Omen, kein Witz!) ergibt, dass sie wahrscheinlich nichts ernstes hat. Er macht noch einen Abstrich, empfiehlt Honig und schickt die beiden wieder nach Hause. Wenig später erhalte ich einen - ebenfalls putzmunteren Anruf - ich möge ihr doch bitte neue DVDs aus der Bücherei mitbringen. Der Papa nutzt den "freien" Tag zum Wohnungsputz.

Als ich nach Hause komme deutet nichts auf ein leidendes Menschlein hin. Halsweh? Was ist Halsweh?

Klar also, dass sie heute wieder regulär im KiGa war. Um 14:30 fällt mir auf, dass mein Arbeitstag schon fast um ist und bisher keine Hiobsbotschaften eingegangen sind: weder vom KiGa-Team, noch in Form eines positiven Abstrichergebnisses per SMS vom Doktor. Ich habe diesen schönen Gedanken noch nicht ganz zuende gedacht, als meine Kollegin mir sagt, mein Telefon hätte gerade geklingelt. Der Hort war dran. Das Herzenskind klage über Halsschmerzen, ob ich sie früher abholen könne. Mit fliegenden Fahnen schaffe ich es, einen Zug früher nach Hause zu erwischen, nur um dort angekommen ein - ihr ahnt es schon - putzmunteres Kind anzutreffen. Das ist jetzt bei ihrer Lieblingsfreundin zum Spielen. Von wegen krank.

Aber ich will ja nicht übermütig werden. Als es letztes Mal hieß, das Kind hätte nichts, war der Strepto-Abstrich letztendlich doch positiv und artete in einem regelrechten Antibiotikadrama aus. 


Kommentare:

  1. Ich drücke Euch die Daumen, dass es nichts Ernstes ist, sondern "nur" ein schlaues Mädchen ;-)
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ach herrje, gute Besserung! Ich hasse dieses nicht krank, aber auch nicht gesund sein.

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  3. Nichts ernstes! Der Abstrich war negativ und jetzt ist sowieso erstmal wieder Wochenende :)

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