Freitag, 1. Februar 2013

[Buch] Mini-Rezensionen Januar

Im Januar habe ich einige Bücher gelesen, ohne sie hier bisher explizit vorzustellen.

Diese hier nämlich:

Life of PiLife of Pi by Yann Martel
My rating: 4 of 5 stars

This is definitely a book I'll be mulling over for quite some time still. I wouldn't even know how to categorize it - Adventure story, coming-of-age novel, spiritual diary, guide to animal behaviour? Probably all of them combined and more. In any case totally different than what I'd expected and full of surprising turns with a depth in language and philosophical thoughts one doesn't find in many reads.

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Böser Wolf (Bodenstein & Kirchhoff, #6)Böser Wolf by Nele Neuhaus
My rating: 4 of 5 stars

Als Pia Kirchhoff zum Fundort der Wasserleiche eines jungen Mädchens gerufen wird, das offenbar gefangengehalten und vor seinem Tod schwer misshandelt wurde, ahnen weder sie, noch ihre Kollegen im Dezernat, in welche Abgründe der menschlichen Natur sie dieser Fall ziehen wird. Dieser packende Krimi über einen groß angelegten Kinderpornoring ist harter Tobak, vor allem wenn man sich bewusst macht, dass solche Verbrechen tagtäglich in den "besten" Kreisen der Gesellschaft begangen werden. Nele Neuhaus überzeugt wieder mit einem klaren, natürlichen Schreibstil und vielschichtigen Handlungssträngen, die sich am Ende zufriedenstellend auflösen

Es lässt sich sicher darüber streiten, ob es ethisch vertretbar ist, ausgerechnet dieses Thema als Unterhaltungsliteratur unter's Volk zu bringen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass über dieses Medium ein breites Publikum angesprochen und - vielleicht erstmalig - aufmerksam auf das Martyrium wird, in dem die Opfer organisierten Missbrauchs leben.

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Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer SchickseWolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse by Thomas Meyer
My rating: 4 of 5 stars

Motti Wolkenbruch, Student und orthodoxer Jude aus Zürich, hat ein Problem: Seine Mame will ihn unbedingt endlich verheiraten und quält ihn mit einer endlosen Brautschau guter jüdischer Mädchen, die leider alle so aussehen wie sie. Motti hat sich aber in seine goyische Kommilitonin verknallt, die das krasse Gegenteil verkörpert und überhaupt nicht in seine Welt passt mit ihren engen Jeans.

Eigentlich kann ich mit launiger Belletristik aus dem jüdischen Milieu meist nichts anfangen, weswegen ich dieses Buch nur nach ausdrücklicher Empfehlung überhaupt in die Hand genommen habe. Nach ein paar Seiten konnte ich es dann nicht mehr weglegen und kam aus dem Grinsen gar nicht heraus.

Man sollte allerdings ein bisschen Gespür für Jiddisch haben, das Buch ist nämlich zersetzt davon. Es gibt zwar ein Glossar mit einer langen Liste der verwendeten jiddischen Wörter, aber wenn man dauernd hin- und her blättern muss, ist das wohl nicht so prickelnd. Mein Lieblingswort: "Blitzbrief"

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Ausführlicher gebloggt habe ich im Januar über:

[Rezension] Nele Neuhaus: Schneewittchen muss sterben

[Rezension] Kerstin Michelsen: Sushi oder Labskaus

[Rezension] Julie Kagawa: The Lost Prince

Harry Potter 2-7





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